Erstellen und Bereitstellen eines Images für Windows 10-Desktopeditionen (Home, Pro, Enterprise und Education)

Sie können Windows Bildverarbeitungs- und Konfigurations-Designer (ICD) verwenden, um ein neues Image für Windows 10-Desktopeditionen zu erstellen und anzupassen, indem Sie Treiber, Apps, Sprachpakete, Einstellungen und vieles mehr hinzufügen. Sie können das Bereitstellungsmedium auch in einem Ordner oder auf einem USB-Stick erstellen.

Hinweis  Diese Methode der Imageerstellung erfordert eine Windows-Imagedatei („Install.wim“), die das Windows-Basisimage enthält.
 

So erstellen Sie ein benutzerdefiniertes Image für Windows 10-Desktopeditionen

  1. Wählen Sie auf der Startseite von Windows ICD die Option Neue Windows-Imageanpassung.

    Dn916105.wicd_new_desktopimage_workflow(de-de,VS.85).png

    Alternativ können Sie auch im Menü Datei die Option Neues Projekt… auswählen.

  2. Geben Sie im Fenster Projektdetails eingeben einen Namen und Speicherort für das Projekt an. Optional können Sie eine kurze Beschreibung zu Ihrem Projekt eingeben.

  3. Klicken Sie auf Weiter.

  4. Falls Sie auf der Startseite die Option Neue Windows-Imageanpassung ausgewählt haben, überspringen Sie diesen Schritt.

    Wählen Sie im Fenster Projektworkflow auswählen in der Liste verfügbarer Projektworkflows die Option Imageerstellung aus, und klicken Sie dann auf Weiter.

  5. Wählen Sie im Fenster Quellformat für Imageerstellung auswählen die Option Das Windows-Image basiert auf einer WIM (Windows Image)-Datei aus, und klicken Sie auf Weiter.

  6. Klicken Sie im Fenster Image auswählen auf Durchsuchen, um den Datei-Explorer zu starten. Suchen Sie den Pfad zur Datei „Install.wim“.

    Nachdem Sie die Datei „Install.wim“ ausgewählt haben, werden alle in der WIM-Datei enthaltenen Windows-Images im Bereich Available images aufgelistet. Standardmäßig wird das erste Windows-Image in der Liste ausgewählt. Außerdem werden im Bereich Image information Informationen zu diesem Image angezeigt.

  7. Wählen Sie das Windows-Image aus, das Sie verwenden möchten, und klicken Sie auf Weiter.

  8. Optional. Wenn Sie über ein Bereitstellungspaket verfügen, das Anpassungen enthält, die bereits in einem anderen Projekt konfiguriert sind, und die Anpassungen aus diesem Paket wiederverwenden möchten, klicken Sie im Fenster Import a provisioning package auf Durchsuchen, um das aus einem anderen Projekt exportierte Bereitstellungspaket zu suchen.

    Hinweis  Sie können nur ein Bereitstellungspaket importieren.
     
  9. Klicken Sie auf Fertig stellen.

    Dadurch werden alle konfigurierbaren Anpassungen basierend auf der ausgewählten Windows-Edition geladen. Nachdem alle verfügbaren Anpassungen geladen wurden, wird die Seite „Customizations“ angezeigt.

  10. Wählen Sie auf der Seite „Customizations“ im Bereich Verfügbare Anpassungen die anzupassenden Ressourcen und Einstellungen aus. Sie umfassen z. B.:

    • Anwendungen
    • Treibersatz
    • Treiber
    • Features bei Bedarf
    • Sprachpakete
    • Referenzgerätdaten
    • Einstellungen
    • Windows-Updates

    Weitere Informationen zum Festlegen der Ressourcen und Einstellungen finden Sie unter Konfigurieren von Anpassungen mithilfe von Windows ICD.

    Dn916105.wicd_desktopimage_customization(de-de,VS.85).png

    Hinweis  
    • Welche Ressourcen und Einstellungen für die Anpassung verfügbar sind, hängt von der im vorherigen Schritt ausgewählten Windows-Edition ab. Daher sind u. U. nicht all diese Ressourcen verfügbar.

    • Das Hinzufügen von Sprachpaketen kann eine Reihe an Abhängigkeiten umfassen. Weitere Informationen finden Sie unter Hinzufügen von Sprachpaketen zu Windows.

      Wenn Sie der Windows-Wiederherstellungsumgebung Sprachen hinzufügen möchten, müssen Sie dies separat vornehmen. Weitere Informationen finden Sie unter Anpassen von Windows RE.
     
  11. Optional. Wenn Sie mit dem Konfigurieren der Anpassungen fertig sind, können Sie ein Bereitstellungspaket exportieren, wenn Sie alle oder die meisten in diesem Projekt konfigurierten Anpassungen wiederverwenden möchten.

    Klicken Sie hierzu im Hauptmenü auf das Dropdownmenü Exportieren, wählen Sie Bereitstellungspaket, fügen Sie die erforderlichen Paketinformationen hinzu, und geben Sie Optionen für das Paket an. Anschließend können Sie das Paket erstellen.

  12. Wenn Sie mit dem Konfigurieren Ihrer Anpassungen fertig sind oder ein Bereitstellungspaket exportiert haben (optional), erstellen Sie das Medium, das das Image enthält.

    Klicken Sie hierzu im Hauptmenü auf Erstellen, und wählen Sie dann einen Medientyp aus:

    • Produktionsmedium. In der OEM-Herstellung zu verwendende Medien. Die Medien können vollständig automatisch ausgeführt werden. Diese Medien bieten die Option, im Überwachungsmodus zu starten und ein optionales Testskript zu verwenden.

      „Produktionsmedium“ bietet verschiedene Optimierungen zum Einsparen von Bereitstellungszeit.

    • Medium für die Neuinstallation. Das Medium kann nur durch den Endbenutzer für die Neuinstallation verwendet werden. Dieses Medium startet auf der Windows-Willkommensseite für die Endbenutzereingabe und fährt dann fort, bis es zum Desktop gelangt. Die Installation an sich wird vor dem Start auf der Windows-Willkommensseite beendet.

      Wenn Sie ein Medium für die Neuinstallation erstellen, werden alle Ressourcen in ein Bereitstellungspaket versetzt, und zwar zusammen mit „install.wim“. Die PPKG-Datei wird nicht in die Installation eingefügt, sondern zur Bereitstellungszeit im Betriebssystem zusammengeführt.

    • Wiederherstellungsmedium. Das Medium kann durch den Endbenutzer für die Nur-Daten-Wiederherstellung eines nicht vollständig funktionsfähigen oder durch einen „Soft Brick“ nicht verwendbaren Geräts verwendet werden. Dazu darf nur das WIM-Imageformat verwendet werden.

  13. Klicken Sie auf Weiter, um das Imageformat und den Medientyp auszuwählen und weitere Informationen zum Erstellen Ihres Images bereitzustellen.

    • Auf dem Bildschirm Imageformat auswählen können Sie festlegen, ob das Image im WIM- oder im FFU-Format erstellt werden soll:

      • WIM: Erstellt das Image in einem Windows-Imagedateiformat (WIM).

        Mit dieser Option können Sie das Medium in einem lokalen Ordner auf Ihrem PC oder auf einer Netzwerkfreigabe erstellen oder ein startbares Medium auf einem USB-Laufwerk erstellen.

      • FFU: Erstellt das Image in einem FFU (Full Flash Update)-Dateiformat.

        Wenn Sie diese Option auswählen, geben Sie den Pfad für den Zielspeicherort ein, bzw. wählen Sie ihn aus.

    • Sie können darüber hinaus Imageoptionen auswählen und so beispielsweise das kompakte Betriebssystem aktivieren und das Verhalten beim ersten Start festlegen. Weitere Optionen sind das Starten im Überwachungsmodus oder das Auswählen eines Skripts, das beim ersten Start ausgeführt werden soll.

    • Wählen Sie im Bildschirm Bereitstellungsmedium aus, welchen Medientyp Sie erstellen möchten:

      • Save to a folder: Erstellt einen Ordner, der das Bereitstellungsmedium enthält. Das resultierende Medium ist kein startbares Medium, und es ist nicht gewährleistet, dass es auf startbaren Laufwerken funktioniert.

        Wenn Sie diese Option auswählen, geben Sie den Pfad für den Zielspeicherort ein, bzw. wählen Sie ihn aus.

      • Create a bootable USB drive: Erstellt ein startbares Medium auf einem USB-Laufwerk.

        Wenn Sie diese Option ausgewählt haben, werden alle an den Host-PC angeschlossenen verfügbaren USB-Laufwerke von Windows ICD ermittelt und in der Dropdownliste Output Drive aufgelistet. Falls von Windows ICD keine USB-Laufwerke erkannt werden, schließen Sie ein USB-Laufwerk an Ihren PC an und klicken auf Aktualisieren.

  14. Klicken Sie auf Weiter, und klicken Sie dann auf Erstellen, um mit dem Erstellen des Images zu beginnen. Die Projektinformationen werden auf der Buildseite angezeigt, und die Statusanzeige gibt den Buildstatus an.

    Wenn Sie den Build abbrechen müssen, klicken Sie auf Abbrechen. Dadurch wird der aktuelle Buildprozess abgebrochen, der Assistent geschlossen und wieder die Seite „Customizations“ angezeigt.

  15. Falls der Build nicht erfolgreich verläuft, wird eine Fehlermeldung mit einem Link zum Projektordner angezeigt. Sie können die Fehlerursache anhand der Protokolle ermitteln. Nachdem Sie das Problem behoben haben, versuchen Sie, das Image erneut zu erstellen.

    Wenn der Build erfolgreich ist, werden der Name des Images sowie das Ausgabeverzeichnis und Projektverzeichnis angezeigt.

    • Sie können das Image ggf. erneut erstellen, indem Sie ein anderes Imageformat und/oder das Bereitstellungsmedium auswählen und einen weiteren Build starten. Klicken Sie dazu auf Zurück, um Ihre Auswahl zu ändern, und klicken Sie dann auf Weiter, um einen weiteren Build zu starten.
    • Wenn Sie fertig sind, klicken Sie auf Fertig stellen, um den Assistenten zu schließen und zur Seite „Customizations“ zurückzukehren.

    Wichtig  Dateien, die als Teil der mit Windows ICD erstellten Medien generiert wurden, sind nur für die Verwendung zur Einrichtung beim Starten der Medien vorgesehen. Partner sollten diese Dateien nicht bearbeiten oder für andere Zwecke als das Starten der Medien verwenden.
     

So stellen Sie ein Image auf einem PC bereit

  1. Schließen Sie das USB-Laufwerk mit dem startbaren Medium an einen PC an, und starten Sie dann den PC vom USB-Laufwerk.

  2. Geben Sie den Product Key ein.

  3. Akzeptieren Sie die Microsoft-Software-Lizenzbedingungen, und warten Sie, bis die Installation abgeschlossen ist.

 

 

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