Bootsect (Befehlszeilenoptionen)

„Bootsect.exe“ aktualisiert den Masterstartcode für Festplattenpartitionen, um zwischen Bootmgr und NT Loader (NTLDR) zu wechseln. Mithilfe dieses Tools können Sie den Bootsektor auf Ihrem PC wiederherstellen. Dieses Tool ersetzt FixFAT und FixNTFS.

Bootsect-Befehle

Für Bootsect werden die folgenden Befehlszeilenoptionen verwendet:

bootsect {/help | /nt52 | /nt60} {SYS | ALL | <DriveLetter:>} [/force] /mbr

Wenn Sie beispielsweise den mit NTLDR kompatiblen Masterstartcode auf Volume „E“ anwenden möchten, müssen Sie den folgenden Befehl eingeben:

bootsect /nt52 E:

BefehlszeilenoptionenBeschreibung

/help

Zeigt diese Syntaxanweisungen an.

/nt52

Wendet den mit NTLDR kompatiblen Masterstartcode auf SYS, ALL oder <DriveLetter> an. Das auf SYS, ALL oder <DriveLetter> installierte Betriebssystem muss älter als Windows Vista sein.

/nt60

Wendet den mit Bootmgr kompatiblen Masterstartcode auf SYS, ALL oder <DriveLetter> an. Das auf SYS, ALL oder <DriveLetter> installierte Betriebssystem muss Windows 8, Windows® 7, Windows Vista, Windows Server® 2012, Windows Server 2008 R2 oder Windows Server 2008 sein.

SYS

Aktualisiert den Masterstartcode auf der Systempartition, von der Windows gestartet wird.

ALL

Aktualisiert den Masterstartcode auf allen Partitionen. Durch die Option ALL wird nicht zwangsläufig der Startcode für jedes Volume aktualisiert. Vielmehr aktualisiert diese Option den Startcode auf Volumes, die als Windows-Startvolumes verwendet werden können. Dadurch werden alle dynamischen Volumes ausgeschlossen, die nicht mit einer zugehörigen Datenträgerpartition verbunden sind. Diese Einschränkung liegt darin begründet, dass sich der Startcode am Anfang einer Datenträgerpartition befinden muss.

<DriveLetter>

Aktualisiert den Masterstartcode auf dem Volume, das mit diesem Laufwerkbuchstaben verknüpft ist. Der Startcode wird in folgenden Fällen nicht aktualisiert:

  • <DriveLetter> ist keinem Volume zugeordnet.

  • <DriveLetter> ist einem Volume zugeordnet, das mit keiner zugrundeliegenden Datenträgerpartition verbunden ist.

/force

Hebt die Einbindung des Volumes während des Startcodeupdates erzwingend auf. Diese Option ist mit Vorsicht zu verwenden.

Wenn „Bootsect.exe“ nicht exklusiv auf ein Volume zugreifen kann, überschreibt das Dateisystem unter Umständen den Startcode vor dem nächsten Neustart. „Bootsect.exe“ versucht vor jedem Update stets, das Volume zu sperren und seine Einbindung aufzuheben. Wenn /force angegeben wird eine erzwungene Aufhebung der Einbindung versucht, die erste Sperrung nicht erfolgreich war. Ein Sperrversuch kann fehlerhaft sein, wenn beispielsweise Dateien auf dem Zielvolume gegenwärtig von anderen Programmen geöffnet sind.

Wird die Aufhebung der Einbindung erfolgreich erzwungen, ist der exklusive Zugriff auf das Volume möglich, und es kann eine zuverlässige Aktualisierung des Startcodes ausgeführt werden, auch wenn der erste Sperrversuch fehlerhaft ist. Gleichzeitig werden durch die erzwungene Aufhebung einer Einbindung alle offenen Handles für Dateien auf dem Zielvolume ungültig. Dies kann zu einem unerwarteten Verhalten der Programme führen, die diese Dateien geöffnet haben. Daher sollte diese Option mit Vorsicht verwendet werden.

/mbr

Aktualisiert den Master Boot Record, ohne dabei die Partitionstabelle in Sektor 0 des Datenträgers zu ändern, wo die durch SYS, ALL oder <Laufwerksbuchstabe> angegebene Partition enthalten ist. Beim Verwenden mit der Option /nt52 ist der Master Boot Record mit Betriebssystemen kompatibel, die älter als Windows Vista sind. Beim Verwenden mit der Option /nt60 ist der Master Boot Record mit Windows 8, Windows 7, Windows Vista, Windows Server 2012, Windows Server 2008 R2 oder Windows Server 2008 kompatibel.

 

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