Monetisierung und Geschäftsmodelle

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Es gibt eine Reihe von Möglichkeiten, mit Ihren Apps Geld zu verdienen. Sie haben die Wahl zwischen einer Vielzahl verschiedener Geschäftsmodelle, z. B. kostenlose werbegestützte Apps oder Apps, die Sie zu einem bestimmten Preis verkaufen (unter Umständen mit einer kostenlosen Testversion). Sie können Ihre App im Windows Store auch bewerben, indem Sie sie für einen begrenzten Zeitraum als Sonderangebot bereitstellen.

Überlegen Sie beim Planen Ihrer App, welches Geschäftsmodell am besten geeignet ist, und erstellen Sie die App so, dass sie Ihre Monetisierungspläne unterstützt. Wenn Sie später Änderungen vornehmen möchten, können Sie das Preis- oder Geschäftsmodell anpassen.

Hinweis  Bei den Informationen in diesem Thema geht es zwar um den Windows Store, aber die gleichen allgemeinen Geschäftsmodelle werden auch für den Windows Phone Store unterstützt. Weitere Informationen zur Monetisierung über den Windows Phone Store finden Sie unter Anpassen und Verkaufen.

Auswählen eines Geschäftsmodells

Der Windows Store ermöglicht verschiedene Geschäftsmodelle, die Sie dabei unterstützen, mit Ihren Apps Geld zu verdienen.

Verlangen des vollständigen Preises vor dem Download

Das einfachste Geschäftsmodell besteht darin, von den Kunden den vollen Preis für Ihre App zu verlangen, bevor die App heruntergeladen werden kann. Weitere Informationen zum Festlegen von Preisen finden Sie unten im Abschnitt Preisstufen.

Ein Geschäftsmodell besteht darin, vom Kunden den vollen Preis für Ihre App als Voraussetzung für den Download zu verlangen. Dies ist jedoch unter Umständen nicht die effektivste Option, denn es setzt voraus, dass potenzielle Kunden bereits von Ihrer App überzeugt sind oder Sie einen besonders günstigen Preis verlangen. Erwägen Sie eine der folgenden Optionen, um Sie beim Monetisieren Ihrer App zu unterstützen.

Sie können Ihre App im Windows Store bewerben, indem Sie sie als Sonderangebot bereitstellen, um den Preis für einen angegebenen Zeitraum zu reduzieren (oder um sie sogar kostenlos anzubieten).

Hinweis  Wenn Sie die App unter dem gleichen reservierten App-Namen im Windows Phone Store veröffentlicht haben, können Kunden, die die App in einem Store kaufen, sie auch vom anderen Store herunterladen und müssen nicht erneut bezahlen. Dies ist selbst dann der Fall, wenn der Preis der App in den beiden Stores nicht übereinstimmt. Weitere Informationen finden Sie unter Verwenden einer gemeinsamen App-Identität im Windows Store und im Windows Phone Store.

Kostenlose Testversionen von kostenpflichtigen Apps

Auch wenn Sie Ihre App zum Kauf anbieten, sollten Sie erwägen, Kunden eine Testversion anzubieten. Die Kunden können durch den Erwerb der App ein Upgrade von der Testversion auf die Vollversion durchführen, entweder direkt über die App oder durch das Aufrufen des Eintrags im Windows Store.

Eine Möglichkeit beim Anbieten einer Testversion ist das Beschränken der Verfügbarkeit der Funktionen in der Testversion, sodass bestimmte Features erst nach dem Kauf der App verfügbar sind. Bestimmen Sie die einzuschränkenden Features, bevor Sie mit dem Codieren beginnen, und stellen Sie dann sicher, dass diese nur beim Erwerb einer Lizenz für die Vollversion der App verfügbar sind.

Sie können auch eine kostenlose Testversion (entweder mit eingeschränkter oder vollständiger Funktionalität) für einen festgelegten Zeitraum bereitstellen. Wenn der Kunde die App nicht kauft, funktioniert sie nach Ablauf der Testzeit nicht mehr. Den Zeitraum für die Testversion können Sie beim Übermitteln Ihrer App an den Windows Store festlegen.

Achten Sie darauf, dem Kunden (in der App-Beschreibung und in der App selbst) deutlich mitzuteilen, wie die Testversion funktioniert und wie lange sie kostenlos verwendet werden kann.

Weitere Informationen zu Testversionen finden Sie unter:

In-App-Käufe

Bei kostenlosen ebenso wie bei kostenpflichtigen Apps können Sie Inhalte, andere Apps oder neue App-Funktionen wie etwa das Freischalten des nächsten Levels eines Spiels direkt in der App verkaufen. Die Optionen für In-App-Käufe können an beliebigen Stellen platziert werden, damit Kunden komfortabel davon Gebrauch machen können. Windows 8.1 unterstützt neben dauerhaften In-App-Käufen, die nicht verwendet und erneut gekauft werden können, auch In-App-Käufe von Consumables. Dies sind Elemente, die gekauft, verwendet und bei Bedarf wieder gekauft werden können.

Bei dauerhaften In-App-Käufen können Sie festlegen, dass ein über einen In-App-Kauf aktiviertes Feature nach einem bestimmten Zeitraum abläuft oder dass das Feature aktiv bleibt, solange der Kunde eine gültige Lizenz für die App besitzt. Die Produktlebensdauer konfigurieren Sie, wenn Sie das In-App-Angebot im Windows Store-Dashboard beschreiben.

Hinweis  In-App-Käufe können nicht in einer Testversion einer App angeboten werden.

Achten Sie darauf, die App so zu konzipieren, dass die Features zum Verkauf nicht Teil der grundlegenden Benutzererfahrung sind. Die grundlegenden Funktionen der App sollten auch dann verfügbar sein, wenn der Kunde keine zusätzlichen Käufe tätigt. Beispiel: Eine Notizen-App, die einen Benutzer zum Bezahlen einer zusätzlichen Gebühr für das Speichern von Notizen auffordert, wird nicht sehr beliebt sein. Werden Features in Rechnung gestellt, die in ähnlichen Apps kostenlos sind, kann dies den Verkauf Ihrer App ebenfalls beeinträchtigen. Stellen Sie sicher, dass Ihre Features die zusätzlichen Gebühren im Vergleich mit Konkurrenten wirklich rechtfertigen.

Denken Sie das Featuremodell vollständig durch, bevor Sie mit dem Schreiben des Codes beginnen, damit Features, die zum Verkauf in der App aktiviert werden sollen, möglichst eigenständig sind. Diese Features sollten einfach ins Lizenzmodell aufgenommen werden können, und Ihre App sollte sie nicht durch andere Codepfade aufrufen können.

Hinweis  Wenn Sie die App unter dem gleichen reservierten App-Namen im Windows Phone Store veröffentlicht haben, können Kunden, die einen bestimmten dauerhaften In-App-Kauf tätigen, auf jedem Windows-Gerät in der App auf den Kauf zugreifen. Dies gilt nicht für In-App-Käufe für Consumables. Weitere Informationen finden Sie unter Verwenden einer gemeinsamen App-Identität im Windows Store und im Windows Phone Store.

Weitere Informationen zu In-App-Käufen finden Sie unter:

Werbung in Apps

Auch das Einbeziehen von Anzeigen in Ihre Apps stellt eine Verdienstmöglichkeit dar. Stellen Sie sicher, dass Sie die App-Zertifizierungsanforderungen für den Windows Store erfüllen, wenn Sie die Platzierung von Werbung in Ihrer App planen. Weitere Empfehlungen für das Anzeigen von Werbung in Ihrer App finden Sie unter Richtlinien für Werbung.

Mithilfe des Microsoft Advertising SDK können Sie Unterstützung für Anzeigen in Ihrer App integrieren. Zudem existieren zahlreiche Partnerunternehmen, mit denen Sie zusammenarbeiten können, um Werbeeinnahmen für Ihre App zu generieren. Solange die Werbung den Zertifizierungsanforderungen für den Windows Store entspricht, können Sie jede beliebige Werbeplattform verwenden. Insbesondere müssen die vom Werbeservice bereitgestellten Anzeigen denselben Inhaltsrichtlinien entsprechen, die allgemein für Apps gelten.

Denken Sie darüber nach, Ihren Kunden die Möglichkeit zu geben, Werbung zu entfernen. Sie können beispielsweise einen In-App-Kauf zum Entfernen von Werbung anbieten oder Werbung in die Testversion Ihrer App aufnehmen, die beim Kauf der Vollversion entfernt wird.

Transaktionen von Dritten

Neben den von Windows Store bereitgestellten Optionen gibt es zahlreiche weitere Methoden, mit Apps Geld zu verdienen. Sie können einen Drittanbieter für Transaktionen nutzen oder von Verbindungen zu anderen Branchen profitieren, solange die Transaktionen nicht gegen die Vereinbarung für App-Entwickler verstoßen. Wenn Sie also beispielsweise über eine Transaktionsplattform mit Integration in ein CRM-System verfügen, können Sie dies in Ihrer App nutzen, um bei Ihren Abonnenten auf dem Laufenden zu bleiben.

Hinweis  Der Windows Store erhebt keine Gebühren für Transaktionen, die über einen Drittanbieter für Transaktionen oder Ihre eigene Plattform abgewickelt werden.

Preisstufen

Sie können die App kostenlos anbieten oder einen Preis auswählen, den Windows Store-Benutzer zahlen müssen, um die App zu erwerben. Wenn Sie eine App verkaufen, müssen Sie eine Preisstufe auswählen. Diese bestimmt den Verkaufspreis in allen Ländern, in denen Sie die App vertreiben möchten.

Hinweis  Diese Preisstufen gelten auch für alle In-App-Käufe, die Sie über das Windows Store-Commerce-System in der App anbieten.

Die Preisstufen beginnen bei 0,99 USD und steigen schrittweise (1,29 USD, 1,49 USD, 1,99 USD usw.). Die Schritte steigen mit der Höhe des Preises.

Jede Preisstufe hat einen entsprechenden Wert in jeder der über 60 vom Store angebotenen Währungen. Diese Werte sollten Ihnen helfen, Ihre Apps weltweit zu vergleichbaren Preisen zu verkaufen. Aufgrund von Wechselkursschwankungen kann der genaue Verkaufsbetrag von Währung zu Währung jedoch geringfügig abweichen.

Beachten Sie, dass die von Ihnen ausgewählte Preisstufe unter Umständen eine Verkaufs- oder Mehrwertsteuer enthält, die Kunden bezahlen müssen. Beispiel: Sie verkaufen eine App in Europa für 1,19 EUR einschließlich 15 % Mehrwertsteuer. Ihre App-Erlöse basieren auf dem Vorsteuerbetrag von 1,03 EUR (1,19 - 0,16).

Windows Store-Gebühr

Wenn Sie über den Windows Store Apps verkaufen oder In-App-Käufe anbieten, wird eine Windows Store-Gebühr erhoben. In den meisten Fällen beträgt die Gebühr 30 %. Die Gebühren sind in der Vereinbarung für App-Entwickler offiziell definiert und gelten nur für Verkäufe über den Windows Store, aber nicht für Transaktionen über ein Drittanbietersystem.

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