Deklaration der App-Funktionen

Deklaration der App-Funktionen

[ Dieser Artikel richtet sich an Windows 8.x- und Windows Phone 8.x-Entwickler, die Windows-Runtime-Apps schreiben. Wenn Sie für Windows 10 entwickeln, finden Sie weitere Informationen unter neueste Dokumentation]

Fall Ihre App programmgesteuerten Zugriff auf Benutzerressourcen wie Bilder oder auf Geräte wie eine Kamera benötigt, müssen Sie die entsprechende Funktion deklarieren. Zum Anfordern des Zugriffs werden Funktionen im Paketmanifest Ihrer App deklariert. Allgemeine Funktionen können mithilfe des Manifest-Designers in Microsoft Visual Studio deklariert werden. Alternativ können Sie die Funktionen auch manuell hinzufügen. Weitere Informationen finden Sie unter So wird's gemacht: Angeben von Funktionen in einem Paketmanifest. Wichtig: Wenn Kunden Ihre App über den Store beziehen, werden sie über alle von der App deklarierten Funktionen informiert. Verwenden Sie daher keine Funktionen, die Ihre App nicht benötigt.

Die Funktionen in diesem Artikel wurden in vier Kategorien unterteilt.

  • Funktionen zur allgemeinen Verwendung: gelten für die meisten allgemeinen App-Szenarien.

  • Gerätefunktionen: ermöglichen Ihrer App den Zugriff auf Peripheriegeräte und interne Geräte.

  • Sonderfunktionen: erfordern ein spezielles Unternehmenskonto für die Einreichung beim Store. Weitere Informationen zu Unternehmenskonten finden Sie unter Kontotypen, Standorte und Gebühren.

Hinweis  Dieses Thema gilt nicht für Windows Phone. Weitere Informationen zu Windows Phone-Funktionen finden Sie unter App-Funktionen und Hardwareanforderungen für Windows Phone 8.
 

Funktionen zur allgemeinen Verwendung

Funktionen zur allgemeinen Verwendung gelten für die meisten allgemeinen App-Szenarien.

FunktionsszenarioFunktionsnutzung
Music

Die musicLibrary-Funktion bietet programmgesteuerten Zugriff auf die Musik des Benutzers, wodurch die App alle Dateien in der Bibliothek auflisten und ohne Eingreifen des Benutzers darauf zugreifen kann. Diese Funktion wird in der Regel in Jukebox-Apps verwendet, die die gesamte Musikbibliothek nutzen.

Die file picker bietet einen stabilen UI-Mechanismus, mit dem Benutzer Dateien zur Verwendung mit einer App öffnen können. Deklarieren Sie die musicLibrary-Funktion nur, wenn die Szenarien für Ihre App programmgesteuerten Zugriff erfordern und nicht mithilfe der file picker verwirklicht werden können. Ein Beispiel für das Zugreifen auf Dateien in einer Bibliothek finden Sie im Artikel Schnellstart: Programmgesteuerter Dateizugriff.

Pictures

Die picturesLibrary-Funktion bietet programmgesteuerten Zugriff auf die Bilder des Benutzers, wodurch die App alle Dateien in der Bibliothek auflisten und ohne Eingreifen des Benutzers darauf zugreifen kann. Diese Funktion wird in der Regel in Foto-Apps verwendet, die die gesamte Bildbibliothek nutzen.

Die file picker bietet einen stabilen UI-Mechanismus, mit dem Benutzer Dateien zur Verwendung mit einer App öffnen können. Deklarieren Sie die picturesLibrary-Funktion nur, wenn die Szenarien für Ihre App programmgesteuerten Zugriff erfordern und nicht mithilfe der file picker verwirklicht werden können. Ein Beispiel für das Zugreifen auf Dateien in einer Bibliothek finden Sie im Artikel Schnellstart: Programmgesteuerter Dateizugriff.

Videos

Die videosLibrary-Funktion bietet programmgesteuerten Zugriff auf die Videos des Benutzers, wodurch die App alle Dateien in der Bibliothek auflisten und ohne Eingreifen des Benutzers darauf zugreifen kann. Diese Funktion wird in der Regel in Filmwiedergabe-Apps verwendet, die die gesamte Videobibliothek nutzen.

Die file picker bietet einen stabilen UI-Mechanismus, mit dem Benutzer Dateien zur Verwendung mit einer App öffnen können. Deklarieren Sie die videosLibrary-Funktion nur, wenn die Szenarien für Ihre App programmgesteuerten Zugriff erfordern und nicht mithilfe der file picker verwirklicht werden können. Ein Beispiel für das Zugreifen auf Dateien in einer Bibliothek finden Sie im Artikel Schnellstart: Programmgesteuerter Dateizugriff.

Removable Storage

Die removableStorage-Funktion bietet programmgesteuerten Zugriff auf Dateien auf Wechselmedien (wie etwa USB-Sticks und externe Festplatten) – gefiltert nach den im Paketmanifest deklarierten Dateitypzuordnungen. Wenn zum Beispiel eine Dokumentlese-App eine DOC-Dateitypzuordnung deklariert, kann die App DOC-Dateien auf dem Wechselmedium öffnen, aber keine anderen Dateitypen. Gehen Sie beim Deklarieren dieser Funktion mit Bedacht vor: Benutzer speichern eine Vielzahl von Informationen auf ihren Wechselmedien und erwarten möglicherweise von der App eine stichhaltige Begründung für den programmgesteuerten Zugriff auf sämtliche Dateien des deklarierten Dateityps.

Benutzer erwarten, dass die App alle von Ihnen deklarierten Dateizuordnungen verarbeitet. Deklarieren Sie daher keine Dateizuordnungen, die von der App nicht entsprechend verarbeitet werden können. Die file picker bietet einen stabilen UI-Mechanismus, mit dem Benutzer Dateien zur Verwendung mit einer App öffnen können.

Deklarieren Sie die removableStorage-Funktion nur, wenn die Szenarien für Ihre App programmgesteuerten Zugriff erfordern und nicht mithilfe der file picker verwirklicht werden können.

Internet and public networks

Es gibt zwei Funktionen, die verschiedene Zugriffsebenen für das Internet und öffentliche Netzwerke bereitstellen. Diese Funktionen gewähren jeweils einen anderen Zugriff – je nachdem, ob die App unter Windows oder unter Windows Phone ausgeführt wird.

Unter Windows gibt die internetClient-Funktion an, dass Apps eingehende Daten aus dem Internet empfangen können. Kann nicht als Server fungieren Kein Zugriff auf das lokale Netzwerk

Unter Windows gibt die internetClientServer-Funktion an, dass Apps eingehende Daten aus dem Internet empfangen können. Kann als Server fungieren Kein Zugriff auf das lokale Netzwerk

Unter Windows Phone gibt die internetClient-Funktion an, dass Apps vollständigen lokalen Zugriff und Internetzugriff besitzen und als Server fungieren können. Der eingehende Zugriff auf kritische Ports ist immer blockiert.

Unter Windows Phone gibt die internetClientServer-Funktion an, dass Apps vollständigen lokalen Zugriff und Internetzugriff besitzen und als Server fungieren können. Der eingehende Zugriff auf kritische Ports ist immer blockiert.

Unter Windows verwenden die meisten Apps mit Webdienstkomponente internetClient. Apps, die Peer-to-Peer (P2P)-Szenarien ermöglichen, in denen die App auf eingehende Netzwerkverbindungen lauschen muss, sollten internetClientServer verwenden. Die internetClientServer-Funktion beinhaltet Zugriff, den auch die internetClient-Funktion bietet. Daher müssen Sie internetClient nicht angeben, wenn Sie internetClientServer angeben.

Hinweis  

Windows Phone Store-Apps verfügen über eine einzelne Netzwerkfunktion, die den gesamten Netzwerkzugriff für die App ermöglicht. Die internetClientServer-Funktion bietet sowohl für Clientvorgänge (ausgehender Zugriff) als auch für Servervorgänge (eingehender Zugriff) vollständigen Zugriff auf das Netzwerk. Dabei gilt allerdings: Ist eine der Netzwerkfunktionen (internetClient, internetClientServer oder privateNetworkClientServer) in der Datei „Package.appxmanifest“ festgelegt, hat eine Windows Phone Store-App vollständigen Zugriff auf das Netzwerk – und zwar sowohl für Client- als auch für Servervorgänge zur Laufzeit.

Während Sie Ihre Windows Phone Store-App in Visual Studio entwickeln und testen, erhalten Sie die Netzwerkfunktion (Internet (Client und Server)), wenn Sie die App ausführen, selbst wenn Sie diese Funktion nicht in der App-Manifestdatei festgelegt haben. Wenn Sie die App veröffentlichen, erhält sie jedoch nicht automatisch die Netzwerkfunktion. Stellen Sie sicher, dass Sie die Funktion Internet (Client und Server) auf der Seite Funktionen des Manifest-Designers aktivieren, wenn Sie die Netzwerkverbindung für Ihre App einrichten möchten.

Home and work networks

Die privateNetworkClientServer-Funktion bietet eingehenden und ausgehenden Zugriff auf Heim- und Firmennetzwerke durch die Firewall. Diese Funktion wird üblicherweise für Spiele verwendet, die über das lokale Netzwerk (Local Area Network, LAN) kommunizieren, sowie für Apps, die Daten für mehrere lokale Geräte freigeben. Wenn Ihre App musicLibrary, picturesLibrary oder videosLibrary enthält, müssen Sie diese Funktion nicht für den Zugriff auf die entsprechenden Bibliotheken in Heimnetzgruppen verwenden. Unter Windows ermöglicht diese Funktion keinen Zugriff auf das Internet. Unter Windows Phone ermöglicht diese Funktion den gleichen Zugriff wie internetClient oder internetClientServer.

Appointments

Die appointments-Funktion ermöglicht den Zugriff auf den Terminspeicher des Benutzers. Diese Funktion ermöglicht den Lesezugriff auf Termine, die aus den synchronisierten Netzwerkkonten abgerufen werden, sowie auf andere Apps, die in den Terminspeicher schreiben. Mit dieser Funktion kann Ihre App neue Kalender erstellen und Termine in von ihr erstellte Kalender schreiben.

Contacts

Die contacts-Funktion ermöglicht den Zugriff auf die aggregierte Ansicht der Kontakte aus verschiedenen Kontaktspeichern. Mit dieser Funktion erhält die App eingeschränkten Zugriff (dabei gelten Regeln für Netzwerkberechtigungen) auf Kontakte, die mit verschiedenen Netzwerken synchronisiert wurden, und auf den lokalen Kontaktspeicher.

Code generation

Die codeGeneration-Funktion ermöglicht Apps das dynamische Generieren von Code.

AllJoyn

Dank der allJoyn-Funktion können sich AllJoyn-fähige Apps und Geräte in einem Netzwerk gegenseitig erkennen und miteinander interagieren.

Alle Apps, die auf APIs im Windows.Devices.AllJoyn-Namespace zugreifen, müssen diese Funktion verwenden.

Phone calls

Die phoneCall-Funktion ermöglicht der App den Zugriff auf alle Telefonleitungen des Geräts sowie das Ausführen der folgenden Aktionen:

  • Tätigen eines Anrufs über die Telefonleitung und Anzeigen der systemeigenen Wählhilfe ohne Benutzeraufforderung
  • Zugreifen auf Leitungsmetadaten
  • Zugreifen auf Leitungstrigger
  • Festlegen und Überprüfen der Liste „Blockieren“ und der Informationen zum Anrufursprung durch die vom Benutzer ausgewählte Spamfilter-App
Recorded Calls Folder

Die recordedCallsFolder-Gerätefunktion ermöglicht Apps den Zugriff auf den Ordner mit aufgezeichneten Anrufen.

User Account Information

Die userAccountInformation-Funktion ermöglicht Apps den Zugriff auf Name und Bild des Benutzers.

Diese Funktion wird für den Zugriff auf einige APIs aus dem Windows.System.User-Namespace benötigt.

VOIP calling

Die voipCall-Funktion ermöglicht Apps den Zugriff auf die VOIP-Anruf-APIs im Windows.ApplicationModel.Calls-Namespace.

3D Objects

Die objects3d-Funktion ermöglicht Apps den programmgesteuerten Zugriff auf die 3D-Objektdateien. Diese Funktion wird in der Regel in 3D-Apps und -Spielen verwendet, die auf die gesamte 3D-Objektbibliothek zugreifen müssen.

Diese Funktion ist für das Zugreifen auf den Ordner mit den 3D-Objekten erforderlich, indem die APIs im Windows.Storage-Namespace verwendet werden.

Read Blocked Messages

Die blockedChatMessages-Funktion ermöglicht Apps das Lesen von SMS- und MMS-Nachrichten, die von der Spamfilter-App blockiert wurden.

Diese Funktion wird für den Zugriff auf die blockierten Nachrichten benötigt, indem APIs im Windows.ApplicationModel.Chat-Namespace verwendet werden.

Chat Message Access

Die chat-Funktion ermöglicht Apps das Lesen und Löschen von Textnachrichten. Diese Funktion ermöglicht Apps darüber hinaus das Speichern von Chatnachrichten im Systemdatenspeicher.

Diese Funktion wird zur Verwendung von APIs im Windows.ApplicationModel.Chat-Namespace benötigt.

 

Gerätefunktionen

Gerätefunktionen ermöglichen Ihrer App den Zugriff auf Peripheriegeräte und interne Geräte. Gerätefunktionen werden mit dem DeviceCapability-Element in Ihrem App-Paketmanifest angegeben. Dieses Element erfordert unter Umständen zusätzliche untergeordnete Elemente. Einige Gerätefunktionen müssen dem Paketmanifest manuell hinzugefügt werden. Weitere Informationen finden Sie unter So wird's gemacht: Angeben von Gerätefunktionen in einem Paketmanifest und Schema reference for Windows 8 Windows Store apps oder Schema reference for Windows 8.1 and Windows Phone 8.1.

FunktionsszenarioFunktionsnutzung
Location

Die location-Funktion ermöglicht den Zugriff auf die Funktion für den Standort, der von spezieller Hardware wie einem GPS-Sensor im PC abgerufen oder aus verfügbaren Netzwerkinformationen abgeleitet wird. Apps müssen Fälle verarbeiten können, in denen Benutzer die Positionsdienste über den Charm Einstellungen deaktiviert haben. Ein Beispiel zum Erkennen des Standorts des Benutzers finden Sie im Artikel zum Erkennen des geografischen Standorts.

Microphone

Die microphone-Funktion ermöglicht den Zugriff auf den Audiofeed des Mikrofons, mit dem die App über ein verbundenes Mikrofon Audio aufzeichnen kann. Apps müssen Fälle verarbeiten können, in denen Benutzer das Mikrofon über den Charm Einstellungen deaktiviert haben. Ein Beispiel für das Aufzeichnen von Audio finden Sie im Artikel zum Aufzeichnen von Audio oder Video.

Proximity

Die proximity-Funktion ermöglicht die Kommunikation mehrerer Geräte miteinander, die sich in der Nähe voneinander befinden. Diese Funktion ist typisch für Casual-Multiplayer-Spiele und Apps, die Informationen austauschen. Geräte versuchen, die Kommunikationstechnologie mit der besten Verbindung (wie Bluetooth, WLAN oder Internet) zu verwenden. Die Funktion dient lediglich dazu, die Kommunikation zwischen den Geräten zu initiieren. Ein Beispiel für das Verwenden der Näherung zum Verbinden von Apps finden Sie unter Schnellstart: Verbinden von Apps durch Koppeln oder Navigation.

Webcam

Die webcam-Funktion bietet Zugriff auf den Videofeed einer integrierten Kamera oder einer externen Webcam, sodass die App Fotos und Videos aufnehmen kann. Unter Windows müssen Apps Fälle verarbeiten können, in denen Benutzer die Kamera über den Charm Einstellungen deaktiviert haben. Ein Beispiel für das Aufzeichnen von Video finden Sie im Artikel zum So wird's gemacht: Aufzeichnen von Audio oder Video.

Die webcam-Funktion gewährt nur Zugriff auf den Videodatenstrom. Um außerdem Zugriff auf den Audiodatenstrom zu erhalten, muss die microphone-Funktion hinzugefügt werden.

USB

Die usb-Gerätefunktion ermöglicht den Zugriff auf APIs im Windows.Devices.Usb-Namespace. Mithilfe des Namespaces können Sie eine App schreiben, die mit einem benutzerdefinierten USB-Gerät kommuniziert. "Benutzerdefiniert" bedeutet in diesem Fall ein Peripheriegerät, für das Microsoft keinen mitgelieferten Treiber bereitstellt. Diese Gerätefunktion erfordert untergeordnete Elemente. Weitere Informationen finden Sie unter Aktualisieren des App-Manifestpakets für ein USB-Gerät.

Hinweis  Die USB-APIs werden unter Windows Phone nicht unterstützt.
 
Human interface device (HID)

Die humaninterfacedevice-Gerätefunktion ermöglicht den Zugriff auf APIs im Windows.Devices.HumanInterfaceDevice-Namespace. Dieser Namespace bietet Ihrer App Zugriff auf Geräte, die das Human Interface Device (HID)-Protokoll unterstützen. Diese Gerätefunktion erfordert untergeordnete Elemente. Weitere Informationen finden Sie unter So wird's gemacht: Angeben von Gerätefunktionen für HID.

Bluetooth GATT

Die bluetooth.genericAttributeProfile-Gerätefunktion ermöglicht den Zugriff auf APIs im Windows.Devices.Bluetooth.GenericAttributeProfile-Namespace. Dieser Namespace bietet Ihrer App über eine Sammlung von primären Diensten, enthaltenen Diensten, Merkmalen und Deskriptoren Zugriff auf Bluetooth LE-Geräte. Weitere Informationen finden Sie unter So wird's gemacht: Angeben von Gerätefunktionen für Bluetooth.

Bluetooth RFCOMM

Die bluetooth.rfcomm-Gerätefunktion ermöglicht den Zugriff auf APIs im Windows.Devices.Bluetooth.Rfcomm-Namespace. Dieser Namespace unterstützt den Transport mit Standardrate/erweiterter Datenrate (Basic Rate/Extended Data Rate, BR/EDR) und bietet Ihrer App außerdem Zugriff auf ein Gerät, das Serial Port Profile (SPP) implementiert. Diese Gerätefunktion erfordert untergeordnete Elemente. Weitere Informationen finden Sie unter So wird's gemacht: Angeben von Gerätefunktionen für Bluetooth.

Point of Sevice (POS)

Die pointOfService-Gerätefunktion ermöglicht den Zugriff auf APIs im Windows.Devices.PointOfService-Namespace. Dieser Namespace bietet Ihrer Windows Store-App Zugriff auf Point of Service (POS)-Barcodescanner und -Magnetstreifenleser. Der Namespace stellt eine anbieterneutrale Oberfläche für den Zugriff auf POS-Geräte verschiedener Hersteller über eine Windows Store-App bereit.

Hinweis  Diese POS (Point Of Service)-APIs werden unter Windows Phone nicht unterstützt.
 

 

Sonderfunktionen

Sonderfunktionen sind für sehr spezielle Szenarien vorgesehen. Die Verwendung dieser Funktionen ist stark eingeschränkt und unterliegt zusätzlichen Store-Onboarding-Richtlinien und -Prüfungen. Es gibt Fälle, in denen solche Funktionen notwendig und angemessen sind. Dazu gehört beispielsweise das Banking mit zweistufiger Authentifizierung, bei der Benutzer eine Smartcard mit einem digitalen Zertifikat bereitstellen, das ihre Identität bestätigt. Andere Apps werden unter Umständen in erster Linie für Unternehmenskunden entworfen und erfordern ggf. Zugriff auf Unternehmensressourcen, auf die nur mit den Domänenanmeldeinformationen des Benutzers zugegriffen werden kann.

Bei Apps mit Sonderfunktionen wird für die Einreichung beim Store ein Unternehmenskonto benötigt. Weitere Informationen zu Unternehmenskonten für Windows finden Sie unter Kontotypen, Standorte und Gebühren.

FunktionsszenarioFunktionsnutzung
Enterprise authentication

Windows-Domänenanmeldeinformationen ermöglichen es Benutzern, sich unter Angabe ihrer Anmeldeinformationen bei Remoteressourcen anzumelden, und verhalten sich so, als ob ein Benutzer Benutzernamen und Kennwort eingegeben hätte. Die enterpriseAuthentication-Sonderfunktion wird üblicherweise für Branchen-Apps verwendet, die Verbindungen mit Unternehmensservern herstellen.

Für die allgemeine Kommunikation über das Internet wird diese Funktion nicht benötigt.

Die enterpriseAuthentication-Sonderfunktion ist für die Unterstützung von Branchen-Apps vorgesehen. Deklarieren Sie sie nicht in Apps, die keinen Zugriff auf Unternehmensressourcen erfordern. Die file picker bietet einen stabilen UI-Mechanismus, mit dem Benutzer Dateien auf einer Netzwerkfreigabe zur Verwendung mit einer App öffnen können. Deklarieren Sie die enterpriseAuthentication-Sonderfunktion nur, wenn die Szenarien für Ihre App programmgesteuerten Zugriff erfordern und nicht mithilfe der file picker verwirklicht werden können.

Shared user certificates

Mit der sharedUserCertificates-Sonderfunktion können Apps auf Software- und Hardwarezertifikate zugreifen, die sich beispielsweise auf einer Smartcard befinden. Diese Funktion ist typisch für Finanz- und Unternehmensanwendungen mit Smartcard-basierter Authentifizierung.

Documents

Die documentsLibrary-Sonderfunktion bietet programmgesteuerten Zugriff auf die Dokumente des Benutzers (gefiltert nach den im Paketmanifest deklarierten Dateitypzuordnungen), um den Offlinezugriff auf OneDrive zu ermöglichen. Wenn zum Beispiel eine DOC-Lese-App eine DOC-Dateitypzuordnung deklariert, kann die App DOC-Dateien unter „Dokumente“ öffnen, jedoch keine anderen Dateitypen.

Apps, die die documentsLibrary-Sonderfunktion deklarieren, können nicht auf Dokumente auf Heimnetzgruppen-Computern zugreifen. Die Dateiauswahl bietet einen stabilen UI-Mechanismus, mit dem Benutzer Dateien zur Verwendung mit einer App öffnen können. Deklarieren Sie die documentsLibrary -Sonderfunktion nur, wenn Sie die Dateiauswahl nicht verwenden können.

Zur Verwendung der documentsLibrary-Sonderfunktion muss die App folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • Ermöglichen des plattformübergreifenden Offlinezugriffs auf bestimmte OneDrive-Inhalte mit gültigen OneDrive-URLs oder Ressourcen-IDs
  • Automatisches Speichern geöffneter Dateien im Offlinemodus im OneDrive des Benutzers

Apps, die die documentsLibrary-Sonderfunktion für diese beiden Zwecke verwenden, können mit der Funktion auch eingebettete Inhalte in anderen Dokumenten öffnen. Es werden nur die oben genannten Nutzungsmöglichkeiten der documentsLibrary-Sonderfunktion unterstützt.

Die Dokumentbibliothek kann in einer Windows Phone Store-App nicht verwendet werden.

  • Windows Phone Store-Apps mit der documentsLibrary-Sonderfunktion können nicht im Windows Phone Store veröffentlicht werden. Die Veröffentlichung der App wird vom Store blockiert.

  • Die App kann nicht auf die Dokumentbibliothek im internen Speicher des Geräts zugreifen. Wenn eine andere App einen Ordner „Dokumente“ auf der optionalen SD-Karte erstellt, ist dieser Ordner für Ihre App sichtbar.

 

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