Neues in ASP.NET und Webentwicklung

Aktualisiert: November 2007

.NET Framework Version 3.5 Service Pack 1 bietet Verbesserungen für ASP.NET in bestimmten Bereichen. Visual Studio 2008 und Microsoft Visual Web Developer Express Edition enthalten ebenfalls Weiterentwicklungen und neue Features für eine verbesserte Webentwicklung.

Zu den wichtigsten Verbesserungen zählt die Unterstützung für AJAX-fähige Websites sowie für sprachintegrierte Abfragen (Language-Integrated Query, LINQ). Die Weiterentwicklungen umfassen neue Serversteuerelemente und Typen, eine neue objektorientierte Clienttypbibliothek sowie vollständige IntelliSense-Unterstützung in Visual Studio 2008 und Microsoft Visual Web Developer Express Edition für das Arbeiten mit ECMAScript (JavaScript oder JScript).

In den folgenden Abschnitten dieses Themas werden die Änderungen in ASP.NET und Visual Web Developer beschrieben.

Die folgenden Abschnitte enthalten Informationen zu Verbesserungen und neuen Features in Visual Studio 2008 und Visual Web Developer Express Edition.

Dynamische Daten

Mit dem ASP.NET Dynamic Data-Framework können Sie datengesteuerte ASP.NET-Webanwendungen problemlos erstellen. Es erkennt zur Laufzeit automatisch das Datenmodell und bestimmt anhand dieser Daten das Verhalten der Benutzeroberfläche. Ein Gerüstframework stellt sofort eine funktionsfähige Website zum Anzeigen und Bearbeiten von Daten bereit. Der Gerüstbau kann anschließend mithilfe von Metadaten oder Vorlagen oder durch Erstellen standardmäßiger ASP.NET-Seiten angepasst werden, um das Standardverhalten zu überschreiben. Gleichzeitig können vorhandene Anwendungen problemlos Teile der Gerüstlogik in ihre vorhandenen Webseiten integrieren.

URL-Routing

Mit dem URL-Routing von ASP.NET können Sie URLs verwenden, die nicht bestimmten Dateien auf einer Website zugeordnet sein müssen. Da die URL keiner Datei zugeordnet sein muss, können Sie URLs in einer Webanwendung verwenden, die die Benutzeraktion beschreiben und daher verständlicher für die Benutzer sind. Beim URL-Routing definieren Sie URL-Muster, die Platzhalter für Werte enthalten, die verwendet werden, wenn Sie URL-Anforderungen behandeln. Zur Laufzeit werden die Teile der URL, die dem Anwendungsnamen folgen, anhand eines von Ihnen definierten URL-Musters in diskrete Werte aufgelöst.

EntityDataSource-Steuerelement

Das EntityDataSource-Steuerelement unterstützt Datenbindungsszenarien auf der Basis des Entity Data Model (EDM). Die EDM-Spezifikation stellt Daten als Entitäts- und Beziehungssätze dar. Das EDM wird vom Entity Framework für die objektrelationale Zuordnung und in anderen Szenarien wie den ADO.NET-Datendiensten verwendet. Benutzer, die an das Entwurfszeitmodell der ASP.NET-Steuerelemente für die Datenbindung gewöhnt sind, werden feststellen, dass die Programmieroberfläche des EntityDataSource-Steuerelements der Oberfläche anderer Datenquellensteuerelemente ähnelt.

Das EntityDataSource-Steuerelement verwaltet Erstellungs-, Lese-, Aktualisierungs- und Löschoperationen mit einer Datenquelle für die datengebundenen Steuerelemente auf der Seite. Das EntityDataSource-Steuerelement arbeitet mit bearbeitbaren Rastern, Formularen mit benutzergesteuerter Sortierung und Filterung, doppelt gebundenen Dropdownlisten-Steuerelementen und Masterdetailseiten. Mit dem EntityDataSource-Steuerelement können Abfrageparameterwerte aus Seitensteuerelementen, Abfrageparameter, die an den Seiten-URI angehängt sind, Cookies und andere ASP.NET-Parameterobjekte abgerufen werden.

Neue ASP.NET AJAX-Erweiterungen

Mit den neuen Erweiterungen in SP1 für ASP.NET AJAX erhalten Sie eine größere Kontrolle über den Browserverlauf für die Schaltfläche "Zurück". Zusätzlich können nun mehrere Clientskripts automatisch zu einem kombinierten Skript zusammengefasst werden. Dies beschleunigt die Skriptladezeiten, da die Anzahl der erforderlichen Roundtrips zum Server deutlich reduziert wird.

JScript-Formatierung

Die Codeformatierungsfunktionen wurden erweitert, sodass jetzt JScript in Visual Studio und Visual Web Developer Express Edition unterstützt wird. Sie können wählen, ob der Code manuell für ein Dokument oder eine Auswahl oder automatisch beim Eingeben formatiert werden soll.

.NET Framework Version 3.5 bietet Verbesserungen für ASP.NET in den folgenden Bereichen:

  • Neue Serversteuerelemente, Typen und eine Clientskriptbibliothek, mit denen Sie Webanwendungen im AJAX-Stil entwickeln können.

  • Die Erweiterung serverbasierter Formularauthentifizierung, Rollenverwaltung und Profildienste, die in webbasierten Anwendungen genutzt werden können.

  • Ein neues EntityDataSource-Steuerelement, das durch die ASP.NET-Datenquellen-Steuerelementarchitektur das Entity Data Model verfügbar macht.

  • Ein neues ListView-Datensteuerelement mit einer äußerst anpassbaren Benutzeroberfläche, mit dem Daten angezeigt werden können.

  • Ein neues LinqDataSource-Steuerelement, das durch die ASP.NET-Datenquellen-Steuerelementarchitektur sprachintegrierte Abfragen (Language-Integrated Query, LINQ) verfügbar macht.

  • Ein neues Zusammenführungstool (Aspnet_merge.exe), mit dem vorkompilierte Assemblys zusammengeführt werden, um eine flexible Bereitstellung und Releaseverwaltung zu ermöglichen. Dieses Feature ist in Visual Web Developer Express Edition nicht verfügbar.

Außerdem ist .NET Framework Version 3.5 in IIS 7.0 integriert. ASP.NET-Dienste wie Formularauthentifizierung und Zwischenspeicherung können nun für alle Inhaltstypen verwendet werden, nicht nur für ASP.NET-Webseiten (ASPX-Dateien). Der Grund hierfür ist, dass ASP.NET und IIS 7.0 die gleiche Anforderungspipeline verwenden. Durch die vereinheitlichte Pipeline für die Anforderungsverarbeitung können Sie mittels verwalteten Codes HTTP-Pipelinemodule entwickeln, die mit allen Anforderungen in IIS funktionieren. Außerdem unterstützen IIS- und ASP.NET-Module sowie Handler nun eine einheitliche Konfiguration. Weitere Informationen finden Sie unter Übersicht über den Lebenszyklus von ASP.NET-Anwendungen für IIS 7.0.

AJAX-Entwicklung

Mithilfe von .NET Framework Version 3.5 können Sie Webanwendungen mit Benutzeroberflächen der nächsten Generation und wiederverwendbaren Clientkomponenten erstellen. Je nach Ihren Anforderungen können Sie Webseiten unter Verwendung eines serverbasierten oder clientbasierten Ansatzes oder einer Kombination aus beiden Ansätzen entwickeln. Die server- und clientbasierten AJAX-Programmiermodelle bieten folgende Features:

  • Serversteuerelemente, die serverbasierte AJAX-Entwicklung unterstützen. Dazu gehören das ScriptManager-Steuerelement, das UpdatePanel-Steuerelement, das UpdateProgress-Steuerelement und das Timer-Steuerelement. Diese Steuerelemente ermöglichen Ihnen mit wenig oder ganz ohne Clientskript die Erstellung von umfangreichen Clientfunktionen, beispielsweise das Teilrendering von Seiten und das Anzeigen des Aktualisierungsfortschritts während asynchroner Postbacks.

  • Die Microsoft AJAX Library, die die vom Browser unabhängige clientbasierte, objektorientierte Entwicklung unterstützt. Zusätzlich zur Unterstützung der neuen AJAX-fähigen Serversteuerelemente ermöglicht Ihnen die Clientbibliothek die Entwicklung benutzerdefinierter Clientkomponenten, durch die DOM-Elemente erweitert werden oder die ein DOM-Element darstellen.

  • Serverklassen zur Entwicklung von Serversteuerelementen, die benutzerdefinierten Clientkomponenten zugeordnet sind, deren Ereignisse und Eigenschaften deklarativ festgelegt werden. Servertypen, die diese Funktionalität unterstützen, enthalten Steuerelemente, die von der ExtenderControl-Basisklasse oder der ScriptControl-Basisklasse abgeleitet sind, bzw. die die IExtenderControl-Schnittstelle oder die IScriptControl-Schnittstelle implementieren.

  • Unterstützung für die Skriptglobalisierung und -lokalisierung unter Verwendung von Clientskript. Die Globalisierung ermöglicht es Ihnen, Datumsangaben und Zahlen auf Grundlage eines Kulturwerts (Gebietsschema) anzuzeigen. Die Lokalisierung ermöglicht Ihnen die Angabe lokalisierter Inhalte (Texte, Bilder usw.) bei Clientkomponenten, die für Benutzeroberflächenelemente oder Ausnahmemeldungen verwendet werden.

  • Zugriff auf Webdienste und ASP.NET-Authentifizierung, Rollenverwaltung und Profilanwendungsdienste.

.NET Framework Version 3.5 ermöglicht Ihnen die einfache Aktivierung asynchroner Teilaktualisierungen von Seiten. Dadurch wird der Aufwand vermieden, der beim Postback ganzer Seiten entstehen würde. Sie können einfach vorhandene Steuerelemente und Markup in UpdatePanel-Steuerelemente aufnehmen. Postbacks innerhalb eines UpdatePanel-Steuerelements werden zu asynchronen Postbacks, wobei nur der Seitenteil innerhalb des Bereichs aktualisiert wird. Dies führt zu einer dynamischeren Benutzeroberfläche. Sie können den Fortschritt der Teilaktualisierung von Seiten anzeigen, indem Sie UpdateProgress-Steuerelemente verwenden.

Informationen zur AJAX-Entwicklung in ASP.NET

Die Dokumentation enthält umfassende Informationen zum Entwickeln von Webanwendungen im AJAX-Stil in ASP.NET. Beginnen Sie, indem Sie die unter Hinzufügen von AJAX- und Clientfunktionen beschriebenen Themen durchgehen.

Webdienste und Anwendungsdienste

Mit .NET Framework Version 3.5 können Sie sowohl ASP.NET- (.asmx) als auch WCF-basierte Webdienste erstellen, die in Webseiten von Clientskript mittels Microsoft AJAX Library aufgerufen werden können. Sie können ebenfalls serverbasierte Anwendungsdienste aufrufen, die als Webdienste verfügbar sind. Dazu zählen Formularauthentifizierung, Rollenverwaltung und Profile. Diese Anwendungsdienste können in WCF-kompatiblen Anwendungen wie AJAX-fähigen Webseiten und Windows Forms-Clients verwendet werden. Daher können durch Anwendungsdienste bereitgestellte Informationen von Anwendungen, die mit diesen ASP.NET- oder WCF-Technologien erstellt wurden, gemeinsam genutzt werden. Weitere Informationen finden Sie unter Webdienste in ASP.NET-AJAX und unter Verwenden von ASP.NET-Webdiensten.

ListView-Datensteuerelement

Beim ListView-Steuerelement sind viele Aspekte bereits vorhandener Datensteuerelemente miteinander kombiniert. Das ListView-Steuerelement ist besonders zum Anzeigen von Daten mit sich wiederholenden Strukturen geeignet, vergleichbar mit den Steuerelementen DataList und Repeater. Im Gegensatz zu diesen Steuerelementen werden vom ListView-Steuerelement jedoch Vorgänge zum Bearbeiten, Einfügen und Löschen sowie Sortieren und Paging unterstützt. Die Pagingfunktionalität wird für ListView vom neuen DataPager-Steuerelement bereitgestellt.

Das ListView-Steuerelement kann umfassend angepasst werden. So können Sie mithilfe von Vorlagen und Stilen die Benutzeroberfläche des Steuerelements definieren. Wie bei den Steuerelementen Repeater, DataList und FormView sind die Vorlagen des ListView-Steuerelements nicht für zum Rendern bestimmter Benutzeroberflächen im Browser vordefiniert. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Übersicht über das ListView-Webserversteuerelement.

DataPager-Steuerelement

Das DataPager-Steuerelement wird zum Blättern durch Daten verwendet, die von einem Steuerelement angezeigt werden, das die IPageableItemContainer-Schnittstelle implementiert, wie z. B. das ListView-Steuerelement. Das DataPager-Steuerelement unterstützt die integrierte Pagingbenutzeroberfläche. Die Pagingbenutzeroberfläche kann mithilfe des NumericPagerField-Objekts angegeben werden, wodurch der Benutzer eine Seite über Seitenzahlen auswählen kann. Sie können auch das NextPreviousPagerField-Objekt verwenden, mit dem Benutzer durch einzelne Seiten navigieren bzw. zur ersten oder letzten Seiten springen können. Alternativ können Sie mithilfe des TemplatePagerField-Objekts eine benutzerdefinierte Pagingbenutzeroberfläche erstellen.

LinqDataSource-Steuerelement

Das LinqDataSource-Steuerelement macht durch die ASP.NET-Datenquellen-Steuerelementarchitektur sprachintegrierte Abfragen (Language-Integrated Query, LINQ) verfügbar. Das LinqDataSource-Steuerelement kann verwendet werden, wenn Sie eine Webseite erstellen, von der Daten abgerufen oder geändert werden, und das von LINQ bereitgestellte Programmiermodell nutzen möchten. Sie können den Code in einer Webseite vereinfachen, indem Sie das LinqDataSource-Steuerelement aktivieren, sodass die Befehle zum Interagieren mit den Daten automatisch erstellt werden. Mithilfe des LinqDataSource-Steuerelements kann der erforderliche Codeumfang für Datenoperationen, im Vergleich zu denselben Operationen im SqlDataSource-Steuerelement oder im ObjectDataSource-Steuerelement, reduziert werden. Außerdem müssen Sie sich beim Verwenden des LinqDataSource-Steuerelements zur Interaktion mit verschiedenen Datenquellentypen nur mit einem einzigen Programmiermodell auskennen.

Mit deklarativem Markup können Sie ein LinqDataSource-Steuerelement erstellen, das eine Verbindung mit Daten in einer Datenbank oder einer Datenerfassung (wie z. B. einer Auflistung) herstellt. Im Markup können Sie die Kriterien zum Anzeigen, Filtern, Sortieren und Gruppieren von Daten festlegen. Wenn es sich bei der Datenquelle um eine SQL-Datenbanktabelle handelt, können Sie auch ein LinqDataSource-Steuerelement zum Aktualisieren, Einfügen und Löschen von Daten konfigurieren. Die SQL-Befehle zum Durchführen dieser Aufgaben müssen Sie nicht selbst schreiben. Die LinqDataSource-Klasse stellt ein Ereignismodell bereit, mit dem Sie das Anzeige- und Aktualisierungsverhalten anpassen können. Weitere Informationen finden Sie unter Übersicht über das LinqDataSource-Webserversteuerelement.

ASP.NET-Zusammenführungstool

Mit dem ASP.NET-Zusammenführungstool (Aspnet_merge.exe) können Sie Assemblys, die mit dem ASP.NET-Vorkompilierungstool (Aspnet_compiler.exe) erstellt wurden, kombinieren und verwalten. (Das Zusammenführungstool wurde zuvor als Add-On für Visual Studio 2005 veröffentlicht.) Vom Zusammenführungstool werden einzelne Assemblys für die Website erstellt. Eine Assembly kann für die gesamte Website, für jeden Websiteordner oder nur für die Dateien erstellt werden, aus denen die Benutzeroberfläche der Website besteht (Seiten und Steuerelemente).

s57a598e.alert_note(de-de,VS.90).gifHinweis:

Dieses Feature ist in Visual Web Developer Express Edition nicht verfügbar.

Weitere Informationen finden Sie unter ASP.NET-Zusammenführungstool (Aspnet_merge.exe). Weitere Informationen zum ASP.NET-Compilertool finden Sie unter ASP.NET-Kompilierungstool (Aspnet_compiler.exe).

Die folgenden Abschnitte enthalten Informationen zu Verbesserungen und neuen Features in Visual Studio 2008 und Visual Web Developer Express Edition.

Neue Entwurfsansicht und CSS-Entwurfstools

Mit dem Webseiten-Designer können Sie nun in der Ansicht Entwurf, Quelle oder Teilen arbeiten. Bei Letzterer werden die Ansichten Entwurf und Quelle gleichzeitig angezeigt.

Visual Studio bietet nun Tools, die das Arbeiten mit CSS (Cascading Stylesheets) vereinfachen. Sie können das Layout und den Stilinhalt in der Ansicht Entwurf mithilfe neuer Benutzeroberflächentools wie dem Fenster CSS-Eigenschaften erstellen. In der Ansicht Entwurf können Sie auch Positionierung, Textabstand und Ränder mithilfe visueller WYSIWYG-Layouttools direkt ändern.

Weitere Informationen finden Sie unter den folgenden Themen:

IntelliSense für JScript und ASP.NET-AJAX

Visual Studio 2008 und Visual Web Developer Express Edition bieten nun deutlich verbessertes IntelliSense zum Codieren in ECMAScript (JScript oder JavaScript) und zum Schreiben von Clientskript für Webanwendungen im AJAX-Stil, die Microsoft AJAX Library verwenden. IntelliSense ist für Clientskript in script-Elementen und für referenzierte JS-Skriptdateien verfügbar. 

Darüber hinaus zeigt IntelliSense XML-Codekommentare an. XML-Codekommentare werden verwendet, um die Zusammenfassung, Parameter und Rückgabedetails des Clientskripts zu beschreiben. ASP.NET-AJAX verwendet auch XML-Codekommentare, um IntelliSense für ASP.NET-AJAX-Typen und -Member zur Verfügung zu stellen. IntelliSense wird auch für externe Skriptdateiverweise unterstützt, die XML-Codekommentare verwenden.

Weitere Informationen finden Sie unter den folgenden Themen:

Webanwendungsprojekte

Webanwendungsprojekte, zuvor als Add-On für Visual Studio 2005 veröffentlicht, sind nun in Visual Studio und Visual Web Developer Express Edition integriert. Mithilfe des Webanwendungsprojektmodells können Sie eine Website in eine einzelne Assembly im Ordner Bin kompilieren und Projektressourcen explizit definieren.

Beim Webanwendungsprojektmodell wird dieselbe Projekt-, Build- und Kompilierungssemantik wie bei Webprojekten in Visual Studio .NET 2003 verwendet. Dadurch können Sie Visual Studio .NET 2003-Websites leicht zur aktuellen Version von Visual Studio oder Visual Web Developer Express Edition migrieren.

Webanwendungsprojekte ersetzen nicht den in Visual Studio 2005 eingeführten Websiteprojekttyp. Stattdessen bieten sie ein anderes Projektmodell mit zusätzlichen Optionen bezüglich der Bereitstellung und Verwaltung von Webanwendungen.

Weitere Informationen finden Sie unter den folgenden Themen:

Webanwendungen für mehrere Zielversionen

Mit Visual Studio können Sie für eine Webanwendung nun eine bestimmte Version von .NET Framework als Zielversion festlegen. Sie können zur Entwicklung von Webanwendungen für die .NET Framework-Versionen 2.0, 3.0 (Windows Vista) und 3.5 eine einzige Instanz von Visual Studio verwenden. In Visual Web Developer Express Edition können Sie nur Anwendungen erstellen, die mit Version 3.5 von .NET Framework arbeiten. Sie können jedoch später die Version in .NET Framework manuell ändern, sodass Version 2.0, 3.0 und 3.5 unterstützt werden, indem Sie die damit verbundene Projekteigenschaft ändern.

Weitere Informationen finden Sie unter den folgenden Themen:

Designer- und IntelliSense-Unterstützung für LINQ

Ein Satz neuer Features in Visual Studio 2008 bietet Unterstützung für sprachintegrierte Abfragen (Language-Integrated Query, LINQ) und erweitert die leistungsstarken Abfragefunktionen um die Sprachsyntax von C# und Visual Basic. LINQ stellt leicht erlernbare Standardmuster für das Abfragen und Transformieren von Daten bereit und kann für die Unterstützung jeder Art von Datenquelle erweitert werden. Der Designer bietet eine visuelle Darstellung von Datenklassen. Dadurch können Sie Klassen, die Objekten in einer Datenbank zugewiesen sind, schnell erstellen und bearbeiten. Durch die IntelliSense-Unterstützung werden Informationen für die LINQ-Sprachsyntax und die Verwendung des LinqDataSource-Steuerelements in der Ansicht Quelle bereitgestellt. Weitere Informationen finden Sie unter Übersicht über das LinqDataSource-Webserversteuerelement.

Unterstützung für das Erstellen und Nutzen von WCF-Diensten in einem Webprojekt

In Visual Studio können Sie einem Projekt ASP.NET-Webdienste (ASMX-Dateien) and WCF-Webdienste (SVC-Dateien) hinzufügen. Clientanwendungen, die in verwaltetem Code geschrieben sind, greifen üblicherweise über eine Proxyklasse auf diese Webdienste zu. Diese Anwendungen verwenden beispielsweise die Proxyklasse, die bei Verwendung des Dialogfelds Webverweis hinzufügen von Visual Studio generiert wird. AJAX-Anwendungen können über den Browser mittels Proxyklassen, die automatisch in Clientskript generiert werden, auf Webdienste zugreifen. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Übersicht über die ASP.NET-Anwendungsdienste.

Unterstützung für ASP.NET-AJAX-Extendersteuerelemente

AJAX-Extendersteuerelemente erweitern die Clientfunktionen von Standard-Webserversteuerelementen in ASP.NET-Webanwendungen. Sie können ein anspruchsvolleres webbasiertes Benutzererlebnis erzielen, indem Sie einen oder mehrere Extender an Webserversteuerelemente binden, wie z. B. TextBox-Steuerelemente, Button-Steuerelemente und Panel-Steuerelemente.

Visual Studio unterstützt alle ASP.NET-AJAX-Extendersteuerelemente. Dazu zählen Extendersteuerelemente, die Sie erstellen und die Sie aus Quellen wie dem ASP.NET-AJAX Control Toolkit hinzufügen. Dieses ist auf der ASP.NET-Website verfügbar.

s57a598e.alert_note(de-de,VS.90).gifHinweis:

Das ASP.NET-AJAX Control Toolkit ist eine durch eine Community unterstützte Bibliothek; es wird nicht von Microsoft unterstützt.

Weitere Informationen finden Sie unter den folgenden Themen:

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