Fenster "Arbeitsspeicher"

 

Die neueste Dokumentation zu Visual Studio 2017 finden Sie unter Dokumentation zu Visual Studio 2017.

Das Fenster Arbeitsspeicher stellt eine Ansicht des von der Anwendung belegten Arbeitsspeichers zur Verfügung. Im Fenster Überwachung, DialogfeldQuickWatch, Fenster Auto und Fenster Lokal wird der Inhalt der Variablen angezeigt, die an bestimmten Orten im Arbeitsspeicher gespeichert werden. Im Fenster Arbeitsspeicher wird jedoch das umfangreiche Bild angezeigt. Diese Ansicht ist besonders angenehm beim Untersuchen von großen Datenmengen (beispielsweise Puffer oder umfangreiche Zeichenfolgen), die in den anderen Fenstern nicht gut dargestellt werden. Das Fenster Arbeitsspeicher ist jedoch nicht auf die Anzeige von Daten beschränkt. Darin wird der gesamte Inhalt des Arbeitsspeichers angezeigt, unabhängig davon, ob es sich dabei um Daten, Code oder um zufällig verteilte Objekte in nicht zugewiesenem Arbeitsspeicher handelt.

Das Fenster Arbeitsspeicher ist nur verfügbar, wenn Debuggen auf Adressebene im Dialogfeld Optionen im Knoten Debuggen aktiviert ist. Das Fenster Arbeitsspeicher ist jedoch nicht für Skriptsprachen oder SQL verfügbar, da diese Sprachen das Speicherkonzept nicht unterstützen.

So öffnen Sie ein Arbeitsspeicherfenster

  1. Beginnen Sie mit dem Debuggen, sofern Sie den Debugmodus noch nicht ausgewählt haben.

  2. Zeigen Sie im Menü Debuggen auf Fenster. Zeigen Sie anschließend auf Arbeitsspeicher, und klicken Sie dann auf Arbeitsspeicher 1, Arbeitsspeicher 2, Arbeitsspeicher 3 oder auf Arbeitsspeicher 4. (Editionen von Visual Studio auf niedrigerer Ebene nur ein einzelnes Fenster mit der Bezeichnung Arbeitsspeicher. Wenn Sie eine dieser Editionen verwenden, klicken Sie einfach auf Arbeitsspeicher).

Das Fenster Arbeitsspeicher beinhaltet eine vertikale Schiebeleiste, die eine nicht standardmäßige Funktionsweise besitzt. Der Adressbereich eines modernen Computers ist sehr groß, und eine Suche kann leicht fehlschlagen, wenn Sie das Bildlauffeld der Bildlaufleiste an eine zufällige Position ziehen. Aus diesem Grunde verhält sich das Bildlauffeld, als wäre es beidseitig mit einer Zugfeder verbunden, und verbleibt stets in der Mitte der Bildlaufleiste. In Anwendungen, die in systemeigenem Code geschrieben sind, können Sie einen Bildlauf nach oben oder unten durchführen; die Durchführung eines freien Bildlaufs ist jedoch nicht möglich.

Höhere Speicheradressen werden unten im Fenster angezeigt. Um eine höhere Adresse anzuzeigen, führen Sie einen Bildlauf nach unten anstatt nach oben aus.

So führen Sie im Speicher einen Bildlauf nach oben oder nach unten durch

  1. Klicken Sie unter dem Ziehpunkt in der vertikalen Bildlaufleiste, um einen Bildlauf nach unten auszuführen (Navigieren zu einer höheren Speicheradresse).

  2. Für einen Bildlauf nach oben (Navigieren zu einer niedrigeren Speicheradresse) klicken Sie über dem Bildlauffeld auf der vertikalen Bildlaufleiste.

Wenn Sie sofort zu einer ausgewählten Speicherbereich wechseln möchten, können Sie den entsprechenden Wert im Feld Adresse bearbeiten oder dazu Drag & Drop verwenden. Das Feld Adresse nimmt nicht nur numerische Werte an, sondern auch Ausdrücke, die als Adressen ausgewertet werden. Standardmäßig wird im Fenster Arbeitsspeicher ein Ausdruck im Feld Adresse als Live-Ausdruck behandelt, der bei der Ausführung des Programms erneut ausgewertet wird. Live-Ausdrücke können sehr hilfreich sein. Sie können beispielsweise dazu verwendet werden, den Speicher anzuzeigen, auf den ein Zeiger verweist.

So wählen Sie einen Arbeitsspeicherort per Drag & Drop aus

  1. Wählen Sie in einem beliebigen Fenster eine Speicheradresse oder eine Zeigervariable aus, die eine Speicheradresse enthält.

  2. Ziehen Sie die Adresse oder den Zeiger auf das Fenster Arbeitsspeicher.

So wählen Sie eine Speicheradresse durch Eingeben aus

  1. Klicken Sie im Fenster Arbeitsspeicher in das Feld Adresse.

  2. Geben Sie die gewünschte Adresse manuell oder über den Befehl Einfügen ein, und drücken Sie anschließend die EINGABETASTE.

Die Art und Weise der Anzeige des Speicherinhalts im Fenster Arbeitsspeicher kann angepasst werden. Standardmäßig wird der Speicherinhalt in Form einer ganzen Zahl mit 1 Byte im Hexadezimalformat angezeigt. Die Anzahl der Spalten wird automatisch durch die aktuelle Breite des Fensters bestimmt.

So ändern Sie das Format des Speicherinhalts

  1. Klicken Sie mit der rechten Maustaste in das Fenster Arbeitsspeicher.

  2. Wählen Sie das gewünschte Format aus.

So ändern Sie die Anzahl der Spalten im Fenster "Arbeitsspeicher"

  1. Suchen Sie auf der Symbolleiste des Fensters Arbeitsspeicher die Liste Spalten.

  2. Wählen Sie in der Liste Spalten die Anzahl anzuzeigender Spalten aus. Sie können auch Automatisch auswählen, um eine automatische Anpassung an die Breite des Fensters vorzunehmen.

Wenn sich der Inhalt des Fensters Arbeitsspeicher während der Ausführung des Programms nicht ändern soll, können Sie die Live-Auswertung von Ausdrücken deaktivieren.

So schalten Sie die Liveauswertung um

  1. Klicken Sie mit der rechten Maustaste in das Fenster Arbeitsspeicher.

  2. Klicken Sie im Kontextmenü auf Automatisch neu auswerten.

    Wenn die Live-Auswertung aktiv ist, ist die Option ausgewählt. Indem Sie auf die Option klicken, wird die Live-Auswertung ausgeschaltet. Wenn die Live-Auswertung deaktiviert ist, ist die Option nicht ausgewählt, und indem Sie auf die Option klicken, wird die Live-Auswertung eingeschaltet.

Die Symbolleiste am oberen Rand des Fensters Arbeitsspeicher kann angezeigt oder ausgeblendet werden. Sie können nicht auf das Adressfeld oder andere Tools zugreifen, wenn die Symbolleiste ausgeblendet ist.

So blenden Sie die Symbolleiste ein oder aus

  1. Klicken Sie mit der rechten Maustaste in das Fenster Arbeitsspeicher.

  2. Klicken Sie im Kontextmenü auf Symbolleiste anzeigen.

    Je nach ihrem vorherigen Zustand wird die Symbolleiste ein- bzw. ausgeblendet.

In Anwendungen, die im systemeigenen Code geschrieben wurden, können Sie als Live-Ausdrücke Registernamen verwenden. Zur Verfolgung des Stapels können Sie z. B. den Stapelzeiger verwenden.

So verfolgen Sie einen Zeiger im Arbeitsspeicher

  1. Geben Sie im Fenster Arbeitsspeicher im Feld Adresse einen Zeigerausdruck ein. Die Zeigervariable muss sich im aktuellen Gültigkeitsbereich befinden. Je nach verwendeter Sprache müssen Sie u. U. den entsprechenden Verweis aufheben.

  2. Drücken Sie die EINGABETASTE.

    Wenn Sie anschließend einen Ausführungsbefehl wie Schritt verwenden, ändert sich die angezeigte Speicheradresse automatisch entsprechend der Zeigerbewegung.

Anzeigen von Daten im Debugger

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