Websitetypen: WebTemplates und Websitedefinitionen

SharePoint 2010

Letzte Änderung: Mittwoch, 2. Februar 2011

Gilt für: SharePoint Foundation 2010

Wenn Benutzer in Microsoft SharePoint Foundation eine Website über die Benutzeroberfläche erstellen, wählen sie einen von zwei möglichen Grundlagentypen aus, die definieren können, wie die Website instanziiert wird:

  • Eine Websitedefinitionskonfiguration (die Teil einer Websitedefinition ist)

  • Eine benutzerdefinierte Webvorlage

Der Grundlagentyp bestimmt beispielsweise, mit welchen Listen, Dateien, Webparts, Features oder Einstellungen eine neue SharePoint Foundation-Website bereitgestellt werden soll.

Websitedefinitionen bestehen in erster Linie aus mehreren XML- und ASPX-Dateien, die auf einem Front-End-Webserver in verschiedenen Ordnern unter dem Verzeichnis %ProgramFiles%\Common Files\Microsoft Shared\web server extensions\14\TEMPLATE\SiteTemplates gespeichert sind.

Benutzerdefinierte Webvorlagen werden in der Datenbank gespeichert, genauer gesagt im Sandkastenlösungskatalog. Bei ihrer Erstellung wird eine vorhandene Website mit oder ohne deren spezifische Inhalte als Modell verwendet. Auf diese Weise können angepasste Websites wiederverwendet werden.

Da benutzerdefinierte Webvorlagen auf vorhandenen Websites basieren, muss zumindest die erste Website in einer SharePoint Foundation-Bereitstellung auf einer bestimmten Konfiguration innerhalb einer Websitedefinition basieren.

Hinweis Hinweis

In gewisser Weise bleiben Webvorlagen während ihres gesamten Lebenszyklus von der Websitedefinition abhängig, die letztlich ihre Grundlage darstellt. Aus diesem Grund unterstützt Microsoft das Ändern oder Entfernen einer Websitedefinition nicht, nachdem sie als Grundlage für die Erstellung von Websites verwendet wurde. Derartige Änderungen könnten sonst zur Folge haben, dass Websites, die mit dieser Definition (oder mit Webvorlagen, die auf dieser Websitedefinition basieren) erstellt wurden, nicht mehr ordnungsgemäß funktionieren oder keine neuen Websites mehr erstellt werden können, die direkt oder indirekt auf der Websitedefinition basieren. Weitere Informationen dazu, welche Anpassungen von Websitedefinitionen von Microsoft unterstützt werden, finden Sie unter Unterstützte und nicht unterstützte Szenarien für das Arbeiten mit benutzerdefinierten Websitedefinitionen und Bereichsdefinitionen in SharePoint 2003 2007 und 2010.

Im SharePoint Foundation-Objektmodell kann ein SPCustomWebTemplate-Element entweder eine Websitedefinition (und -konfiguration) oder eine benutzerdefinierte Webvorlage repräsentieren.

Im Collaborative Application Markup Language (CAML)-Markup umfasst eine Websitedefinition zwei Elemente:

  • Ein <Template>-Element in einer WebTemp*.xml-Datei im Installationsverzeichnis, in der Regel %ProgramFiles%\Common Files\Microsoft Shared\web server extensions\14\TEMPLATE\LCID\XML\, wobei LCID die numerische ID der Sprache/Kultur ist, z. B. 1033 für Englisch

  • Eine Datei Onet.xml im Installationsverzeichnis, in der Regel %ProgramFiles%\Common Files\Microsoft Shared\web server extensions\14\TEMPLATE\SiteTemplates\Websitetyp\XML\, wobei Websitetyp der Name der Websitedefinition ist. Websitetyp kann also STS, MPS, BLOG, SGS oder der Name eines benutzerdefinierten Websitetyps sein

Eine Websitedefinition ist aber eigentlich nichts anderes als eine Familie aus einer oder auch mehreren Websitedefinitionskonfiguration(en), die jeweils durch ein untergeordnetes Configuration-Element des Template-Elements dargestellt werden. Einzelheiten zur Konfiguration werden in einem entsprechenden Configuration-Element in der Datei Onet.xml gespeichert.

Im Gegensatz dazu wird eine benutzerdefinierte Webvorlage als WSP-Datei in der SharePoint Foundation-Datenbank gespeichert und im Sandkastenlösungskatalog für die Websitesammlung aufgeführt. Sie können die Datei in einen Ordner kopieren, die Erweiterung in .cab ändern und die Datei dann öffnen. Die WSP-Datei enthält eine Datei elements.xml, in der sich ein WebTemplate-Element befindet. Außerdem ist im WSP-Paket eine Datei Onet.xml enthalten, die aber weniger komplex ist als die Datei Onet.xml, die üblicherweise in einer Websitedefinition enthalten ist.

In den Themen in diesem Abschnitt wird beschrieben, wie Sie benutzerdefinierte Webvorlagen (bevorzugtes Verfahren) und benutzerdefinierte Websitedefinitionen (in einigen Szenarien zwingend erforderlich) erstellen können.

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