Sichern von Dateien und Dateigruppen
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Sichern von Dateien und Dateigruppen (SQL Server)

 

In diesem Thema wird beschrieben, wie Sie Dateien und Dateigruppen in SQL Server 2014 mithilfe von SQL Server Management Studio, Transact-SQL oder PowerShell sichern.Wenn eine vollständige Datenbanksicherung wegen der Größe der Datenbank und aufgrund von Leistungsanforderungen nicht möglich ist, können Sie stattdessen eine Dateisicherung ausführen.Eine Dateisicherung enthält alle Daten in einer oder mehreren Dateien (oder Dateigruppen).Weitere Informationen zu Dateisicherungen finden Sie unter Vollständige Dateisicherungen (SQL Server) und Differenzielle Sicherungen (SQL Server).

In diesem Thema

Einschränkungen

  • Die BACKUP-Anweisung ist nicht in einer expliziten oder implizierten Transaktion zulässig.

  • Im einfachen Wiederherstellungsmodell müssen alle Dateien mit Lese-/Schreibzugriff zusammen gesichert werden.Dies hilft Ihnen, die Datenbank bis zu einem bestimmten Zeitpunkt wiederherzustellen.Verwenden Sie die Option READ_WRITE_FILEGROUPS, statt die Dateien bzw. Dateigruppen mit Lese-/Schreibzugriff einzeln anzugeben.Mit dieser Option werden alle Dateigruppen mit Lese-/Schreibzugriff in der Datenbank gesichert.Eine durch Angeben der Option READ_WRITE_FILEGROUPS erstellte Sicherung wird auch als Teilsicherung bezeichnet.Weitere Informationen finden Sie unter Teilsicherungen (SQL Server).

  • Weitere Informationen über Begrenzungen und Einschränkungen finden Sie unter Übersicht über Sicherungen [SQL Server].

Empfehlungen

  • Standardmäßig wird bei jedem erfolgreichen Sicherungsvorgang dem SQL Server-Fehlerprotokoll und dem Systemereignisprotokoll ein Eintrag hinzugefügt.Wenn Sie das Protokoll regelmäßig sichern, kann die Anzahl dieser Erfolgsmeldungen schnell ansteigen, d. h., es entstehen sehr große Fehlerprotokolle, die das Suchen nach anderen Meldungen erschweren können.In solchen Fällen können Sie diese Protokolleinträge mithilfe des Ablaufverfolgungsflags 3226 unterdrücken, wenn keines der Skripts von diesen Einträgen abhängig ist.Weitere Informationen finden Sie unter Ablaufverfolgungsflags (Transact-SQL).

Sicherheit

Berechtigungen

Mitglieder der festen Serverrolle sysadmin und der festen Datenbankrollen db_owner und db_backupoperator verfügen standardmäßig über BACKUP DATABASE- und BACKUP LOG-Berechtigungen.

Besitz- und Berechtigungsprobleme im Zusammenhang mit der physischen Datei des Sicherungsmediums können den Sicherungsvorgang beeinträchtigen.SQL Server muss über Lese- und Schreibberechtigungen für das Medium verfügen. Das Konto, unter dem der SQL Server-Dienst ausgeführt wird, muss Schreibberechtigungen haben.Allerdings prüft die gespeicherte Prozedur sp_addumpdevice, die den Systemtabellen einen Eintrag für ein Sicherungsmedium hinzufügt, nicht die Dateizugriffsberechtigungen.Solche Probleme mit der physischen Datei des Sicherungsmediums treten möglicherweise erst auf, wenn auf die physische Ressource zugegriffen wird, um einen Sicherungs- oder Wiederherstellungsvorgang auszuführen.

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So sichern Sie Datenbankdateien und Dateigruppen

  1. Stellen Sie eine Verbindung mit der entsprechenden Instanz von SQL Server Database Engine (Datenbankmodul) her, und klicken Sie danach im Objekt-Explorer auf den Servernamen, um die Serverstruktur zu erweitern.

  2. Erweitern Sie Datenbanken, und wählen Sie abhängig von der Datenbank entweder eine Benutzerdatenbank aus, oder erweitern Sie Systemdatenbanken, und wählen Sie eine Systemdatenbank aus.

  3. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Datenbank, zeigen Sie auf Tasks, und klicken Sie dann auf Sichern.Das Dialogfeld Datenbank sichern wird angezeigt.

  4. Überprüfen Sie im Listenfeld Datenbank den Datenbanknamen.Sie können optional eine andere Datenbank in der Liste auswählen.

  5. Wählen Sie im Listenfeld Sicherungstyp die Option Vollständig oder Differenziell aus.

  6. Klicken Sie bei der Option Sicherungskomponente auf Datei und Dateigruppen.

  7. Wählen Sie im Dialogfeld Dateien und Dateigruppen auswählen die zu sichernden Dateien und Dateigruppen aus.Sie können eine oder mehrere einzelne Dateien auswählen oder das Kontrollkästchen für eine Dateigruppe aktivieren, um automatisch alle Dateien dieser Dateigruppe auszuwählen.

  8. Akzeptieren Sie entweder den im Textfeld Name vorgeschlagenen Standardnamen für den Sicherungssatz, oder geben Sie einen anderen Namen für den Sicherungssatz ein.

  9. Geben Sie optional im Textfeld Beschreibung eine Beschreibung des Sicherungssatzes ein.

  10. Geben Sie an, wann der Sicherungssatz ablaufen soll:

    • Um den Sicherungssatz nach einer bestimmten Anzahl von Tagen ablaufen zu lassen, klicken Sie auf Danach (die Standardoption).Geben Sie dann die Anzahl von Tagen ein, nach deren Ablauf der Sicherungssatz ablaufen soll.Dieser Wert kann zwischen 0 und 99999 Tagen betragen. Der Wert 0 Tage bedeutet, dass der Sicherungssatz niemals abläuft.

      Der Standardwert wird in der Option Standardbeibehaltung für Sicherungsmedien (in Tagen) des Dialogfelds Servereigenschaften (Seite Datenbankeinstellungen) festgelegt.Um auf diese Option zuzugreifen, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Servernamen im Objekt-Explorer, und wählen Sie die Eigenschaften aus. Wählen Sie anschließend die Seite Datenbankeinstellungen aus.

    • Um den Sicherungssatz an einem bestimmten Datum ablaufen zu lassen, klicken Sie auf Am, und geben Sie das Datum ein, an dem der Satz ablaufen soll.

  11. Wählen Sie den Typ des Sicherungsziels aus, indem Sie auf Datenträger oder Band klicken.Zum Auswählen der Pfade von bis zu 64 Datenträgern oder Bandlaufwerken, die einen einzelnen Mediensatz enthalten, klicken Sie auf Hinzufügen.Die ausgewählten Pfade werden im Listenfeld Sichern auf angezeigt.

    System_CAPS_noteHinweis

    Zum Entfernen eines Sicherungsziels wählen Sie es aus, und klicken Sie auf Entfernen.Zum Anzeigen des Inhalts eines Sicherungsziels wählen Sie es aus, und klicken Sie auf Inhalt.

  12. Zum Anzeigen oder Auswählen der erweiterten Optionen klicken Sie auf Optionen im Bereich Seite auswählen.

  13. Wählen Sie eine Option von Medium überschreiben aus, indem Sie auf eine der folgenden Optionen klicken:

    • Auf vorhandenen Mediensatz sichern

      Klicken Sie bei dieser Option entweder auf An vorhandenen Sicherungssatz anfügen oder auf Alle vorhandenen Sicherungssätze überschreiben.Informationen zum Sichern eines vorhandenen Mediensatzes finden Sie unter Mediensätze, Medienfamilien und Sicherungssätze (SQL Server).

      Sie können bei Bedarf das Kontrollkästchen Mediensatznamen und Ablaufzeit des Sicherungssatzes überprüfen aktivieren, damit beim Sicherungsvorgang das Datum und die Uhrzeit überprüft werden, an dem bzw. zu der der Mediensatz und der Sicherungssatz ablaufen.

      Geben Sie optional einen Namen im Textfeld Mediensatzname ein.Wenn kein Name angegeben wird, wird ein Mediensatz mit einem leeren Namen erstellt.Wenn Sie einen Mediensatznamen angeben, wird das Medium (Band oder Datenträger) überprüft, um festzustellen, ob der tatsächliche Name mit dem von Ihnen hier eingegebenen Namen übereinstimmt.

      Wenn Sie den Mediennamen leer lassen und das Kontrollkästchen aktivieren, um ihn anhand des Mediums zu überprüfen, ist die Prüfung erfolgreich, wenn der Medienname auf dem Medium ebenfalls leer ist.

    • Auf neuen Mediensatz sichern und alle vorhandenen Sicherungssätze löschen

      Geben Sie bei dieser Option einen Namen in das Textfeld Name für neuen Mediensatz und optional eine Beschreibung des Mediensatzes in das Textfeld Beschreibung für neuen Mediensatz ein.Weitere Informationen zum Erstellen einer neuen Mediensatzes finden Sie unter Mediensätze, Medienfamilien und Sicherungssätze (SQL Server).

  14. Aktivieren Sie im Abschnitt Zuverlässigkeit optional folgende Kontrollkästchen:

  15. Wenn Sie eine Sicherung auf einem Bandlaufwerk ausführen (wie im Abschnitt Ziel der Seite Allgemein angegeben), ist die Option Band nach dem Sichern entladen aktiv.Durch Klicken auf diese Option wird die Option Band vor dem Entladen zurückspulen aktiviert.

    System_CAPS_noteHinweis

    Die Optionen im Abschnitt Transaktionsprotokoll sind inaktiv, es sei denn, Sie sichern ein Transaktionsprotokoll (wie im Abschnitt Sicherungstyp der Seite Allgemein angegeben).

  16. In SQL Server 2008 Enterprise und höheren Versionen wird die Sicherungskomprimierung unterstützt.Ob eine Sicherung standardmäßig komprimiert wird, ist abhängig vom Wert der Serverkonfigurationsoption backup-compression default.Sie können jedoch unabhängig von der aktuellen Standardeinstellung auf Serverebene eine Sicherung komprimieren, indem Sie die Option Sicherung komprimieren aktivieren bzw. die Komprimierung unterdrücken, indem Sie die Option Sicherung nicht komprimieren aktivieren.

    So zeigen Sie die aktuelle Standardeinstellung für die Sicherungskomprimierung (Option "backup compression default") an

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So sichern Sie Dateien und Dateigruppen

  1. Verwenden Sie zum Erstellen einer Datei- oder Dateigruppensicherung eine BACKUP DATABASE <file_or_filegroup>-Anweisung.Für diese Anweisung muss mindestens Folgendes angegeben werden:

    • Der Datenbankname.

    • Eine FILE- oder FILEGROUP-Klausel für jede Datei bzw. Dateigruppe.

    • Das Sicherungsmedium, auf das die vollständige Sicherung geschrieben wird.

    Die grundlegende Transact-SQL-Syntax für eine Dateisicherung lautet:

    BACKUP DATABASE database

    { FILE =logical_file_name | FILEGROUP =logical_filegroup_name } [ ,...f ]

    TO backup_device [ ,...n ]

    [ WITH with_options [ ,...o ] ] ;

    Option

    Beschreibung

    database

    Die Datenbank, für die ein Transaktionsprotokoll, eine Teildatenbank oder die vollständige Datenbank gesichert wird.

    FILE =logical_file_name

    Gibt den logischen Namen einer Datei an, die in die Dateisicherung eingeschlossen werden soll.

    FILEGROUP =logical_filegroup_name

    Gibt den logischen Namen einer Dateigruppe an, die in die Dateisicherung eingeschlossen werden soll.Beim einfachen Wiederherstellungsmodell wird die Dateigruppensicherung nur für eine schreibgeschützte Dateigruppe unterstützt.

    [ ,...f ]

    Stellt einen Platzhalter dar, der anzeigt, dass mehrere Dateien und Dateigruppen angegeben werden können.Für die Anzahl der Dateien oder Dateigruppen gibt es keine Einschränkungen.

    backup_device [ ,...n ]

    Gibt eine Liste mit 1 bis 64 Sicherungsmedien an, die für den Sicherungsvorgang verwendet werden sollen.Sie können ein physisches Sicherungsmedium angeben oder ein entsprechendes logisches Sicherungsmedium, sofern es bereits definiert wurde.Geben Sie das physische Sicherungsmedium mithilfe der Option DISK oder TAPE an:

    { DISK | TAPE } =physical_backup_device_name

    Weitere Informationen finden Sie unter Sicherungsmedien (SQL Server).

    WITH with_options [ ,...o ]

    Optional können eine oder mehrere zusätzliche Optionen (z. B. DIFFERENTIAL) angegeben werden.

    System_CAPS_noteHinweis

    Für eine differenzielle Dateisicherung ist eine vollständige Dateisicherung als Basis erforderlich.Weitere Informationen finden Sie unter Erstellen einer differenziellen Datenbanksicherung (SQL Server).

  2. Bei Verwendung des vollständigen Wiederherstellungsmodells müssen Sie auch das Transaktionsprotokoll sichern.Es müssen ausreichend Protokollsicherungen vorhanden sein, die alle Dateisicherungen umfassen, ausgehend von der ersten Dateisicherung, damit ein vollständiger Dateisicherungssatz für die Wiederherstellung der Datenbank verwendet werden kann.Weitere Informationen finden Sie unter Sichern eines Transaktionsprotokolls (SQL Server).

Beispiele (Transact-SQL)

In den folgenden Beispielen werden eine oder mehrere Dateien der sekundären Dateigruppen der Sales-Datenbank gesichert.Für diese Datenbank wird das vollständige Wiederherstellungsmodell verwendet, und es sind die folgenden sekundären Dateigruppen vorhanden:

  • Eine Dateigruppe namens SalesGroup1 mit den Dateien SGrp1Fi1 und SGrp1Fi2.

  • Eine Dateigruppe namens SalesGroup2 mit den Dateien SGrp2Fi1 und SGrp2Fi2.

A.Erstellen einer Dateisicherung für zwei Dateien

Im folgenden Beispiel wird eine differenzielle Dateisicherung für die SGrp1Fi2-Datei der Dateigruppe SalesGroup1 und die SGrp2Fi2-Datei der Dateigruppe SalesGroup2 erstellt.

--Backup the files in the SalesGroup1 secondary filegroup.
BACKUP DATABASE Sales
   FILE = 'SGrp1Fi2', 
   FILE = 'SGrp2Fi2' 
   TO DISK = 'G:\SQL Server Backups\Sales\SalesGroup1.bck';
GO

B.Erstellen einer vollständigen Dateisicherung der sekundären Dateigruppen

Im folgenden Beispiel wird eine vollständige Dateisicherung der einzelnen Dateien in den zwei sekundären Dateigruppen erstellt.

--Back up the files in SalesGroup1.
BACKUP DATABASE Sales
   FILEGROUP = 'SalesGroup1',
   FILEGROUP = 'SalesGroup2'
   TO DISK = 'C:\MySQLServer\Backups\Sales\SalesFiles.bck';
GO

C.Erstellen einer differenziellen Dateisicherung der sekundären Dateigruppen

Im folgenden Beispiel wird eine differenzielle Dateisicherung der einzelnen Dateien in den beiden sekundären Dateigruppen erstellt.

--Back up the files in SalesGroup1.
BACKUP DATABASE Sales
   FILEGROUP = 'SalesGroup1',
   FILEGROUP = 'SalesGroup2'
   TO DISK = 'C:\MySQLServer\Backups\Sales\SalesFiles.bck'
   WITH 
      DIFFERENTIAL;
GO

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  1. Verwenden Sie das Backup-SqlDatabase-Cmdlet, und geben Sie Files als Wert für den -BackupAction-Parameter an.Geben Sie zusätzlich einen der folgenden Parameter an:

    • Um eine bestimmte Datei zu sichern, geben Sie den -DatabaseFileString-Parameter an, wobei String mindestens einer zu sichernden Datenbankdatei entspricht.

    • Um alle Dateien in einer bestimmten Dateigruppe zu sichern, geben Sie den -DatabaseFileGroupString-Parameter an, wobei String mindestens einer zu sichernden Datenbankdateigruppe entspricht.

    Im folgenden Beispiel wird eine vollständige Dateisicherung von jeder Datei in der sekundären Dateigruppe "FileGroup1" und "FileGroup2" in der MyDB-Datenbank erstellt.Die Sicherungen werden am standardmäßigen Sicherungsspeicherort der Serverinstanz Computer\Instance erstellt.

    --Enter this command at the PowerShell command prompt, C:\PS>
    Backup-SqlDatabase -ServerInstance Computer\Instance -Database MyDB -BackupAction Files -DatabaseFileGroup "FileGroup1","FileGroup2"
    

Einrichten und Verwenden des SQL Server PowerShell-Anbieters

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