Markieren Sie das Kontrollkästchen Englisch, um die englische Version dieses Artikels anzuzeigen. Sie können den englischen Text auch in einem Popup-Fenster einblenden, indem Sie den Mauszeiger über den Text bewegen.
Übersetzung
Englisch

IDENTITY-Eigenschaft (Transact-SQL)

Erstellt eine Identitätsspalte in einer Tabelle. Diese Eigenschaft wird in den Transact-SQL-Anweisungen CREATE TABLE und ALTER TABLE verwendet.

Hinweis Hinweis

Die IDENTITY-Eigenschaft unterscheidet sich von der SQL-DMO-Eigenschaft Identity, die die Identity-Eigenschaft für Zeilen einer Spalte verfügbar macht.

Gilt für: SQL Server (SQL Server 2008 bis aktuelle Version).

Themenlink (Symbol) Transact-SQL-Syntaxkonventionen

IDENTITY [ (seed , increment) ]

seed

Der Wert, der für die erste in die Tabelle geladene Zeile verwendet wird.

increment

Der inkrementelle Wert, der zum Identitätswert der zuvor geladenen Zeile addiert wird.

Sie müssen entweder sowohl den Ausgangswert als auch den inkrementellen Wert oder keinen von beiden angeben. Wurden Ausgangswert und inkrementeller Wert nicht angegeben, ist der Standardwert (1,1).

Identitätsspalten können zum Generieren von Schlüsselwerten verwendet werden. Die Identitätseigenschaft für eine Spalte garantiert Folgendes:

  • Jeder neue Wert wird auf Grundlage des aktuellen Ausgangswerts und Inkrements generiert.

  • Jeder neue Wert für eine bestimmte Transaktion unterscheidet sich von anderen gleichzeitigen Transaktionen für die Tabelle.

Die Identitätseigenschaft für eine Spalte garantiert nicht Folgendes:

  • Eindeutigkeit des Werts – Eindeutigkeit muss mit einer PRIMARY KEY- oder UNIQUE-Einschränkung oder einem UNIQUE-Index erzwungen werden.

  • Aufeinanderfolgende Werte innerhalb einer Transaktion – Bei einer Transaktion, durch die mehrere Zeilen eingefügt werden, ist nicht sichergestellt, dass Sie aufeinanderfolgende Werte für die Zeilen erhalten, da für die Tabelle möglicherweise andere gleichzeitige Einfügungen stattfinden. Wenn Werte fortlaufend sein müssen, sollte die Transaktion eine exklusive Sperre für die Tabelle oder die Isolationsstufe SERIALIZABLE verwenden.

  • Aufeinanderfolgende Werte nach Serverneustart oder anderen Fehlern – SQL Server kann Identitätswerte aus Leistungsgründen zwischenspeichern. Einige der zugewiesenen Werte können während eines Datenbankausfalls oder Serverneustarts verloren gehen. Dies kann zu Lücken im Identitätswert beim Einfügen führen. Wenn Lücken nicht zulässig sind, sollte die Anwendung ihren eigenen Mechanismus verwenden, um Schlüsselwerte zu generieren. Die Verwendung eines Sequenzgenerators mit der NOCACHE-Option kann die Lücken auf Transaktionen beschränken, für die nie ein Commit ausgeführt wird.

  • Wiederverwendung von Werten – Für eine bestimmte Identitätseigenschaft mit spezifischem Ausgangswert/Inkrement werden die Identitätswerte vom Modul nicht wiederverwendet. Wenn eine bestimmte INSERT-Anweisung fehlschlägt oder für die INSERT-Anweisung ein Rollback ausgeführt wird, gehen die verwendeten Identitätswerte verloren und werden nicht erneut generiert. Es können Lücken entstehen, wenn die nachfolgenden Identitätswerte generiert werden.

Diese Einschränkungen sind beabsichtigt, um die Leistung zu verbessern. Ferner sind sie in vielen Situationen akzeptabel. Wenn Sie Identitätswerte aufgrund dieser Einschränkungen nicht verwenden können, sollten Sie eine separate Tabelle mit einem aktuellen Wert erstellen und den Zugriff auf die Tabelle und die Nummernzuweisung für die Anwendung verwalten.

Wenn eine Tabelle mit einer Identitätsspalte für die Replikation veröffentlicht wird, muss die Identitätsspalte entsprechend dem verwendeten Replikationstyp verwaltet werden. Weitere Informationen finden Sie unter Replizieren von Identitätsspalten.

Es kann nur eine Identitätsspalte pro Tabelle erstellt werden.

In speicheroptimierten Tabellen müssen sowohl der Ausgangswert als auch das Inkrement auf 1,1 festgelegt werden. Wenn Sie den Ausgangswert oder das Inkrement auf einen anderen Wert als 1 festlegen, kommt es zu folgendem Fehler: Die Verwendung von anderen Ausgangswerten und Inkrementwerten als 1 wird für speicheroptimierte Tabellen nicht unterstützt.

A.Verwenden der IDENTITY-Eigenschaft mit CREATE TABLE

Im folgenden Beispiel wird eine neue Tabelle erstellt. Dabei wird die IDENTITY-Eigenschaft zum automatischen Erhöhen der Identifikationsnummer verwendet.

USE AdventureWorks2012;

IF OBJECT_ID ('dbo.new_employees', 'U') IS NOT NULL
   DROP TABLE new_employees;
GO
CREATE TABLE new_employees
(
 id_num int IDENTITY(1,1),
 fname varchar (20),
 minit char(1),
 lname varchar(30)
);

INSERT new_employees
   (fname, minit, lname)
VALUES
   ('Karin', 'F', 'Josephs');

INSERT new_employees
   (fname, minit, lname)
VALUES
   ('Pirkko', 'O', 'Koskitalo');

B.Verwenden generischer Syntax zum Auffinden von Lücken in Identitätswerten

Im folgenden Beispiel wird generische Syntax zum Auffinden von Lücken in Identitätswerten dargestellt. Diese Lücken entstehen, wenn Daten entfernt werden.

Hinweis Hinweis

Der erste Teil des folgenden Transact-SQL-Skripts dient lediglich zur Veranschaulichung. Sie können das Transact-SQLSkript ausführen, das mit folgendem Kommentar beginnt: -- Create the img table.

-- Here is the generic syntax for finding identity value gaps in data.
-- The illustrative example starts here.
SET IDENTITY_INSERT tablename ON;
DECLARE @minidentval column_type;
DECLARE @maxidentval column_type;
DECLARE @nextidentval column_type;
SELECT @minidentval = MIN($IDENTITY), @maxidentval = MAX($IDENTITY)
    FROM tablename
IF @minidentval = IDENT_SEED('tablename')
   SELECT @nextidentval = MIN($IDENTITY) + IDENT_INCR('tablename')
   FROM tablename t1
   WHERE $IDENTITY BETWEEN IDENT_SEED('tablename') AND 
      @maxidentval AND
      NOT EXISTS (SELECT * FROM tablename t2
         WHERE t2.$IDENTITY = t1.$IDENTITY + 
            IDENT_INCR('tablename'))
ELSE
   SELECT @nextidentval = IDENT_SEED('tablename');
SET IDENTITY_INSERT tablename OFF;
-- Here is an example to find gaps in the actual data.
-- The table is called img and has two columns: the first column 
-- called id_num, which is an increasing identification number, and the 
-- second column called company_name.
-- This is the end of the illustration example.

-- Create the img table.
-- If the img table already exists, drop it.
-- Create the img table.
IF OBJECT_ID ('dbo.img', 'U') IS NOT NULL
   DROP TABLE img;
GO
CREATE TABLE img (id_num int IDENTITY(1,1), company_name sysname);
INSERT img(company_name) VALUES ('New Moon Books');
INSERT img(company_name) VALUES ('Lucerne Publishing');
-- SET IDENTITY_INSERT ON and use in img table.
SET IDENTITY_INSERT img ON;

DECLARE @minidentval smallint;
DECLARE @nextidentval smallint;
SELECT @minidentval = MIN($IDENTITY) FROM img
 IF @minidentval = IDENT_SEED('img')
    SELECT @nextidentval = MIN($IDENTITY) + IDENT_INCR('img')
    FROM img t1
    WHERE $IDENTITY BETWEEN IDENT_SEED('img') AND 32766 AND
      NOT    EXISTS (SELECT * FROM img t2
          WHERE t2.$IDENTITY = t1.$IDENTITY + IDENT_INCR('img'))
 ELSE
    SELECT @nextidentval = IDENT_SEED('img');
SET IDENTITY_INSERT img OFF;
Anzeigen: