SET STATISTICS XML (Transact-SQL)

Bewirkt, dass Microsoft SQL Server Transact-SQL-Anweisungen ausführt und weitere Informationen zur Ausführung der Anweisungen in Form eines definierten XML-Dokuments generiert.

Themenlink (Symbol) Transact-SQL-Syntaxkonventionen


SET STATISTICS XML { ON | OFF }

Die Einstellung von SET STATISTICS XML wird zur Ausführungszeit und nicht zur Analysezeit festgelegt.

Wenn SET STATISTICS XML auf ON festgelegt ist, gibt SQL Server Ausführungsinformationen für jede Anweisung nach deren Ausführung zurück. Nachdem diese Option auf ON festgelegt wird, werden Informationen zu allen weiteren Transact-SQL-Anweisungen zurückgegeben, bis die Option auf OFF festgelegt wird. SET STATISTICS XML muss nicht die einzige Anweisung in einem Batch sein.

SET STATISTICS XML gibt Ausgaben als nvarchar(max) für Anwendungen zurück, wie z. B. das Hilfsprogramm sqlcmd, wobei die XML-Ausgabe nachfolgend von weiteren Tools für die Anzeige und Verarbeitung der Abfrageplaninformationen verwendet wird.

SET STATISTICS XML gibt Informationen als eine Gruppe von XML-Dokumenten zurück. Jede Anweisung nach der SET STATISTICS XML ON-Anweisung ist in der Ausgabe als einzelnes Dokument enthalten. Jedes Dokument enthält den Text der Anweisung, gefolgt von den Informationen zu den Ausführungsschritten. Die Ausgabe zeigt Laufzeitinformationen an, wie z. B. Kosten, zugegriffene Indizes und Typen der ausgeführten Vorgänge, Joinreihenfolge, Anzahl von Ausführungen eines physischen Vorgangs sowie die Anzahl der von einem physischen Operator erstellten Zeilen usw.

Das Dokument mit dem XML-Schema für die XML-Ausgabe von SET STATISTICS XML wird beim Setup in ein lokales Verzeichnis auf dem Computer kopiert, auf dem Microsoft SQL Server installiert ist. Es wird auf dem Laufwerk mit den SQL Server-Installationsdateien gespeichert unter:

\Microsoft SQL Server\100\Tools\Binn\schemas\sqlserver\2004\07\showplan\showplanxml.xsd

Das Showplanschema finden Sie auch auf dieser Website.

SET STATISTICS PROFILE und SET STATISTICS XML sind Gegenstücke zueinander. SET STATISTICS PROFILE erstellt Textausgaben, während SET STATISTICS XML XML-Ausgaben erstellt. In künftigen SQL Server-Versionen werden neue Informationen zum Abfrageausführungsplan nur über die SET STATISTICS XML-Anweisung und nicht die SET STATISTICS PROFILE-Anweisung angezeigt.

HinweisHinweis

Wenn Tatsächlichen Ausführungsplan einschließen in SQL Server Management Studio ausgewählt ist, generiert diese SET-Option keine XML Showplan-Ausgabe. Deaktivieren Sie das Kontrollkästchen Tatsächlichen Ausführungsplan einschließen, bevor Sie diese SET-Option verwenden.

Für die Verwendung von SET STATISTICS XML und die Anzeige der Ausgabe benötigen Benutzer die folgenden Berechtigungen:

  • Entsprechende Berechtigungen zum Ausführen der Transact-SQL-Anweisungen.

  • Die SHOWPLAN-Berechtigung für alle Datenbanken mit Objekten, auf die von den Transact-SQL-Anweisungen verwiesen wird.

Für Transact-SQL-Anweisungen, die keine STATISTICS XML-Resultsets erstellen, werden nur die Berechtigungen zum Ausführen der Transact-SQL-Anweisungen benötigt. Für Transact-SQL-Anweisungen, die STATISTICS XML-Resultsets erstellen, werden sowohl die Ausführungsberechtigung für Transact-SQL-Anweisungen als auch die SHOWPLAN-Berechtigung benötigt, da die Ausführung der Transact-SQL-Anweisung andernfalls abgebrochen und keine Showplaninformationen generiert werden.

Weitere Informationen finden Sie unter Showplansicherheit und SHOWPLAN-Berechtigung und Transact-SQL-Batches.

In den beiden folgenden Anweisungen werden die SET STATISTICS XML-Einstellungen verwendet, um zu zeigen, wie SQL Server die Verwendung von Indizes in Abfragen analysiert und optimiert. In der ersten Abfrage wird der Vergleichsoperator Gleich (=) in der WHERE-Klausel auf eine indizierte Spalte angewendet. In der zweiten Abfrage wird der LIKE-Operator in der WHERE-Klausel verwendet. Deshalb muss SQL Server einen Scan des gruppierten Indexes durchführen, um die Daten zu finden, die die Bedingung in der WHERE-Klausel erfüllen. Die Werte in den Attributen EstimateRows und EstimatedTotalSubtreeCost sind bei der ersten indizierten Abfrage kleiner, was auf eine deutlich schnellere Verarbeitung und die Verwendung weniger Ressourcen als bei der nicht indizierten Abfrage hinweist.

USE AdventureWorks2008R2;
GO
SET STATISTICS XML ON;
GO
-- First query.
SELECT BusinessEntityID 
FROM HumanResources.Employee
WHERE NationalIDNumber = '509647174';
GO
-- Second query.
SELECT BusinessEntityID, JobTitle 
FROM HumanResources.Employee
WHERE JobTitle LIKE 'Production%';
GO
SET STATISTICS XML OFF;
GO

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