RECONFIGURE (Transact-SQL)

RECONFIGURE (Transact-SQL)

Aktualisiert den derzeit konfigurierten Wert (die config_value-Spalte im sp_configure-Resultset) einer Konfigurationsoption, die mit der gespeicherten Systemprozedur sp_configure geändert wurde. Da einige Konfigurationsoptionen einen Serverstopp und -neustart erfordern, um den derzeit wirksamen Wert zu aktualisieren, aktualisiert RECONFIGURE nicht immer den derzeit wirksamen Wert (die run_value-Spalte im sp_configure-Resultset) für einen geänderten Konfigurationswert.

Themenlink (Symbol) Transact-SQL-Syntaxkonventionen


RECONFIGURE [ WITH OVERRIDE ]

RECONFIGURE

Gibt an, dass der derzeit wirksame Wert aktualisiert werden soll, wenn die Konfigurationseinstellung keinen Serverstopp und Neustart erfordert. RECONFIGURE überprüft darüber hinaus die neuen Konfigurationswerte entweder auf ungültige Werte (z. B. einen Sortierreihenfolgenwert, der nicht in syscharsets vorhanden ist) oder auf nicht empfohlene Werte. Bei den Konfigurationsoptionen, die keinen Serverstopp und -neustart erfordern, sollten der derzeit wirksame Wert und der derzeit konfigurierte Wert der Konfigurationsoption nach Angabe von RECONFIGURE identisch sein.

WITH OVERRIDE

Deaktiviert die Überprüfung des Konfigurationswerts (auf ungültige oder nicht empfohlene Werte) für die erweiterte Konfigurationsoption recoveryinterval.

Jede Konfigurationsoption kann mithilfe der Option WITH OVERRIDE neu konfiguriert werden. Außerdem erzwingt RECONFIGURE WITH OVERRIDE die erneute Konfiguration mit dem angegebenen Wert. So könnte beispielsweise der Wert der Konfigurationsoption minservermemory mit einem höheren Wert konfiguriert werden als der in der Konfigurationsoption maxservermemory angegebene Wert. Dies wird jedoch als schwerwiegender Fehler angesehen. Daher würde die Angabe von RECONFIGURE WITH OVERRIDE die Überprüfung des Konfigurationswertes nicht deaktivieren.

sp_configure akzeptiert keine neuen Werte für eine Konfigurationsoption, die für diese Konfigurationsoption außerhalb der dokumentierten gültigen Bereiche liegen.

RECONFIGURE ist in einer expliziten oder impliziten Transaktion nicht zulässig. Wenn Sie mehrere Optionen gleichzeitig neu konfigurieren und bei einem der Neukonfigurierungsvorgänge ein Fehler auftritt, wird keine der Neukonfigurierungen wirksam.

RECONFIGURE-Berechtigungen erhalten standardmäßig ALTER SETTINGS-Berechtigte. Diese Berechtigung erhalten implizit Berechtigte der festen Serverrollen sysadmin und serveradmin.

Im folgenden Beispiel wird der obere Grenzwert für die Konfigurationsoption recovery interval auf 90 Minuten festgelegt und mithilfe von RECONFIGURE WITH OVERRIDE installiert. Wiederherstellungsintervalle über 60 Minuten werden nicht empfohlen und sind standardmäßig nicht zulässig. Da jedoch die Option WITH OVERRIDE angegeben wurde, wird von SQL Server nicht überprüft, ob es sich beim angegebenen Wert (90) um einen gültigen Wert für die Konfigurationsoption recovery interval handelt.

EXEC sp_configure 'recovery interval', 90
RECONFIGURE WITH OVERRIDE
GO

Community-Beiträge

HINZUFÜGEN
Anzeigen:
© 2016 Microsoft