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Berichtsserverdienst-Ablaufverfolgungsprotokoll

Das Reporting Services-Berichtsserver-Ablaufverfolgungsprotokoll ist eine ASCII-Textdatei, die detaillierte Informationen für Berichtsserver-Dienstvorgänge enthält, einschließlich vom Report Server-Webdienst, vom Berichts-Manager und von der Hintergrundverarbeitung ausgeführte Vorgänge. In den Ablaufverfolgungsprotokollen sind redundante Informationen gespeichert, die in anderen Protokolldateien aufgezeichnet werden, sowie zusätzliche Informationen, die anderweitig nicht verfügbar sind. Ablaufverfolgungsinformationen können beispielsweise zum Debuggen einer Anwendung, die einen Berichtsserver enthält, oder zum Analysieren eines bestimmten Problems, das ins Ereignis- oder Ausführungsprotokoll geschrieben wurde, nützlich sein.

Hinweis Hinweis

In vorherigen Versionen waren mehrere Ablaufverfolgungsprotokolldateien vorhanden, eine pro Anwendung. Die folgenden Dateien sind veraltet und werden in SQL Server 2008 und höheren Versionen nicht mehr erstellt: ReportServerWebApp_<timestamp>.log, ReportServer_<timestamp>.log und ReportServerService_main_<timestamp>.log.

In diesem Thema:

Die Ablaufverfolgungs-Protokolldateien sind ReportServerService_<timestamp>.log und befinden sich im folgenden Ordner:

C:\Program Files\Microsoft SQL Server\MSRS12.MSSQLSERVER\Reporting Services\LogFiles

Das Ablaufverfolgungsprotokoll wird täglich erstellt, beginnend mit dem ersten Eintrag nach Mitternacht (lokale Zeit) sowie nach Neustart des Diensts. Der Timestamp basiert auf der koordinierten Weltzeit (UTC). Die Datei liegt im Format EN-US vor. Standardmäßig sind Ablaufverfolgungsprotokolle auf 32 Megabyte begrenzt und werden nach 14 Tagen gelöscht.

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Das Verhalten der Ablaufverfolgungsprotokolle wird in der Konfigurationsdatei ReportingServicesrService.exe.config verwaltet. Die Konfigurationsdatei befindet sich unter folgendem Ordnerpfad:

\Program Files\Microsoft SQL Server\MSRS12.<instance name>\Reporting Services\ReportServer\bin.

Im folgenden Beispiel wird die XML-Struktur der RStrace-Einstellungen veranschaulicht. Der Wert für DefaultTraceSwitch bestimmt die Art der Informationen, die dem Protokoll hinzugefügt werden. Mit Ausnahme des Components-Attributs sind die Werte für RStrace in den Konfigurationsdateien identisch.

  <system.diagnostics>
        <switches>
            <add name="DefaultTraceSwitch" value="3" />
        </switches>
  </system.diagnostics>
  <RStrace>
        <add name="FileName" value="ReportServerService_" />
        <add name="FileSizeLimitMb" value="32" />
        <add name="KeepFilesForDays" value="14" />
        <add name="Prefix" value="tid, time" />
        <add name="TraceListeners" value="file" />
        <add name="TraceFileMode" value="unique" />
        <add name="Components" value="all" />
  </RStrace>

Die folgende Tabelle enthält Informationen zu den einzelnen Einstellungen.

Einstellung

Beschreibung

RStrace

Gibt Namespaces an, die für Fehler und für die Ablaufverfolgung verwendet werden.

DefaultTraceSwitch

Gibt die Ebene der Informationen an, die im Ablaufverfolgungsprotokoll ReportServerService aufgezeichnet werden. Jede Ebene enthält jeweils die Informationen aller niedrigerer Ebenen. Das Deaktivieren der Ablaufverfolgung wird nicht empfohlen. Gültige Werte sind:

0= Deaktiviert die Ablaufverfolgung. Das ReportServerService-Protokoll ist standardmäßig aktiviert. Um diese Funktion zu deaktivieren, legen Sie die Ablaufverfolgungsebene auf 0 fest.

1= Ausnahmen und Neustarts

2= Ausnahmen, Neustarts, Warnungen

3= Ausnahmen, Neustarts, Warnungen, Statusmeldungen (Standard)

4= Ausführlicher Modus

FileName

Gibt den ersten Teil des Protokolldateinamens an. Der Wert von Prefix ergänzt den restlichen Namen.

FileSizeLimitMb

Gibt eine Obergrenze für die Größe des Ablaufverfolgungsprotokolls an. Die Datei wird in Megabytes gemessen. Gültige Werte sind 0 bis zu einer maximalen ganzen Zahl. Der Standardwert lautet 32. Wenn Sie 0 oder eine negative Zahl angeben, wird dieser Wert vom Berichtsserver wie der Wert 1 behandelt.

Sie können die Dateigröße beeinflussen, indem Sie Ablaufverfolgungsebenen festlegen (0 bis 4), um zu steuern, wie viel Inhalt aufgezeichnet wird. Zudem können Sie angeben, welche Bestandteile verfolgt werden. Wenn das Maximum der Protokolldatei vor dem Ablaufdatum von 14 Tagen erreicht wird, werden ältere Einträge durch neuere Einträge ersetzt.

KeepFilesForDays

Gibt die Anzahl von Tagen an, nach der eine Ablaufverfolgungs-Protokolldatei gelöscht wird. Gültige Werte sind 0 bis zu einer maximalen ganzen Zahl. Der Standardwert lautet 14. Wenn Sie 0 oder eine negative Zahl angeben, wird dieser Wert vom Berichtsserver wie der Wert 1 behandelt.

Prefix

Gibt einen generierten Wert an, der die Protokollinstanzen voneinander unterscheidet. Standardmäßig werden Timestampwerte an die Dateinamen von Ablaufverfolgungsprotokollen angehängt. Dieser Wert wird auf "tid, time " festgelegt. Ändern Sie diese Einstellung nicht.

TraceListeners

Gibt die Zieladresse für die Ausgabe des Inhalts von Ablaufverfolgungsprotokollen an. Sie können mehrere durch Trennzeichen getrennte Ziele angeben. Gültige Werte sind:

DebugWindow

File (Standard)

StdOut

TraceFileMode

Gibt an, ob Ablaufverfolgungsprotokolle Daten für einen Zeitraum von 24 Stunden enthalten. Für jede Komponente sollte pro Tag ein eindeutiges Ablaufverfolgungsprotokoll erstellt werden. Dieser Wert wird auf "Unique (Standard)" festgelegt. Ändern Sie diesen Wert nicht.

Components

Gibt die Komponenten, für die Ablaufverfolgungsprotokoll-Informationen generiert werden, sowie die Ablaufverfolgungsebene in diesem Format an:

<Komponentenkategorie>:<tracelevel>

Für Komponentenkategorien kann Folgendes festgelegt werden:

  • All wird zur Ablaufverfolgung der allgemeinen Berichtsserveraktivität für alle Vorgänge verwendet, die nicht in die einzelnen Kategorien unterteilt werden.

  • RunningJobs wird für die Ablaufverfolgung eines ausgeführten Berichts oder eines Abonnementvorgangs verwendet.

  • SemanticQueryEngine wird für die Ablaufverfolgung einer Semantikabfrage verwendet, die verarbeitet wird, wenn ein Benutzer eine Ad-hoc-Durchsuchung von Daten in einem modellbasierten Bericht ausführt.

  • SemanticModelGenerator wird für die Ablaufverfolgung der Modellgenerierung verwendet.

  • http wird verwendet, um die Berichtsserver-HTTP-Protokolldatei zu aktivieren. Weitere Informationen finden Sie unter Berichtsserver-HTTP-Protokoll.

Gültige Werte für die Ablaufverfolgungsebene sind Folgende:

0= Deaktiviert die Ablaufverfolgung

1= Ausnahmen und Neustarts

2= Ausnahmen, Neustarts, Warnungen

3= Ausnahmen, Neustarts, Warnungen, Statusmeldungen (Standard)

4= Ausführlicher Modus

Der Standardwert für den Berichtsserver ist: "all:3".

Sie können alle oder einige der Komponenten angeben (all, RunningJobs, SemanticQueryEngine und SemanticModelGenerator). Wenn Informationen für eine bestimmte Komponente nicht generiert werden sollen, können Sie deren Ablaufverfolgung deaktivieren (z. B. "SemanticModelGenerator:0"). Deaktivieren Sie nicht die Ablaufverfolgung für all.

Wenn Sie keine Ablaufverfolgungsebene an die Komponente anfügen, wird der für DefaultTraceSwitch angegebene Wert verwendet. Wenn Sie beispielsweise "all,RunningJobs,SemanticQueryEngine,SemanticModelGenerator" angeben, verwenden alle Komponenten die Standard-Ablaufverfolgungsebene.

Sie können "SemanticQueryEngine:4" festlegen, wenn Sie die für jede Semantikabfrage generierten Transact-SQL-Anweisungen anzeigen möchten. Die Transact-SQL-Anweisungen werden im Ablaufverfolgungsprotokoll aufgezeichnet. Im folgenden Beispiel wird die Konfigurationseinstellung veranschaulicht, die dem Protokoll Transact-SQL-Anweisungen hinzufügt:

<add name="Components" value="all,SemanticQueryEngine:4" />

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Sie können dem Speicherort, der vom Windows-Tool Dr. Watson zum Speichern von Sicherungsdateien verwendet wird, eine benutzerdefinierte Einstellung hinzufügen. Die benutzerdefinierte Einstellung ist Directory. Im folgenden Beispiel wird veranschaulicht, wie diese Konfigurationseinstellung im Abschnitt RStrace angegeben wird:

<add name="Directory" value="U:\logs\" />

Weitere Informationen finden Sie im Knowledge Base-Artikel 913046 auf der Microsoft-Website.

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Ein Ablaufverfolgungsprotokoll enthält folgende Felder:

  • Systeminformationen, einschließlich Betriebssystem, Version, Anzahl der Prozessoren und Arbeitsspeicher.

  • Reporting Services-Komponente und Versionsinformationen.

  • Im Anwendungsprotokoll protokollierte Ereignisse.

  • Vom Berichtsserver generierte Ausnahmen.

  • Von einem Berichtsserver protokollierte Warnungen wegen unzureichender Ressourcen.

  • Eingehende SOAP-Umschläge und zusammengefasste ausgehende SOAP-Umschläge.

  • Informationen zu HTTP-Header, Stapelüberwachung und Debugablaufverfolgung.

Sie können anhand der Informationen im Ablaufverfolgungsprotokoll bestimmen, ob ein Bericht übermittelt wurde, wer den Bericht empfangen hat und wie viele Übermittlungsversuche unternommen wurden. Ablaufverfolgungsprotokolle zeichnen auch Berichtsausführungsaktivitäten sowie die Umgebungsvariablen auf, die bei der Berichtsverarbeitung verwendet werden. Fehler und Ausnahmen werden ebenfalls in Ablaufverfolgungsprotokollen aufgezeichnet. Dazu zählen beispielsweise Berichtstimeoutfehler (erkennbar am ThreadAbortExceptions-Eintrag).

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