Netzwerkprotokolle und Netzwerkbibliotheken

Aktualisiert: 05. Dezember 2005

Ein Server kann gleichzeitig mehrere Netzwerkprotokolle abfragen bzw. überwachen. Jedes Protokoll muss jedoch konfiguriert sein. Wenn ein bestimmtes Protokoll nicht konfiguriert ist, kann der Server dieses Protokoll nicht überwachen. Nach der Installation können diese Protokollkonfigurationen mithilfe des SQL Server-Konfigurations-Managers geändert werden.

Eine Standardinstanz von SQL Server 2005 ist für TCP/IP-Port 1433 und Named Pipe \\.\pipe\sql\query konfiguriert. Benannte Instanzen von SQL Server 2005 werden für dynamische TCP-Ports konfiguriert, wobei eine Portnummer vom Betriebssystem zugewiesen wird.

Wenn Sie keine dynamischen Portadressen verwenden können, wird die Verwendung einer Portadresse empfohlen, die kleiner als 1024 ist. (Dies ist beispielsweise der Fall, wenn SQL Server-Verbindungen über einen Firewallserver weitergeleitet werden, der für die Verwendung bestimmter Portadressen konfiguriert ist, oder wenn einige Verbindungen mithilfe der Clientkomponenten aus SQL Server, Version 7.0 oder früher, hergestellt werden.) Wählen Sie einen Port in diesem Bereich aus, der weder durch das Betriebssystem noch durch eine andere Anwendung verwendet wird.

Zur Verbesserung der Sicherheit wird die Netzwerkkonnektivität bei der Installation von SQL Server 2005 nicht vollständig aktiviert. Um Netzwerkprotokolle nach Abschluss des Setups zu aktivieren, zu deaktivieren und zu konfigurieren, verwenden Sie das Oberflächen-Konfigurationstool von SQL Server 2005 oder den Bereich SQL Server 2005-Netzwerkkonfiguration des SQL Server-Konfigurations-Managers.

Mit SQL Server 2005 wird ein neues Konzept für SQL Server-Verbindungen eingeführt: Die Verbindung wird am Serverende durch einen Transact-SQL-Endpunkt dargestellt. Für die Transact-SQL-Endpunkte können Berechtigungen erteilt, aufgehoben oder verweigert werden. Standardmäßig sind alle Benutzer berechtigt, auf einen Endpunkt zuzugreifen, sofern die betreffende Berechtigung nicht durch ein Mitglied der sysadmin-Gruppe oder den Besitzer des Endpunktes verweigert oder aufgehoben wird. Im Rahmen der GRANT-, REVOKE- und DENY ENDPOINT-Syntax wird eine Endpunkt-ID verwendet, die der Administrator aus der Katalogsicht des Endpunktes abrufen muss.

Das SQL Server-Setup erstellt Transact-SQL-Endpunkte für alle unterstützten Netzwerkprotokolle und für die dedizierte Administratorverbindung. Die Standardeinstellungen der Netzwerkkonfiguration finden Sie in der folgenden Tabelle.

Durch das SQL Server-Setup werden die folgenden Transact-SQL-Endpunkte erstellt:

  • TSQL Local Machine
  • TSQL Named Pipes
  • TSQL Default TCP
  • TSQL Default VIA

Weitere Informationen zum Verwalten von Transact-SQL-Endpunkten finden Sie im Thema zu Netzwerkprotokollen und TDS-Endpunkten in der SQL Server 2005-Onlinedokumentation.

In der folgenden Tabelle werden die Standardeinstellungen der Netzwerkkonfiguration beschrieben.

SQL Server-Edition Neuinstallation oder Aktualisierung Shared Memory TCP/IP Named Pipes VIA

Enterprise

Neu

Aktiviert

Aktiviert

Deaktiviert (nur lokal)

Deaktiviert

Developer

Neu

Aktiviert

Deaktiviert

Deaktiviert (nur lokal)

Deaktiviert

Standard

Neu

Aktiviert

Aktiviert

Deaktiviert (nur lokal)

Deaktiviert

Workgroup

Neu

Aktiviert

Aktiviert

Deaktiviert (nur lokal)

Deaktiviert

Evaluation

Neu

Aktiviert

Deaktiviert

Deaktiviert (nur lokal)

Deaktiviert

SQL Server Express

Neu

Aktiviert

Deaktiviert

Deaktiviert (nur lokal)

Deaktiviert

Alle Editionen

Aktualisierung oder gleichzeitige Installation

Aktiviert

Einstellungen aus früherer Installation beibehalten

Einstellungen aus früherer Installation beibehalten

Deaktiviert

Beachten Sie bei Failoverclusterinstallationen die folgenden zusätzlichen Informationen:

  • Wenn die Instanz auf einem SQL Server 2005-Failovercluster ausgeführt wird, überwacht sie die Ports für alle IP-Adressen, die beim Ausführen des SQL Server-Setups ausgewählt wurden. Um weitere Netzwerkprotokolle zu aktivieren, verwenden Sie entweder das Oberflächen-Konfigurationstool oder den SQL Server-Konfigurations-Manager.

Wenn Sie SQL Server 2005 von der Eingabeaufforderung installieren, können Sie den Starttyp des SQL Server-Browser-Dienstes angeben. Das SQL Server-Setup installiert den SQL Server-Browser standardmäßig so, dass er deaktiviert ist und nicht ausgeführt wird. Informationen zum Konfigurieren des Dienstes für den automatischen Start finden Sie unter Vorgehensweise: Installieren von SQL Server 2005 von der Eingabeaufforderung im Abschnitt zum DISABLENETWORKPROTOCOLS-Parameter.

Weitere Informationen zum Verwalten von SQL Server-Netzwerkkonfigurationen finden Sie in den folgenden Themen in der SQL Server 2005-Onlinedokumentation:

  • "Server-Netzwerkkonfiguration"
  • "Konfigurieren von Servernetzwerkprotokollen und Netzwerkbibliotheken"
  • "Standardnetzwerkkonfiguration von SQL Server"
  • "Netzwerkprotokolle und Netzwerkbibliotheken"

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