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Architektur der Volltextsuche

SQL Server 2005

Aktualisiert: 14. April 2006

Die Volltextsuche in Microsoft SQL Server 2005 beruht auf dem Microsoft Volltextmodul für SQL Server (MSFTESQL). Der MSFTESQL-Dienst erfüllt zwei Funktionen: Unterstützung der Indizierung und Unterstützung von Abfragen.

Die Architektur der Volltextsuche in SQL Server ist in der folgenden Abbildung dargestellt.

Architektur der Volltextsuche (Diagramm)

Die Architektur besteht aus den folgenden Prozessen:

  • SQL Server-Prozess (Sqlservr.exe)
  • Prozess des Microsoft Volltextmoduls für SQL Server (Msftesql.exe)
  • Prozess des Filterdämons für das Microsoft Volltextmodul (Msftefd.exe)

Jeder dieser Prozesse enthält mehrere Komponenten, die in den folgenden Abschnitten beschrieben werden.

Der SQL Server-Prozess besteht aus den folgenden Komponenten:

  • Benutzertabellen
    Diese Tabellen enthalten die Daten, für die ein Volltextindex erstellt werden soll.
  • Schlüsselzuordnung
    Diese Komponente enthält die Zuordnung zwischen den Datenwerten in den Volltext-Schlüsselspalten und den internen Dokument-IDs.
  • SQL Server-Abfrageprozessor
  • Microsoft Volltextgatherer
    Diese Komponente ist für das Planen und Antreiben der Auffüllung von Volltextindizes sowie für das Überwachen von Volltextkatalogen verantwortlich.

Der MSFTESQL-Dienst ist für die folgenden Vorgänge verantwortlich:

  • Auffüllen und Verwalten von Volltextkatalogen.
  • Vereinfachen von Volltextsuchen in Tabellen in SQL Server-Datenbanken.

Der MSFTESQL-Prozess dient als Host für die in der folgenden Tabelle aufgelisteten Komponenten.

Komponente Beschreibung

Filterdämon-Manager

Ist für die Statusüberwachen des Filterdämonprozesses für das Microsoft Volltextmodul (MSFTEFD) verantwortlich.

Indexerstellung

Erstellt die invertierte Indexstruktur, die zum Speichern der indizierten Token verwendet wird. Weitere Informationen finden Sie unter Struktur der Volltextindizes.

Thesaurusdateien

Enthalten Synonyme von Suchbegriffen. Weitere Informationen finden Sie unter Thesaurus.

Füllwortdateien

Enthalten eine Liste häufig auftretender Wörter, die nicht nützlich für die Suche sind. Weitere Informationen finden Sie unter Füllwörter.

Wörtertrennung und Wortstammerkennung

Führen eine linguistische Analyse aller volltextindizierten Daten durch. Eine Wörtertrennung ist die Komponente, die ermittelt, wo Wortgrenzen in einem Textstrom in der volltextindizierten Zeile vorkommen. Eine Wortstammerkennung extrahiert die Grundform eines gegebenen Wortes. Beispielsweise sind "running", "ran" und "runner" verschiedene Formen des Wortes "run". Der MSFTESQL-Dienst ruft die Wortstammerkennung zur Abfragezeit auf, wenn die Abfrage eine FREETEXT-Abfrage ist oder eine Flexionserweiterung anfordert.

Weitere Informationen finden Sie unter Wörtertrennung und Wortstammerkennung.

Weitere Informationen zum MSFTESQL-Dienst finden Sie unter Microsoft Volltextmodul für SQL Server.

MSFTEFD wird vom MSFTESQL-Dienst während des Prozesses der Volltextindizierung gestartet. MSFTEFD dient als Host für die folgenden Komponenten, die für den Zugriff auf und die Filterung von Daten aus Tabellen, der Wörtertrennung und der Wortformengenerierung verantwortlich sind.

  • Protokollhandler
    In SQL Server 2005 greift diese Komponente auf Daten aus einer Tabelle in einer angegebenen Datenbank zu.
  • Filter
    Extrahieren einen Strom von Textinformationen aus einem Dokument und verwerfen alle Nichttext- und Formatierungsinformationen. Weitere Informationen finden Sie unter Filter für die Volltextsuche.
  • Wörtertrennung und Wortstammerkennung

Die Volltextsuche verwendet die folgenden internen Tabellen:

  • In fulltext_index_map werden Zuordnungen zwischen Volltext-Schlüsselspalten und internen Dokument-IDs gespeichert, die Dokumente eindeutig identifizieren.
  • In fulltext_catalog_freelist werden nicht verwendete Dokument-IDs gespeichert.
ms142541.note(de-de,SQL.90).gifHinweis:
Diese Tabellen dienen nur zur internen Verwendung. Sie können diese Tabellen nicht ändern oder Abfragen für sie ausführen. Wir garantieren keine Abwärtskompatibilität und auch nicht, dass diese Tabellen in zukünftigen Versionen von SQL Server verfügbar sein werden.

Version Verlauf

14. April 2006

Neuer Inhalt:
  • Informationen zu internen Tabellen wurden hinzugefügt.
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