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Azure Media Services – Übersicht

Letzte Aktualisierung: Februar 2015

Microsoft Azure Media Services Azure Media Services ermöglichen das Erstellen von skalierbaren, kosteneffektiven End-to-End-Medienverteilungslösungen, die Medien für iOS, Android, Adobe Flash, Windows und andere Geräte und Plattformen hochladen, codieren, verpacken und streamen können.

Das folgende Poster zeigt den Workflow für Azure Media Services – von der Medienerstellung bis hin zum Verbrauch. Sie können das Poster hier herunterladen: Azure Media Services-Poster.

Wndows Azure Media Services

Media Services bieten die Flexibilität, Skalierbarkeit und Zuverlässigkeit einer Cloud-Plattform für die Verarbeitung von qualitativ hochwertigen Medienauftritten für eine globale Zielgruppe. Media Services umfassen cloudbasierte Versionen zahlreicher bestehender Technologien von Microsoft Media Platform und unseren Medienpartnern, z. B. Upload, Codierung, Formatkonvertierung, Inhaltsschutz sowie Funktionen für Streaming on Demand und Livestreaming. Unabhängig davon, ob Sie vorhandene Lösungen optimieren oder neue Workflows erstellen, können Sie Media Services auf einfache Weise kombinieren und verwalten, um benutzerdefinierte Workflows zu erstellen, die allen Ansprüchen gerecht werden.

Dieses Thema gibt eine Überblick zu Media Services und darüber hinaus eine Übersicht zweier der häufigsten Szenarien, Video on Demand (VOD) und Livestreaming.

Wenn Sie weitere Informationen zu Media Services benötigen, lesen Sie dieses Dokument, oder fahren Sie mit dem Thema Erste Schritte mit Azure Media Services fort.

Wir garantieren 99,9 % Verfügbarkeit der REST API-Transaktionen für Media Services-Codierung. Streaming on Demand bedient erfolgreich Anforderungen mit einer Verfügbarkeitsgarantie von 99,9 % für vorhandene Medieninhalte, wenn mindestens eine reservierte Einheit für Streaming on Demand erworben wird. Die Verfügbarkeit wird über einen monatlichen Abrechnungszyklus berechnet. Laden Sie das SLA-Dokument herunter, um weitere Informationen zu erhalten.

Damit Sie Ihre Videos codieren, verwalten und streamen können, müssen Sie Ihre Inhalte zuerst in Azure Media Services hochladen. Media Services verwendet den Azure-Speicher zum Speichern Ihrer Medien für die Verarbeitung und das Streamen. Sie können Ihre Inhalte programmgesteuert mithilfe der Media Services REST-API oder mit einem der verfügbaren Client-SDKs hochladen. Diese APIs ermöglichen das Hochladen von einzelnen Dateien sowie Massenuploadvorgänge. Azure Media Services stellt außerdem sicheren Upload Ihrer Inhalte zur Verfügung. Durch Speicherverschlüsselung werden Ihre Inhalte lokal verschlüsselt und dann in den Azure-Speicher hochgeladen. Dort werden sie in verschlüsselter Form gespeichert. Sie können auch Drittanbieter für schnellen Upload (z. B. Aspera) nutzen. Weitere Informationen zur Codierung finden Sie unter Hochladen von Medien.

Im folgenden Blog werden die Unterschiede zwischen Codierung und Paketerstellung erläutert: Codierung im Vergleich zu Paketerstellung.

Bei der Codierung wird ein Video in ein Format komprimiert, das von unseren Kunden verwendet werden kann. Ihre Kunden verwenden ggf. mehrere Geräte, um Ihre Videos wiederzugeben: PCs, Mac-Computer, Smartphones, Tablets, XBox-Konsolen, Set-Top-Boxes und Fernseher. Jedes dieser Geräte verfügt über Funktionen, die sich auf die erforderliche Codierung auswirken. Smartphones weisen kleine Bildschirme und wenig Speicherplatz auf, Tablets besitzen größere Bildschirme, im Vergleich zu PCs jedoch weniger Speicherplatz usw. Wenn Sie sich noch nicht für ein Zielgerät entschieden haben, lesen Sie Choosing Your Media Experience. Berücksichtigen Sie beim Auswählen der Codierung für ein Video alle Geräte, die Ihre Kunden verwenden. Unter bestimmten Umständen möchten Sie ggf. mehrere Codierungen verwenden, um die bestmögliche Wiedergabe auf einer breiten Palette von Geräten zu erzielen. Weitere Informationen zur Codierung finden Sie unter Encoding Media.

Das folgende Dokument enthält eine Liste der gängigsten Import- und Exportdateiformate, die Sie mit Azure Media Encoder verwenden können: Von Media Services Encoder unterstützte Formate.

Nachdem ein Video codiert wurde, kann es in zahlreichen verschiedenen Dateicontainern gespeichert werden. Der Vorgang des Speicherns von codierten Medien in einem Container wird als Paketerstellung bezeichnet. Sie können beispielsweise eine MP4-Datei in Smooth Streaming- oder HLS-Inhalte konvertieren, indem Sie Azure Media Packager verwenden. Das Paketerstellungsmodul speichert den codierten Inhalt in einem anderen Dateicontainer. Weitere Informationen finden Sie unter Codierung im Vergleich zu Paketerstellung.

Media Services unterstützt dynamic und static Paketerstellung. Wenn Sie statische Paketerstellung verwenden, müssen Sie eine Kopie Ihrer Inhalte in jedem Format erstellen, das Ihre Kunden benötigen. Bei der dynamic packaging müssen Sie nur ein Medienobjekt erstellen, das eine Sammlung aus MP4-Dateien mit mehreren Bitraten enthält. Basierend auf dem angegebenen Format im Manifest oder in der Fragmentanforderung stellt der Streamingserver on Demand dann sicher, dass Ihre Clients den Datenstrom im ausgewählten Protokoll empfangen. Daher müssen Sie die Dateien nur in einem Speicherformat speichern, und es fallen nur Kosten für ein Speicherformat an. Der Media Services-Dienst erstellt und verarbeitet die entsprechende Antwort basierend auf Anforderungen von einem Client.

Es wird empfohlen, dynamische Paketerstellung zu verwenden. In einigen Szenarien ist es zurzeit jedoch erforderlich, statische Paketerstellung zu verwenden. Beispiel: Überprüfen von MP4-Dateien mit adaptiver Bitrate, die mit externen Encodern codiert wurden

Informationen finden Sie unter Dynamische Paketerstellung.

Streamingmedien werden in kleinen Segmenten an die Clientplayeranwendung übermittelt. Bei der Codierung für ein Streamingformat teilt der Encoder den Inhalt in kleine Segmente auf. Die Größe der Segmente und die Art ihrer Speicherung unterscheiden sich je nach Streamingtechnologie. Wenn ein Client mit der Wiedergabe eines Videos beginnt, kann er das erste Segment herunterladen und schnell anzeigen. Nachdem der Player ein Segment angezeigt hat, fordert er das nächste Segment vom Server an. Media Services unterstützt mehrere unterschiedliche Streamingtechnologien:

  • Progressiver Download – ermöglicht die Wiedergabe von Medien, bevor die gesamte Datei heruntergeladen wurde.

  • MPEG DASH ist ein internationales Standardstreamingprotokoll mit adaptiver Bitrate, das von der Motion Picture Experts Group (MPEG) entwickelt wurde.

  • HTTP Live Streaming (HLS) ist eine Streamingtechnologie mit adaptiver Bitrate, die von Apple entwickelt wurde.

  • Smooth Streaming ist eine Streamingtechnologie mit adaptiver Bitrate, die von Microsoft entwickelt wurde.

Das Streaming mit einer adaptiven Bitrate umfasst die Codierung eines Videos in zahlreiche verschiedene Bitraten. Wenn eine Playeranwendung ein Video wiedergibt, kann sie die Netzwerkbandbreite im laufenden Betrieb ermitteln und zu einem Segment mit einer höheren oder geringeren Bandbreite wechseln, wenn sich die Netzwerkbedingungen ändern. Auf diese Weise können Clients Video mit der höchsten Qualität empfangen, wenn die Netzwerkbedingungen dies zulassen. Wenn sich die Netzwerkbedingungen verschlechtern, kann der Player die Wiedergabe trotzdem fortsetzen (wenn auch mit geringerer Qualität). Azure Media Services unterstützt das Streamen von Medien mithilfe von HTTP Live Streaming (HLS), MPEG-DASH und Smooth Streaming.

Media Services ermöglicht das Schützen Ihrer Medien auf vielfältige Weise. Sie können Ihre Medien mithilfe von Speicherverschlüsselung hochladen. Auf diese Weise werden Ihre Inhalte während des Uploads in Media Services sowie während des Verbleibs im Speicher geschützt. Auf diese Weise gespeicherte Medien müssen vor jeder Verarbeitung entschlüsselt werden, z. B. vor der Codierung, der Paketerstellung und dem Streamen. Bei jedem Schritt in der Verarbeitungspipeline können Sie Verschlüsselungsoptionen durch Übergeben von Parametern an den verwendeten Medienprozessor (Encoder, Paketerstellungs- und Verschlüsselungsmodul) angeben. Media Services unterstützt PlayReady DRM sowie 128-Bit-AES-Umschlagverschlüsselung, um Ihre Inhalte während des Streamens zu schützen. Weitere Informationen finden Sie unter Sichern von Medien.

Die beiden wichtigsten Szenarien, die von Media Services unterstützt werden, sind Video on Demand (VOD) und Livestreaming. Ob Sie Ihre Inhalte live oder bei Bedarf streamen möchten, Sie benötigen Player, die diese Inhalte nutzen. Weitere Informationen finden Sie unter Erstellen von Clientanwendungen.

In diesem Abschnitt finden Sie einen häufigen VOD-Workflow im Überblick.

  1. Stellen Sie eine Verbindung zu Media Services her.

  2. Laden Sie eine Zwischendatei (Mezzanine File) in hoher Qualität hoch. Weitere Informationen finden Sie unter Hochladen von Medien.

    Führen Sie für den Inhalt vor dem Hochladen optional Speicherverschlüsselung aus. Weitere Informationen finden Sie unter Bereitstellen von speicherverschlüsselten Inhalten.

    Wenn Sie bereits über verschlüsselte Inhalte verfügen, die Sie hochladen möchten, lesen Sie Hochladen von verschlüsselten Inhalten.

  3. Codieren und verpacken. Es wird empfohlen, die Zwischendatei in Dateien mit adaptiver Bitrate zu codieren. Verwenden Sie z. B. Azure Media Services Encoder zum Codieren in H264 Adaptive Bitrate MP4 Set. Die Liste aller Einstellungen für "H264 Adaptive Bitrate MP4 Set" finden Sie unter Aktualisieren des reservierten Einheitentyps und Erhöhen der reservierten Codierungseinheiten. Beispiele in .NET und REST finden Sie im Thema Codierung mit Azure Media Encoder.

    - oder -

    Wenn Sie einen Satz MP4-Dateien mit adaptiven (mehreren) Bitraten verwenden möchten, die nicht mit Media Services Encoder codiert wurden, sollten Sie die Dateien vor der Weiterverarbeitung überprüfen. Weitere Informationen finden Sie unter dem Thema Überprüfen von MP4-Dateien mit adaptiver Bitrate, die mit externen Encodern codiert wurden.

    Es wird empfohlen, dynamische Paketerstellung zum Übermitteln Ihrer Inhalte zu verwenden. Weitere Informationen und Anforderungen finden Sie unter Dynamische Paketerstellung.

  4. Übermitteln Sie Ihre Inhalte in einem der folgenden Formate: DASH/CSF, Smooth Streaming, HLS v3 oder v4, HDS (nur für Adobe PrimeTime/Access-Lizenznehmer verfügbar). Weitere Informationen finden Sie unter Übermitteln von Inhalt.

    Wenn Sie Ihre Inhalte schützen möchten, bevor Sie sie für Kunden bereitstellen, verwenden Sie dynamische Verschlüsselung mit dynamischer Paketerstellung. Weitere Informationen finden Sie in den folgenden Themen: Verwenden der dynamischen AES-128-Verschlüsselung und des Schlüsselübermittlungsdiensts, Verwenden dynamischer PlayReady-Verschlüsselung und des Lizenzbereitstellungsdiensts, Bereitstellen von speicherverschlüsselten Inhalten.

In diesem Abschnitt finden Sie einen häufigen Livestreaming-Workflow im Überblick.

  1. Stellen Sie eine Verbindung zu Media Services her.

  2. Erstellen und starten Sie einen Kanal.

  3. Rufen Sie die Erfassungs-URL des Kanals ab.

  4. Starten und konfigurieren Sie den gewünschten Livetranscoder.

    Rufen Sie bei jeder erneuten Konfiguration des Transcoders Reset für den Kanal auf.

  5. Rufen Sie den Vorschauendpunkt des Kanals ab, und überprüfen Sie, ob der Kanal den Livestream ordnungsgemäß empfängt.

  6. Erstellen Sie ein Programm und ein Medienobjekt.

  7. Um den Stream für Benutzer verfügbar zu machen, erstellen Sie einen Streaminglocator, der für den Zugriff auf das dem Programm zugeordnete Medienobjekt erforderlich ist.

  8. Starten Sie das Programm, wenn Sie bereit sind und mit dem Streamen und Archivieren beginnen möchten.

  9. Beenden Sie das Programm, wenn Sie das Streamen und Archivieren der Veranstaltung beenden möchten.

  10. Löschen Sie das Programm (und optional auch das Medienobjekt).

    Wenn Sie den archivierten Inhalt aufbewahren möchten, dieser aber nicht zum Streamen verfügbar sein soll, löschen Sie den Streaminglocator.

Ausführlichere Anleitungen finden Sie unter Arbeiten mit Azure Media Services-Livestreaming.

Azure Media Services stellt die Tools zur Verfügung, die zum Erstellen reichhaltiger, dynamischer Clientplayeranwendungen für die meisten Plattformen erforderlich sind, beispielsweise für die folgenden Plattformen: iOS-Geräte, Android-Geräte, Windows, Windows Phone, Xbox und Set-Top-Boxes.

Weitere Informationen finden Sie unter Entwickeln von Videoplayeranwendungen.

Siehe auch

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