VM-Rolle-Dienstmodell erstellen und bereitstellen

Letzte Aktualisierung: April 2011

[Die Funktion "VM-Rolle" von Windows Azure wird am 15.05.2013 außer Betrieb genommen. Nach diesem Datum werden Bereitstellungen des Typs "VM-Rolle" gelöscht. Mit "Windows Azure-Virtuelle Computer" können Sie Ihre vorhandenen Anwendungen weiterhin nutzen. Weitere Informationen über die Verwendung von "Virtuelle Computer" für eine Anwendung finden Sie unter Moving from VM Role to Windows Azure Virtual Machines (Wechseln von "VM-Rolle" zu "Windows Azure-Virtuelle Computer").

Bei einer VM-Rolle muss genau wie bei den anderen Rollen die Dienstdefinitions- und Dienstkonfigurationsdatei in den Cloud-Dienst in Windows Azure eingeschlossen werden. Um Instanzen einer VM-Rolle zu erstellen, müssen Sie ein Dienstmodellpaket in Windows Azure bereitstellen. Weitere Informationen zum Erstellen der Dienstmodelldateien finden Sie unter Cloud-Dienste (gehostete Dienste).

Weitere Informationen zu den Elementen, die in einer Dienstdefinitionsdatei für eine VM-Rolle verwendet werden, finden Sie unter VirtualMachineRole Schema. Weitere Informationen zu den Elementen, die in einer Dienstkonfigurationsdatei für eine VM-Rolle verwendet werden, finden Sie unter Service Configuration Schema.

Bevor Sie diese Aufgabe ausführen, müssen Sie die Aufgabe VHD in Windows Azure hochladen ausgeführt haben.

Sie können Ihren bevorzugten Text-Editor verwenden, um die Dienstmodelldateien zu erstellen. Führen Sie die folgenden Schritte aus, um die Datei "ServiceDefinition.csdef" zu erstellen:

  1. Öffnen Sie einen Text-Editor, beispielsweise den Editor von Windows.

  2. Die CSDEF-Datei muss ein ServiceDefinition-Element aufweisen. Im folgenden Codebeispiel wird die Definition dieses Elements dargestellt:

    
    <?xml version="1.0" encoding="utf-8"?>
    <ServiceDefinition name="MyServiceName" 
       xmlns="http://schemas.microsoft.com/ServiceHosting/2008/10/ServiceDefinition">
    </ServiceDefinition>
    
    
  3. Sie müssen das VirtualMachineRole-Element dem ServiceDefinition-Element hinzufügen. Im folgenden Beispiel wird das Hinzufügen des VirtualMachineRole-Elements gezeigt:

    
    <?xml version="1.0" encoding="utf-8"?>
    <ServiceDefinition name="MyServiceName" 
       xmlns="http://schemas.microsoft.com/ServiceHosting/2008/10/ServiceDefinition">
       <VirtualMachineRole name="MyVMRole" vmsize="Small">
       </VirtualMachineRole>
    </ServiceDefinition>
    
    

    Dabei ist Name der Name der VM-Rolle, die im Verwaltungsportal angezeigt wird, und vmsize ist die Größe, die Windows Azure für die VM-Rolleninstanzen zuweist. Das vmsize-Attribut ist optional. Wenn Sie keine Größe angeben, wird die Standardgröße "klein" verwendet. Wenn Sie das vmsize-Attribut angeben, müssen Sie sicherstellen, dass die Größe der Größe entspricht, die Sie für die Basis-VHD ausgewählt haben. In der folgenden Tabelle sind die zulässigen Größen von VHDs in Windows Azure aufgeführt.

    ImportantWichtig
    Für dynamische Datenträger sind die Größen in der Tabelle die maximale Größe für die VHD, wenn zusätzlicher Speicherplatz erforderlich ist.

     

    Windows Azure-VM-Größe Maximale Größe eingebundener VHDs

    Extra klein

    15 GB

    Klein

    35 GB

    Mittel, groß oder extra groß

    65 GB

  4. (Optional) Importieren Sie die Module für Diagnose, Remotedesktopverbindungen oder Windows Azure Connect. Im folgenden Beispiel wird das Hinzufügen des Imports-Elements mit den Import-Elementen gezeigt:

    
    <?xml version="1.0" encoding="utf-8"?>
    <ServiceDefinition name="MyServiceName" 
       xmlns="http://schemas.microsoft.com/ServiceHosting/2008/10/ServiceDefinition">
       <VirtualMachineRole name="MyVMRole" vmsize="Small">
       <Imports>
          <Import moduleName="Diagnostics" />
          <Import moduleName="RemoteAccess" />
          <Import moduleName="RemoteForwarder" />
          <Import moduleName="Connect" />
       </Imports>
       </VirtualMachineRole>
    </ServiceDefinition>
    
    

    Weitere Informationen zur Verwendung dieser Module finden Sie unter:

  5. Fügen Sie die für Ihre Anwendung erforderlichen Endpunkte hinzu. Im folgenden Beispiel wird das Hinzufügen des Endpoints-Elements mit einem InputEndpoint gezeigt, definiert für das HTTP-Protokoll an Port 8080:

    
    <?xml version="1.0" encoding="utf-8"?>
    <ServiceDefinition name="MyServiceName" 
       xmlns="http://schemas.microsoft.com/ServiceHosting/2008/10/ServiceDefinition">
       <VirtualMachineRole name="MyVMRole" vmsize="Small">
          <Imports>
             <Import moduleName="Diagnostics" />
             <Import moduleName="RemoteAccess" />
             <Import moduleName="RemoteForwarder" />
             <Import moduleName="Connect" />
          </Imports>
          <Endpoints>
             <InputEndpoint name="Endpoint1" protocol="http" port="8080" localPort="8080" />
          </Endpoints>
       </VirtualMachineRole>
    </ServiceDefinition>
    
  6. Speichern Sie die Datei im Stammordner der Anwendung unter "ServiceDefinition.csdef".

  1. Öffnen Sie einen Text-Editor, beispielsweise den Editor von Windows.

  2. Die CSCFG-Datei muss ein ServiceConfiguration-Element aufweisen. Im folgenden Codebeispiel wird die Definition dieses Elements dargestellt:

    
    <?xml version="1.0" encoding="utf-8"?>
    <ServiceConfiguration serviceName="MyServiceName" 
       xmlns="http://schemas.microsoft.com/ServiceHosting/2008/10/ServiceConfiguration">
    </ServiceConfiguration>
    
  3. Sie müssen das Role-Element dem ServiceConfiguration-Element hinzufügen. Im folgenden Beispiel wird das Hinzufügen des Role-Elements gezeigt:

    
    <?xml version="1.0" encoding="utf-8"?>
    <ServiceConfiguration serviceName="MyServiceName" 
       xmlns="http://schemas.microsoft.com/ServiceHosting/2008/10/ServiceConfiguration">
       <Role name="MyVMRole">
       </Role>
    </ServiceConfiguration>
    
    ImportantWichtig
    Der Wert für das name-Attribut muss mit dem Namen übereinstimmen, der für das in der Dienstdefinitionsdatei definierte VirtualMachineRole-Element definiert wurde.

  4. Definieren Sie die Anzahl der Instanzen, die für die VM-Rolle erforderlich sind. Im folgenden Beispiel wird das Hinzufügen des Instances-Elements gezeigt:

    
    <?xml version="1.0" encoding="utf-8"?>
    <ServiceConfiguration serviceName="MyServiceName" 
       xmlns="http://schemas.microsoft.com/ServiceHosting/2008/10/ServiceConfiguration">
       <Role name="MyVMRole">
          <Instances count="2" />
       </Role>
    </ServiceConfiguration>
    

    Sie sollten den Anzahlwert auf mindestens 2 festlegen, um die Verfügbarkeit der Anwendung sicherzustellen.

  5. Geben Sie die VHD-Datei an, die Sie zum Initialisieren von VM-Rolleninstanzen verwenden möchten. Dies kann entweder eine Basis-VHD oder eine differenzierende VHD sein. Im folgenden Beispiel wird das Hinzufügen des OsImage-Elements gezeigt:

    
    <?xml version="1.0" encoding="utf-8"?>
    <ServiceConfiguration serviceName="MyServiceName" 
       xmlns="http://schemas.microsoft.com/ServiceHosting/2008/10/ServiceConfiguration">
       <Role name="MyVMRole">
          <Instances count="2" />
          <OsImage href="base.vhd" />
       </Role>
    </ServiceConfiguration>
    

    Weitere Informationen zum Erstellen der Basis-VHD finden Sie unter Serverabbild für eine VM-Rolle in Windows Azure erstellen. Weitere Informationen zum Verwenden einer differenzierenden VHD finden Sie unter Serverabbild für eine VM-Rolle in Windows Azure ändern.

  6. (Optional) Wenn Sie das Diagnostics-Modul zur Dienstdefinitionsdatei hinzugefügt haben, definieren Sie die Konfigurationseinstellungen für das Modul. Im folgenden Beispiel werden die Konfigurationseinstellungen für das Diagnostics-Modul gezeigt:

    
    <?xml version="1.0" encoding="utf-8"?>
    <ServiceConfiguration serviceName="MyServiceName" 
       xmlns="http://schemas.microsoft.com/ServiceHosting/2008/10/ServiceConfiguration">
       <Role name="MyVMRole">
          <Instances count="2" />
          <OsImage href="base.vhd" />
          <ConfigurationSettings>
             <Setting name="Microsoft.WindowsAzure.Plugins.Diagnostics.ConnectionString"
                value="DefaultEndpointsProtocol=https;AccountName=AccountName;AccountKey=AccountKey" />
          </ConfigurationSettings>
       </Role>
    </ServiceConfiguration>
    
  7. (Optional) Wenn Sie das RemoteAccess-Modul und das RemoteForwarder-Module hinzugefügt haben, definieren Sie die Konfigurationseinstellungen für die Module. Im folgenden Beispiel werden die Konfigurationseinstellungen für das RemoteAccess-Modul und das RemoteForwarder-Modul gezeigt:

    
    <?xml version="1.0" encoding="utf-8"?>
    <ServiceConfiguration serviceName="MyServiceName" 
       xmlns="http://schemas.microsoft.com/ServiceHosting/2008/10/ServiceConfiguration">
       <Role name="MyVMRole">
          <Instances count="2" />
          <OsImage href="base.vhd" />
          <ConfigurationSettings>
             <Setting name="Microsoft.WindowsAzure.Plugins.Diagnostics.ConnectionString"
                value="DefaultEndpointsProtocol=https;AccountName=AccountName;AccountKey=AccountKey" />
             <Setting name="Microsoft.WindowsAzure.Plugins.RemoteAccess.Enabled" value="true" />
             <Setting name="Microsoft.WindowsAzure.Plugins.RemoteAccess.AccountUsername" 
                value="UserAccountName" />
             <Setting name="Microsoft.WindowsAzure.Plugins.RemoteAccess.AccountEncryptedPassword" 
                value="EncryptedPassword" />
             <Setting name="Microsoft.WindowsAzure.Plugins.RemoteAccess.AccountExpiration" 
                value="ExpirationDate" /> 
             <Setting name="Microsoft.WindowsAzure.Plugins.RemoteForwarder.Enabled" value="true" />
          </ConfigurationSettings>
       </Role>
    </ServiceConfiguration>
    

    AccountUserName ist der Name des Benutzerkontos, das beim Erstellen der VM-Rolleninstanz erstellt wird. AccountEncryptedPassword ist das verschlüsselte Kennwort für das Benutzerkonto, das erstellt wird. AccountExpiration ist das Datum, an dem das Benutzerkonto abläuft. Weitere Informationen zum Konfigurieren einer Remotedesktopverbindung finden Sie unter Einrichten einer Remotedesktopverbindung für eine Rolle in Windows Azure.

  8. (Optional) Wenn Sie das Connect-Modul hinzugefügt haben, definieren Sie die Konfigurationseinstellungen für das Modul. Im folgenden Beispiel werden die Konfigurationseinstellungen für das Connect-Modul gezeigt:

    
    <?xml version="1.0" encoding="utf-8"?>
    <ServiceConfiguration serviceName="MyServiceName" 
       xmlns="http://schemas.microsoft.com/ServiceHosting/2008/10/ServiceConfiguration">
       <Role name="MyVMRole">
          <Instances count="2" />
          <OsImage href="base.vhd" />
          <ConfigurationSettings>
             <Setting name="Microsoft.WindowsAzure.Plugins.Diagnostics.ConnectionString"
                value="DefaultEndpointsProtocol=https;AccountName=AccountName;AccountKey=AccountKey" />
             <Setting name="Microsoft.WindowsAzure.Plugins.RemoteAccess.Enabled" value="true" />
             <Setting name="Microsoft.WindowsAzure.Plugins.RemoteAccess.AccountUsername" 
                value="UserAccountName" />
             <Setting name="Microsoft.WindowsAzure.Plugins.RemoteAccess.AccountEncryptedPassword" 
                value="EncryptedPassword" />
             <Setting name="Microsoft.WindowsAzure.Plugins.RemoteAccess.AccountExpiration" 
                value="ExpirationDate" /> 
             <Setting name="Microsoft.WindowsAzure.Plugins.RemoteForwarder.Enabled" value="true" />
             <Setting name="Microsoft.WindowsAzure.Plugins.Connect.ActivationToken" 
                value="ActivationToken"/>
             <Setting name="Microsoft.WindowsAzure.Plugins.Connect.Refresh" value=""/>
             <Setting name="Microsoft.WindowsAzure.Plugins.Connect.Diagnostics" value=""/>
             <Setting name="Microsoft.WindowsAzure.Plugins.Connect.WaitForConnectivity" value=""/>
             <Setting name="Microsoft.WindowsAzure.Plugins.Connect.EnableDomainJoin" value=""/>
             <Setting name="Microsoft.WindowsAzure.Plugins.Connect.DomainFQDN" value=""/>
             <Setting name="Microsoft.WindowsAzure.Plugins.Connect.DomainControllerFQDN" value=""/>
             <Setting name="Microsoft.WindowsAzure.Plugins.Connect.DomainAccountName" value=""/>
             <Setting name="Microsoft.WindowsAzure.Plugins.Connect.DomainPassword" value=""/>
             <Setting name="Microsoft.WindowsAzure.Plugins.Connect.DomainOU" value=""/>
             <Setting name="Microsoft.WindowsAzure.Plugins.Connect.DNSServers" value=""/>
             <Setting name="Microsoft.WindowsAzure.Plugins.Connect.Administrators" value=""/>
             <Setting name="Microsoft.WindowsAzure.Plugins.Connect.DomainSiteName" value=""/>
          </ConfigurationSettings>
       </Role>
    </ServiceConfiguration>
    

    ActivationToken ist das Token, das Sie aus dem Verwaltungsportal abgerufen haben. Die übrigen erforderlichen und optionalen Einstellungen werden für die Verknüpfung der Rolleninstanzen mit einer Domäne verwendet. Weitere Informationen zum Konfigurieren einer VM-Rolle für Windows Azure Connect finden Sie unter Windows Azure Connect für eine VM-Rolle aktivieren.

  9. Fügen Sie die Konfigurationsinformationen für die Zertifikate hinzu, die vom Cloud-Dienst verwendet werden. Im folgenden Beispiel wird das Hinzufügen des Zertifikats für den Remotezugriff gezeigt:

    <?xml version="1.0" encoding="utf-8"?>
    <ServiceConfiguration serviceName="MyServiceName" 
       xmlns="http://schemas.microsoft.com/ServiceHosting/2008/10/ServiceConfiguration">
       <Role name="MyVMRole">
          <Instances count="2" />
          <OsImage href="base.vhd" />
          <ConfigurationSettings>
             <Setting name="Microsoft.WindowsAzure.Plugins.Diagnostics.ConnectionString"
                value="DefaultEndpointsProtocol=https;AccountName=AccountName;AccountKey=AccountKey" />
             <Setting name="Microsoft.WindowsAzure.Plugins.RemoteAccess.Enabled" value="true" />
             <Setting name="Microsoft.WindowsAzure.Plugins.RemoteAccess.AccountUsername" 
                value="UserAccountName" />
             <Setting name="Microsoft.WindowsAzure.Plugins.RemoteAccess.AccountEncryptedPassword" 
                value="EncryptedPassword" />
             <Setting name="Microsoft.WindowsAzure.Plugins.RemoteAccess.AccountExpiration" 
                value="ExpirationDate" /> 
             <Setting name="Microsoft.WindowsAzure.Plugins.RemoteForwarder.Enabled" value="true" />
             <Setting name="Microsoft.WindowsAzure.Plugins.Connect.ActivationToken" 
                value="ActivationToken"/>
             <Setting name="Microsoft.WindowsAzure.Plugins.Connect.Refresh" value=""/>
             <Setting name="Microsoft.WindowsAzure.Plugins.Connect.Diagnostics" value=""/>
             <Setting name="Microsoft.WindowsAzure.Plugins.Connect.WaitForConnectivity" value=""/>
             <Setting name="Microsoft.WindowsAzure.Plugins.Connect.EnableDomainJoin" value=""/>
             <Setting name="Microsoft.WindowsAzure.Plugins.Connect.DomainFQDN" value=""/>
             <Setting name="Microsoft.WindowsAzure.Plugins.Connect.DomainControllerFQDN" value=""/>
             <Setting name="Microsoft.WindowsAzure.Plugins.Connect.DomainAccountName" value=""/>
             <Setting name="Microsoft.WindowsAzure.Plugins.Connect.DomainPassword" value=""/>
             <Setting name="Microsoft.WindowsAzure.Plugins.Connect.DomainOU" value=""/>
             <Setting name="Microsoft.WindowsAzure.Plugins.Connect.DNSServers" value=""/>
             <Setting name="Microsoft.WindowsAzure.Plugins.Connect.Administrators" value=""/>
             <Setting name="Microsoft.WindowsAzure.Plugins.Connect.DomainSiteName" value=""/>
          </ConfigurationSettings>
          <Certificates>
             <Certificate name="Microsoft.WindowsAzure.Plugins.RemoteAccess.PasswordEncryption" 
                thumbprint="CertificateThumbprint" thumbprintAlgorithm="sha1" />
          </Certificates>
       </Role>
       
    
    </ServiceConfiguration>
    

    Weitere Informationen zum Erstellen und Verwenden von Zertifikaten mit einer VM-Rolle finden Sie unter Zertifikate mit einer VM-Rolle in Windows Azure verwenden.

  10. Speichern Sie die Datei im Stammordner der Anwendung unter "ServiceConfiguration.cscfg".

noteHinweis
Sie müssen die Windows Azure Tools für Visual Studio 2010 installieren, um die Schritte in diesem Abschnitt auszuführen. Wechseln Sie zum Herunterladen der Tools zu Windows Azure-Downloads.

  1. Öffnen Sie Visual Studio 2010 als Administrator.

  2. Erstellen Sie ein neues Projekt unter Verwendung der Vorlage "Windows Azure-Projekt".

  3. Geben Sie einen Namen für das Projekt an, und führen Sie den Assistenten weiter aus, ohne eine Rollenvorlage auszuwählen. Dadurch erstellen Sie ein Projekt, das nur eine Dienstdefinitionsdatei und eine Dienstkonfigurationsdatei enthält.

  4. Um die VM-Rollenelemente hinzuzufügen, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Rollen, klicken Sie auf Hinzufügen und dann auf Neue Rolle für den virtuellen Computer hinzufügen.

  5. Sie müssen die Anmeldeinformationen eingeben, die für die VM-Rolle verwendet werden, d. h. den Zertifikatfingerabdruck und den Abonnementbezeichner. Sie finden diese Informationen im Eigenschaftenbereich des Verwaltungsportals.

  6. Nachdem Sie die Anmeldeinformationen eingegeben haben, wählen Sie die Basis-VHD aus, die Sie zuvor hochgeladen haben.

    An diesem Punkt im Prozess enthält die Dienstdefinition die folgenden Informationen für die VM-Rolle:

    <?xml version="1.0" encoding="utf-8"?>
    <ServiceDefinition name="MyServiceName"
       xmlns="http://schemas.microsoft.com/ServiceHosting/2008/10/ServiceDefinition">
       <VirtualMachineRole name="VMRole1" />
    </ServiceDefinition>
    
    

    Und die Dienstkonfiguration enthält die folgenden Informationen:

      
    <?xml version="1.0" encoding="utf-8"?>
    <ServiceConfiguration serviceName="MyServiceName" 
       xmlns="http://schemas.microsoft.com/ServiceHosting/2008/10/ServiceConfiguration">
       <Role name="MyVMRole">
          <Instances count="1" />
       </Role>
    </ServiceConfiguration>
    
    
  7. Stellen Sie sicher, dass die Instanzenzahl mindestens auf 2 festgelegt und die geeignete VM-Größe ausgewählt ist. Dazu gehen Sie folgendermaßen vor:

    1. Klicken Sie im Projektmappen-Explorer mit der rechten Maustaste auf den Knoten der Rolle, und klicken Sie dann auf Eigenschaften.

    2. Ändern Sie auf der Seite Konfiguration die Instanzenzahl auf 2, und wählen Sie Größe des virtuellen Computers aus. In der folgenden Tabelle sind die zulässigen Größen von VHDs in Windows Azure aufgeführt.

      ImportantWichtig
      Für dynamische Datenträger sind die Größen in der Tabelle die maximale Größe für die VHD, wenn zusätzlicher Speicherplatz erforderlich ist.

       

      Windows Azure-VM-Größe Maximale Größe eingebundener VHDs

      Extra klein

      15 GB

      Klein

      35 GB

      Mittel, groß oder extra groß

      65 GB

  8. (Optional) Aktivieren Sie die Diagnose. Sie können Diagnosedaten zu den ausgeführte Rolleninstanzen sammeln.

    1. Klicken Sie im Projektmappen-Explorer mit der rechten Maustaste auf den Knoten der Rolle, und klicken Sie dann auf Eigenschaften.

    2. Wählen Sie auf der Seite Konfiguration die Option Diagnose aktivieren aus.

      Wenn Sie die Erfassung von Diagnosedaten aktivieren, müssen Sie die Anmeldeinformationen für ein Speicherkonto bereitstellen. In der Standardeinstellung wird das lokale Speicherkonto verwendet, aber für die Bereitstellung in Windows Azure müssen Sie die Einstellungen für ein Windows Azure-Speicherkonto definieren.

  9. Fügen Sie einen Eingangsendpunkt für die Kommunikation mit der Rolleninstanz hinzu. Klicken Sie dazu auf der Seite "Endpunkte" auf Endpunkt hinzufügen, geben Sie den Namen für den Endpunkt ein, wählen Sie den Typ und das Protokoll aus, und geben Sie dann die Portnummer an.

  10. (Optional) Aktivieren Sie Windows Azure Connect für die Rolleninstanzen.

    • Klicken Sie im Projektmappen-Explorer mit der rechten Maustaste auf die Rolle, und klicken Sie dann auf Eigenschaften.

    • Wählen Sie im Eigenschaftenblatt die Registerkarte Virtuelles Netzwerk aus.

    • Aktivieren Sie das Kontrollkästchen Windows Azure Connect aktivieren, und fügen Sie dann das Aktivierungstoken in das Textfeld ein.

      Die folgende Zeile wird der Dienstdefinitionsdatei zum Importieren des Connect-Moduls hinzugefügt:

      <Import moduleName="Connect" />
      
      Die folgenden Informationen werden ebenfalls der Dienstkonfigurationsdatei hinzugefügt:

      
      <Setting name="Microsoft.WindowsAzure.Plugins.Connect.ActivationToken" value="ActivationToken"/>
      <Setting name="Microsoft.WindowsAzure.Plugins.Connect.Refresh" value=""/>
      <Setting name="Microsoft.WindowsAzure.Plugins.Connect.Diagnostics" value=""/>
      <Setting name="Microsoft.WindowsAzure.Plugins.Connect.WaitForConnectivity" value=""/>
      <Setting name="Microsoft.WindowsAzure.Plugins.Connect.EnableDomainJoin" value=""/>
      <Setting name="Microsoft.WindowsAzure.Plugins.Connect.DomainFQDN" value=""/>
      <Setting name="Microsoft.WindowsAzure.Plugins.Connect.DomainControllerFQDN" value=""/>
      <Setting name="Microsoft.WindowsAzure.Plugins.Connect.DomainAccountName" value=""/>
      <Setting name="Microsoft.WindowsAzure.Plugins.Connect.DomainPassword" value=""/>
      <Setting name="Microsoft.WindowsAzure.Plugins.Connect.DomainOU" value=""/>
      <Setting name="Microsoft.WindowsAzure.Plugins.Connect.DNSServers" value=""/>
      <Setting name="Microsoft.WindowsAzure.Plugins.Connect.Administrators" value=""/>
      <Setting name="Microsoft.WindowsAzure.Plugins.Connect.DomainSiteName" value=""/>
      
      Der einzige für eine nicht mit der Domäne verknüpfte Verbindung erforderliche Einstellungswert ist ActivationToken. Wenn Sie die VM-Rolleninstanz VM mit einer Domäne verknüpfen möchten, müssen Sie erforderliche und optionale Werte für die übrigen Einstellungen bereitstellen.

  11. (Optional) Konfigurieren Sie die Remotedesktopverbindung beim Veröffentlichen des Pakets. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Projekt, klicken Sie auf Veröffentlichen und dann auf Remotedesktopverbindungen konfigurieren.

    1. Wählen Sie Verbindungen für alle Rollen aktivieren aus.

    2. Wählen Sie das Zertifikat aus, das Sie dem Cloud-Dienst hinzugefügt haben.

    3. Geben Sie den Namen und das Kennwort des Kontos ein, das für die Remotedesktopverbindung verwendet wird.

      Die Dienstdefinition sieht nun wie folgt aus:

      
      <ServiceDefinition name="MyVMRole" xmlns="http://schemas.microsoft.com/ServiceHosting/2008/10/ServiceDefinition">
         <VirtualMachineRole name="VMRole1" vmsize="Medium">
            <Imports>
               <Import moduleName="Diagnostics" />
               <Import moduleName="RemoteAccess" />
               <Import moduleName="RemoteForwarder" />
            </Imports>
            <Endpoints>
               <InputEndpoint name="Endpoint1" protocol="http" port="80" />
            </Endpoints>
         </VirtualMachineRole>
      </ServiceDefinition>
      
      
      Und die Dienstkonfiguration sieht wie folgt aus:

      
      <ServiceConfiguration serviceName="MyVMRole" xmlns="http://schemas.microsoft.com/ServiceHosting/2008/10/ServiceConfiguration">
         <Role name="VMRole1">
            <Instances count="2" />
            <OsImage href="base.vhd" />
            <ConfigurationSettings>
               <Setting name="Microsoft.WindowsAzure.Plugins.Diagnostics.ConnectionString" 
                        value=" DefaultEndpointsProtocol=https;AccountName=AccountName;AccountNumber=AcountNumber" />
               <Setting name="Microsoft.WindowsAzure.Plugins.RemoteAccess.Enabled" value="true" />
               <Setting name="Microsoft.WindowsAzure.Plugins.RemoteAccess.AccountUsername" 
                        value="AccountName" />
               <Setting name="Microsoft.WindowsAzure.Plugins.RemoteAccess.AccountEncryptedPassword" 
                        value="EncryptedPassword" />
               <Setting name="Microsoft.WindowsAzure.Plugins.RemoteAccess.AccountExpiration" 
                        value="ExpirationDate" />
               <Setting name="Microsoft.WindowsAzure.Plugins.RemoteForwarder.Enabled" value="true" />
            </ConfigurationSettings>
            <Certificates>
               <Certificate name="Microsoft.WindowsAzure.Plugins.RemoteAccess.PasswordEncryption" 
                            thumbprint="CertThumbprint" thumbprintAlgorithm="sha1" />
            </Certificates>
         </Role>
      </ServiceConfiguration>
      
      
      noteHinweis
      Wenn Sie das Paket in Windows Azure bereitstellen und die Diagnose aktiviert haben, müssen Sie sicherstellen, dass gültige Anmeldeinformationen des Windows-Speicherkontos für die Diagnoseverbindungszeichenfolge verwendet werden.

  12. Klicken Sie auf OK. Sie sehen, dass die VM-Rolleninstanzen gestartet werden und der Status im Portal zu "Bereit" wechselt.

Sie können das CSPack-Befehlszeilentool zum Packen eines Dienstmodells für eine VM-Rollenanwendung verwenden und dann das Paket mithilfe des Verwaltungsportals bereitstellen. Sie können außerdem Visual Studio 2010 zum Packen und Bereitstellen der Anwendung verwenden. Bevor Sie die Prozeduren in diesem Abschnitt starten, müssen Sie sicherstellen, dass Sie einen Cloud-Dienst und ein Speicherkonto in Windows Azure erstellt haben.

Zum Bereitstellen einer Anwendung mit einer VM-Rolle in Windows Azure müssen Sie zuerst die VHD hochladen und anschließend das Dienstmodell packen und bereitstellen, das aus der Dienstdefinitionsdatei und der Dienstkonfigurationsdatei besteht. Zum Packen der Dienstmodelldateien verwenden Sie das CSPack-Befehlszeilentool. Nachdem Sie das Dienstmodellpaket erstellt haben, stellen Sie das Paket mithilfe des Windows Azure-Verwaltungsportals in Windows Azure bereit.

  1. Klicken Sie auf Start, zeigen Sie auf Alle Programme, und klicken Sie dann auf Windows Azure SDK.

  2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Windows Azure SDK-Eingabeaufforderung, und klicken Sie dann auf Als Administrator ausführen.

  3. Wechseln Sie im Windows Azure SDK-Eingabeaufforderungsfenster in das Verzeichnis, in dem sich die Anwendungsdateien befinden.

  4. Geben Sie folgenden Befehl ein:

    cspack ServiceDefinition.csdef
    

    Dabei ist ServiceDefinition der Name der Datei "ServiceDefinition.csdef".

  1. Öffnen Sie das Verwaltungsportal.

  2. Erstellen Sie einen neuen Cloud-Dienst, falls noch nicht vorhanden.

  3. Sie können die Anwendung in der Staging- oder in der Produktionsbereitstellungsumgebung bereitstellen. Klicken Sie im mittleren Bereich auf den Cloud-Dienst, und klicken Sie dann auf Neue Stagingbereitstellung oder auf Neue Produktionsbereitstellung.

  4. Geben Sie auf der Seite Neue Bereitstellung erstellen den Namen der neuen Bereitstellung ein, navigieren Sie zur zuvor erstellten Paketdatei und wählen diese aus, navigieren Sie zur Konfigurationsdatei des Dienstmodells und wählen diese aus, und klicken Sie dann auf OK.

Zum Bereitstellen einer Anwendung mit einer VM-Rolle in Windows Azure müssen Sie zuerst die VHD hochladen und anschließend das Dienstmodell packen und bereitstellen, das aus der Dienstdefinitionsdatei und der Dienstkonfigurationsdatei besteht. Sie können das Dienstmodell aus Visual Studio 2010 veröffentlichen.

  1. Öffnen Sie Visual Studio 2010 als Administrator, und öffnen Sie dann das zuvor erstellte Windows Azure-Projekt.

  2. Klicken Sie im Projektmappen-Explorer mit der rechten Maustaste auf das VM-Rollenprojekt, und klicken Sie dann auf Veröffentlichen.

  3. Klicken Sie im Dialogfeld Windows Azure-Projekt bereitstellen auf die Dropdownliste Anmeldeinformationen, und wählen Sie <Hinzufügen...> aus, um neue Anmeldeinformationen hinzuzufügen. Im Dialogfeld Authentifizierung für das Windows Azure-Projektmanagement:

    1. Wählen Sie das Verwaltungszertifikat aus, das Sie erstellt und Windows Azure hinzugefügt haben.

    2. Geben Sie die Abonnement-ID ein. Sie können diesen Wert aus dem Bereich Eigenschaften des Verwaltungsportals kopieren und einfügen.

    3. Geben Sie einen Namen ein, der zum Identifizieren der Anmeldeinformationen verwendet wird, und klicken Sie auf OK.

  4. Nachdem die Anmeldeinformationen in Windows Azure überprüft wurden, wählen Sie Bereitstellungsumgebung für die Bereitstellung aus.

  5. Wählen Sie das Speicherkonto für die Bereitstellung aus.

  6. Geben Sie einen Namen ein, um die Bereitstellung im Verwaltungsportal zu identifizieren.

  7. Klicken Sie auf OK.

Siehe auch

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