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Konfigurieren von Azure-Verbindungszeichenfolgen

Letzte Aktualisierung: April 2015

Eine Verbindungszeichenfolge enthält die Parameter, die notwendig sind, um auf Ihr Speicherkonto in Azure zuzugreifen. Es gibt folgende Möglichkeiten, eine Verbindungszeichenfolge zu konfigurieren:

  • Stellen Sie eine Verbindung mit dem Azure-Speicheremulator her, während Sie den Dienst oder die Anwendung lokal testen.

  • Stellen Sie eine Verbindung mit einem Speicherkonto in Azure her, indem Sie die Standardendpunkte für die Speicherdienste verwenden.

  • Stellen Sie eine Verbindung mit einem Speicherkonto in Azure her, indem Sie explizite Endpunkte für die Speicherdienste verwenden.

Wenn es sich bei Ihrer Anwendung um einen Cloud-Dienst handelt, der in Azure ausgeführt wird, speichern Sie Ihre Verbindungszeichenfolge am besten im Azure Service Configuration Schema (.cscfg File). Wenn Ihre Anwendung in einer anderen Umgebung ausgeführt wird (z. B. auf dem Desktop), möchten Sie Ihre Verbindungszeichenfolge ggf. in einer Datei app.config oder einer anderen Konfigurationsdatei speichern. Sie können die Klasse CloudConfigurationManager von Azure für den Zugriff auf Ihre Verbindungszeichenfolge zur Laufzeit unabhängig davon verwenden, wo die Ausführung erfolgt.

Verbinden mit dem Speicheremulator

Der Speicheremulator ist ein lokales Konto mit einem bekannten Namen und Schlüssel. Da der Kontoname und der Schlüssel für alle Benutzer gleich sind, können Sie ein verkürztes Zeichenfolgenformat verwenden, um in einer Verbindungszeichenfolge auf den Speicheremulator zu verweisen. Legen Sie den Wert für die Verbindungszeichenfolge auf UseDevelopmentStorage=true fest.

Sie können auch einen HTTP-Proxy angeben, der verwendet werden soll, wenn Sie Ihren Dienst mithilfe des Speicheremulators testen. Dies kann beim Verfolgen von HTTP-Anforderungen und -Antworten nützlich sein, wenn Sie Speicherdienstvorgänge debuggen. Wenn Sie einen Proxy angeben möchten, fügen Sie der Verbindungszeichenfolge die DevelopmentStorageProxyUri-Option hinzu, und legen Sie ihren Wert auf den Proxy-URI fest. Das folgende Beispiel zeigt eine Verbindungszeichenfolge, die auf den Speicheremulator verweist und einen HTTP-Proxy angibt:

UseDevelopmentStorage=true;DevelopmentStorageProxyUri=http://myProxyUri

Herstellen einer Verbindung mit einem Speicherkonto in Azure

Sie können eine Verbindungszeichenfolge für ein Speicherkonto in Azure auf eine der folgenden Arten definieren:

  • Verwenden Sie die Standardendpunkte für die Speicherdienste. Dies ist die einfachste Möglichkeit zum Erstellen einer Verbindungszeichenfolge. Wenn Sie dieses Verbindungszeichenfolgenformat verwenden, müssen Sie nur den Kontonamen und Kontoschlüssel angeben und festlegen, ob die Verbindung mit Ihrem Speicherkonto über HTTP oder HTTPS hergestellt werden soll.

  • Geben Sie explizite Endpunkte für die Speicherdienste an. Diese Option ermöglicht es Ihnen, eine komplexere Verbindungszeichenfolge zu erstellen. Wenn Sie dieses Zeichenfolgenformat verwenden, können Sie Speicherdienstendpunkte angeben, die einen benutzerdefinierten Domänennamen enthalten, oder Sie minimieren die Menge der offengelegten Informationen, indem Sie eine Verbindungszeichenfolge auf Basis einer SAS (Shared Access Signature) verwenden.

ImportantWichtig
Die Azure-Speicherdienste unterstützen HTTP und HTTPS; die Verwendung von HTTPS wird jedoch dringend empfohlen.

Erstellen einer Verbindungszeichenfolge mit Standardendpunkten

Um eine Verbindungszeichenfolge mit den Standardendpunkten für den Speicherdienst zu erstellen, verwenden Sie das folgende Verbindungszeichenfolgenformat. Geben Sie an, ob Sie die Verbindung mit dem Speicherkonto über HTTP oder HTTPS herstellen möchten, ersetzen Sie myAccountName durch den Namen Ihres Speicherkontos, und ersetzen Sie myAccountKey durch den Zugriffsschlüssel für Ihr Speicherkonto:

DefaultEndpointsProtocol=[http|https];AccountName=myAccountName;AccountKey=myAccountKey

Ihre Verbindungszeichenfolge sollte der folgenden Beispielverbindungszeichenfolge entsprechen:

DefaultEndpointsProtocol=https;AccountName=storagesample;AccountKey=KWPLd0rpW2T0U7K2pVpF8rYr1BgYtR7wYQk33AYiXeUoquiaY6o0TWqduxmPHlqeCNZ3LU0DHptbeIHy5l/Yhg==

Erstellen einer Verbindungszeichenfolge mit expliziten Endpunkten

In den folgenden Fällen kann es wünschenswert sein, die Dienstendpunkte explizit in der Verbindungszeichenfolge anzugeben:

  • Sie haben für Ihr Speicherkonto mit dem Blob-Dienst einen benutzerdefinierten Domänennamen registriert.

  • Sie verwenden eine SAS (Shared Access Signature) für den Zugriff auf Speicherressourcen.

Angeben eines BLOB-Endpunkts mit einem benutzerdefinierten Domänennamen

Wenn Sie einen benutzerdefinierten Domänennamen zur Verwendung mit dem Blob-Dienst registriert haben, können Sie den BLOB-Endpunkt in der Verbindungszeichenfolge explizit konfigurieren. Der in der Verbindungszeichenfolge aufgeführte Endpunktwert wird verwendet, um die Anforderungs-URIs an den Blob-Dienst zu erstellen. Außerdem gibt der Wert die Form aller URIs an, die an Ihren Code zurückgegeben werden.

Um eine Verbindungszeichenfolge mit expliziten Endpunkten zu erstellen, geben Sie den vollständigen Dienstendpunkt für jeden Dienst, einschließlich der Protokollspezifikation (HTTP oder HTTPS), im folgenden Format an:

BlobEndpoint=myBlobEndpoint;QueueEndpoint=myQueueEndpoint;TableEndpoint=myTableEndpoint;[credentials]

Wenn Sie die Dienstendpunkte explizit angeben, haben Sie zwei Optionen für die Angabe der Anmeldeinformationen. Sie können den Kontonamen und den Schlüssel wie im vorherigen Abschnitt beschrieben angeben (AccountName=myAccountName;AccountKey=myAccountKey), oder Sie können eine SAS verwenden, wie im Abschnitt Angeben von Endpunkten mit einer SAS gezeigt. Wenn Sie den Kontonamen und den Schlüssel angeben, lautet das vollständige Zeichenfolgenformat:

BlobEndpoint=myBlobEndpoint;QueueEndpoint=myQueueEndpoint;TableEndpoint=myTableEndpoint;AccountName=myAccountName;AccountKey=myAccountKey

Sie können Endpunkte für BLOB, Tabelle und Warteschlange in einer Verbindungszeichenfolge angeben. Sie müssen mindestens einen Endpunkt angeben. Eine Angabe aller drei Endpunkte ist aber nicht nötig. Wenn Sie beispielsweise eine Verbindungszeichenfolge für die Verwendung mit einem benutzerdefinierten BLOB-Endpunkt erstellen, ist die Angabe der Endpunkte für Warteschlange und Tabelle optional. Beachten Sie, dass Sie über Ihren Code mithilfe dieser Verbindungszeichenfolge nicht auf die Warteschlangen- und Tabellendienste zugreifen können, wenn Sie die Endpunkte für Warteschlange und Tabelle in der Verbindungszeichenfolge nicht angeben.

Angeben von Endpunkten mit einer SAS

Sie können eine Verbindungszeichenfolge mit expliziten Endpunkten erstellen, um auf Speicherressourcen über eine SAS zuzugreifen. In diesem Fall können Sie anstelle des Kontonamens und der Schlüsselanmeldeinformationen eine SAS als Teil der Verbindungszeichenfolge angeben. Die SAS kapselt Informationen zu der Ressource, auf die zugegriffen werden soll, zum Zeitraum, in dem diese verfügbar ist, und zu den erteilten Berechtigungen. Weitere Informationen zu SAS finden Sie unter Creating a Shared Access Signature.

Um eine Verbindungszeichenfolge zu erstellen, die eine SAS enthält, geben Sie die Zeichenfolge im folgenden Format an:

BlobEndpoint=myBlobEndpoint; QueueEndpoint=myQueueEndpoint;TableEndpoint=myTableEndpoint;SharedAccessSignature=base64Signature

Der Endpunkt kann der Dienststandardendpunkt oder ein benutzerdefinierter Endpunkt sein. base64Signature entspricht dem Signaturabschnitt einer SAS. Die Signatur ist ein HMAC, der mithilfe des SHA256-Algorithmus über eine gültige zu signierende Zeichenfolge und einen Schlüssel berechnet wird. Das Ergebnis wird anschließend mit Base64 codiert.

Siehe auch

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