Neues in Business Connectivity Services (BCS)

SharePoint 2010

Letzte Änderung: Mittwoch, 21. April 2010

Gilt für: SharePoint Server 2010

Inhalt dieses Artikels
Zurückschreiben in externe Systeme
Vertraute Benutzeroberfläche
Offlinezugriff auf externe Daten
Mehr Verbindungsoptionen
Erweiterbares Anbietermodell
Unterstützung für Batch- und Massenvorgänge
Symmetrische Server- und Clientlaufzeiten
Lesen von BLOBs
Lesen und Zurückschreiben komplexer Typen
Lebenszyklusverwaltung
Erweiterter API-Satz und Erweiterbarkeit

Microsoft Business Connectivity Services (BCS) (früher als Geschäftsdatenkatalog bezeichnet) bietet Lese-/Schreibzugriff auf externe Daten aus LOB-Systemen (Line-of-Business, Branchensysteme), Webdiensten, Datenbanken und anderen externen Systemen in Microsoft SharePoint 2010- und Microsoft Office 2010-Anwendungen. SharePoint 2010- und Office 2010-Anwendungen weisen Produktfeatures für die direkte Verwendung externer Daten im Online- oder Offlinemodus auf. Entwickler erhalten Zugriff auf umfassende Features und können mit vertrauten Tools, beispielsweise Microsoft Visual Studio 2010 und Microsoft SharePoint Designer 2010, schnell Lösungen erstellen.

In Business-Konnektivitätsdienste (Business Connectivity Services) wurden die Funktionen von Office- und SharePoint-Anwendungen sowie deren Benutzeroberfläche (User Interface, UI) durch Features, Dienste und Tools erweitert. Diese erweiterten Funktionen und die Benutzeroberfläche tragen zur optimierten Entwicklung von Lösungen mit tief gehender Integration externer Daten und Dienste bei. Erfahrene Benutzer und Entwickler sowie IT-Experten von Geschäftseinheiten können Ressourcen aus externen Systemen integrieren und die Kommunikation mit den externen Daten über zahlreiche Typen von Client-und-Server-Anwendungen in Office ermöglichen. Das Featureset von Business-Konnektivitätsdienste (Business Connectivity Services) ermöglicht eine schnelle Entwicklung und Bereitstellung skalierbarer Lösungen mit umfassenden Sicherheitsfunktionen. Im folgenden Diagramm wird eine allgemeine Übersicht über Business-Konnektivitätsdienste (Business Connectivity Services) gezeigt.

Übersicht über Business Connectivity Services

Im Folgenden sind einige neue Features von Business-Konnektivitätsdienste (Business Connectivity Services) aufgeführt.

Mit Business-Konnektivitätsdienste (Business Connectivity Services) können Sie in einer Microsoft Office-Anwendung oder auf einer SharePoint-Website im externen System erstellen, lesen, aktualisieren, löschen und abfragen (Create, Read, Update, Delete & Query, CRUDQ), sofern das externe System diese Vorgänge unterstützt und im Business Data Connectivity-Dienst (BDC) entsprechend modelliert ist.

Externe Inhaltstypen zeigen SharePoint-Verhalten (z. B. Listen, Webparts und Profilseiten) und Office-ähnliches Verhalten (z. B. Microsoft Outlook-Kontakte, -Aufgaben und -Kalender, Microsoft Word-Dokumente und Microsoft SharePoint Workspace 2010-Listen) sowie dazugehörige Funktionen (z. B. Suchen und Offlinearbeit) für externe Daten und Dienste. Daher können Benutzer in ihrer vertrauten Umgebung arbeiten, ohne sich mit anderen (und häufig proprietären) Benutzeroberfläche vertraut machen zu müssen.

Business-Konnektivitätsdienste (Business Connectivity Services) bietet umfangreiche Features für die Zwischenspeicherung und Offlinearbeit und unterstützt zudem cachebasierte Vorgänge. Benutzer, die für Microsoft Office 2010-Anwendungen bereitgestellte Lösungen verwenden, beispielsweise mit Microsoft Outlook 2010 und Microsoft SharePoint Workspace 2010, können externe Daten auch dann effizient bearbeiten, wenn sie offline arbeiten oder die Serververbindung langsam, zeitweise unterbrochen oder nicht verfügbar ist. Die für zwischengespeicherte externe Entitäten ausgeführten Lese-/Schreibvorgänge werden synchronisiert, wenn die Serververbindung verfügbar wird. Zudem wird ein flexibler Zwischenspeicherungsmechanismus für externe Daten bereitgestellt, der so transparent wie möglich ist und gleichzeitig dem Benutzer oder der Anwendung bei Bedarf die explizite Steuerung des Cacheinhalts per automatischer oder manueller Bereinigung ermöglicht.

Die Basisfunktion von BDC besteht in der Unterstützung von Verbindungen mit den folgenden Typen externer Systeme:

  • Datenbanken

  • Web-/WCF-Dienste

  • Microsoft .NET Framework-Verbindungsassemblys

  • Benutzerdefinierte Datenquellen

Neben den BDC-Verbindern für die obige Liste von Datenquellen bietet BDC ein austauschbares Framework, in dem Entwickler Verbinder für neue Typen externer Systeme anschließen und so den Zugriff auf diese neuen Datenquellentypen über den BDC gewähren können.

In Microsoft Office SharePoint Server 2007 unterstützte BDC nur Einzelvorgänge, wie bei Suchen. BDC bietet nun Unterstützung für Batch- und Massenvorgänge, mit denen Sie mehrere Elemente in einem einzelnen Aufruf lesen und so die Gesamtverarbeitungszeit für das Back-End erheblich reduzieren können.

In Microsoft SharePoint Server 2007 wurde BDC nur in der Enterprise CAL von Microsoft Office SharePoint Server 2007 bereitgestellt. In Microsoft Office 2010 und SharePoint 2010 ist BDC Teil von Client und Server, um symmetrische Client-/Serverszenarien zu gewähren. Im obigen Diagramm wird die Bereitstellung von BDC in SharePoint Server und in den Office-Clientanwendungen gezeigt. Der Hauptgrund für die clientseitige Bereitstellung besteht darin, dass so Integrationsszenarien für externe Daten in Office-Clientanwendungen ermöglicht werden, beispielsweise in Microsoft Outlook 2010 und Microsoft SharePoint Workspace 2010. Auf dem Clientcomputer wird eine SQL CE-Datenbank verwendet, um externe Daten zwischenzuspeichern und so bei fehlender Netzwerkverbindung eine einheitliche Offlineumgebung zu erstellen. Von BDC werden zwei Datenpfade vom Client zum externen System unterstützt:

  • Vom Client wird eine direkte Verbindung mit dem externen System hergestellt (Modus mit Onlineverbindung)

  • Vom BDC werden Daten des lokalen Caches abgefangen (Modus mit zwischengespeicherter Verbindung)

BDC unterstützt nun das Lesen von BLOB-Daten (Binary Large Object). Dieser Vorgang eignet sich für das Streamen von Daten-BLOBs aus dem externen System.

Von BDC wird nun die punktierte Schreibweise in Feldnamen unterstützt, wodurch das Lesen und Schreiben komplexer Typen ermöglicht wird.

Business-Konnektivitätsdienste (Business Connectivity Services) bietet eine Reihe von Tools zum leichteren Erstellen von Modellen und Office 2010-Anwendungsartefakten. Dies kann deklarativ oder durch Schreiben von Code erfolgen. Mit Microsoft SharePoint Designer 2010 können Sie, ohne Code schreiben zu müssen, zusammengesetzte Lösungen schnell erstellen, die die Anforderungen externer Komponenten erfüllen. In Visual Studio können Sie Lösungen mit ausgefeilten Workflows und Daten erstellen oder erweitern, die aus strukturierten LOB-Systemen (Line-of-External), nicht strukturierten SharePoint- oder Microsoft Office-Anwendungen sowie Web 2.0-Diensten stammen.

Business-Konnektivitätsdienste (Business Connectivity Services)-Lösungen werden aus einem Array unterschiedlicher Artefakte zusammengestellt, die auf dem Client (eine Office 2010-Anwendung, z. B. Microsoft Outlook 2010) und dem Server mit SharePoint Server 2010 bereitgestellt werden müssen. Business-Konnektivitätsdienste (Business Connectivity Services) bietet automatisches Packen und Bereitstellen von Lösungen. Dabei werden alle zusammengehörigen Artefakte als einzelne, versionsspezifische Einheit gepackt und anschließend auf einer SharePoint-Website veröffentlicht. Wenn die Artefakte auf dem Server veröffentlicht wurden, steht die Lösung sofort für die SharePoint-Websites zur Verfügung. Das Lösungspaket kann dann proaktiv an Clients oder Benutzer verteilt und bereitgestellt verteilt werden (Push-Modell). Die Anforderung kann festgelegt werden, dass sich die Benutzer explizit dafür anmelden müssen. Für Business-Konnektivitätsdienste (Business Connectivity Services) wird die ClickOnce-Bereitstellung von Visual Studio verwendet, um Lösungen für die Clients schnell bereitzustellen.

Entwickler können das Objektmodell der BDC-Laufzeit zum Schreiben generischer Anwendungen mit den stereotypen APIs als Bausteinen verwenden. Dann wird sichergestellt, dass solche generischen Anwendungen für beliebige externe (bereits vorhandene und noch zu erstellende) Systeme verwendet werden können.

Zudem können Entwickler spezielle Anwendungen erstellen, die Annahmen über das abstrakte Entitätsmodell treffen (die von diesen freigegebenen Felder und die Typen dieser Felder).

Mit dem .NET-Assembly-Konnektor, dem benutzerdefinierten Konnektor und dem austauschbaren Anbieter für einmaliges Anmelden steht Softwareentwicklern ein funktionsreicher Erweiterungsmechanismus zur Verfügung.

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