Bereitstellen einer SQL Server-Datenbank auf einem virtuellen Microsoft Azure-Computer

SQL Server 2016 and later
 

Verwenden Sie den Assistenten Datenbank auf Microsoft Azure-VM bereitstellen, um eine Datenbank von einer Instanz von Datenbankmodul in SQL Server auf einem virtuellen Microsoft Azure-Computer (VM) bereitzustellen. Der Assistent führt eine vollständige Datenbanksicherung durch und kopiert somit immer das vollständige Datenbankschema und alle Daten einer SQL Server-Benutzerdatenbank. Der Assistent übernimmt außerdem die gesamte Azure-VM-Konfiguration, sodass keine Vorkonfiguration der VM erforderlich ist.

Sie können den Assistenten nicht für differenzielle Sicherungen verwenden. Der Assistent überschreibt keine vorhandene Datenbank, die denselben Datenbanknamen hat. Um eine vorhandene Datenbank auf der VM zu ersetzen, müssen Sie zuerst die vorhandene Datenbank löschen oder den Datenbanknamen ändern. Falls ein Namenskonflikt zwischen dem Datenbanknamen eines aktiven Bereitstellungsvorgangs und dem einer vorhandenen Datenbank auf der VM auftritt, schlägt der Assistent ein Namenssuffix für den Namen der bereitzustellenden Datenbank vor, sodass der Vorgang erfolgreich abgeschlossen werden kann.

System_CAPS_ICON_note.jpg Hinweis


Eine ausführliche exemplarische Schritt-für-Schritt-Vorgehensweise zu diesem Assistenten finden Sie unter Migrieren einer SQL Server-Datenbank zu SQL Server auf einem virtuellen Azure-Computer

Für diesen Assistenten sind die folgenden Informationen und Konfigurationseinstellungen verfügbar sein:

  • Die Microsoft-Kontodetails, die dem Windows Azure-Abonnement zugeordnet sind.

  • Ihr Windows Azure-Veröffentlichungsprofil.

    System_CAPS_ICON_caution.jpg Achtung


    SQL Server unterstützt derzeit die Version 2.0 des Veröffentlichungsprofils. Weitere Informationen zum Herunterladen der unterstützten Version des Veröffentlichungsprofils finden Sie unter Herunterladen des Veröffentlichungsprofils 2.0.

  • Das Verwaltungszertifikat wurde in das Microsoft Azure-Abonnement hochgeladen. Erstellen Sie das Verwaltungszertifikat mit dem Powershell-Cmdlet New-SelfSignedCertificate. Laden Sie das Verwaltungszertifikat anschließend in Ihr Microsoft Azure-Abonnement hoch. Weitere Informationen zum Hochladen von Verwaltungszertifikaten finden Sie unter Hochladen eines Verwaltungszertifikats für die Azure-Verwaltung-API. Beispielsyntax zum Erstellen eines Verwaltungszertifikats aus Übersicht über Zertifikate für Azure Cloud Services:

    $cert = New-SelfSignedCertificate -DnsName yourdomain.cloudapp.net -CertStoreLocation "cert:\LocalMachine\My"
    $password = ConvertTo-SecureString -String "your-password" -Force -AsPlainText
    Export-PfxCertificate -Cert $cert -FilePath ".\my-cert-file.pfx" -Password $password
    
    
    System_CAPS_ICON_note.jpg Hinweis


    Das MakeCert-Tool kann ebenfalls zum Erstellen eines Verwaltungszertifikats verwendet werden; MakeCert ist allerdings mittlerweile veraltet. Weitere Informationen finden Sie unter MakeCert.

  • Das Verwaltungszertifikat wurde im persönlichen Zertifikatspeicher auf dem Computer gespeichert, auf dem der Assistent ausgeführt wird.

  • Ein temporärer Speicherort muss für den Computer verfügbar sein, auf dem die SQL Server -Datenbank gehostet wird. Der temporäre Speicherort muss zudem auch für den Computer verfügbar sein, auf der der Assistent ausgeführt wird.

  • Wenn Sie die Datenbank auf einer vorhandenen virtuellen Maschine bereitstellen, muss die Instanz von SQL Server für das Abhören eines TCP/IP-Ports konfiguriert werden.

  • Für die Microsoft Azure-VM oder das Katalog-Image, das Sie für die Erstellung der VM verwenden möchten, muss der Cloud-Adapter für SQL Server konfiguriert sein und ausgeführt werden.

  • Sie müssen einen geöffneten Endpunkt für den Cloud-Adapter für SQL Server auf dem Microsoft Azure-Gateway mit privatem Port 11435 festlegen.

Wenn Sie planen, Ihre Datenbank in einer vorhandenen Windows Azure-VM bereitzustellen, sind zudem die folgenden Informationen erforderlich:

  • Der DNS-Name des Cloud-Diensts, der die VM hostet.

  • Administrator-Anmeldeinformationen für die VM.

  • Anmeldeinformationen mit Sicherungsoperatorprivilegien für die bereitzustellende Datenbank, aus der Zielinstanz von SQL Server.

Weitere Informationen zum Ausführen von SQL Server auf virtuellen Microsoft Azure-Computern finden Sie unter Bereitstellen eines virtuellen Computers mit SQL Server im Azure-Portal und Migrieren einer SQL Server-Datenbank zu SQL Server auf einem virtuellen Azure-Computer.

Auf Computern, auf denen ein Windows Server-Betriebssystem ausgeführt wird, müssen Sie zur Ausführung dieses Assistenten die folgenden Konfigurationseinstellungen vornehmen:

  • Deaktivieren Sie die verstärkte Sicherheitskonfiguration: Wählen Sie „Server-Manager > Lokaler Server“, und geben Sie für „Verstärkte Sicherheitskonfiguration für Internet Explorer“ den Wert AUS an.

  • Aktivieren Sie JavaScript: Internet Explorer > Internetoptionen > Sicherheit > Stufe anpassen > Skripting > Active Scripting: Aktivieren.

Einschränkungen

Dieses Bereitstellungsfeature funktioniert nur mit einem Azure Storage-Konto, das über das Dienstverwaltungs-Bereitstellungsmodell (klassisch) erstellt wurde. Weitere Informationen zu Azure-Bereitstellungsmodellen finden Sie unter Azure Resource Manager-Bereitstellung im Vergleich zur klassischen Bereitstellung: Grundlegendes zu Bereitstellungsmodellen und zum Status von Ressourcen.

Die Datenbankgröße für diesen Vorgang ist auf 1 TB beschränkt.

Dieses Bereitstellungsfeature ist in SQL Server Management Studio für SQL Server 2016 und SQL Server 2014verfügbar.

Diese Bereitstellungsfunktion ist nur für die Verwendung mit Benutzerdatenbanken vorgesehen. Das Bereitstellen von Systemdatenbanken wird nicht unterstützt.

Die Bereitstellungsfunktion unterstützt keine gehosteten Dienste, die einer Affinitätsgruppe zugeordnet sind. Beispielsweise können Speicherkonten, die einer Affinitätsgruppe zugeordnet sind, nicht auf der Seite Bereitstellungseinstellungen dieses Assistenten nicht zur Verwendung ausgewählt werden.

Die folgenden SQL Server-Datenbank-Versionen können mit diesem Assistenten in einer Windows Azure-VM bereitgestellt werden:

  • SQL Server 2008

  • SQL Server 2008 R2

  • SQL Server 2012

  • SQL Server 2014

  • SQL Server 2016

In einer Windows Azure-VM ausgeführte SQL Server-Datenbankversionen können wie folgt bereitgestellt werden:

  • SQL Server 2012

  • SQL Server 2014

  • SQL Server 2016

Falls ein Namenskonflikt zwischen dem Datenbanknamen eines aktiven Bereitstellungsvorgangs und dem einer vorhandenen Datenbank auf der VM auftritt, schlägt der Assistent ein Namenssuffix für den Namen der bereitzustellenden Datenbank vor, sodass der Vorgang erfolgreich abgeschlossen werden kann.

Überlegungen zur Bereitstellung einer FILESTREAM-aktivierten Datenbank in einer Azure-VM

Beachten Sie die folgenden Richtlinien und Einschränkungen, wenn Sie Datenbanken bereitstellen, in denen BLOBs in FILESTREAM-Objekten gespeichert sind:

  • Die Bereitstellungsfunktion kann eine FILESTREAM-aktivierte Datenbank nicht in einer neuen VM bereitstellen. Wenn FILESTREAM vor dem Ausführen des Assistenten in der VM nicht aktiviert wurde, schlägt der Vorgang zur Datenbankwiederherstellung fehl, und der Assistentenvorgang kann nicht erfolgreich abgeschlossen werden. Um eine Datenbank, die FILESTREAM verwendet, erfolgreich bereitzustellen, aktivieren Sie FILESTREAM in der Instanz von SQL Server auf der Host-VM, bevor Sie den Assistenten starten. Weitere Informationen finden Sie unter FILESTREAM (SQL Server).

  • Wenn die Datenbank In-Memory OLTP verwendet, können Sie die Datenbank ohne Änderungen an der Datenbank in einer Azure-VM bereitstellen. Weitere Informationen finden Sie unter In-Memory OLTP (Speicheroptimierung).

Überlegungen zur geografischen Verteilung von Ressourcen

Beachten Sie, dass sich die folgenden Ressourcen in der gleichen geografischen Region befinden müssen:

  • Cloud-Dienst

  • VM-Speicherort

  • Datenträgerspeicherdienst

Wenn sich die oben genannten Ressourcen nicht in derselben Region befinden, kann der Assistent nicht erfolgreich abgeschlossen werden.

Konfigurationseinstellungen des Assistenten

Verwenden Sie die folgenden Konfigurationsdetails, um die Einstellungen für eine SQL Server-Datenbankbereitstellung in einer Azure-VM zu ändern.

  • Standardpfad für die Konfigurationsdatei – %LOCALAPPDATA%\SQL Server\Deploy to SQL in WA VM\DeploymentSettings.xml

  • Struktur der Konfigurationsdatei

    • < DeploymentSettings>

      • <OtherSettings

        • TraceLevel="Debug" <!-- Protokolliergrad -->

        • BackupPath="\\[server name]\[volume]\" <!-- Der zuletzt verwendete Pfad für die Sicherung. Wird als Standard im Assistenten verwendet. -->

        • CleanupDisabled = False /> <!-- Der Assistent löscht keine Zwischendateien und Microsoft Azure-Objekte (VM, CS, SA). -->

      • <PublishProfile <!-- Die zuletzt verwendeten Veröffentlichungsprofilinformationen. -->

        • Certificate="12A34B567890123ABCD4EF567A8" <!-- Das Zertifikat für die Verwendung im Assistenten. -->

        • Subscription="1a2b34c5-67d8-90ef-ab12-xxxxxxxxxxxxx" <!-- Das Abonnement für die Verwendung im Assistenten. -->

        • Name="Mein Abonnement" <!-- Der Name des Abonnements. -->

        • Publisher="" />

    • </DeploymentSettings>

Konfigurationsdateiwerte

Berechtigungen

Die bereitzustellende Datenbank muss sich in einem normalen Status befinden. Außerdem muss das Benutzerkonto, über das der Assistent ausgeführt wird, Zugriff auf die Datenbank haben und über die Berechtigung verfügen, einen Sicherungsvorgang auszuführen.

Gehen Sie folgendermaßen vor, um den Assistenten zu starten:

  1. Verbinden Sie die Instanz von SQL Server mithilfe von SQL Server Management Studio mit der bereitzustellenden Datenbank.

  2. Erweitern Sie im Objekt-Explorerden Instanznamen und dann den Knoten Datenbanken .

  3. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Datenbank, die Sie bereitstellen möchten, wählen Sie Tasks und dann Datenbank in Microsoft Azure-VM bereitstellen aus.

Die folgenden Abschnitte enthalten zusätzliche Informationen zur Bereitstellungseinstellungen und Konfigurationsdetails für diesen Vorgang.

Auf dieser Seite wird der Assistent Datenbank auf Microsoft Azure-VM bereitstellen beschrieben.

  • Diese Seite nicht mehr anzeigen.
    Aktivieren Sie dieses Kontrollkästchen, damit die Einführungsseite in Zukunft nicht mehr angezeigt wird.

  • Weiter
    Schreitet zur Seite Quelleinstellungen fort.

  • Abbrechen
    Bricht den Vorgang ab und schließt den Assistenten.

  • Hilfe
    Startet das MSDN-Hilfethema für den Assistenten.

Auf dieser Seite stellen Sie eine Verbindung mit der Instanz von SQL Server her, die die Datenbank hostet, die Sie in der Microsoft Azure-VM bereitstellen möchten. Hier geben Sie zudem einen temporären Speicherort für die Speicherung der Dateien auf dem lokalen Computer, bevor sie mit Microsoft Azure übertragen werden. Dies kann ein freigegebener Netzwerkspeicherort sein.

  • SQL Server
    Klicken Sie auf Verbinden und geben Sie Verbindungsdetails für die Instanz von SQL Server an, die die bereitzustellende Datenbank hostet.

  • Datenbank auswählen
    Wählen Sie in der Dropdownliste die Datenbank aus, die bereitgestellt werden soll.

  • Weitere Einstellungen
    Geben Sie in dem Feld einen freigegebenen Ordner an, auf den der Microsoft Azure-VM-Dienst zugreifen kann.

Melden Sie sich bei Microsoft Azure mit Ihrem Microsoft-Konto oder Unternehmenskonto an. Ihr Microsoft- oder Unternehmenskonto hat das Format einer E-Mail-Adresse, z. B. "patc@contoso.com". Weitere Informationen zu Azure-Anmeldeinformationen finden Sie unter Microsoft-Konto für Organisationen – Häufig gestellte Fragen und Behandeln von Problemen.

Auf dieser Seite können Sie den Zielserver angeben sowie Details zur neuen Datenbank bereitstellen.

Virtueller Microsoft Azure-Computer

  • Name des Clouddiensts
    Geben Sie den Namen des Diensts an, der die VM hostet. Um einen neuen Clouddienst zu erstellen, geben Sie einen Namen für den neuen Clouddienst an.

  • Name der virtuellen Machine Geben Sie den Namen der VM an, die die SQL Server-Datenbank hostet. Um eine neue Microsoft Azure-VM zu erstellen, geben Sie einen Namen für die neue VM an.

  • Speicherkonto
    Wählen Sie aus der Dropdownliste das Speicherkonto aus. Um ein neues Speicherkonto zu erstellen, geben Sie einen Namen für das neue Konto an. Beachten Sie, dass Speicherkonten, die einer Affinitätsgruppe zugeordnet sind, nicht in der Dropdownliste verfügbar sind.

  • Einstellungen
    Erstellen Sie über die Schaltfläche „Einstellungen“ eine neue VM, die dann die SQL Server-Datenbank hostet. Wenn Sie eine vorhandene VM verwenden, werden die angegebenen Informationen verwendet, um Ihre Anmeldeinformationen zu authentifizieren.

Zieldatenbank

  • Name der SQL-Instanz
    Verbindungsdetails für den Server.

  • Datenbankname
    Bestätigen, oder geben Sie den Namen einer neuen Datenbank an. Wenn der Datenbankname auf der SQL Server-Zielinstanz bereits vorhanden ist, wird empfohlen, einen anderen Datenbanknamen anzugeben.

Auf dieser Seite können Sie die für den Vorgang angegebenen Einstellungen überprüfen. Klicken Sie auf Fertig stellen, um den Bereitstellungsvorgang mithilfe der angegebenen Einstellungen abzuschließen. Klicken Sie auf Abbrechen, um den Bereitstellungsvorgang abzubrechen und den Assistenten zu beenden. Durch das Klicken auf Fertig stellen wird die Seite Bereitstellungsstatus geöffnet. Sie können den Status auch aus der Protokolldatei unter "%LOCALAPPDATA%\SQL Server\Deploy to SQL in WA VM" ersehen.

Möglicherweise sind manuelle Schritte erforderlich, um Datenbankdetails an die SQL Server-Datenbank auf der Windows Azure-VM bereitzustellen. Diese Schritte werden detailliert für Sie beschriebenen.

Auf dieser Seite wird angegeben, ob der Bereitstellungsvorgang erfolgreich war oder ob dabei Fehler auftraten, dabei werden die Ergebnisse jeder Aktion angezeigt. Für alle Aktionen, die fehlerhaft waren, wird dies in der Spalte Ergebnis entsprechend angezeigt. Klicken Sie auf den Link, um einen Bericht des für diese Aktion aufgetretenen Fehlers anzuzeigen.

Klicken Sie auf Fertig stellen , um den Assistenten zu schließen.

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