Was hat sich in Windows Internet Explorer 8 geändert?

Hinweis: Diese Dokumentation ist vorläufig und kann geändert werden.

Es gibt viele neue Features in Windows Internet Explorer 8, die sowohl Endbenutzer als auch Entwickler interessieren dürfte. Features wie Beschleuniger und Web Slices verbessern die Benutzerfunktionalität, während der verbesserte Phishingfilter zur Sicherheit der Benutzer beiträgt. Entwicklern bieten leistungsstarke Cascading Stylesheets (CSS) und HTML-Kompatibilität, Verbesserungen an ActiveX-Steuerelementen sowie eine erweiterte Interoperabilität für Asynchronous JavaScript und XML (AJAX) Gelegenheiten, Benutzern neue Erfahrungen zu eröffnen.

Features für Benutzer

Beschleuniger

Beschleuniger sind kontextbezogene Dienste, die von jeder Webseite schnell auf einen Dienst zugreifen. Da Benutzer in der Regel von einer Webseite auf eine andere kopieren und einfügen, haben die Windows Internet Explorer 8-Beschleuniger dieses häufige Muster vereinfacht.

Das Beschleunigerfeature führt hauptsächlich zwei Funktionen durch: Es „sucht“ Informationen innerhalb einer Webseite und „sendet“ einer Webanwendung den Webinhalt. Ein Benutzer interessiert sich z. B. für ein Restaurant und will dessen Standort herausfinden. Während dieser „Suche“ wählt der Benutzer die Adresse aus und zeigt diese mit dem bevorzugten Kartendienst direkt in einer Karte an.

Ein Beispiel für einen „Senden“-Beschleuniger ist ein Benutzer, der einen interessanten Artikel liest und einen Teil davon in einen Blog setzen will. Der Benutzer wählt den Teil aus und verwendet den Blogbeschleuniger. Dadurch erfolgt eine Navigation zur Blogwebsite des Benutzers, wobei die Auswahl bereits im Bearbeitungsfeld verfügbar ist.

Beschleuniger sind Dienste, die der Benutzer installieren und verwalten kann. Benutzer können sie im Windows Internet Explorer 8-Diensthandbuch oder über jede Website, die für Beschleuniger wirbt, installieren.

Web Slices

Web Slice ist ein neues Feature, bei dem Webseiten eine Verbindung zu ihren Benutzern herstellen, indem Inhalte direkt auf einer Webseite abonniert werden. Web Slices verhalten sich so wie Feeds, wobei Benutzer das Abrufen von Aktualisierungen abonnieren können und über Änderungen benachrichtigt werden.

Die Benutzer von Windows Internet Explorer 8 können Web Slices auf einer Webseite entdecken und sie der Favoritenleiste hinzufügen, einer dedizierten Zeile unter der Adressleiste für den einfachen Zugriff auf Links. Windows Internet Explorer 8 abonniert die Webseite, erkennt Änderungen in der Web Slice und benachrichtigt den Benutzer über Updates. Benutzer können direkt von der Favoritenleiste eine Vorschau auf diese Updates anzeigen und sich durch die Website klicken, um weitere Informationen abzurufen. Zum Beispiel könnte eine Web Slice für einen zur Auktion angebotenen Artikel auf einer Auktionswebsite verwendet werden. Eine Web Slice auf der Seite würde Ihnen ermöglichen, durch ein Abonnement zeitlich festgelegte Updates zu erhalten und Sie über Preisänderungen zu benachrichtigen.

Favoritenleiste

In Windows Internet Explorer 7 stellte die Linkleiste Benutzern mit nur einem Klick Zugang zu ihren Lieblingswebsites bereit. In Windows Internet Explorer 8 hat sich die Linkleiste völlig verändert. Sie wurde in die Favoritenleiste umbenannt, sodass die Benutzer diese Leiste als einen Ort ansehen können, in den sie problemlos all ihre Lieblingswebelemente, wie z. B. Links, Feeds, und Web Slices sowie Dokumente in Word, Excel und PowerPoint, stellen und hier auf sie zugreifen können.

Ein Benutzer kann der Favoritenleiste problemlos einen Link hinzufügen, indem über die Schaltfläche Zu Favoriten hinzufügen die Option Zur Favoritenleiste hinzufügen ausgewählt wird.

Automatische Wiederherstellung nach Systemabsturz

Das Feature „Automatische Wiederherstellung nach Systemabsturz“ von Windows Internet Explorer 8 kann dabei helfen, den Verlust von Arbeit und Produktivität im unwahrscheinlichen Fall, dass der Browser abstürzt oder hängt, zu verhindern. Dieses Feature nutzt den Vorteil des Internet Explorer-Features der losen Koppelung, um neue Wiederherstellungsfunktionen bereitzustellen, wie z. B. die Wiederherstellung von Registerkarten, wodurch Unterbrechungen von Browsersitzungen reduziert werden.

Weitere Informationen erhalten Sie im Whitepaper zur automatischen Wiederherstellung nach Systemabsturz .

Verbesserter Phishingfilter

Windows Internet Explorer 7 hat den Phishingfilter eingeführt, ein Feature zur Warnung von Benutzern beim Besuch einer Phishingwebsite, d. h. der gefälschten Version einer vertrauenswürdigen legitimen Website mit der Absicht, die persönlichen oder finanziellen Informationen des Benutzers zu stehlen. In Windows Internet Explorer 8 hat Microsoft auf dem Erfolg des Phishingfilters aufgebaut und ein umfassenderes Feature namens SmartScreen-Filter erstellt.

Für IT-Administratoren sind neue Gruppenrichtlinienoptionen verfügbar, mit denen die Option für die Außerkraftsetzung durch den Benutzer entfernt werden und der Zugriff auf bekannte unsichere Websites vollständig blockiert werden kann.

Features für Entwickler

Zugriff

Als Antwort auf die zunehmende Komplexität der Benutzeroberfläche im Web hat die Gruppe Web Accessibility Initiative World Wide Web link einen Plan für zugängliche umfangreiche Internetanwendungen (Accessible Rich Internet Applications, ARIA) definiert, der Autoren von Websites die Möglichkeit gibt, den Zugriff auf benutzerdefinierte Benutzeroberflächenelemente zu definieren. ARIA erreicht dies durch Definieren eines Satzes von HTML-Attributen, die auf allgemeine Benutzeroberflächensteuerelemente zurückgehen. Demzufolge können Benutzer mit Behinderungen mit einem reichhaltigen Interaktionsmodell auf Websites zugreifen. Durch die Zugänglichkeit von ARIA über die Microsoft Active Accessibility-API in Windows Internet Explorer 8 können Hilfstechnologien, von denen die Active Accessibility bereits verwendet wird, ARIA problemlos unterstützen.

Das Alt -Attribut wird nicht mehr als Bild-QuickInfo angezeigt, wenn der Browser im IE8-Standardmodus ausgeführt wird. Stattdessen wird das Ziel des longDesc -Attributs als QuickInfo verwendet, falls vorhanden. Andernfalls wird der Titel angezeigt. Das alt-Attribut wird weiterhin als der Name der Active Accessibility verwendet, und das title-Attribut wird nur als Ersatz verwendet, wenn alt nicht vorhanden ist.

Weitere Informationen finden Sie unter Neuerungen für den Zugriff in Internet Explorer 8 .

ActiveX-Verbesserungen

Windows Internet Explorer 8 bietet eine größere Kontrolle darüber, wer Microsoft ActiveX-Steuerelemente installieren darf und auf welchen Sites sie ausgeführt werden dürfen.

Pro-Site-ActiveX

  • Bei nahezu der Hälfte aller ActiveX-Steuerelemente, die zur Ausführung auf nur einer Website vorgesehen sind, wird keine Form von websitesperrender Technologie verwendet. Dies bedeutet, dass viele Steuerelemente keine standardmäßige Sicherheit aufweisen und von schädlichen Websites missbraucht werden könnten. Um dies zu verhindern, lässt Windows Internet Explorer 8 zu, dass Benutzer je nach Website individuell entscheiden, ob ein ActiveX-Steuerelement ausgeführt werden darf.

Nichtadministratorinstallation

  • Standardbenutzer (d. h. ohne Administratorrechte) können ActiveX-Steuerelemente ohne UAC-Aufforderung oder ohne jegliche Administratorbeteiligung in ihren Benutzerprofilen installieren. Falls ein Benutzer ein schädliches ActiveX-Steuerelement installiert, ist nur das Benutzerprofil betroffen.

AJAX-Verbesserungen

AJAX verändert die Art und Weise, wie Webanwendungen erstellt werden. Windows Internet Explorer 8 stellt eine neue Funktionalität für XMLHttpRequest -Objekt bereit, die AJAX-Anwendungen ermöglicht. Diese Funktionen umfassen:

  • AJAX-Navigation. Clientanforderungen, die die traditionelle Seitennavigation nicht auslösen, können die hash-Eigenschaft aktualisieren, die der Schaltfläche Zurück die ordnungsgemäße Funktion ermöglicht.
  • Verbindungsereignisse. Wo Zuverlässigkeit oberste Priorität hat, können AJAX-Anwendungen elegant beenden, wenn der Aufruf abgebrochen wird oder die Zeit abläuft.
  • Domänenübergreifende Anforderung (Cross-Domain Request, XDR). Zur Behandlung der Einschränkungen der vorhandenen Hybridanwendungsentwicklung führt Windows Internet Explorer 8 das XDomainRequest-Objekt ein, um eine eingeschränkte und sichere Kommunikation zwischen nicht vertrauenswürdigen Modulen auf der Seite zu ermöglichen. Der Browser beschützt den Benutzer vor potenziellen Bedrohungen, während er eine leistungsfähige siteübergreifende Interaktion ermöglicht.
  • Dokumentenübergreifendes Messaging. Dokumente in verschiedenen Domänen können zuverlässig Daten austauschen, indem sie postMessage verwenden.
  • Mehr Verbindungen. Windows Internet Explorer 8 erhöht standardmäßig die Anzahl der Verbindungen pro Host, um eine potentielle Verringerung der Seitenladezeiten und eine verbesserte Parallelität in AJAX-Szenarios zu erzielen.

Weitere Informationen finden Sie in den folgenden Dokumenten.

CSS-Kompatibilität

Windows Internet Explorer 8 ist die Veröffentlichung mit der bislang besten CSS-Kompatibilität. Hier sind einige Höhepunkte.

  • Daten-Uniform Resource Identifier (URI). Diese Methode ermöglicht Autoren von Webseiten, kleine Entitäten direkt innerhalb eines URI einzubetten, anstatt den URI dazu zu verwenden, einen Speicherort zum Abrufen der Entität zu identifizieren. Dies ist hauptsächlich bei kleinen Bilder (wie z. B. Aufzählungszeichen) von Interesse, die innerhalb eines CSS oder Layouts verwendet werden.
  • Neue Pseudoklassen. Folgendes ist neu in Windows Internet Explorer 8:

:before und HYPERLINK :after

:focus bezieht sich darauf, wann ein Benutzer ein Element als aktiv ausgibt, sodass es seine Aufgabe durchführen kann. Diese Pseudoklasse wird bei einem Element mit Eingabefokus angewendet.

Outline ermöglicht, dass Elemente hervorgehoben werden, ohne ihre Größe zu beeinflussen. Es ist eine Kurzeigenschaft für outline-color, outline-style und outline-width.

Drucken. Die folgenden Eigenschaften wurden hinzugefügt, um die Druckausgabe zu erleichtern:

  1. page-break-inside
  2. widows
  3. orphans

Tabellenlayouts. Jahrelang waren Tabellen die bevorzugte Layoutmethode im Internet. Mit Windows Internet Explorer 8 ist es jetzt möglich, die Formatierung im Tabellenstil auf Nichttabellenelemente anzuwenden, indem das display -Attribut verwendet wird. In der Praxis gewähren CSS-Tabellen mehr Berechtigungen als HTML-Markup. Tabellen, die mit CSS erstellt werden, verschachteln Elemente, um Gültigkeit zu erhalten, während Tabellen, die mit HTML erstellt werden, Container schließen, um eine unerwartete Verschachtelung zu vermeiden.

Weitere Informationen finden Sie in den folgenden Dokumenten.

Entwicklertools

Die verbesserten Entwicklertools von Windows Internet Explorer 8 machen die internen Elemente der Webseiten verfügbar, um die Untersuchung und Behebung von HTML-, CSS- und skriptbezogenen Problemen zu unterstützen. Dies sind die entsprechenden Tools:

  • CSS-Tool, das verschiedene Regeln anzeigt, die von Stylesheets definiert werden, die von Ihrer Webseite geladen werden.
  • Skriptdebugging, ein integrierter einfacher Debugger, der das Festlegen von Haltepunkten und das Durchlaufen eines clientseitigen Skripts ermöglicht, ohne Windows Internet Explorer zu verlassen.
  • Versionsmoduswechsel, der Ihnen ermöglicht, in verschiedene Browsermodi zu wechseln, um Inhalte für die Standardeinhaltung zu testen.
  • Profiler, ein integriertes Tool, das anzeigt, wo der Browser am häufigsten ausgeführt wird, sodass sich Autoren von Webseiten auf Optimierungen konzentrieren können.

Weitere Informationen finden Sie in den folgenden Dokumenten.

Dokumentkompatibilitätsmodus

Bei Windows Internet Explorer 8 wurde bewusst in das Erstellen eines neuen Layoutmoduls mit vollständiger CSS 2.1- und leistungsfähiger HTML 5-Unterstützung sowie Interoperabilitätsproblembehebungen für das Dokumentobjektmodell (DOM) investiert. Die höchste Ebene der Standardunterstützung ist standardmäßig aktiviert. Websitesautoren können das EmulationIE7-Modusrendering in Windows Internet Explorer 8 mit dem folgenden META-Tag auswählen:

        <meta http-equiv="X-UA-Compatible" content="IE=EmulateIE7" />
      

Weitere Informationen finden Sie in den folgenden Dokumenten.

DOM-Speicherung

Das Speichern von Webanwendungsdaten innerhalb eines lokalen Cache eröffnet neue Möglichkeiten für eine zukünftige Klasse von Webanwendungen durch das Speichern und Laden von Benutzerdaten direkt auf die Festplatte eines Benutzers. Zukünftige Versionen von AJAX werden ihre Reichweite über - Clientserverinteraktionen hinaus und in die lokale Datenspeicherung erweitern, die von jeder Webseite aus behandelt und durch den Clientwebbrowser interpretiert wird. Eine Webanwendung kann bei einer Trennung der Internetverbindung in den lokalen Speicher schreiben und lokale Änderungen synchronisieren, wenn die Internetverbindung wieder hergestellt ist. Ein skriptfähiges Online - Offline-Konnektivitätsereignis löst eine Verbindungsstatusänderung aus und wird für alle Seiten verfügbar.

Siehe auch Einführung zu DOM-Speicherung .

HTML-Verbesserungen

  • Die neue HTML 4.01-Implementierung bietet jetzt eine größere Interoperabilität. Diese Verbesserungen umfassen Folgendes:
  • Das object-Tagbildfallback ist mit anderen Browsern interoperabel. Zum Beispiel hat jetzt ein object-Tag ohne Dimensionen anstatt 0 x 0 Pixel die gleiche Größe wie das Bild.
  • Das button-Element sendet sein value-Attribut statt seines innerHTML, das heißt, das button Element für browserübergreifende FORM-Szenarios kann jetzt verwendet werden.
  • Die getElementById-Methode berücksichtigt jetzt Groß- und Kleinschreibung und sucht nicht mehr auf falsche Weise, indem sie das NAME-Attribut verwendet.
  • Die setAttribute-Methode unterscheidet keine Groß- und Kleinschreibung mehr, das heißt, dass es nicht mehr notwendig ist, Attribute anzugeben. Sie identifiziert außerdem korrekte HTML-Attribute, wie z. B. CLASS und FOR.

Weitere Informationen finden Sie in den folgenden Dokumenten.

Cookies im geschützten Modus

Der geschützte Modus schränkt Dateischreibvorgänge ein, die in Speicherorten mit niedriger Integrität erfolgen, einschließlich Cookies. In Windows Internet Explorer 8 können Anwendungen mit mittlerer Integrität ohne eine Benutzerinteraktion auf Cookies mit niedriger Integrität zugreifen durch:

Wie immer sollten Anwendungen, die vom Internet heruntergeladene Cookies verwenden, annehmen, dass diese Cookies schädliche Daten enthalten.

Selektor-API

Verwenden Sie die Leistung des CSS-Selektors, um schnell DOM-Elemente zu ermitteln. Die API führt zwei Methoden ein, selectElement und selectAllElements, die für eine Auswahl (oder eine Auswahlgruppe) die entsprechenden DOM-Elemente zurückgeben. Mit diesen Methoden ist es einfacher, einem Satz von Elementknoten zu entsprechen, die auf spezifischen Kriterien basieren. Die Auswahl-API bietet eine wesentlich schnellere Leistung im Gegensatz zu nicht systemeigenen Implementierungen.

Weitere Informationen finden Sie unter Auswählen von Objekten mit Javascript .

Registerkartenisolierung und Parallelität

In Windows Internet Explorer 8 ist der Browserframe mit den Registerkarten darin „lose gekoppelt“. Dies bedeutet, dass die Seiten, in denen der geschützte Modus verwendet wird, und die Seiten, in denen er nicht verwendet wird, innerhalb der gleichen Instanz des Browsers gehostet werden können. Darüber hinaus stürzt bei kleinen Fehlern und Einfrieren nicht der gesamte Browser ab, wodurch sichergestellt wird, dass schlecht geschriebene Erweiterungen sich nicht wesentlich auf die Leistung oder die Zuverlässigkeit von Windows Internet Explorer 8 auswirken.

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