Aktualisieren des Protokollversands auf SQL Server 2016 (Transact-SQL)

 

Beim Aktualisieren einer SQL Server -Protokollversandkonfiguration auf eine neue SQL Server 2016 -Version, ein neues SQL Server-Service Pack oder ein kumulatives SQL Server-Update wird Ihre Notfallwiederherstellungslösung für den Protokollversand beibehalten, wenn Sie Ihre Protokollversandserver in der richtigen Reihenfolge aktualisieren.

System_CAPS_ICON_note.jpg Hinweis


Die Sicherungskomprimierung wurde in SQL Server 2008 Enterpriseeingeführt. In einer aktualisierten Protokollversandkonfiguration wird durch die Serverkonfigurationsoption Komprimierungsstandard für Sicherung bestimmt, ob die Transaktionsprotokoll-Sicherungsdateien mithilfe der Sicherungskomprimierung komprimiert werden. Das Verhalten für die Sicherungskomprimierung der Protokollsicherung kann für jede Protokollversandkonfiguration festgelegt werden. Weitere Informationen finden Sie unter Konfigurieren des Protokollversands (SQL Server).

In diesem Thema:

Lesen Sie die folgenden wichtigen Informationen, bevor Sie beginnen:

  • Supported Version and Edition Upgrades: Prüfen Sie, dass Sie von Ihrer Version des Windows-Betriebssystems und Ihrer Version des SQL Servers auf SQL Server 2016 upgraden können. Sie können beispielsweise nicht direkt von einer SQL Server 2005-Instanz auf SQL Server 2016upgraden.

  • Choose a Database Engine Upgrade Method: Wählen Sie die passende Upgrademethode und die Schritte aus, die sowohl auf Ihrer Betrachtung der unterstützten Version und Editionsupgrades als auch auf den anderen in Ihrer Umgebung installierten Komponenten basieren, um die Komponenten in der richtigen Reihenfolge upzugraden.

  • Planen und Testen des Upgradeplans für das Datenbankmodul: Überprüfen Sie die Anmerkungen zu dieser Version, die bekannten Upgradeprobleme und die Prüfliste vor dem Upgrade. Entwickeln und testen Sie den Upgradeplan.

  • Hardware- und Softwareanforderungen für die Installation von SQL Server 2016: Überprüfen Sie die Softwareanforderungen für die Installation von SQL Server 2016. Falls zusätzliche Software erforderlich ist, installieren Sie diese auf jedem Knoten, bevor Sie mit dem Upgradevorgang beginnen, um die Downtime zu minimieren.

Als bewährte Methode wird empfohlen, dass Sie die Daten vor einem Protokollversandupgrade schützen.

So schützen Sie die Daten

  1. Führen Sie für jede primäre Datenbank eine vollständige Datenbanksicherung aus.

    Weitere Informationen finden Sie unter Erstellen einer vollständigen Datenbanksicherung (SQL Server).

  2. Führen Sie den DBCC CHECKDB -Befehl für jede primäre Datenbank aus.

System_CAPS_ICON_important.jpg Wichtig


Stellen Sie sicher, dass auf Ihrem primären Server für die erwartete Dauer des Upgrades der sekundären Instanzen ausreichend Speicherplatz für die Protokollsicherungskopien verfügbar ist. Bei einem Failover zu einer sekundären Instanz gilt dasselbe für die sekundäre Instanz (die neue primäre Instanz).

Die Überwachungsserverinstanz, sofern vorhanden, kann jederzeit aktualisiert werden. Der optionale Überwachungsserver muss jedoch nicht aktualisiert werden, wenn Sie die primären und sekundären Server aktualisieren.

Während der Aktualisierung des Überwachungsservers ist die Protokollversandkonfiguration weiterhin in Betrieb, ihr Status wird allerdings nicht in den Tabellen auf dem Überwachungsserver aufgezeichnet. Warnungen, die ggf. konfiguriert wurden, werden während der Aktualisierung des Überwachungsservers nicht ausgelöst. Nach der Aktualisierung können Sie die Überwachungstabellen aktualisieren, indem Sie die gespeicherte Systemprozedur sp_refresh_log_shipping_monitor ausführen. Weitere Informationen zu einem Überwachungsserver finden Sie unter Informationen zum Protokollversand (SQL Server).

Der Upgradevorgang erfordert die Aktualisierung der sekundären Serverinstanzen von SQL Server auf SQL Server 2016 , bevor die primäre Serverinstanz aktualisiert wird. Aktualisieren Sie immer zuerst die sekundären SQL Server -Instanzen. Der Protokollversand wird während des Upgradevorgangs weiter ausgeführt, weil die aktualisierten sekundären Serverinstanzen die Protokollsicherungen der primären SQL Server -Serverinstanz weiterhin wiederherstellen. Wenn die primäre Serverinstanz vor der sekundären Serverinstanz aktualisiert wird, tritt beim Protokollversand ein Fehler auf, weil eine auf einer neueren Version von SQL Server erstellte Sicherung nicht auf einer älteren Version von SQL Serverwiederhergestellt werden kann. Sie können die sekundären Instanzen gleichzeitig oder nacheinander aktualisieren. Um einen Fehler beim Protokollversand zu vermeiden, müssen jedoch alle sekundären Instanzen aktualisiert worden sein, bevor die primäre Instanz aktualisiert wird.

Während des Upgrades der sekundären Serverinstanz werden die Kopier- und Wiederherstellungsaufträge des Protokollversands nicht ausgeführt. Nicht wiederhergestellte Sicherungen von Transaktionsprotokollen sammeln sich daher auf der primären Instanz an. Daher muss ausreichend Speicherplatz für diese nicht wiederhergestellten Sicherungen vorhanden sein. Die Menge der angehäuften Daten hängt von der Häufigkeit der geplanten Sicherungen auf der primären Serverinstanz und der Reihenfolge ab, mit der die sekundären Instanzen aktualisiert werden. Wenn ein getrennter Überwachungsserver konfiguriert wurde, werden möglicherweise Warnungen ausgegeben, die anzeigen, dass über einen längeren Zeitraum als das konfigurierte Intervall hinweg keine Wiederherstellungsvorgänge ausgeführt wurden.

Nachdem die sekundären Serverinstanzen aktualisiert wurden, werden die Protokollversandaufträge der Agents fortgesetzt, und die Kopier- und Wiederherstellungsvorgänge für Protokollsicherungen der primären Serverinstanz auf den sekundären Serverinstanzen werden weiter ausgeführt. Die erforderliche Zeit, die die sekundären Serverinstanzen benötigen, um die sekundäre Datenbank zu aktualisieren, variiert abhängig von der Zeit, die die Aktualisierung der sekundären Serverinstanz in Anspruch nahm, und der Häufigkeit der Sicherungen auf dem primären Server.

System_CAPS_ICON_note.jpg Hinweis


Während des Serverupgrades wird die sekundäre Datenbank selbst nicht auf eine SQL Server 2016 -Datenbank aktualisiert. Die Datenbank wird nur aktualisiert, wenn sie durch das Initiieren eines Failovers der Protokollversand-Datenbank online geschaltet wird. Theoretisch könnte dieser Zustand für einen unbegrenzten Zeitraum beibehalten werden. Der erforderliche Zeitaufwand für das Upgrade der Datenbank-Metadaten beim Initiieren eines Failovers ist gering.

System_CAPS_ICON_important.jpg Wichtig


Die RESTORE WITH STANDBY-Option wird für Datenbanken, die eine Aktualisierung erfordern, nicht unterstützt. Wenn eine aktualisierte sekundäre Datenbank mithilfe von RESTORE WITH STANDBY konfiguriert wurde, können Transaktionsprotokolle nach einer Aktualisierung nicht wiederhergestellt werden. Um den Protokollversand auf dieser sekundären Datenbank fortzusetzen, müssen Sie ihn auf diesem Standbyserver erneut einrichten. Weitere Informationen über die STANDBY-Option finden Sie unter Wiederherstellen einer Transaktionsprotokollsicherung (SQL Server).

Da der Protokollversand in erster Linie eine Notfallwiederherstellungslösung ist, wird im einfachsten und gängigsten Szenario ein direktes Upgrade der primären Instanz durchgeführt, wobei die Datenbank während dieses Upgrades nicht verfügbar ist. Sobald der Server aktualisiert wurde, wird die Datenbank automatisch online geschaltet. Daraufhin wird sie automatisch aktualisiert. Nachdem die Datenbank aktualisiert wurde, werden die Protokollversandaufträge fortgesetzt.

System_CAPS_ICON_note.jpg Hinweis


Der Protokollversand unterstützt auch die Option zum Failover zu einer sekundären Datenbank für den Protokollversand (SQL Server) sowie zum Ändern der Rollen zwischen primärem und sekundärem Protokollversandserver (SQL Server). Da der Protokollversand heute jedoch nur noch selten als hoch verfügbare Lösung konfiguriert wird (neuere Optionen sind deutlich stabiler), wird die Downtime durch ein Failover im Allgemeinen nicht minimiert, da Systemdatenbank-Objekte nicht synchronisiert werden. Außerdem ist es äußerst aufwändig, Clients eine problemlose Ermittlung und Verbindung mit einer höher gestuften sekundären Instanz zu ermöglichen.

Aktualisieren auf SQL Server 2016 mithilfe des Installations-Assistenten (Setup)
Installieren von SQL Server 2016 von der Eingabeaufforderung
Konfigurieren des Protokollversands (SQL Server)
Überwachen des Protokollversands (Transact-SQL)
Protokollversandtabellen und gespeicherte Prozeduren

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