Erweiterungen der Verwaltbarkeit (Datenbankmodul)
Markieren Sie das Kontrollkästchen Englisch, um die englische Version dieses Artikels anzuzeigen. Sie können den englischen Text auch in einem Popup-Fenster einblenden, indem Sie den Mauszeiger über den Text bewegen.
Übersetzung
Englisch

Erweiterungen der Verwaltbarkeit (Datenbankmodul)

Die Verwaltbarkeit von SQL Server 2012 Database Engine (Datenbankmodul) wurde durch Erweiterungen von Tools und Überwachungsfunktionen verbessert.

Mit SQL Server Management Studio werden in SQL Server 2012 die folgenden Funktionen eingeführt:

  • Alternative Tastenkombinationsschemas

    SQL Server Management Studio unterstützt zwei Tastenkombinationsschemas. Die neuen Standardtastenkombinationen basieren auf Microsoft Visual Studio 2010-Tastenkombinationen. Sie können Management Studio für die Verwendung der Tastenkombinationen von SQL Server 2008 R2 konfigurieren.

    Hinweis Hinweis

    SQL Server 2012 umfasst keine SQL Server 2000 Enterprise Manager-Tastenkombinationen.

    Weitere Informationen finden Sie unter Tastenkombinationen für SQL Server Management Studio.

  • Abfrage-Editor

    Der Abfrage-Editor von Database Engine (Datenbankmodul) bietet verbesserte Funktionen für Transact-SQL-Debugging und IntelliSense.

    • Der Transact-SQL-Debugger bietet die folgenden neuen Funktionen:

      • Sie können jetzt Transact-SQL-Skripts debuggen, die auf Instanzen von SQL Server 2005 Service Pack 2 (SP2) oder höher ausgeführt werden.

      • Transact-SQL-Breakpoints unterstützen jetzt die folgende Funktionalität:

        • Eine Breakpointbedingung ist ein Transact-SQL-Ausdruck, dessen Auswertung bestimmt, ob der Breakpoint aufgerufen wird. Weitere Informationen finden Sie unter Angeben einer Breakpointbedingung.

        • Eine Breakpointtrefferanzahl gibt an, wie oft ein Breakpoint erreicht wird, bevor er aufgerufen wird. Weitere Informationen finden Sie unter Angeben einer Trefferanzahl.

        • Ein Breakpointfilter beschränkt die Ausführung des Breakpoints auf angegebene Computer, Prozesse oder Threads. Weitere Informationen finden Sie unter Angeben eines Breakpointfilters.

        • Eine Breakpointaktion gibt einen benutzerdefinierten Task an, der ausgeführt wird, wenn der Breakpoint aufgerufen wird. Weitere Informationen finden Sie unter Angeben einer Breakpointaktion.

        • Sie können eine Breakpointposition bearbeiten, um einen Breakpoint zwischen Transact-SQL-Anweisungen zu verschieben. Weitere Informationen finden Sie unter Bearbeiten einer Breakpointposition.

      • Die Fenster Überwachung und Schnellüberwachung unterstützen jetzt das Überwachen von Transact-SQL-Ausdrücken. Weitere Informationen finden Sie unter Transact-SQL-Debuggerinformationen.

      • Wenn Sie den Cursor über einen Transact-SQL-Bezeichner bewegen, werden in einer eingeblendeten QuickInfo der Name des Ausdrucks und sein aktueller Wert angezeigt. Weitere Informationen finden Sie unter Transact-SQL-Debuggerinformationen.

    • Transact-SQL IntelliSense

      Transact-SQL IntelliSense bietet die folgenden neuen Funktionen:

      • Mit der Breakpointüberprüfung wird verhindert, dass ein Breakpoint an einem ungültigen Speicherort festgelegt wird.

      • Transact-SQL-Codeausschnitte sind Vorlagen, die Sie beim Erstellen von Transact-SQL-Anweisungen in Batches und Skripts als Anfangspunkte verwenden können. Weitere Informationen finden Sie unter Einfügen von Transact-SQL-Ausschnitten.

      • Transact-SQL-Umschließungsausschnitte sind Vorlagen, die Sie als Ausgangspunkt verwenden können, wenn Sie Sätze von Transact-SQL-Anweisungen in einen BEGIN-, IF- oder WHILE-Block einschließen. Weitere Informationen finden Sie unter Einfügen von Transact-SQL-Umschließungsausschnitten.

    • Datenbankwiederherstellungsberater

      Um eine Datenbank nach einem Ausfall wiederherzustellen, muss ein Datenbankadministrator einen Satz von Sicherungen im Rahmen einer logisch folgerichtigen und sinnvollen Wiederherstellungssequenz wiederherstellen. Der Datenbankwiederherstellungsberater erleichtert das Erstellen von Wiederherstellungsplänen, durch die optimale folgerichtige Wiederherstellungssequenzen implementiert werden. Viele bekannte Probleme mit der Datenbankwiederherstellung und von Kunden angeforderte Erweiterungen wurden behoben. Mit dem Datenbankwiederherstellungsberater werden u. a. folgende wichtige Erweiterungen eingeführt:

      • Wiederherstellungsplan-Algorithmus:  Der zum Erstellen von Wiederherstellungsplänen verwendete Algorithmus wurde erheblich verbessert, insbesondere bei komplexen Wiederherstellungsszenarien. Viele Grenzfälle, einschließlich Verzweigungszenarien in Zeitpunktwiederherstellungen, werden effizienter als in früheren Versionen von SQL Server behandelt.

      • Zeitpunktwiederherstellungen:  Der Datenbankwiederherstellungsberater vereinfacht erheblich das Wiederherstellen von Datenbanken zu einem bestimmten Zeitpunkt. Die Unterstützung für Zeitpunktwiederherstellungen wird durch eine visuelle Sicherungszeitachse deutlich verbessert. Diese visuelle Zeitachse macht es möglich, einen geeigneten Zeitpunkt als Zielwiederherstellungspunkt zum Wiederherstellen einer Datenbank zu ermitteln. Die Zeitachse erleichtert das Durchlaufen eines verzweigten Wiederherstellungspfads (ein Pfad, der Wiederherstellungsverzweigungen umfasst). Ein angegebener Zeitpunktwiederherstellungsplan schließt automatisch die Sicherungen ein, die für das Wiederherstellen zum Zielzeitpunkt (Datum und Uhrzeit) relevant sind. Weitere Informationen finden Sie unter Wiederherstellen einer SQL Server-Datenbank zu einem Zeitpunkt (vollständiges Wiederherstellungsmodell).

      Weitere Informationen zum Datenbankwiederherstellungsberater finden Sie in den folgenden Blogs zur SQL Server-Verwaltbarkeit:

    • Dialogfeld "Seitenwiederherstellung"

      Ab SQL Server 2012 unterstützt SQL Server Management Studio Seitenwiederherstellungen. Über das neue Dialogfeld Seitenwiederherstellung können Sie Datenbankseiten auf Beschädigung überprüfen und ausgewählte fehlerhafte Seiten von einer Datenbanksicherung und nachfolgenden Protokollsicherungen wiederherstellen. Weitere Informationen zur Seitenwiederherstellung finden Sie unter Wiederherstellung von Seiten (SQL Server).

Die Startoptionen von Database Engine (Datenbankmodul) werden jetzt auf der neuen Registerkarte Startparameter des SQL Server-Konfigurations-Managers konfiguriert. Weitere Informationen finden Sie unter Konfigurieren von Serverstartoptionen (SQL Server-Konfigurations-Manager).

Mit der Einführung von eigenständigen Datenbanken wird das Verschieben von Datenbanken von einer Instanz von SQL Server Database Engine (Datenbankmodul) in eine andere Instanz von Database Engine (Datenbankmodul) vereinfacht. Benutzer in einer eigenständigen Datenbank sind nicht mehr Anmeldungen bei der Instanz von SQL Server zugeordnet. Viele andere Abhängigkeiten von der Instanz wurden ebenfalls entfernt. Weitere Informationen finden Sie unter Enthaltene Datenbank.

Die folgenden Änderungen wurden für Datenebenenanwendungen (DACs) in CTP3 vorgenommen:

  • Das Upgrade der Datenebenenanwendung (DAC) wurde zu einem direkten Prozess geändert, der die vorhandene Datenbank ändert, damit sie dem in der neuen Version von DAC definierten Schema entspricht. Dies ersetzt den parallelen Upgradevorgang, bei dem eine neue Datenbank mit den neuen Schemadefinitionen erstellt wurde. Der Assistent Datenebenenanwendung aktualisieren wurde aktualisiert, damit ein direktes Upgrade ausgeführt wird. Die Upgrade-Methode des DacStore-Typs ist jetzt veraltet und wird durch eine neue IncrementalUpgrade-Methode ersetzt. Upgrades werden auch für DACs unterstützt, die für SQL-Datenbank bereitgestellt wurden. Weitere Informationen finden Sie unter Upgrade einer Datenebenenanwendung.

  • Zusätzlich zum Extrahieren einer Schemadefinition als neue DAC-Paketdatei können Sie jetzt sowohl die Schemadefinition als auch die Daten einer Datenbank als DAC-Exportdatei exportieren. Sie können dann die Datei importieren, um eine neue Datenbank mit demselben Schema und denselben Daten zu erstellen. Weitere Informationen finden Sie unter Exportieren einer Datenebenenanwendung und Importieren einer BACPAC-Datei zum Erstellen einer neuen Benutzerdatenbank.

  • Datenebenenanwendungen unterstützen jetzt viel mehr Objekte als in SQL Server 2008 R2. Weitere Informationen finden Sie unter DAC-Unterstützung für SQL Server-Objekte und -Versionen.

Ab SQL Server 2012 wird Windows PowerShell nicht mehr von SQL Server-Setup installiert. Windows PowerShell 2.0 ist eine erforderliche Komponente zum Installieren von SQL Server 2012. Wenn PowerShell 2.0 nicht auf dem Computer installiert oder aktiviert ist, können Sie es aktivieren, indem Sie den Anweisungen auf der Seite Windows Management Framework folgen. Weitere Informationen zu SQL Server PowerShell finden Sie unter SQL Server-PowerShell.

SQL Server 2012 verwendet jetzt die neue Windows PowerShell 2.0-Funktion namens Module zum Laden der SQL Server-Komponenten in eine PowerShell-Umgebung. Benutzer importieren das sqlps-Modul in PowerShell. Das Modul lädt dann die SQL Server-Snap-Ins. Weitere Informationen finden Sie unter Ausführen von Windows PowerShell über SQL Server Management Studio.

Bei dem sqlps-Hilfsprogramm handelt es sich um keine PowerShell 1.0-Mini-Shell mehr. Sie startet jetzt PowerShell 2.0 und importiert das sqlps-Modul. Dadurch wird die SQL Server-Interoperabilität verbessert, indem PowerShell-Skripts auch die Snap-Ins für andere Produkte einfacher laden können. Das Hilfsprogramm sqlps wird ab SQL Server 2012 auch der Liste veralteter Funktionen hinzugefügt.

Der SQL Server PowerShell-Anbieter beinhaltet zwei neue Cmdlets: backup-sqldatabase und restore-sqldatabase. Weitere Informationen erhalten Sie, indem Sie das Cmdlet get-help nach dem Laden im Modul sqlps verwenden.

Die Hilfsprogramme bcp (Hilfsprogramm) und sqlcmd (Hilfsprogramm) verfügen jetzt über den Schalter -K, durch den der schreibgeschützte Zugriff auf ein sekundäres Replikat in einer AlwaysOn-Verfügbarkeitsgruppe festgelegt werden kann. sqlcmd verfügt zur Unterstützung von AlwaysOn-Verfügbarkeitsgruppen ebenfalls über –M.

Wenn Sie beim Ausführen von SELECT * from T FOR XML …sqlcmd.exe mit dem XML-Modus (: XML ON-Befehl) verwenden, sollten Sie auf Verhaltensänderungen eingestellt sein.

Verhalten vor SQL Server 2012:

  • Textdaten, die ein einfaches Anführungszeichen enthalten waren, wurden durch die '-Escapesequenz ersetzt.

  • Legacy-datetime-Datenwerte mit 0 Sekundenbruchteilen wurden mit drei Dezimalstellen angezeigt.

  • money -Datenwerte ohne Dezimalwert wurden als ganze Zahlen dargestellt.

Ab SQL Server 2012:

  • Textdaten, die ein einfaches Anführungszeichen enthalten, werden nicht mehr durch ' ersetzt. Es handelt sich immer noch um gültige XML-Daten. Ein XML-Parser führt zum gleichen Ergebnis.

  • Bei Legacy-datetime-Datenwerten ohne Sekundenbruchteile werden keine 3 Dezimalstellen zurückgegeben. Andere Datums-/Uhrzeitstypen sind nicht betroffen.

  • Bei money-Datenwerten ohne Dezimalwert werden 4 Dezimalstellen angezeigt.

In SQL Server 2012 können Sie den Abfrageplancache (DTA) als Datenbankoptimierungsratgeber-Arbeitsauslastung verwenden. Dadurch können Sie verhindern, dass Sie manuell eine Arbeitsauslastung aus einem Skript oder einer Ablaufverfolgungsdatei erstellen müssen. Wenn Sie den Plancache als DTA-Arbeitsauslastung angeben, wählt der Datenbankoptimierungsratgeber die obersten 1000 Ereignisse zur Verwendung für die Analyse aus. Die Anzahl der Ereignisse kann mit der –n-Option des DTA-Hilfsprogramms geändert werden. Weitere Informationen finden Sie unter Starten und Verwenden des Datenbankoptimierungsratgebers.

Die folgenden Systemsichten wurden hinzugefügt oder geändert.

Systemsicht

Beschreibung

sys.dm_exec_query_stats (Transact-SQL)

Vier Spalten wurden hinzugefügt, um Probleme bei Abfragen mit langer Laufzeit zu beheben. Sie können die aggregierten Zeilenanzahl der Spalten total_rows, min_rows, max_rows und last_rows verwenden, um Abfragen zu trennen, die eine große Anzahl Zeilen mit problematischen Abfragen zurückgeben, in denen möglicherweise ein Index fehlt oder die einen ungültigen Abfrageplan aufweisen.

sys.dm_os_volume_stats (Transact-SQL)

Diese dynamische Verwaltungsfunktion gibt Informationen zum Volume des Betriebssystems (Verzeichnis) zurück, auf dem die angegebenen Datenbanken und Dateien gespeichert sind. Verwenden Sie diese dynamische Verwaltungsfunktion, um die Attribute des physischen Datenträgers zu überprüfen oder um Informationen zum verfügbaren freien Speicherplatz für das Verzeichnis zurückzugeben.

sys.dm_os_windows_info (Transact-SQL)

Diese dynamische Verwaltungssicht gibt eine Zeile zurück, die Versionsinformationen zum Windows-Betriebssystem anzeigt, wie z. B. die Betriebssystemversion oder die Sprachen-ID.

sys.dm_server_memory_dumps (Transact-SQL)

sys.dm_server_services (Transact-SQL)

sys.dm_server_registry (Transact-SQL)

Diese dynamischen Verwaltungssichten geben Eigenschaftsinformationen zurück, die den auf dem Hostserver installierten SQL Server-, Volltext- und SQL Server-Agent-Diensten zugeordnet sind. Die Sichten liefern außerdem Informationen zur Konfiguration und Installation sowie zu Speicherabbilddateien (Dump-Dateien).

Community-Beiträge

HINZUFÜGEN
Anzeigen:
© 2016 Microsoft