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Windows Server 2003 Terminaldienste

Veröffentlicht: 21. Apr 2004 | Aktualisiert: 15. Nov 2004
Von Jürgen Mauerer

Terminaldienste sind Teil des Betriebssystems Windows Server 2003, sie bilden die Grundlage für Server Based Computing. Mehrere Benutzer greifen dabei über verschiedene Clients auf Anwendungen zu, die zentral auf einem Server installiert sind und verwaltet werden. Dieses Feature zeigt, was es mit den Terminaldiensten auf sich hat.

Microsoft brachte im Juni 1998 mit der Windows NT 4.0 Server, Terminal Server Edition (Codename Hydra), erstmals eine eigene Lösung für Terminaldienste auf den Markt. Nach einem Zwischenschritt über die Windows 2000 Terminaldienste ist das Unternehmen mittlerweile bei den Windows Server 2003 Terminaldiensten angelangt. Sie bilden eine leistungsfähige Grundlage für Server Based Computing (SBC) in Microsoft-Umgebungen.

Das Prinzip: Viele Benutzer sind gleichzeitig auf einem zentralen Server angemeldet und arbeiten über das Netzwerk interaktiv mit den dort installierten Anwendungen; sämtliche Anwendungsoperationen laufen dabei ausschließlich auf dem Windows 2003 Server ab. Der Zugriff auf die Anwendungen erfolgt über Clients, die als Mindestanforderung über Tastatur, Maus und Bildschirm verfügen müssen. Sie dienen im Endeffekt nur der grafischen oder multimedialen Darstellung der Anwendungen.

Die Clients können dabei Terminals (ohne eigene Festplatte), Webbrowser oder Endgeräte wie ein klassischer PC, Notebooks, Tablet PCs oder PDAs sein, die über eine spezielle Software mit den Terminaldiensten verbunden sind. Schließlich verfolgt Microsoft mit den Terminaldiensten primär das Ziel, verschiedenste Windows-Anwendungen auf unterschiedlichen Hardware-Plattformen auszuführen.

Die Terminal-Technik hat eine Reihe von Vorteilen: So lassen sich Client-Anwendungen einfach und zentral installieren, verwalten und ausführen. Da nur die grafische Oberfläche der Anwendungen (Bildschirmausgabe) vom Server auf den Client übertragen wird, lässt sich die Applikation auch über Netze mit schmaler Bandbreite nutzen. Zudem ist die Lebensdauer der Arbeitsplatz-Rechner länger, da ja auch technisch veraltete PCs die Anwendungen ausführen können.

Terminaldienste sind eine gute Option beim Einsatz in großen, geographisch verteilten Netzwerken, etwa in Behörden oder in weltweit operierenden Unternehmen. Tatsächlich werden Terminalserver-Umgebungen heute immer umfangreicher und als kostensparende, strategische Lösung mit mehreren 10.000 oder 100.000 Bildschirmarbeitsplätzen eingesetzt. Teilweise gibt es Server-Farmen mit mehr als 100 zusammengeschalteten Terminalservern.

Bei Projekten dieser Größe handelt es sich nicht mehr um eine reine Microsoft-Umgebung, sondern es ist eine Kooperation mit Fremdsystemen notwendig (zum Beispiel Citrix). Diese Zusatz-Software erweitert die Fähigkeiten des Windows 2003 Servers etwa für die Lastenverteilung (Load Balancing) unter den Servern, die Ressourcenzuteilung oder das Durchführen von Lasttests.


rechtspfeilGrundlagen: Windows Server 2003
rechtspfeilTerminaldienste unter Windows Server 2003
rechtspfeilLizenzen und Zusatz-Software


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