Alias-Bezeichner für Imports-/Using-Direktiven

Veröffentlicht: 14. Nov 2003 | Aktualisiert: 27. Jun 2004
Von Mathias Schiffer

Statt ellenlange Klassenhierarchien zu verwenden, können Sie die weithin bekannten Imports- bzw. Using-Direktive verwenden. Weniger oft verwendet sieht man die zugehörige Alias-Möglichkeit, die für deutlich mehr Übersicht bei der Klassennutzung sorgt.

Das Dickicht der .NET Framework Class Library zu durchblicken - wer kann das angesichts tausender Klassen, Typen und noch mehr Funktionalitäten schon von sich behaupten? Um so wichtiger ist es, die Übersicht zu behalten, wenn die hilfreiche Class Library des .NET Frameworks eingesetzt wird.

Auf der anderen Seite steht solchem Ansinnen gegenüber, dass es kaum der Übersicht hilft, jede einzelne Funktionalität, jede Konstante gar, mit einer kompletten Namespace-Hierarchieangabe inmitten des Sourcecodes zu platzieren.

Sicherlich kennen Sie zur Abhilfe dieses Problems die Direktive Imports (Visual Basic .NET) bzw. using (C#): Mit ihrer Hilfe können Sie Namespaces aus referenzierten Projekten und Assemblies importieren, so dass Sie deren Elemente ohne jeweilige Angabe des gesamten Hierarchiepfades verwenden können.

Weniger oft verwendet hingegen sieht man die Möglichkeit, mit Hilfe eines Alias-Namens für einen Namespace den Ursprung verwendeter Funktionalität ohne Tastatur-Orgien zu offenbaren. Angesichts der Einfachheit dieser Möglichkeit erstaunt es, dass diese Möglichkeit nicht beständig eingesetzt zu werden scheint. Denn so einfach könnte Sourcecode aussehen, ohne die Herkunft importierter Namespaces zu verbergen:

Imports Str = Microsoft.VisualBasic.Strings 
' ... 
MsgBox(Str.Right("Visual Basic .NET", 4), _ 
  MsgBoxStyle.Exclamation _ 
   ) ' Ausgabe: ".NET"

Auch C# stellt Ihnen diese Möglichkeit zur Verfügung: Verwenden Sie einfach den Aliasnamen direkt nach dem using-Schlüsselwort und fügen Sie nach einem Gleichheitszeichen die damit abzukürzende Klasse ein, beispielsweise:

using cfg = System.Configuration.ConfigurationSettings;

Fortan können Sie "cfg" verwenden, statt auf System.Configuration.ConfigurationSettings Rückgriff zu nehmen.


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