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Aktivieren einer Datenquelle für LINQ-Abfragen

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, LINQ zu erweitern, um die Abfrage einer beliebigen Datenquelle im LINQ-Muster zu ermöglichen. Bei der Datenquelle kann es sich u. a. um eine Datenstruktur, einen Webdienst, ein Dateisystem oder eine Datenbank handeln. Das LINQ-Muster erleichtert Clients das Ausführen von Abfragen für eine Datenquelle mit aktivierter LINQ-Abfrage, da die Syntax und das Muster der Abfrage unverändert bleiben. LINQ kann u. a. auf folgende Weisen für die Verwendung dieser Datenquellen erweitert werden:

  • Implementieren der IEnumerable-Schnittstelle in einem Typ, um LINQ to Objects-Abfragen für diesen Typ zu aktivieren.

  • Erstellen von Standardabfrageoperator-Methoden wie Where und Select, die einen Typ erweitern, um benutzerdefinierte LINQ-Abfragen für diesen Typ zu aktivieren.

  • Erstellen eines Anbieters für die Datenquelle, die die IQueryable-Schnittstelle implementiert. Ein Anbieter, der diese Schnittstelle implementiert, empfängt LINQ-Abfragen in Form von Ausdrucksbaumstrukturen, die er benutzerdefiniert ausführen kann, beispielsweise im Remotemodus.

  • Erstellen eines Anbieters für die Datenquelle, die eine vorhandene LINQ-Technologie nutzt. Durch einen solchen Anbieter werden nicht nur Abfragen ermöglicht, sondern zusätzlich Einfüge-, Aktualisierungs- und Löschvorgänge sowie Zuordnungen für benutzerdefinierte Typen.

In diesem Thema werden diese Möglichkeiten erläutert.

Es gibt zwei Möglichkeiten, LINQ-Abfragen von Daten im Arbeitsspeicher zu aktivieren. Wenn die Daten über einen Typ verfügen, der IEnumerable implementiert, können Sie sie mithilfe von LINQ to Objects abfragen. Wenn es nicht sinnvoll ist, die Enumeration des Typs durch Implementierung der IEnumerable-Schnittstelle zu aktivieren, können Sie LINQ-Standardabfrageoperator-Methoden in diesem Typ definieren oder LINQ-Standardabfrageoperator-Methoden erstellen, die den Typ erweitern. Benutzerdefinierte Implementierungen der Standardabfrageoperatoren sollten zur Rückgabe der Ergebnisse eine verzögerte Ausführung verwenden.

Die beste Möglichkeit zur Aktivierung von LINQ-Abfragen für eine Remotedatenquelle besteht darin, die IQueryable-Schnittstelle zu implementieren. Dieser Ansatz unterscheidet sich jedoch vom Erweitern eines Anbieters wie LINQ to SQL für eine Datenquelle. In Visual Studio 2008 stehen keine Anbietermodelle zum Erweitern vorhandener LINQ-Technologien, wie LINQ to SQL, auf andere Datenquellentypen zur Verfügung.

LINQ-Anbieter, die IQueryable implementieren, können in ihrer Komplexität große Unterschiede aufweisen. In diesem Abschnitt werden die verschiedenen Komplexitätsstufen erläutert.

Ein weniger komplexer IQueryable-Anbieter erstellt möglicherweise eine Schnittstelle mit einer einzelnen Methode eines Webdiensts. Dieser Anbietertyp ist sehr spezifisch, da er erwartet, dass in den von ihm verarbeiteten Abfragen bestimmte Informationen enthalten sind. Er verfügt über ein geschlossenes Typsystem und macht möglicherweise nur einen einzelnen Ergebnistyp verfügbar. Ein Großteil der Abfrageverarbeitung erfolgt lokal, beispielsweise unter Verwendung der Enumerable-Implementierungen der Standardabfrageoperatoren. Ein weniger komplexer Anbieter überprüft u. U. nur einen Ausdruck des Methodenaufrufs in der Ausdrucksbaumstruktur, die die Abfrage darstellt, und lässt die übrige Abfragelogik von einer anderen Instanz behandeln.

Ein IQueryable-Anbieter mittlerer Komplexität verwendet möglicherweise eine Datenquelle als Ziel, die über eine teilweise ausdrucksbasierte Abfragesprache verfügt. Wenn ein Webdienst als Ziel verwendet wird, stellt der Anbieter vielleicht Verbindungen zu mehr als einer Webdienstmethode her und wählt die aufzurufende Methode auf der Grundlage der Frage aus, die von der Abfrage gestellt wird. Ein Anbieter mittlerer Komplexität verfügt über ein umfangreicheres Typsystem als ein einfacher Anbieter, das jedoch weiterhin ein festes Typsystem darstellt. Der Anbieter kann beispielsweise Typen verfügbar machen, die über 1:n-Beziehungen verfügen, die wiederum traversiert werden können, ohne eine Zuordnungstechnologie für benutzerdefinierte Typen bereitzustellen.

Ein komplexer IQueryable-Anbieter, wie z. B. der LINQ to SQL-Anbieter, kann möglicherweise vollständige LINQ-Abfragen in eine ausdrucksbasierte Abfragesprache wie SQL übersetzen. Ein komplexer Anbieter arbeitet universeller als ein weniger komplexer Anbieter, da er eine größere Bandbreite von Fragen in der Abfrage verarbeiten kann. Außerdem verfügt er über ein offenes Typsystem und benötigt daher eine umfassende Infrastruktur für die Zuordnung benutzerdefinierter Typen. Die Entwicklung eines komplexen Anbieters ist ziemlich arbeitsaufwändig.

Weitere Informationen zum Erstellen eines eigenen LINQ-Anbieters finden Sie in den Blogeinträgen auf MSDN unter LINQ: Building an IQueryable Provider und Link to Everything: A List of LINQ Providers.

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