VERTRIEB: 1-800-867-1380

Packen und Bereitstellen einer Anwendung unter Azure

Letzte Aktualisierung: Januar 2015

Autoren: Larry Franks, Rama Ramani

Dieses Dokument enthält Hinweise zum Bereitstellen einer Anwendung in einem von Azure gehosteten Dienst. Es enthält zudem Informationen zum Arbeiten mit anderen Azure-Diensten, die von Ihrer Anwendung verwendet werden, darunter Microsoft Azure SQL-Datenbank und Azure-Speicher.

Bevor Sie eine Anwendung in Azure installieren, sollten Sie Folgendes berücksichtigen:

  • Unterschiede zwischen dem Azure-Emulator und Azure, Azure SQL-Datenbankund Azure-Speicher

  • Konfigurieren:

    • Verbindungszeichenfolgen für Azure-Speicherdienste und Azure SQL-Datenbank

    • Endpunkte

    • Rollengröße

    • Anzahl der Instanzen

  • Erstellen einer Affinitätsgruppe

  • Microsoft-Anforderungen an die Vereinbarung zum Servicelevel (SLA) für gehostete Dienste

  • Entwicklungs- und Produktionsumgebungen für gehostete Dienste

  • Bereitstellen einer Anwendung mithilfe des Azure-Verwaltungsportals

Das Azure SDK installiert den Azure-Emulator, der die Azure-Hosting- und -Speicherdienste emuliert. Bevor Sie eine Anwendung in Azure bereitstellen, sollten Sie zunächst Tests im Azure-Emulator ausführen. Der Emulator bietet zwar eine einfache Möglichkeit, gehostete Anwendungen während der Entwicklung zu testen, aber er kann nicht alle Aspekte der Azure Platform vollständig emulieren. Beispielsweise unterscheidet sich die Verbindungszeichenfolge, die verwendet wird, um eine Verbindung zum Azure-Speicher herzustellen, zwischen dem Azure-Emulator und Azure. Bevor Sie eine Anwendung in Azure bereitstellen, sollten Sie die Unterschiede zwischen dem Emulator und Azure kennen und sicherstellen, dass sich Ihre Anwendung nicht auf ein Verhalten des Emulators stützt, das in der Azure-Umgebung nicht vorhanden ist.

Weitere Informationen zu den Unterschieden zwischen dem Emulator und der Azure Platform finden Sie unter Übersicht über Azure SDK-Tools.

Während der Azure-Emulator eine lokale Testlösung für gehostete Dienste und Arbeitsspeicher bereitstellt, bietet er keine Entwicklungsentsprechung für alle Dienste an, die von Azure Platform angeboten werden. Der Emulator unterstützt Caching. Siehe hierzu Informationen zum rolleninternen Cache für Azure-Cache. Der rolleninterne Cache ist außerdem in Visual Studio integriert, damit das Hinzufügen von Caches zu Ihrer Anwendung vereinfacht wird. Außerdem steht der vertrauenswürdige Serveremulator für das Debuggen Ihrer Anwendung vor der Bereitstellung zur Verfügung.

Für Datenbankentwürfe und -tests können Sie SQL Server verwenden, wobei jedoch Unterschiede zwischen SQL Server und Azure SQL-Datenbank bestehen, die Sie beachten sollten. Einen Vergleich finden Sie unter SQL Server mit Azure SQL-Datenbank vergleichen.

Wenn Ihre Lösung gegen SQL Server entwickelt wurde, sollten Sie sich überlegen, ob Sie die Datenbanken und zugehörigen Artefakte in Azure SQL-Datenbank neu erstellen oder die SQL Server-Entwicklungsumgebung nach Azure SQL-Datenbankmigrieren. Weitere Informationen zu Migrationsoptionen finden Sie unter Migrieren von Datenbanken zur Azure SQL-Datenbank.

Für andere Dienste müssen Sie anhand des Azure-Livediensts entwickeln. Zurzeit funktioniert Service Bus nicht mit dem Azure-Emulator. Es besteht die Option, Service Bus-Server zu verwenden – siehe Lokales Testen von Azure Service Bus ohne Abonnement oder Anmeldung.

Die folgenden Elemente sollten überprüft werden, bevor eine Anwendung in Azure bereitgestellt wird:

 

Zu überprüfendes Element Beschreibung

Anzahl der Instanzen

Es müssen zumindest zwei Instanzen erstellt werden, um die Anforderungen der Vereinbarungen zum Servicelevel (Service Level Agreement, SLA) von Azure Compute zu erfüllen. Weitere Informationen zu Azure-SLAs finden Sie unter Vereinbarungen zum Servicelevel.

Verbindungszeichenfolgen

Alle Verbindungszeichenfolgen sollten überprüft werden, um sicherzustellen, dass sie nicht auf Entwicklungsspeicher verweisen.

Größe des virtuellen Computers

Die Größe des virtuellen Computers bestimmt den verfügbaren Arbeitsspeicher, den lokalen Speicher, die Prozessorkerne und die Bandbreite für Ihre Anwendung. Weitere Informationen finden Sie unter Konfigurieren der Größe virtueller Computer.

Endpunkte

Endpunkte bestimmen, welche Ports für die Kommunikation mit Ihren gehosteten Diensten verwendet werden, und ob der Port öffentlich oder nur zur internen Verwendung verfügbar ist.

Affinitätsgruppe

Um sicherzustellen, dass Sie die Bereitstellung im richtigen Rechenzentrum durchführen, sollten Sie die Erstellung einer Affinitätsgruppe für Ihr Projekt in Erwägung ziehen, die Sie dann bei der Ausführung von Diensten oder der Bereitstellung auf der Azure Platform verwenden können. Wenn Sie keine Affinitätsgruppe verwenden, stellen Sie möglicherweise unbeabsichtigt Dienste in unterschiedlichen Rechenzentren bereit, was die Leistung beeinträchtigen und die Kosten steigern kann.

Zertifikate

Wenn Sie SSL-Kommunikationen oder Remotedesktopfunktionen für den gehosteten Dienst aktivieren möchten, müssen Sie ein Zertifikat erlangen und es dann in Azure bereitstellen. Weitere Informationen finden Sie unter Hinzufügen eines Zertifikats zum Zertifikatspeicher und Verwenden des Remotedesktops mit Azure.

Co-Administratoren

Stellen Sie sicher, dass die Co-Administratoren für Ihr Azure-Abonnement die geeigneten Personen einschließen. Weitere Informationen finden Sie unter Hinzufügen und Entfernen von Co-Administratoren für Ihr Azure-Abonnement.

Planung von Upgrades

Sie sollten sich vor der Bereitstellung mit den Informationen im Abschnitt Nach der Bereitstellung dieses Artikels vertraut machen, da der Entwurf Ihrer auf Azure basierenden Lösung das Erstellen eines Upgradeplans einschließt.

Es gibt drei primäre Methoden zum Bereitstellen einer Anwendung in Azure. Die jeweils verwendeten Bereitstellungsmethoden und Tools werden in der folgenden Tabelle beschrieben:

 

Bereitstellungsmethode Tool Anforderungen

Webbasiert

Azure-Verwaltungsportal

Browserunterstützung für HTML5

Integrierte Entwicklungsumgebung

Visual Studio 2012 oder höher und das Azure SDK

Visual Studio 2012 oder höher

Befehlszeile

Azure SDK.

Befehlszeilentools für die Bereitstellung werden als Teil von Azure SDK geliefert

Auf PowerShell basierend

Azure PowerShell

Überprüfen Sie den Abschnitt "Voraussetzungen" unter http://azure.microsoft.com/en-us/documentation/articles/install-configure-powershell/

Weitere Informationen zur Verpackung und Bereitstellung einer Anwendung in Azure finden Sie unter den folgenden Links:

Wenn Sie eine Änderung an einer bestehenden Bereitstellung vornehmen, z. B. beim Upgrade der Anwendung oder beim Aktualisieren eines Zertifikats, führt dies dazu, dass die Anwendungsinstanzen neu gestartet werden. Durch eine Änderung der Dienstkonfiguration werden die Instanzen nicht neu gestartet. Die Rolleninstanzen verarbeiten die Ereignisse RoleEnvironment_Changing und RoleEnvironment_Changed. Während die meisten Änderungen an einer Bereitstellung als direkte Updates vorgenommen werden können, erfordern einige Änderungen möglicherweise das Löschen und erneute Bereitstellen gehosteter Dienste.

Weitere Informationen zum Aktualisieren einer vorhandenen Bereitstellung finden Sie unter Übersicht zum Aktualisieren eines Azure-Dienstes.

Weitere Informationen zu den Aktionen, die einen Neustart des gehosteten Dienstes herbeiführen, sowie dazu, wie Sie die Auswirkungen dieser Aktionen minimieren finden Sie unter Verbessern der Anwendungsverfügbarkeit in Azure.

noteHinweis
Bereitstellungen werden selbst dann in Rechnung gestellt, wenn sie nicht ausgeführt werden. Um sicherzustellen, dass Ihnen keine Ressourcen in Rechnung gestellt werden, die Sie nicht aktiv verwenden, müssen Sie alle inaktiven Bereitstellungen löschen.

noteHinweis
Wenn Sie Tests ausführen, die das Erstellen weiterer Instanzen für Ihre Anwendung einschließen, überprüfen Sie, dass die Anzahl der Instanzen auf die normale Anzahl reduziert wird, nachdem die Tests abgeschlossen wurden.

noteHinweis
Wenn Sie Ihre Bereitstellung so konfiguriert haben, dass Remotedesktopverbindungen zugelassen werden, stellen Sie sicher, dass Sie diese Funktionalität im Azure-Verwaltungsportal nur aktivieren, wenn sie auch tatsächlich benötigt wird. Wenn Sie die RDP-Datei speichern, die für die Verbindung mit dem lokalen System verwendet wurde, können Sie sie möglicherweise nicht verwenden, um nach der Aktualisierung eine Verbindung zu Azure herzustellen. Wenn dies der Fall ist, laden Sie eine neue RDP-Datei im Azure-Verwaltungsportal herunter.

Siehe auch

Fanden Sie dies hilfreich?
(1500 verbleibende Zeichen)
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Anzeigen:
© 2015 Microsoft