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Hochladen von Medien

Letzte Aktualisierung: Februar 2015

Damit Sie Ihre Videos verwalten, codieren und streamen können, müssen Sie Ihre Inhalte zuerst in Microsoft Azure Media Services hochladen. Nachdem dies geschehen ist, sind Ihre Inhalte sicher in der Cloud zur weiteren Verarbeitung und zum weiteren Streaming gespeichert.

Dieses Thema enthält eine Übersicht über die relevanten Konzepte und zeigt verschiedene Verfahren zum Hochladen von Inhalten. Sie können basierend auf den in diesem Artikel vorgestellten Informationen entscheiden, welche Methode für Ihr Szenario am besten geeignet ist.

Asset – Die Asset-Entität enthält digitale Dateien (z. B. Video, Audio, Bilder, Miniaturansichtsammlungen, Texttitel und Untertiteldateien) sowie die Metadaten zu diesen Dateien. Nachdem die digitalen Dateien in ein Medienobjekt hochgeladen wurden, können sie in den Media Services-Codierungs- und -Streamingworkflows verwendet werden.

Ein Medienobjekt wird im Azure Storage-Konto einem Blob-Container zugeordnet, und die Dateien im Medienobjekt werden als Blobs in diesem Container gespeichert.

Bei der Entscheidung, welche Medieninhalte in ein Medienobjekt hochgeladen und dort gespeichert werden sollen, sollten die folgenden Aspekte berücksichtigt werden:

  • Ein Medienobjekt sollte nur eine eindeutige Instanz des Medieninhalts enthalten. Beispielsweise eine einzige Bearbeitung einer TV-Serienfolge, eines Films oder einer Anzeige.

  • Ein Medienobjekt sollte nicht mehrere Varianten oder Bearbeitungen einer audiovisuellen Datei enthalten. Ein Beispiel für die nicht ordnungsgemäße Verwendung eines Medienobjekts stellt der Versuch dar, mehrere TV-Serienfolgen, Anzeigen oder mehrere Kameraeinstellungen aus einer Produktion in einem Medienobjekt zu speichern. Wenn Sie mehrere Varianten oder Bearbeitungen einer audiovisuellen Datei in einem Medienobjekt speichern, kann dies zu Schwierigkeiten beim Übermitteln von Codierungsaufträgen sowie beim Streamen und Schützen der Übermittlung des Medienobjekts später im Workflow führen.  

Asset file - Die AssetFile-Entität stellt eine tatsächliche Video- oder Audiodatei dar, die in einem Blob-Container gespeichert wird. Eine Medienobjektdatei ist immer einem Medienobjekt zugeordnet, und ein Medienobjekt kann eine Datei oder zahlreiche Dateien enthalten. Bei der Media Services Encoder-Aufgabe tritt ein Fehler auf, wenn ein Medienobjekt-Dateiobjekt keiner digitalen Datei in einem Blob-Container zugeordnet ist.

Sie sollten nicht versuchen, die Inhalte von Blob-Containern zu ändern, die von Media Services generiert wurden, ohne die Media Services API zu verwenden.

Asset encryption options – Abhängig vom Typ des Inhalts, der hochgeladen werden soll, stellt Media Services verschiedene Verschlüsselungsoptionen zur Verfügung, unter denen Sie wählen können.

  • None – Es wird keine Verschlüsselung verwendet. Dies ist der Standardwert. Beachten Sie, dass bei Verwendung dieser Option Inhalte während des Übergangs oder im Speicher nicht geschützt sind.

    Wenn Sie planen, eine MP4-Datei mithilfe progressiven Downloads bereitzustellen, verwenden Sie diese Option zum Hochladen Ihres Inhalts. Der Azure Media Services-Ursprungsdienst unterstützt die Übermittlung speicherverschlüsselter Medienobjekte nicht. Für den progressiven Standarddownload von ISO MP4-Dateien wird PlayReady DRM nicht unterstützt.

  • StorageEncrypted – Verschlüsselt Klartextinhalt lokal mithilfe von AES-256-Bit-Verschlüsselung und lädt ihn dann in den Azure Storage hoch. Dort wird er verschlüsselt gespeichert. Medienobjekte, die durch Speicherverschlüsselung geschützt sind, werden automatisch entschlüsselt und in einem verschlüsselten Dateisystem gespeichert, bevor sie codiert werden. Optional werden sie erneut verschlüsselt, bevor sie als neues Ausgabemedienobjekt erneut hochgeladen werden. Der primäre Anwendungsfall für Speicherverschlüsselung liegt vor, wenn Sie Ihre qualitativ hochwertigen Eingabemediendateien mit starker Verschlüsselung beim Speichern auf Datenträgern schützen möchten.

  • CommonEncryption - Verwenden Sie diese Option, wenn Sie Inhalt hochladen, der bereits durch allgemeine Verschlüsselung oder PlayReady DRM verschlüsselt und geschützt wurde (z. B. durch PlayReady DRM geschütztes Smooth Streaming).

  • EnvelopeEncrypted – Verwenden Sie diese Option, wenn Sie HLS mit AES-Verschlüsselung hochladen. Beachten Sie, dass die Dateien durch Transform Manager codiert und verschlüsselt sein müssen.

Access policy – Die Entität AccessPolicy definiert Berechtigungen (wie lesen, schreiben und auflisten) und die Dauer des Zugriffs auf ein Medienobjekt. Sie würden ein AccessPolicy-Objekt für gewöhnlich an einen Locator weitergeben, welches dann zum Zugreifen auf die in einem Medienobjekt enthaltenen Dateien verwendet werden würde.

Blob container - Ein Blob-Container stellt eine Gruppierung einer Blob-Sammlung zur Verfügung. Blob-Container werden in Media Services als Begrenzungspunkte für die Zugriffssteuerung und SAS-Locator (Shared Access Signature) für Medienobjekte verwendet. Ein Azure Storage-Konto kann eine uneingeschränkte Anzahl von Blob-Containern enthalten. Ein Container kann eine uneingeschränkte Anzahl von Blobs speichern.

ImportantWichtig
Sie sollten nicht versuchen, die Inhalte von Blob-Containern zu ändern, die von Media Services generiert wurden, ohne die Media Services API zu verwenden.

Locator – Die Locator-Entität stellt einen Einstiegspunkt für den Zugriff auf die in einem Medienobjekt enthaltenen Dateien zur Verfügung. Eine Zugriffsrichtlinie wird verwendet, um die Berechtigungen sowie die Dauer zu definieren, während der ein Client Zugriff auf ein bestimmtes Medienobjekt hat. Locator können eine n:1-Beziehung mit einer Zugriffsrichtlinie aufweisen, wobei verschiedene Locator verschiedene Startzeiten und Verbindungstypen mit verschiedenen Clients bereitstellen können, die alle dieselben Berechtigungs- und Zugriffsdauereinstellungen verwenden. Aufgrund einer gemeinsamen Einschränkung der Zugriffsrichtlinie, die von den Azure Storage Services festgelegt wird, können jedoch nur maximal fünf eindeutige Locator einem bestimmten Medienobjekt gleichzeitig zugeordnet werden. Weitere Informationen finden Sie unter Verwenden einer SAS (Shared Access Signature) (REST-API).

Storage account – Der gesamte Zugriff auf Azure Storage erfolgt über ein Speicherkonto. Ein Media Service-Konto kann mindestens einem Speicherkonto zugeordnet werden. Ein Konto kann eine uneingeschränkte Anzahl von Containern enthalten, solange deren Gesamtgröße unter 200 TB pro Speicherkonto beträgt. Media Services stellt Tools auf SDK-Ebene zum Verwalten mehrerer Speicherkonten und für den Lastenausgleich bei der Verteilung der Medienobjekte während des Uploads in diese Konten basierend auf Metriken oder zufälliger Verteilung zur Verfügung. Weitere Informationen finden Sie unter Verwalten von Medienobjekten für mehrere Speicherkonten in Azure Media Services und Definieren einer Lastenausgleichsstrategie.

Sie können verschiedene Video-, Audio- und Bilddateitypen in ein Media Services-Konto hochladen. Die Typen oder Formate der Dateien, die Sie mithilfe des Media Services SDKs oder mit Uploadtools hochladen können, unterliegen keinen Einschränkungen. Das Azure-Verwaltungsportal schränkt Ihre Uploads jedoch auf Formate ein, die von Azure Media Encoder unterstützt werden. Es stehen mehrere Partnerencoder und Medienprozessoraufgaben zur Verfügung, die eine umfangreichere Palette von Formaten als Azure Media Encoder unterstützen. Details zu den unterstützten Dateiformaten, die für Partnerencoder verfügbar sind (z. B. Digital Rapids Kayak) finden Sie in der Dokumentation, die von den im Azure Store verfügbaren Partnermedienprozessoren oder -aufgaben zur Verfügung gestellt werden.

Microsoft Azure Media Services ist ein auf OData basierender REST-Dienst, der Objekte wie etwa Medienobjekte, Aufträge, Aufgaben usw. als Entitäten bereitstellt, die auf die gleiche Weise wie andere OData-Entitäten abgefragt werden können. Außerdem verwendet Media Services als Grundlage OData v3. Dies bedeutet, dass Sie HTTP-Anforderungstext im atom+pub- oder im ausführlichen JSON-Format übermitteln und die Antworten im selben Format empfangen können.

Das Hochladen von Inhalten mithilfe der REST-API erfolgt in mehreren Schritten. Das Thema Ingest Assets with the Media Services REST API zeigt, wie Ihre Inhalte in ein Media Services-Konto mithilfe von JSON mit Media Services REST-APIs hochgeladen werden.

Wenn Sie große Dateimengen mithilfe der REST-APIs hochladen möchten, lesen Sie Sammelerfassung von Medienobjekten mithilfe der REST-API.

Das Microsoft Azure Media Services SDK für .NET ist ein Wrapper für die REST-APIs. Mithilfe des SDKs können Sie auf einfachere Weise fast alle Aufgaben ausführen, die von der REST-API bereitgestellt werden.

Das Thema Erfassen von Medienobjekten zeigt das Hochladen mindestens einer Datei aus einem lokalen Verzeichnis in ein Media Services-Konto.

Die folgende WPF-Anwendung zeigt die Verwendung von TAP (Task-based Asynchronous Pattern) zum Hochladen Ihrer Inhalten und Anzeigen des Status. Sie zeigt außerdem, wie die Vorteile mehrerer Speicherkonten zum Vergrößern des verfügbaren Gesamtspeichers auf einen weitaus größeren Wert als den Grenzwert von 200 TB eines einzelnen Speicherkontos genutzt werden können: Vorgehensweise: Verwalten mehrerer Speicherkonten, die mit einem Media Services-Konto verknüpft sind.

Wenn Sie große Dateimengen mithilfe des SDKs für .NET hochladen möchten, lesen Sie Ingesting Assets in Bulk.

Möglicherweise verfügen Sie bereits über vorhandene Blobs in einem Speicherkonto, die Sie in neue Media Services-Medienobjekte kopieren möchten. Im folgenden Thema wird erläutert, wie diese Aufgabe gelöst werden kann. Kopieren eines existierenden Blobs in ein Media Services-Medienobjekt.

  • Hochladen eines Datenstroms in den Speicher-Blob, der dem Azure Media Services-Konto zugeordnet ist.

  • Zuordnen der Datei im Blob zu dem Medienobjekt mithilfe der Media Services REST-APIs.

  • Abrufen einer SAS-URL, die auf die hochgeladene Datei verweist.

Wenn Sie es vorziehen, mit Java zu entwickeln, laden Sie das Azure SDK für Java herunter und installieren es. Dieses SDK enthält die Media Services-Bibliotheken.

Wenn Sie es vorziehen, mit Node.js zu entwickeln, finden Sie weitere Informationen unter Azure Media Services für Node.js.

Unterstützung für Azure Media Services ist jetzt für PHP-Entwickler in der neusten Version des Microsoft Azure PHP SDK verfügbar. Weitere Informationen finden Sie im Blog Open Source PHP SDK für Azure.

Sie können verschiedene Video-, Audio- und Bilddateitypen in ein Media Services-Konto hochladen. Die Typen oder Formate der Dateien, die Sie mithilfe des Media Services SDKs oder mit Uploadtools hochladen können, unterliegen keinen Einschränkungen. Das Azure-Verwaltungsportal schränkt Ihre Uploads jedoch auf die Formate ein, die von Azure Media Encoder unterstützt werden.

Das Hochladen Ihrer Inhalte mit dem Verwaltungsportal unterliegt den folgenden Einschränkungen.

  • Es können nicht mehrere Dateien in einem Uploadvorgang hochgeladen werden.

  • Es können keine Dateien hochgeladen werden, die größer als 200 MB sind. Beachten Sie, dass keine Einschränkungen der Dateigröße vorhanden sind, wenn der Upload aus einem vorhandenen Speicherkonto erfolgt.

  • Es können nicht alle Dateiformate hochgeladen werden, die von Media Services unterstützt werden.

    Dateien mit den folgenden Erweiterungen können hochgeladen werden: .asf, .avi, .m2ts, .m2v, mp4, .mpeg, .mpg, .mts, .ts, .wmv, .3gp, .3g2, .3gp2, .mod, .dv, .vob, .ismv., .m4a.

Das Thema Verwalten von Inhalten in Media Services zeigt, wie Inhalte mithilfe des Verwaltungsportals hochgeladen werden können.

Wenn Sie den Speicher über die Einschränkung von 200 TB pro Speicherkonto hinaus erweitern möchten, können Sie mehrere Speicherkonten mit einem einzelnen Media Services-Konto verknüpfen. Die Möglichkeit, mehrere Speicherkonten mit einem Media Services-Konto zu verknüpfen, bietet die folgenden Vorteile:

  • Lastenausgleich der Medienobjekte über mehrere Speicherkonten hinweg.

  • Skalierung von Media Services für umfangreiche Inhaltsspeicherung und -verarbeitung. Zurzeit ist ein einzelnes Speicherkonto auf 200 TB Speicherplatz eingeschränkt. 

  • Isolieren der Zwischendateispeicherung vom Streaming oder der Speicherung von durch DRM geschützten Dateien.

Weitere Informationen finden Sie unter Managing Media Services Assets across Multiple Storage Accounts. Sehen Sie sich außerdem das folgende WPF-Beispiel an, das die Überwachung der Kapazitätsdaten für Speicherkonten bezüglich der Entscheidung zeigt, in welches Speicherkonto Dateien hochgeladen werden sollen: Vorgehensweise: Verwalten mehrerer Speicherkonten, die mit einem Media Services-Konto verknüpft sind.

Siehe auch

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