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Informationen zur Traffic Manager-Überwachung

Letzte Aktualisierung: Mai 2015

Windows Azure Traffic Manager

Azure Traffic Manager überwacht Ihre Endpunkte einschließlich der Cloud-Dienste und Websites, um sicherzustellen, dass sie verfügbar sind. Damit die Überwachung ordnungsgemäß funktioniert, müssen Sie Traffic Manager für jeden Endpunkt, den Sie im Traffic Manager-Profil angeben, auf die gleiche Weise einrichten. Nachdem Sie die Überwachung konfiguriert haben, zeigt Traffic Manager den Status der Endpunkte und das Profil im Verwaltungsportal an. Sie können Überwachungseinstellungen im Verwaltungsportal auf der Seite Konfigurieren für Ihr Traffic Manager-Profil konfigurieren.
Sie können die folgenden Einstellungen festlegen:

  • Protokoll – Wählen Sie HTTP oder HTTPS aus. Beachten Sie, dass durch die HTTPS-Überwachung nicht überprüft wird, ob das SSL-Zertifikat gültig ist; es wird nur überprüft, ob es vorhanden ist.

  • Port - Wählen Sie den Port aus, der für die Anforderung verwendet wird. Verfügbar sind u. a. die Standardports HTTP und HTTPS.

  • Relativer Pfad und Dateiname – Geben Sie den Pfad und den Namen der Datei an, auf die das Überwachungssystem zugreifen soll. Beachten Sie, dass der Schrägstrich"/"ein gültiger Eintrag für den relativen Pfad ist und bedeutet, dass sich die Datei im Stammverzeichnis (Standardwert) befindet. Weitere Informationen zum Konfigurieren von Einstellungen finden Sie unter Konfigurieren der Traffic Manager-Überwachung.

Azure Traffic Manager zeigt den Zustand des Profils und Endpunktdiensts im Verwaltungsportal an. Die Statusspalte sowohl für das Profil als auch für den Endpunkt enthält den aktuellen Überwachungsstatus. Sie können den Status verwenden, um die Zustand der Profile gemäß den Überwachungseinstellungen von Traffic Manager zu überprüfen. Wenn das Profil fehlerfrei ist, werden DNS-Abfragen auf Grundlage der Lastenausgleichseinstellungen für das Profil (Roundrobin, Leistung oder Failover) auf die Dienste verteilt. Sobald das Traffic Manager-Überwachungssystem eine Änderung des Status erkennt, wird der Statuseintrag im Verwaltungsportal aktualisiert. Es kann bis zu fünf Minuten dauern, bis der Statuswechsel aktualisiert wird.

Status der Endpunktüberwachung

Der Status der Endpunktüberwachung in der folgenden Tabelle ergibt sich aus einer Kombination der Überprüfungsergebnisse für den Endpunktzustand und der Profil- und Endpunktkonfigurationen.

 

Profilstatus Endpunktstatus Status der Endpunktüberwachung
(API und Portal)
Hinweise

Deaktiviert

Aktiviert

Inaktiv

Deaktivierte Profile werden nicht überwacht. Allerdings kann der Endpunktstatus innerhalb der deaktivierten Profile weiterhin verwaltet werden.

<beliebige>

Deaktiviert

Deaktiviert

Deaktivierte Profile werden nicht überwacht. Allerdings kann der Endpunktstatus innerhalb der deaktivierten Profile weiterhin verwaltet werden.

Aktiviert

Aktiviert

Online

Der Endpunkt wird überwacht und ist fehlerfrei.

Aktiviert

Aktiviert

Degraded

Der Endpunkt wird überwacht und weist Fehler auf.

Aktiviert

Aktiviert

CheckingEndpoint

Der Endpunkt wird überwacht, die Ergebnisse der ersten Überprüfung wurden noch nicht empfangen. Dieser Status ist vorübergehend, wenn Sie dem Profil soeben einen neuen Endpunkt hinzugefügt bzw. soeben einen Endpunkt oder ein Profil aktiviert haben.

Aktiviert

Aktiviert

Beendet

Der zugrunde liegende Cloud-Dienst oder die Website wird nicht ausgeführt.

Status der Profilüberwachung

Der Status der Profilüberwachung in der folgenden Tabelle ergibt sich aus der Kombination des Status der Endpunktüberwachung und des Status des konfigurierten Profils.

 

Profilstatus
(wie konfiguriert)
Status der Endpunktüberwachung Status der Profilüberwachung
(API und Portal)
Hinweise

Deaktiviert

<beliebig> oder ein Profil ohne definierte Endpunkte.

Deaktiviert

Endpunkte werden nicht überwacht.

Aktiviert

Der Status mindestens eines Endpunkts lautet "Degraded".

Degraded

Diese Kennzeichnung deutet darauf hin, dass eine Kundenaktion erforderlich ist.

Aktiviert

Der Status mindestens eines Endpunkts lautet "Online". Kein Endpunkt weist den Status "Degraded" auf.

Online

Der Dienst akzeptiert Datenverkehr, und es ist keine Kundenaktion erforderlich.

Aktiviert

Der Status mindestens eines Endpunkts lautet "CheckingEndpoint". Keiner der Endpunkte hat den Status "Online" oder "Degraded".

CheckingEndpoints

Übergangsstatus. Dieser Status tritt normalerweise auf, wenn ein Profil gerade aktiviert wurde und der Endpunktzustand überprüft wird.

Aktiviert

Der Status aller im Profil definierten Endpunkte lautet "Disabled" oder "Stopped", oder für das Profil wurden keine Endpunkte definiert.

Inaktiv

Es sind keine Endpunkte aktiv, das Profil ist jedoch weiterhin aktiviert.

Um die folgende Grafik an die Bildschirmgröße anzupassen, klicken Sie hier.

Eine Zeitachse, die den Überwachungsvorgang für einen einzelnen Cloud-Dienst veranschaulicht, wird unten gezeigt. Das Szenario veranschaulicht Folgendes:

  • Der Cloud-Dienst ist verfügbar und empfängt Datenverkehr AUSSCHLIESSLICH über dieses Traffic Manager-Profil.

  • Der Cloud-Dienst steht nicht mehr zur Verfügung.

  • Der Cloud-Dienst bleibt deutlich über die DNS-Gültigkeitsdauer hinaus nicht verfügbar

  • Der Cloud-Dienst steht erneut zur Verfügung.

  • Der Cloud-Dienst setzt den Empfang von Datenverkehr AUSSCHLIESSLICH über dieses Traffic Manager-Profil fort.

Traffic Manager-Überwachungssequenz

Abbildung 1 – Beispiel für eine Überwachungssequenz. Die Ziffern im Diagramm entsprechen den Nummern in der nachstehenden Erklärung.

  1. GET – Das Traffic Manager-Überwachungssystem führt einen GET-Befehl für den Pfad und die Datei aus, die Sie in den Überwachungseinstellungen angegeben haben.

  2. 200 OK – Das Überwachungssystem erwartet innerhalb von 10 Sekunden die HTTP-Nachricht "200 OK". Wenn diese Meldung empfangen wird, geht das System davon aus, dass der Cloud-Dienst verfügbar ist.

    noteHinweis
    Wenn die Meldung "200 OK" zurückgegeben wird, geht der Traffic Manager davon aus, dass ein Endpunkt online ist. Wenn ein Nicht-200-Status empfangen wird, wird davon ausgegangen, dass der Endpunkt nicht verfügbar ist, was einem Überprüfungsfehler entspricht.

  3. 30 Sekunden zwischen Überprüfungen - Diese Überprüfung wird alle 30 Sekunden ausgeführt.

  4. Cloud-Dienst nicht verfügbar – Der Cloud-Dienst ist nicht verfügbar. Traffic Manager bemerkt dies erst bei der folgenden Überprüfung.

  5. Versuche, auf die Überwachungsdatei zuzugreifen (4 Versuche) – Das Überwachungssystem führt einen GET-Befehl aus, empfängt jedoch innerhalb von 10 Sekunden oder weniger keine Antwort. Es werden drei weitere Versuche im Abstand von jeweils 30 Sekunden unternommen. Dies bedeutet, dass das Überwachungssystem innerhalb maximal 1,5 Minuten erkennt, wenn ein Dienst nicht mehr verfügbar ist. Wenn einer der Versuche erfolgreich ist, wird die Anzahl der Versuche zurückgesetzt. Auch wenn die Nachrichten "200 OK" nach der Ausführung eines GET-Befehls zurückgegeben werden, wird dies vom Überwachungssystem als Fehlversuch gewertet, wenn zwischenzeitlich mehr als 10 Sekunden vergangen sind.

  6. Als "Degraded" gekennzeichnet – Nach dem vierten Fehler in Folge kennzeichnet das Überwachungssystem den nicht verfügbaren Cloud-Dienst als "Degraded".

  7. Datenverkehr zum Cloud-Dienst nimmt ab: Es kann sein, dass weiterhin Datenverkehr an den nicht verfügbaren Cloud-Dienst gesendet wird. Clients stellen Fehler fest, da der Dienst nicht mehr verfügbar ist. Clients und sekundäre DNS-Server haben den DNS-Eintrag für die IP-Adresse des nicht verfügbaren Cloud-Diensts zwischengespeichert. Der DNS-Name der Unternehmensdomäne wird daher auch weiterhin in die IP-Adresse des Diensts aufgelöst. Darüber hinaus geben sekundäre DNS-Server möglicherweise noch die DNS-Informationen des nicht verfügbaren Diensts weiter. Da Clients und sekundäre DNS-Server aktualisiert werden, verlangsamt sich der Datenverkehr an die IP-Adresse des nicht verfügbaren Diensts. Das Überwachungssystem wird weiterhin ausgeführt, und Überprüfungen werden alle 30 Sekunden vorgenommen. In diesem Beispiel antwortet der Cloud-Dienst nicht und bleibt unerreichbar.

  8. Datenverkehr an den Cloud-Dienst wird unterbrochen – Zu diesem Zeitpunkt sollten die meisten DNS-Server und -Clients bereits aktualisiert worden sein und kein Datenverkehr mehr an den nicht verfügbaren Dienst gesendet werden. Die maximale Zeitdauer vor vollständigen Beendigung des Datenverkehrs ist abhängig von der Gültigkeitsdauer. Die standardmäßig DNS-Gültigkeitsdauer beträgt 300 Sekunden (5 Minuten). Wenn Sie diesen Wert verwenden, wird die Verwendung des Diensts durch den Client nach 5 Minuten beendet. Das Überwachungssystem führt weiterhin alle 30 Sekunden eine Überprüfung durch, und der Cloud-Dienst reagiert nicht.

  9. Der Cloud-Dienst wird wieder online geschaltet und empfängt Datenverkehr: Der Dienst wird wieder verfügbar; Traffic Manager erhält davon jedoch erst nach einer Prüfung durch das Überwachungssystem Kenntnis.

  10. Der Datenverkehr mit dem Dienst wird fortgesetzt – Traffic Manager sendet einen GET-Befehl und empfängt in weniger als 10 Sekunden die Meldung "200 OK". Anschließend wird damit begonnen, den DNS-Namen des Cloud-Diensts an DNS-Server zu vergeben, sobald diese Updates anfordern. Der Datenverkehr an den Dienst wird folglich wieder aufgenommen.

In der folgenden Tabelle wird das Verhalten der Traffic Manager-Überwachung für untergeordnete und übergeordnete Profile eines geschachtelten Profils und die Einstellung minChildEndpoints beschrieben. Weitere Informationen finden Sie unter Traffic Manager-Übersicht.

 

Status der Überwachung des untergeordneten Profils Status der Überwachung des übergeordneten Endpunkts Hinweise

Deaktiviert

Dies ergibt sich daraus, dass Sie das Profil deaktiviert haben.

Beendet

Der Zustand des übergeordneten Endpunkts ist Stopped, nicht Disabled. Der Zustand Disabled gibt an, dass Sie den Endpunkt im übergeordneten Profil deaktiviert haben.

Degraded

Mindestens ein untergeordneter Endpunkt weist den Zustand Degraded auf.

Zustand Online, wenn die Anzahl der Onlineendpunkte im untergeordneten Profil mindestens dem Wert von minChildEndpoints entspricht.

Zustand CheckingEndpoint, wenn die Anzahl der Online- zuzüglich der Anzahl der CheckingEndpoint-Endpunkte im untergeordneten Profil mindestens dem Wert von minChildEndpoints entspricht.

Andernfalls Zustand Degraded.

Datenverkehr wird an einen Endpunkt mit dem Status CheckingEndpoint weitergeleitet.

Wenn minChildEndpoints auf einen zu hohen Wert festgelegt wird, weist der übergeordnete Endpunkt immer den Status Degraded auf.

Online

Mindestens ein untergeordnetes Element weist den Zustand Online auf und kein Element den Zustand Degraded.

Siehe oben.

CheckingEndpoints

Mindestens ein Element weist den Status CheckingEndpoint auf, kein Element den Status Online oder Degraded.

Siehe oben.

Inaktiv

Alle Endpunkte sind Disabled oder Stopped, oder es handelt sich um ein Profil ohne Endpunkte.

Beendet

Siehe auch

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