Überblick über Visual Studio .NET 2003

Veröffentlicht: 31. Jan 2003 | Aktualisiert: 23. Jun 2004

Visual Studio .NET 2003 integriert Module wie Visual J# oder Compact Framework in die schon bewährte Entwicklungsumgebung für .NET-Software Visual Studio .NET.

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Programmierer können mit Visual Studio .NET 2003 folgende Software entwickeln:

  • schnelle Anwendungen für Windows-Betriebssysteme

  • Pocket PC-Anwendungen

  • sichere Web-Anwendungen

  • sichere Web-Anwendungen für Mobilgeräte, die sich an die Fähigkeiten des Gerätes anpassen.

  • XML Web Services

Das Interesse an der ersten Version war immens groß. 1700 Teilnehmer hatte der Launch von Visual Studio .NET im April 2002 nach Karlsruhe gelockt. Knapp ein Jahr später steht die Folgeversion Visual Studio .NET 2003 in den Startlöchern. Sie soll zum selben Zeitpunkt wie Windows Server 2003 auf den Markt kommen. Besonderen Wert haben die Entwicklungsteams von Visual Studio .NET 2003 auf folgende Punkte gelegt: Fehlerbereinigung, Integration von Modulen, die zwar schon verfügbar waren, aber noch separat installiert werden mussten, Kompatibilität zur und Zusammenarbeit mit der Vorgängerversion und ein Abstimmen von Visual Studio .NET 2003 auf Windows Server 2003. In der folgenden Liste finden Sie die wichtigsten Merkmale von Visual Studio .NET 2003.

  • Das neue Visual Studio .NET 2003 kann auf einem Rechner installiert werden, auf dem auch Visual Studio .NET läuft. Weder die beiden Entwicklungsumgebungen noch die beiden Frameworks kommen sich ins Gehege.

  • Programme, die mit Visual Studio .NET 2003 erzeugt wurden, laufen auch unter dem .NET Framework 1.0 und umgekehrt.

  • Visual J# ist in die Entwicklungsumgebung integriert. Damit gesellt sich zu den Sprachen C#, Visual Basic und Visual C++ noch Java hinzu. Mit allen Sprachen können Programme für das .NET Framework geschrieben werden.

  • Die Smart Device Extensions und der Compact Framework stecken im Paket von Visual Studio .NET 2003. Somit lässt sich mit Visual Studio .NET 2003 auch Software für Smart Devices wie Pocket PC entwickeln.

  • Visual Studio .NET 2003 erzeugt auf Wunsch so genannte side-by-side Assemblies. Das bedeutet, dass mehrere Versionen einer Assembly gleichzeitig auf einem System installiert sein können. Jede Version lässt sich unabhängig von den anderen installieren/deinstallieren und verwenden.

  • WindowsForms-Controls können nun als ActiveX-Controls verwendet werden und finden somit Eingang in die Programme von Drittanbietern.

  • Das Zusammenstellen eines Setup-Programms gelingt jetzt noch schneller. Visual Studio .NET 2003 baut .NET Framework mit ein. Das Setup-Programm prüft dann, ob auf dem Ziel-Computer der Framework schon vorhanden ist und installiert ihn bei Bedarf.

  • Die Base Class Library ist um eine FolderBrowser-Klasse erweitert. Dabei handelt es sich um einen Open-Dialog, der aber nicht für Dateien sondern für Verzeichnisse eingesetzt wird.

  • COM+-Features können jetzt über System.EnterpriseServices genutzt werden, ohne eine Klasse von Component ableiten zu müssen.

  • Das Einfügen einer Web Referenz innerhalb der Entwicklungsumgebung ist übersichtlicher gestaltet.

  • Die Intellisense-Technologie wurde für Attribute vorbessert.

  • Entwickler, die mit Visual Basic .NET arbeiten, können – ähnlich wie in Visual Basic 6 - Änderungen ausprobieren, bevor Sie sie auf Festplatte speichern.

  • Die Klassen System.Net und System.Web.Services unterstützen den Standard der kommenden Internet-Adressen (IPv6).

Wie schon der Vorgänger Visual Studio .NET wird es Visual Studio .NET 2003 in drei Versionen geben.

  • Enterprise Architect

  • Enterprise Developer

  • Professional

In Kürze werden Sie auf MSDN Online mehr Informationen über das neue Entwicklungstool finden. Wiederkommen lohnt sich also.


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