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Programmiersprachen

Visual Studio .NET 2003

Die Wahl der Programmiersprache hängt einerseits von den vorhandenen Programmierkenntnissen und andererseits vom Einsatzbereich der zu erstellenden Anwendung ab. Kleinere Anwendungen werden häufig mit nur einer Programmiersprache erstellt, bei größeren Anwendungen ist es durchaus üblich, auch mehrere einzusetzen.

Soll beispielsweise eine Anwendung um bestehende XML-Webdienste erweitert werden, ist die Verwendung einer Skriptsprache mit keinem oder nur geringfügigem Aufwand verbunden. Bei Client-Server-Anwendungen sollte für die gesamte Anwendung nur eine Sprache gewählt werden, und zwar diejenige, mit der die Programmierer bereits am besten vertraut sind. Für die Erstellung neuer Enterpriseanwendungen, bei der große Entwicklerteams an unterschiedlichen Standorten einzelne Komponenten und Dienste erstellen, erweist sich der Einsatz verschiedener Programmiersprachen entsprechend den Fähigkeiten der Entwickler und möglicher langfristiger Wartungsanforderungen als sehr sinnvoll.

Bei der Entwicklung mit Programmiersprachen der .NET-Plattform, einschließlich Visual Basic .NET, Visual C# und Managed Extensions for C++ sowie vieler anderer Programmiersprachen verschiedener Anbieter, kann über einen allgemeinen Satz einheitlicher Programmierklassen auf die Dienste und Features von .NET Framework zugegriffen werden. Durch die einheitlichen Klassen des .NET wird eine konsistente Methode für den Zugriff auf Funktionen der Plattform bereitgestellt. Bei Verwendung der Klassenbibliothek wird deutlich, dass alle Aufgaben einer einheitlichen Architektur folgen. Es ist daher nicht mehr notwendig, bei der Entwicklung einer Anwendung verschiedene API-Architekturen zu beherrschen.

In den meisten Fällen können praktisch alle von Microsoft angebotenen Programmiersprachen verwendet werden. Dennoch hat jede Programmiersprache ihre eigenen Stärken, und es ist sinnvoll, die jeweils spezifischen Eigenschaften zu kennen. Der folgende Abschnitt dient als Hilfe bei der Auswahl der richtigen Programmiersprache für die jeweilige Anwendung.

Visual Basic .NET

Bei Visual Basic .NET handelt es sich um die Folgegeneration der Microsoft-Programmiersprache Visual Basic. Mit Visual Basic können schnell und einfach .NET-Anwendungen, einschließlich Webdienste und ASP.NET-Webanwendungen, erstellt werden. In Visual Basic geschriebene Anwendungen beruhen auf den Diensten der Common Language Runtime. Außerdem können die Vorteile von .NET Framework genutzt werden.

Visual Basic bietet eine Vielzahl neuer und verbesserter Features, z. B. Vererbung, Schnittstellen und Überladen, und wird dadurch zu einer leistungsfähigen objektorientierten Programmiersprache. Weitere neue Sprachfeatures umfassen Free-Threading und die strukturierte Ausnahmebehandlung. In Visual Basic sind darüber hinaus .NET Framework und die Common Language Runtime vollständig integriert. Dadurch werden Sprachinteroperabilität, Garbage Collection, erweiterte Sicherheitskonzepte und eine verbesserte Unterstützung der Versionskontrolle bereitgestellt. In Visual Basic wird die einfache Vererbung unterstützt. Ferner wird Code in MSIL (Microsoft Intermediate Language) erzeugt, der an einen Compiler für systemeigenen Code übergeben werden kann.

Visual Basic kann vergleichsweise einfach erlernt und verwendet werden und wurde in den vergangenen 10 Jahren zur bevorzugten Sprache für viele Entwickler. Kenntnisse in Visual Basic können vielfältig eingesetzt werden, so z. B. beim Schreiben von Makros in Visual Studio und bei der Programmierung in Anwendungen wie Microsoft Excel, Access und Word.

Mit Visual Basic werden Prototypen einiger gebräuchlicher Projekttypen bereitgestellt:

  • Windows-Anwendung
  • Klassenbibliothek
  • Windows-Steuerelementbibliothek
  • ASP.NET-Webanwendung
  • ASP.NET-Webdienst
  • Web-Steuerelementbibliothek
  • Konsolenanwendung
  • Windows-Dienst

Weitere Informationen finden Sie unter Visual Basic-Sprache und Automatisieren von wiederkehrenden Aktionen mit Makros.

Visual C# .NET

Visual C# (ausgesprochen als "C sharp") wurde mit dem Ziel entwickelt, eine schnelle und einfache Lösung zur Erstellung von .NET-Anwendungen, einschließlich Webdiensten und ASP.NET-Webanwendungen, anzubieten. In Visual C# geschriebene Anwendungen beruhen auf den Diensten der Common Language Runtime. Außerdem können die Vorteile von .NET Framework vollständig genutzt werden.

C# ist eine einfache, professionelle, typsichere und objektorientierte Sprache, die erst kürzlich von Microsoft für ein breites Spektrum möglicher Anwendungen entwickelt wurde. Wer mit C oder einer ähnlichen Sprache vertraut ist, wird kaum Probleme bei der Aneignung von C# haben. C# wurde entworfen, um C++-Programmierern eine schnelle Entwicklung zu ermöglichen, ohne dabei auf die Stärke und Sicherheit zu verzichten, die C und C++ auszeichnen. Aufgrund dieser Verwandtschaft gibt es einen hohen Grad an Übereinstimmung zwischen C# und C bzw. C++. Entwickler, die mit diesen Sprachen vertraut sind, können mit C# schnell produktiv werden. C# stellt systeminterne Mechanismen für vertrauenswürdigen Code bereit, die einen hohen Standard für Sicherheit, Garbage Collection und Typsicherheit gewährleisten. In C# wird die einfache Vererbung unterstützt. Ferner wird Code in MSIL (Microsoft Intermediate Language) erzeugt, der an einen Compiler für systemeigenen Code übergeben werden kann.

Darüber hinaus sind in C# .NET Framework und die Common Language Runtime vollständig integriert. Dadurch werden Sprachinteroperabilität, Garbage Collection, erweiterte Sicherheitskonzepte und eine verbesserte Unterstützung der Versionskontrolle bereitgestellt. C# vereinfacht und modernisiert einige der komplexeren Aspekte von C und C++. Dazu gehören Namespaces, Klassen, Enumerationen, Überladen und die strukturierte Ausnahmebehandlung. Außerdem wurden einige Features von C und C++ entfernt, wie z. B. Makros, Mehrfachvererbung und virtuelle Basisklassen. Entwicklern, die zurzeit mit C++ arbeiten, wird mit C# eine leistungsfähige, hoch produktive Sprache als Alternative angeboten.

Mit Visual C# werden Prototypen einiger gebräuchlicher Projekttypen bereitgestellt:

  • Windows-Anwendung
  • Klassenbibliothek
  • Windows-Steuerelementbibliothek
  • ASP.NET-Webanwendung
  • ASP.NET-Webdienst
  • Web-Steuerelementbibliothek
  • Konsolenanwendung
  • Windows-Dienst

Weitere Information finden Sie unter Features von Visual C# Standard Edition und Tour durch die C#-Sprache.

Visual C++ .NET

Bei Visual C++ .NET handelt es sich um die Folgegeneration der Microsoft-Programmiersprache Visual C++. Visual C++ ist von jeher die am besten geeignete Sprache für die Erstellung leistungsfähiger Anwendungen für Microsoft Windows und das World Wide Web gewesen.

Mit Visual C++ wird eine Vielzahl von wichtigen Bibliotheken bereitgestellt, die bei der Erstellung von Anwendungen hilfreich sind. Dazu gehören Active Template Library (eine Gruppe von vorlagenbasierten C++-Klassen für COM-Objekte), ATL Server Library (eine Gruppe von systemeigenen C++-Klassen zur Erstellung von Webanwendungen, Webdiensten und anderen Serveranwendungen) und Microsoft Foundation Classes (eine Gruppe von Klassen, die Anwendungen unterstützen, die für das Windows-API geschrieben wurden).

Mit Visual C++ werden Prototypen einiger gebräuchlicher Projekttypen bereitgestellt:

  • ATL (Active Template Library)-Projekt
  • ATL-Serverprojekt
  • ATL-Serverwebdienst
  • Benutzerdefinierter Assistent
  • DLL für erweiterte gespeicherte Prozeduren
  • Makefile-Projekt
  • ASP.NET-Webdienst
  • Klassenbibliothek (.NET)
  • Konsolenanwendung (.NET)
  • Windows-Steuerelementbibliothek (.NET)
  • Windows Forms-Anwendung (.NET)
  • Windows-Dienst (.NET)
  • ActiveX-Steuerelement der Microsoft Foundation Classes (MFC)
  • MFC-Anwendung
  • MFC-DLL
  • MFC-ISAPI-Erweiterungs-DLL
  • Win32-Projekt

Weitere Informationen finden Sie unter Visual C++ und Visual C++ .NET Standard Edition.

Managed Extensions for C++

Bei der Entwicklung neuer Anwendungen oder Komponenten können die vorhandenen Kenntnisse von C++ eingesetzt werden, um mit Managed Extensions for C++ verwalteten Code zu erstellen. Die Verwendung von Managed Extensions bietet den Vorteil, dass hier die Common Language Runtime unterstützt und deren Dienste verwendet werden können (wie z. B. Speicherverwaltung, sprachübergreifende Integration, Sicherheit des Codezugriffs und automatische Steuerung des Lebenszyklus von Objekten).

Managed Extensions for C++ stellt außerdem eine einfache Lösung für die Integration bestehender Anwendungen in das .NET Framework bereit. Das ist beispielsweise erforderlich, wenn nicht verwalteter Code in .NET eingebunden werden soll. Da bereits vorher eine statische Kompilierung sowie die Verknüpfung mit Bibliotheken, DLLs und verschiedenen nicht verwalteten C++-Klassen erfolgt ist, muss der bestehende Win32-Code nur noch als .NET-Anwendung übersetzt werden. Falls der Zeitplan dies zulässt, könnten an dieser Stelle die Komponenten überarbeitet werden, um die Vorteile der Features von verwaltetem Code nutzen zu können.

Weitere Informationen finden Sie unter Programmierung mit Managed Extensions for C++.

Transact-SQL

Bei Transact-SQL handelt es sich um eine systemeigene Sprache für das Speichern, Ändern und Abrufen von Informationen aus relationalen Microsoft SQL Server-Datenbanken. Transact-SQL kann außerdem verwendet werden, um Datenbanken und in Datenbanken speicherbare Objekte zu erstellen, z. B. Tabellen, Spalten, Trigger, Schlüssel, Indexe, Ansichten, gespeicherte Prozeduren und Funktionen. Transact-SQL wird vollständig durch den Visual Studio-Editor und durch die von Visual Database Tools bereitgestellten Designer unterstützt.

Hinweis   Visual Database Tools kann auch mit einer Oracle-Datenbank verbunden werden. Beim Einsatz von Oracle-Datenbanken wird durch Visual Database Tools die entsprechende Oracle-spezifische SQL-Syntax verwendet. Weitere Informationen finden Sie unter Oracle-Datenbanken.

Weitere Informationen finden Sie auch unter SQL Server 2000 und Visual Database Tools.

Skriptsprachen

Während sich die technologische Entwicklung auf Internetanwendungen konzentriert hat, hält auch die Entwicklung weiterer neuer Lösungen für Probleme bei der Programmierung in verteilten Umgebungen an. Skriptsprachen sind als solche nichts Neues. Doch haben jüngste Entwicklungen einige ganz besonders leistungsstarke Varianten hervorgebracht. Mit diesen neuen Skriptsprachen ist es möglich, die Behandlung von administrativen Aufgaben und Programmereignissen sehr einfach mit Hilfe von Skripts auf einem lokalen Arbeitsplatzrechner oder auf einer entfernten Konsole auszuführen.

Windows Script Host

Bei Windows Script Host (WSH) handelt es sich um eine sprachunabhängige Skriptumgebung für die 32-Bit-Windows-Plattform. Mit WSH bietet Microsoft Skriptmodule für VBScript, Jscript und Jscript .NET an. Diese Skriptsprachen können in den ASP-Seiten eines Webservers, in HTML-Seiten für den Internet Explorer und in Skiptmodulen des Windows Script Host für Windows 98 und Windows 2000 verwendet werden.

Mit WSH können administrative Aufgaben auf einem Server unter Verwendung einer dieser Skriptsprachen automatisiert werden. So kann beispielsweise ein Administrator mit VBScript ein Skript schreiben, mit dem neue virtuelle Verzeichnisse erstellt werden können. Anschließend wird, während WSH im Hintergrund läuft, die Skriptdatei über die Kommandozeile ausgeführt, um beispielsweise ein neues virtuelles Verzeichnis für eine Website zu erstellen. Zusätzlich kann der Administrator ein separates Skript schreiben, mit dem mehrere Websites oder mehrere physische Server angesteuert werden.

Von Drittanbietern werden ActiveX-Skriptmodule für weitere Sprachen wie Perl, TCL, REXX und Python angeboten.

Weitere Informationen finden Sie unter Windows Script Host.

VBScript

Bei VBScript (Microsoft Visual Basic Scripting Edition) handelt es sich um eine Teilmenge der Sprache Microsoft Visual Basic. Programmierern, die Visual Basic kennen, erscheint diese Sprache sehr vertraut. Dennoch sind die beiden nicht identisch. VBScript wurde eigens für die Ausführung in IE (Internet Explorer)-Browsern entwickelt und enthält daher keine Features, die in normalen Programmiersprachen üblich sind, wie z. B. Dateizugriff und Drucken. Andererseits ist es bei VBScript aber möglich, das FileSystem-Objekt für die Manipulation von Dateien zu verwenden.

Mit VBScript können aktive Skripts für ein breites Spektrum von Umgebungen erstellt werden, inklusive Skripts für IE-Webclients und Webserver wie IIS (Microsoft Internet Information Services), Microsoft ISA (Internet Security und Acceleration) Server sowie Sun Solaris. VBScript ist eine schnelle, portierbare, interpretierte, objektbasierte Skriptsprache, mit der direkt in HTML-Seiten eingebetteter Quellcode ausgeführt werden kann. VBScript kann verwendet werden, um WSH-, ASP- und HTML-Seiten intelligent und interaktiv zu gestalten.

Ebenso wie JScript kann VBScript mit Hilfe von Windows Script mit Hostanwendungen verknüpft werden. Bei der Verwendung von Windows Script benötigen Browser und andere Hostanwendungen keinen speziellen Integrationscode für jede einzelne Skriptkomponente. Durch Windows Script ist der Host in der Lage, Skripts zu übersetzen, Einstiegspunkte zu erhalten oder aufzurufen sowie die dem Entwickler zur Verfügung stehenden Namespaces zu verwalten.

VBScript ist eine Sprache mit flexibler Typbindung. Dies bedeutet, dass der Datentyp einer Variablen nicht explizit deklariert werden muss. So ist in VBScript das explizite Deklarieren von Datentypen generell auch gar nicht möglich. In vielen Fällen führt VBScript notwendige Konvertierungen automatisch aus. Beispielsweise wird beim Hinzufügen einer Zahl zu einem Textelement (einer Zeichenfolge) die Zahl in Text konvertiert.

Weitere Informationen finden Sie unter VBScript-Benutzerhandbuch. VBScript wird durch IE, IIS und ISA bereitgestellt. Sie können die Sprache aber auch von der Microsoft Windows Script Technologies-Website (http://msdn.microsoft.com/scripting/default.htm?/scripting/vbscript/default.htm, nur auf Englisch verfügbar) downloaden.

JScript

Microsoft JScript wurde für die Skripterstellung von Webseiten entworfen. JScript entspricht der Sprachspezifikation ECMA 262. Bei JScript handelt es sich um eine leistungsfähige Skriptsprache, die speziell auf die Verwendung im Internet ausgerichtet ist. Ebenso wie VBScript ist JScript eine interpretierte, objektbasierte Skriptsprache, mit der direkt in HTML-Seiten eingebetteter Quellcode ausgeführt werden kann. JScript wird sowohl von Internet Explorer als auch von Netscape-Browsern verarbeitet.

Ebenso wie VBScript kann JScript durch Windows Script Host mit Hostanwendungen verknüpft werden. Mit Windows Script Host benötigen Browser und andere Hostanwendungen keinen besonderen Integrationscode für jede einzelne Skriptkomponente. Durch Windows Script Host ist der Host in der Lage, Skripts zu übersetzen, Einstiegspunkte zu erhalten oder aufzurufen, sowie die dem Entwickler zur Verfügung stehende Namespaces zu verwalten.

JScript ist eine Sprache mit flexibler Typbindung. Dies bedeutet, dass der Datentyp einer Variablen nicht explizit deklariert werden muss. So ist in JScript das explizite Deklarieren von Datentypen generell auch gar nicht möglich. In vielen Fällen führt JScript notwendige Konvertierungen automatisch aus. Beispielsweise wird beim Hinzufügen einer Zahl zu einem Textelement (einer Zeichenfolge) die Zahl in Text konvertiert.

Weitere Informationen finden Sie unter JScript.

JScript .NET

JScript .NET stellt die Folgegeneration der von Microsoft implementierten ECMA 262-Sprache dar. Sie wurde in Verbindung mit ECMAScript Edition 4 entwickelt. JScript .NET wurde für die Ausführung innerhalb der Common Language Runtime entworfen, um hier die Ausführung von Code zu verwalten und Dienste bereitzustellen, die den Prozess der Anwendungsentwicklung vereinfachen. Durch JScript .NET werden Features wie sprachübergreifende Integration, sprachübergreifende Ausnahmebehandlung, erweiterte Sicherheit, Versionsverwaltung und Weitergabeunterstützung, ein vereinfachtes Modell der Interaktion von Komponenten sowie Dienste für das Debuggen und die Profilerstellung zur Verfügung gestellt.

Durch Kombination der Features des klassischen JScript (es ist vollständig abwärtskompatibel) mit der Common Language Runtime und den wirksamsten Features der klassenbasierten Sprachen sind in JScript .NET die Vorzüge aller derzeitigen Entwicklungskonzepte vereint. Zu den Verbesserungen von JScript .NET zählen die echte Kompilierung von Code, typisierte und nicht typisierte Variablen, Klassen (mit Vererbung, Überladen von Funktionen, Eigenschaftenaccessoren usw.), Pakete, sprachübergreifende Unterstützung und der Zugriff auf .NET Framework.

Weitere Informationen finden Sie unter Neues in JScript .NET.

XML (Extensible Markup Language)

Mit XML steht ein Format zur Beschreibung von strukturierten Daten zur Verfügung. Damit können Inhalte präzise deklariert und sinnvolle Suchergebnissen über mehrere Plattformen hinweg erzielt werden. In XML werden Informationen und Daten eher unter dem Aspekt ihrer Verwendung statt ihrer Darstellung definiert. Dadurch können Informationen und Daten verschiedener Anwendungen verwendet werden, wodurch das Konzept der Wiederverwendbarkeit und Erweiterbarkeit von Anwendungen unterstützt wird. Bei XML handelt es sich um eine Meta-Markup-Sprache mit wachsender Bedeutung. Sie ist insbesondere für die Verwendung im Internet geeignet.

Besondere Beachtung ist der Tatsache beizumessen, dass die verschiedenen Windows Server 2003, Enterprise Edition XML als Datenaustauschformat unterstützen. So ist es beispielsweise dank des SQL-XML-Features von SQL Server 2000 möglich, dass .NET-Anwendungen als Ergebnis einer Datenbankabfrage ein XML-Dokument erhalten anstatt des üblichen relationalen Ergebnissets. XML ist als bedeutsame Technologie der .NET-Plattform anzusehen, da durch diese Sprache eine neue Generation von webbasierten Client- und Providerdiensten möglich wird.

XML ersetzt jedoch nicht HTML. Obwohl es sich bei beiden um Markup-Sprachen handelt, funktionieren sie komplementär. Die Stärke von HTML liegt in der Anzeige von Informationen, während XML eigens für die Beschreibung von Informationen entwickelt wurde. Die Stärke von XML liegt vor allem in der Fähigkeit, die Benutzeroberfläche und die anzuzeigenden Daten voneinander zu trennen und damit plattformübergreifend wirksam zu werden, wie bereits weiter oben ausgeführt.

In verteilten Anwendungsumgebungen ist es mit XML-Messaging möglich, Daten sehr einfach durch Firewalls und zwischen heterogenen Systemen unter Verwendung der standardisierten Transportmechanismen zu senden. Was in einer Anwendung auch immer benötigt wird, ob Import, Export, Datenaustausch, Interoperabilität mit anderen Anwendungen (wie z. B. Office 2000 oder Exchange 2000), Analyse, Modifizierung, Datenzugriff, Datenspeicherung: Mit XML steht ein einfaches Datenaustauschformat zur Verfügung. In Visual Studio .NET werden einige sehr wirkungsvolle Tools für die Arbeit mit XML und den bevorzugten Programmiersprachen bereitgestellt.

Weitere Informationen finden Sie unter XML in Visual Studio.

Visual J++

Microsoft stellt JUMP to .NET (Java User Migration Path to Microsoft .NET) als eine Gruppe von Technologien und Diensten bereit, mit deren Hilfe Programmierer Java-Projekte unter der Microsoft .NET-Plattform weiterverwenden, erweitern und auch migrieren können. Mit JUMP to .NET können die Vorteile bereits vorhandener Programmierkenntnisse in Visual J++ und entsprechender Quellcode weiterhin genutzt werden. Außerdem können bestehende Anwendungen und Komponenten auch auf der .NET-Plattform erweitert werden. Wenn Sie bereits mit der Sprache Visual J++ vertraut sind, können Sie damit neue .NET-Anwendungen erstellen oder mit Hilfe von Tools zur automatischen Migration vorhandenen Code ganz einfach in die neue Sprache C# migrieren.

Weitere Informationen finden Sie auf der Microsoft Visual J++-Website (http://www.microsoft.com/germany/ms/entwicklerprodukte/visualnet/vj/default.asp).

Weitere Sprachen

Microsoft kooperiert mit vielen Firmen, um deren Sprachen auf der .NET-Plattform anzubieten. Zusätzlich zu den von Microsoft entwickelten wurden bereits viele weitere Sprachen in die .NET-Plattform integriert. Dazu gehören:

  • COBOL for Microsoft .NET
  • Perl for Microsoft .NET
  • Eiffel for Microsoft .NET
  • Python for Microsoft .NET
  • Pascal for Microsoft .NET
  • Mercury for Microsoft .NET
  • Mondrian for Microsoft .NET
  • Oberon for Microsoft .NET
  • Salford FTN95 (Fortran) for Microsoft .NET
  • SmallTalk for Microsoft .NET
  • Standard ML for Microsoft .NET
  • Dyalog APL for Microsoft .NET

Weitere Informationen erhalten Sie beim Hersteller der jeweiligen Programmiersprache.

Siehe auch

Entscheidungshilfediagramm | Visual Basic-Sprache | Visual C#-Sprache | Visual C++ | Neues in JScript .NET | XML in Visual Studio

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