Deklarationen der App-Funktionen (Windows-Runtime-Apps)

Applies to Windows and Windows Phone

Apps, die programmgesteuerten Zugriff auf Benutzerressourcen wie Bilder oder auf Geräte wie eine Kamera benötigen, müssen die entsprechende Funktion deklarieren. Eine App fordert Zugriff an, indem sie Funktionen in ihrem Paketmanifest deklariert. Sie können die meisten Funktionen deklarieren, indem Sie den Manifest-Designer in Microsoft Visual Studio verwenden oder die Funktionen wie unter So wird's gemacht: Angeben von Funktionen in einem Paketmanifest beschrieben dem Paketmanifest manuell hinzufügen.

Eine App wird bei der Übermittlung an den Store geprüft, um sicherzustellen, dass die deklarierten Funktionen der Beschreibung der App entsprechen. Das Deklarieren einer großen Anzahl von Funktionen oder das Deklarieren bestimmter Funktionen, bei denen Benutzer unter Umständen sensibel reagieren, könnte eine strengere Prüfung der App zur Folge haben, wenn Sie sie an den Store übermitteln. Kunden, die die App über den Store beziehen, werden über alle von der App deklarierten Funktionen informiert.

Es gibt zwei Arten von Store-Konten: Unternehmenskonten und persönliche Konten. Apps, die die nachfolgend beschriebenen Funktionen zur speziellen Verwendung einsetzen, erfordern zum Senden an den Store ein Unternehmenskonto. Weitere Informationen zu Unternehmenskonten finden Sie unter Kontotypen, Standorte und Gebühren.

Hier erfahren Sie Einzelheiten zu geschützten Ressourcen und den Funktionen, die für den Zugriff darauf erforderlich sind.

Funktionen zur allgemeinen Verwendung

Funktionen zur allgemeinen Verwendung gelten für die meisten allgemeinen App-Szenarien.

Musik

Die musicLibrary-Funktion bietet programmgesteuerten Zugriff auf die Musik des Benutzers, wodurch die App alle Dateien in der Bibliothek auflisten und ohne Eingreifen des Benutzers darauf zugreifen kann. Diese Funktion wird in der Regel in Jukebox-Apps verwendet, die auf die gesamte Musikbibliothek zugreifen müssen.

Die file picker bietet einen stabilen UI-Mechanismus, mit dem Benutzer Dateien zur Verwendung mit einer App öffnen können. Deklarieren Sie die musicLibrary-Funktion nur, wenn die Szenarien für Ihre App programmgesteuerten Zugriff erfordern und dieser nicht mithilfe der file picker möglich ist. Ein Beispiel für das Zugreifen auf Dateien in einer Bibliothek finden Sie im Artikel Schnellstart: Programmgesteuerter Dateizugriff.

Bilder

Die picturesLibrary-Funktion bietet programmgesteuerten Zugriff auf die Bilder des Benutzers, wodurch die App alle Dateien in der Bibliothek auflisten und ohne Eingreifen des Benutzers darauf zugreifen kann. Diese Funktion wird in der Regel in Fotowiedergabe-Apps verwendet, die auf die gesamte Bildbibliothek zugreifen müssen.

Die file picker bietet einen stabilen UI-Mechanismus, mit dem Benutzer Dateien zur Verwendung mit einer App öffnen können. Deklarieren Sie die picturesLibrary-Funktion nur, wenn die Szenarien für Ihre App programmgesteuerten Zugriff erfordern und dieser nicht mithilfe der file picker möglich ist. Ein Beispiel für das Zugreifen auf Dateien in einer Bibliothek finden Sie im Artikel Schnellstart: Programmgesteuerter Dateizugriff.

Videos

Die videosLibrary-Funktion bietet programmgesteuerten Zugriff auf die Videos des Benutzers, wodurch die App alle Dateien in der Bibliothek auflisten und ohne Eingreifen des Benutzers darauf zugreifen kann. Diese Funktion wird in der Regel in Filmwiedergabe-Apps verwendet, die auf die gesamte Videobibliothek zugreifen müssen.

Die file picker bietet einen stabilen UI-Mechanismus, mit dem Benutzer Dateien zur Verwendung mit einer App öffnen können. Deklarieren Sie die videosLibrary-Funktion nur, wenn die Szenarien für Ihre App programmgesteuerten Zugriff erfordern und dieser nicht mithilfe der file picker möglich ist. Ein Beispiel für das Zugreifen auf Dateien in einer Bibliothek finden Sie im Artikel Schnellstart: Programmgesteuerter Dateizugriff.

Wechselmedien

Die removableStorage-Funktion stellt programmgesteuerten Zugriff auf Dateien auf Wechselmedien bereit, z. B. auf USB-Sticks und externen Festplatten – eingeschränkt auf die Dateitypzuordnungen, die im Paketmanifest deklariert sind. Wenn zum Beispiel eine DOC-Anzeige-App eine DOC-Dateitypzuordnung deklariert, kann die App DOC-Dateien auf dem Wechselmedium öffnen, aber keine anderen Dateitypen. Seien Sie mit der Deklaration dieser Funktion sehr vorsichtig: Benutzer speichern eine Vielzahl von Informationen auf ihren Wechselmedien und erwarten möglicherweise von der App eine stichhaltige Begründung für den programmgesteuerten Zugriff auf das Wechselmedium für den gesamten Dateityp.

Benutzer erwarten, dass die App alle von Ihnen deklarierten Dateizuordnungen verarbeitet. Deklarieren Sie daher keine Dateizuordnungen, die von der App nicht entsprechend verarbeitet werden können. Die file picker bietet einen stabilen UI-Mechanismus, mit dem Benutzer Dateien zur Verwendung mit einer App öffnen können.

Deklarieren Sie die removableStorage-Funktion nur, wenn die Szenarien für Ihre App programmgesteuerten Zugriff erfordern und dieser nicht mithilfe der file picker möglich ist.

Internet und öffentliche Netzwerke

Es gibt zwei Funktionen, die verschiedene Zugriffsebenen für das Internet und öffentliche Netzwerke bereitstellen. Diese Funktionen gewähren unterschiedliche Zugriffsoptionen, abhängig davon, ob die App unter Windows oder unter Windows Phone ausgeführt wird.

FunktionWindows-VerhaltenWindows Phone-Verhalten
internetClientKann eingehende Daten aus dem Internet empfangen Kann nicht als Server fungieren Kein Zugriff auf das lokale Netzwerk Vollständiger lokaler Zugriff und vollständiger Zugriff auf das Internet. Kann als Server fungieren. Der eingehende Zugriff auf kritische Ports ist immer gesperrt.
internetClientClientServerKann eingehende Daten aus dem Internet empfangen Kann als Server fungieren Kein Zugriff auf das lokale Netzwerk Vollständiger lokaler Zugriff und vollständiger Zugriff auf das Internet. Kann als Server fungieren. Der eingehende Zugriff auf kritische Ports ist immer gesperrt.

 

Unter Windows verwenden die meisten Apps mit Webdienstkomponente internetClient. Apps, die Peer-to-Peer (P2P)-Szenarien ermöglichen, in denen die App auf eingehende Netzwerkverbindungen lauschen muss, sollten internetClientServer verwenden. Die internetClientServer-Funktion beinhaltet Zugriff, den auch die internetClient-Funktion bietet. Daher müssen Sie internetClient nicht angeben, wenn Sie internetClientServer angeben.

Falls Sie diese Funktionen deklarieren, müssen Sie im Einstellungsbereich einen Link zu Ihrer Datenschutzrichtlinie einfügen, um die Zertifizierungsanforderungen zu erfüllen. Die meisten nicht erfolgreichen Zertifizierungen sind darauf zurückzuführen, dass dieser Schritt versäumt wurde.

  • Applies to Windows Phone

Windows Phone Store-Apps bieten eine einzelne Netzwerkfunktion, die den gesamten Netzwerkzugriff für die App aktiviert. Die Funktion Internet (Client und Server) ermöglicht sowohl für Clientvorgänge (ausgehender Zugriff) als auch für Servervorgänge (eingehender Zugriff) vollständigen Zugriff auf das Netzwerk. Dabei gilt allerdings: Ist eine der Netzwerkfunktionen (internetClient, internetClientServer oder privateNetworkClientServer) in der Datei „Package.appxmanifest“ festgelegt, hat eine Windows Phone Store-App vollständigen Zugriff auf das Netzwerk – und zwar sowohl für Client- als auch für Servervorgänge zur Laufzeit.

Während Sie Ihre Windows Phone Store-App in Visual Studio entwickeln und testen, erhalten Sie die Netzwerkfunktion (Internet (Client und Server)), wenn Sie die App ausführen, selbst wenn Sie diese Funktion nicht in der App-Manifestdatei festgelegt haben. Wenn Sie die App veröffentlichen, erhält sie jedoch nicht automatisch die Netzwerkfunktion. Stellen Sie sicher, dass Sie die Funktion Internet (Client und Server) auf der Seite Funktionen des Manifest-Designers aktivieren, wenn Sie die Netzwerkverbindung für Ihre App einrichten möchten.

Heim- und Firmennetzwerke

Die privateNetworkClientServer-Funktion stellt eingehenden und ausgehenden Zugriff auf Heim- und Firmennetzwerke durch die Firewall bereit. Diese Funktion wird üblicherweise für Spiele verwendet, die über das lokale Netzwerk (Local Area Network, LAN) kommunizieren, sowie für Apps, die Daten für mehrere lokale Geräte freigeben. Wenn eine App musicLibrary, picturesLibrary oder videosLibrary angibt, müssen Sie diese Funktion nicht für den Zugriff auf die entsprechenden Bibliotheken in Heimnetzgruppen verwenden. Unter Windows gewährt diese Funktion keinen Zugriff auf das Internet. Unter Windows Phone ermöglicht diese Funktion den gleichen Zugriff wie internetClient oder internetClientClientServer.

Termine

Hinweis  Werden ab dem App-Paketmanifest für Windows Store-Apps in Windows 8.1 unterstützt. Diese Funktion wird auch für Windows Phone unterstützt.

Die appointments-Funktion ermöglicht den Zugriff auf den Terminspeicher des Benutzers. Diese Funktion ermöglicht den Lesezugriff auf Termine, die aus den synchronisierten Netzwerkkonten abgerufen werden, sowie auf andere Apps, die in den Terminspeicher schreiben. Mit dieser Funktion kann Ihre App neue Kalender erstellen und Termine in von ihr erstellte Kalender schreiben.

Kontakte

Hinweis  Werden ab dem App-Paketmanifest für Windows Store-Apps in Windows 8.1 unterstützt. Diese Funktion wird auch für Windows Phone unterstützt.

Die contacts-Funktion ermöglicht den Zugriff auf die aggregierte Ansicht der Kontakte aus verschiedenen Kontaktspeichern. Mit dieser Funktion erhält die App eingeschränkten Zugriff (dabei gelten Regeln für Netzwerkberechtigungen) auf Kontakte, die mit verschiedenen Netzwerken synchronisiert wurden, und auf den lokalen Kontaktspeicher.

Gerätefunktionen

Gerätefunktionen ermöglichen Ihrer App den Zugriff auf Peripheriegeräte und interne Geräte. Gerätefunktionen werden mit dem DeviceCapability-Element in Ihrem App-Paketmanifest angegeben. Dieses Element erfordert unter Umständen zusätzliche untergeordnete Elemente. Einige Gerätefunktionen müssen dem Paketmanifest manuell hinzugefügt werden. Weitere Informationen finden Sie unter So wird's gemacht: Angeben von Gerätefunktionen in einem Paketmanifest und Schema reference for Windows 8 Windows Store apps oder Schema reference for Windows 8.1 and Windows Phone 8.1.

Standort

Die location-Funktion ermöglicht den Zugriff auf die Funktion für den Standort, der von spezieller Hardware wie einem GPS-Sensor im PC abgerufen oder aus verfügbaren Netzwerkinformationen abgeleitet wird. Apps müssen Fälle verarbeiten können, in denen Benutzer die Positionsdienste über den Charm Einstellungen deaktiviert haben. Ein Beispiel zum Erkennen des Standorts des Benutzers finden Sie im Artikel zum Erkennen des geografischen Standorts.

Mikrofon

Die microphone-Funktion ermöglicht den Zugriff auf den Audiofeed des Mikrofons, mit dem die App über ein verbundenes Mikrofon Audio aufzeichnen kann. Apps müssen Fälle verarbeiten können, in denen Benutzer das Mikrofon über den Charm Einstellungen deaktiviert haben. Ein Beispiel für das Aufzeichnen von Audio finden Sie im Artikel zum Aufzeichnen von Audio oder Video.

Näherung

Die proximity-Funktion ermöglicht die Kommunikation mehrerer Geräte miteinander, die sich in der Nähe voneinander befinden. Diese Funktion ist typisch für Casual-Multiplayer-Spiele und Apps, die Informationen austauschen. Geräte versuchen, die Kommunikationstechnologie mit der besten Verbindung wie Bluetooth, WLAN oder dem Internet zu verwenden. Die Funktion wird nur verwendet, um die Kommunikation zwischen den Geräten aufzubauen. Ein Beispiel für das Verwenden der Näherung zum Verbinden von Apps finden Sie unter Schnellstart: Verbinden von Apps durch Koppeln oder Navigation.

Webcam

Die webcam-Funktion bietet Zugriff auf den Videofeed einer integrierten Kamera oder einer externen Webcam, sodass die App Fotos und Videos aufnehmen kann. Unter Windows müssen Apps Fälle verarbeiten können, in denen Benutzer die Kamera über den Charm Einstellungen deaktiviert haben. Ein Beispiel für das Aufzeichnen von Video finden Sie im Artikel zum So wird's gemacht: Aufzeichnen von Audio oder Video.

Die webcam-Funktion gewährt nur Zugriff auf den Videodatenstrom. Um außerdem Zugriff auf den Audiodatenstrom zu erhalten, muss die microphone-Funktion hinzugefügt werden.

USB

Die usb-Gerätefunktion ermöglicht den Zugriff auf APIs im Windows.Devices.Usb-Namespace. Mithilfe des Namespaces können Sie eine App schreiben, die mit einem benutzerdefinierten USB-Gerät kommuniziert. "Benutzerdefiniert" bedeutet in diesem Fall ein Peripheriegerät, für das Microsoft keinen mitgelieferten Treiber bereitstellt. Diese Gerätefunktion erfordert untergeordnete Elemente. Weitere Informationen finden Sie unter Aktualisieren des App-Manifestpakets für ein USB-Gerät.

Hinweis  Die USB-APIs werden unter Windows Phone nicht unterstützt.

Eingabegerät (Human Interface Device, HID)

Die humaninterfacedevice-Gerätefunktion ermöglicht den Zugriff auf APIs im Windows.Devices.HumanInterfaceDevice-Namespace. Dieser Namespace bietet Ihrer App Zugriff auf Geräte, die das Human Interface Device (HID)-Protokoll unterstützen. Diese Gerätefunktion erfordert untergeordnete Elemente. Weitere Informationen finden Sie unter So wird's gemacht: Angeben von Gerätefunktionen für HID.

Bluetooth GATT

Die bluetooth.genericAttributeProfile-Gerätefunktion ermöglicht den Zugriff auf APIs im Windows.Devices.Bluetooth.GenericAttributeProfile-Namespace. Dieser Namespace bietet Ihrer App über eine Sammlung von primären Diensten, enthaltenen Diensten, Merkmalen und Deskriptoren Zugriff auf Bluetooth LE-Geräte. Weitere Informationen finden Sie unter So wird's gemacht: Angeben von Gerätefunktionen für Bluetooth.

Bluetooth RFCOMM

Die bluetooth.rfcomm-Gerätefunktion ermöglicht den Zugriff auf APIs im Windows.Devices.Bluetooth.Rfcomm-Namespace. Dieser Namespace unterstützt den Transport mit Standardrate/erweiterter Datenrate (Basic Rate/Extended Data Rate, BR/EDR) und bietet Ihrer App außerdem Zugriff auf ein Gerät, das Serial Port Profile (SPP) implementiert. Diese Gerätefunktion erfordert untergeordnete Elemente. Weitere Informationen finden Sie unter So wird's gemacht: Angeben von Gerätefunktionen für Bluetooth.

Point of Service (POS)

Die pointOfService-Gerätefunktion ermöglicht den Zugriff auf APIs im Windows.Devices.PointOfService-Namespace. Dieser Namespace bietet Ihrer Windows Store-App Zugriff auf Point of Service (POS)-Barcodescanner und -Magnetstreifenleser. Der Namespace stellt eine anbieterneutrale Oberfläche für den Zugriff auf POS-Geräte verschiedener Hersteller über eine Windows Store-App bereit. Weitere Informationen zu diesen APIs finden Sie unter Windows 8.1: Neue APIs und Features.

Hinweis  Diese POS (Point Of Service)-APIs werden unter Windows Phone nicht unterstützt.

Funktionen zur speziellen Verwendung

Funktionen zur speziellen Verwendung sind für sehr spezielle Szenarien vorgesehen. Die Verwendung dieser Funktionen ist stark eingeschränkt und unterliegt zusätzlichen Store-Onboarding-Richtlinien und -Prüfungen. Es gibt Fälle, in denen solche Funktionen notwendig und angemessen sind. Dazu gehört beispielsweise das Banking mit zweistufiger Authentifizierung, bei der Benutzer eine Smartcard mit einem digitalen Zertifikat bereitstellen, das ihre Identität bestätigt. Andere Apps werden möglicherweise hauptsächlich für Unternehmenskunden entworfen und erfordern möglicherweise Zugriff auf Unternehmensressourcen, auf die nur mit den Domänenanmeldeinformationen des Benutzers zugegriffen werden kann.

Apps, die die Funktionen zur speziellen Verwendung einsetzen, erfordern zum Senden an den Store ein Unternehmenskonto. Weitere Informationen zu Unternehmenskonten für Windows finden Sie unter Kontotypen, Standorte und Gebühren. Informationen zu Windows Phone finden Sie unter Registrierungsinformationen.

Unternehmensauthentifizierung

Windows-Domänenanmeldeinformationen ermöglichen es Benutzern, sich unter Angabe ihrer Anmeldeinformationen bei Remoteressourcen anzumelden, und verhalten sich so, als ob ein Benutzer Benutzernamen und Kennwort eingegeben hat. Die enterpriseAuthentication-Funktion wird üblicherweise für Branchen-Apps verwendet, die Verbindungen mit Servern in einem Unternehmen herstellen.

Für die allgemeine Kommunikation über das Internet wird diese Funktion nicht benötigt.

Die enterpriseAuthentication-Funktion ist für die Unterstützung von Branchen-Apps vorgesehen. Deklarieren Sie sie nicht in Apps, die keinen Zugriff auf Unternehmensressourcen erfordern. Die file picker bietet einen stabilen UI-Mechanismus, mit dem Benutzer Dateien auf einer Netzwerkfreigabe zur Verwendung mit einer App öffnen können. Deklarieren Sie die enterpriseAuthentication-Funktion nur, wenn die Szenarien für Ihre App programmgesteuerten Zugriff erfordern und dieser nicht mithilfe der file picker möglich ist.

Freigegebene Benutzerzertifikate

Mit der sharedUserCertificates-Funktion können Apps auf Software- und Hardwarezertifikate zugreifen, z. B. solche, die auf einer Smartcard gespeichert sind. Diese Funktion ist typisch für Finanz- und Unternehmensanwendungen, die für die Authentifizierung eine Smartcard voraussetzen.

Dokumente

Die documentsLibrary-Funktion stellt programmgesteuerten Zugriff auf die Dokumente des Benutzers bereit – beschränkt auf die Dateitypzuordnungen, die im Paketmanifest deklariert sind. Dies ermöglicht den Offlinezugriff auf OneDrive. Wenn zum Beispiel eine DOC-Anzeige-App eine DOC-Dateitypzuordnung deklariert, kann die App DOC-Dateien unter "Dokumente" öffnen, jedoch keine anderen Dateitypen.

Apps, die die documentsLibrary-Funktion deklarieren, können auf Heimnetzgruppen-Computern nicht auf Dokumente zugreifen. Die Dateiauswahl bietet einen stabilen UI-Mechanismus, mit dem Benutzer Dateien zur Verwendung mit einer App öffnen können. Deklarieren Sie die documentsLibrary -Funktion nur, wenn Sie nicht die Dateiauswahl verwenden können.

Apps, die die documentsLibrary-Funktion verwenden sollen, müssen folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • Ermöglichen des plattformübergreifenden Offlinezugriffs auf bestimmte OneDrive-Inhalte mit gültigen OneDrive-URLs oder Ressourcen-IDs
  • Automatisches Speichern geöffneter Dateien im Offlinemodus im OneDrive des Benutzers

Apps, die die documentsLibrary-Funktion für diese beiden Zwecke verwenden, können mit der Funktion auch eingebettete Inhalte in anderen Dokumenten öffnen. Es werden nur die oben genannten Nutzungsmöglichkeiten der documentsLibrary-Funktion unterstützt.

Die Dokumentbibliothek kann in einer Windows Phone Store-App nicht verwendet werden.

  • Sie können keine Windows Phone Store-App veröffentlichen, bei der die documentsLibrary-Funktion für den Windows Phone Store angegeben ist. Die Veröffentlichung der App wird vom Store blockiert.

  • Die App kann nicht auf die Dokumentbibliothek im internen Speicher des Geräts zugreifen. Wenn eine andere App einen Ordner „Dokumente“ auf der optionalen SD-Karte erstellt, ist dieser Ordner für Ihre App sichtbar.

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