Produktivitäts-Apps

Applies to Windows and Windows Phone

Windows 8.1 ist eine großartige Plattform für Produktivitäts-Apps. Neben der traditionellen Desktopumgebung, die sich für vorhandene Produktivitäts-Apps gut eignet, ermöglicht die neue Umgebung für Windows Store-Apps das Erstellen neuer und moderner Produktivitäts-Apps. Im Folgenden zeigen wir Ihnen verschiedene Möglichkeiten, wie Produktivitäts-Apps durch den Microsoft-Designstil und die Funktionen von Windows 8.1 verbessert werden können.

Übersicht

Windows 8.1 unterstützt eine breite Palette an Gerätetypen – angefangen bei Tablets mit Finger- oder Stifteingabe bis hin zu hoch auflösenden Laptop- und Desktop-PCs – und bietet so eine einmalige Reichweite. Für Produktivitäts-Apps bietet sich dadurch die einzigartige Gelegenheit, Benutzern mit unterschiedlichen Eingabetypen produktives Arbeiten in verschiedensten Szenarien und Anwendungsfällen zu ermöglichen.

Der Windows Store eröffnet Ihnen zudem Möglichkeiten zum Verteilen, Bewerben und Verkaufen Ihrer Apps. Szenarien wie In-App-Einkäufe und Testversionen werden mit minimalem Codieraufwand unterstützt, sodass Sie Ihre Apps schnell zu Geld machen können.  

In diesem Thema werden Funktionen in Windows 8.1 vorgestellt, die für Produktivitäts-Apps besonders wichtig sind. Zu diesen Funktionen zählen:

  • Windows Store-Apps: eine neue Designsprache für Apps, die die Erstellung von Vollbildinhalten und umfassende Produktivitätsszenarien in den Mittelpunkt rückt. Windows tritt in den Hintergrund und überlässt Ihrem Inhalt die Bühne.
  • Live-Kacheln: Mit Live-Kacheln, auf denen die zuletzt vom Benutzer bearbeiteten Inhalte angezeigt werden, können Sie die Benutzerbindung maximieren und dafür sorgen, dass der Benutzer immer wieder zu Ihrer App zurückkehrt. Sekundäre Kacheln ermöglichen mühelos weitreichende Inhaltsverknüpfungen und erlauben es dem Benutzer, in der App häufig verwendete Inhalte anzuheften.
  • Freigabe-Vertrag: Windows 8.1 ermöglicht die App-übergreifende Freigabe und Zusammenarbeit. Ihre App kann mit anderen Apps zusammenarbeiten, damit Benutzer alle Aufgaben ausführen können, die sie zum produktiven Arbeiten benötigen.
  • Vertrag für "Suche": Mit dieser neuen Betriebssystemfunktion der obersten Ebene ist es für Benutzer einfacher denn je, nach Inhalten zu suchen und Inhalte zu organisieren. Ihre App wird in Suchergebnisse eingeschlossen, um den Benutzer bei der Suche nach Inhalten auf sie aufmerksam zu machen.
  • Suchfeld: Ermöglichen Sie es Benutzern, den Inhalt der App direkt in der App zu durchsuchen und eine benutzerdefinierte Suchergebnisansicht zu erhalten.
  • Dateiauswahl: Die Dateiauswahl erleichtert Benutzern Ihrer Produktivitäts-App die Verwendung von Dateien, Dokumenten und Fotos aus dem Dateisystem sowie aus anderen Apps und Diensten, die an den Verträgen für "Dateiauswahl" teilnehmen.
  • Semantischer Zoom: Mit diesem systemeigenen Feature von Windows 8.1 können Benutzer Details einer App durch Zusammendrücken verkleinern und die Inhalte und Aufgaben, an denen sie arbeiten, quasi aus der Vogelperspektive anzeigen. Probieren Sie dieses Feature auf der Startseite aus, um es in Aktion zu sehen.
  • In der Größe veränderbare Fenster: Benutzer können die Größe von Apps ändern, um gleichzeitig mehrere Apps nebeneinander auszuführen. Auf diese Weise können Benutzer mehrere Aktionen gleichzeitig ausführen und immer produktiv sein.

Vollbild

Einer der offensichtlichsten Vorteile von Windows Store-Produktivitäts-Apps ist, dass sie nicht mit anderen Apps oder der Windows-Benutzeroberfläche um Platz konkurrieren müssen. Eine App kann jedes sichtbare Pixel auf dem Bildschirm nutzen, um ihren Inhalt zu präsentieren. Alle nicht benötigten oder ablenkenden UI-Elemente können ausgeblendet und mit einer einfachen Geste eingeblendet werden. Die App hat also immer ausreichend Platz, um die wichtigsten Informationen für die aktuelle Aufgabe anzuzeigen. Die Designphilosophie "Inhalt geht vor Chrom", die in Magazin- oder Video-Apps so erfrischend und erfreulich ist, gilt auch für Produktivitäts-Apps. Wenn die Ablenkungen weg sind, ist es einfach, sich auf die Arbeit mit den von der App dargestellten Inhalten zu konzentrieren.

Beim Entwerfen einer Produktivitäts-App müssen Sie als Erstes die Hauptaufgabe des Benutzers bestimmen. Nutzen Sie dann jedes Pixel des Bildschirms, um die App für genau diese Aufgabe zu optimieren. Überlegen Sie, wie diese Aufgabe mit mehr Platz leichter, schneller oder angenehmer erledigt werden kann. Setzen Sie anstelle von statischen Datendarstellungen komplexe Visualisierungen interessanter und relevanter Informationen ein. Überlegen Sie, wie Ihre App Platz und Positionierung nutzen kann, um Inhalte zu vermitteln. Viele der heute verwendeten Konventionen und Steuerelemente wurden entwickelt, als die Bildschirmauflösung von Desktop-PCs geringer war als die moderner Smartphones. Windows Store-Apps bieten die Chance zur Neudefinition der Art und Weise, wie Benutzer zum Erledigen ihrer Arbeit mit Informationen interagieren, Informationen analysieren und Informationen bearbeiten.

Produktivitäts-Apps beinhalten in der Regel eine interessante Mischung aus Szenarien, bei denen Inhalte erstellt werden, und Szenarien, bei denen Inhalte genutzt werden. Produktivitäts-Apps können z. B. sowohl zum Erstellen als auch zum Lesen von Dokumenten oder sowohl zum Erstellen als auch zum Verwalten von Aufgabenlisten verwendet werden. Auch hinsichtlich der Komplexität der Navigation und Anzeige von Befehlen und Oberflächen können Produktivitäts-Apps sehr unterschiedlich sein – von einfachen kleinen Apps zum Erledigen von Aufgaben bis hin zu komplexen Inhaltserstellungs-Apps mit mehreren Menüebenen und unzähligen Optionen ist alles möglich. Eine großartige Windows 8.1-Produktivitäts-App ermöglicht eine schnelle, flüssige und angenehme Navigation zwischen diesen Oberflächen.

Layout und Navigation in Produktivitäts-Apps

Das verwendete Navigationsmuster hängt von den Szenarien ab, die Ihre App unterstützt. Wenn Ihre App mehrere umfassende Oberflächen enthält (z. B. zum Darstellen mehrerer Dokumente), zwischen denen eine Organisation und Struktur besteht, können Sie ein hierarchisches Muster verwenden, um alle Inhalte auf oberster Ebene anzuzeigen, anstatt sie hinter Menüs oder Registerkarten zu verstecken. Wenn die Informationsdichte Ihrer App eher gering ist und nur wenige Szenarien eine Hierarchie und Struktur erfordern, sollten Sie dagegen ein flaches Muster in Erwägung ziehen, das Benutzern die schnelle Navigation zwischen den Oberflächen der App ermöglicht. In Apps mit "Master-/Detailansichten" (z. B. E-Mail- und Nachrichten-Apps) kann eine Listenansicht verwendet werden, um die Inhalte optimal zu präsentieren. Bei einigen Produktivitäts-Apps können für bestimmte Szenarien unterschiedliche Dateneingabetypen erforderlich sein (z. B. Formulare). In diesen Fällen kann das weiter unten in diesem Artikel vorgestellte Formularlayout verwendet werden. Wählen Sie das Muster aus, mit dem Ihre Benutzer die gewünschten Inhalte am schnellsten und einfachsten finden können.

Weitere Informationen zur Auswahl von Navigationsmustern für die App finden Sie unter Navigationsmuster.

Sehen Sie das flache Navigationsmuster in unserer Serie App-Features von A bis Z in Aktion.

Hierarchisches Muster

Für Produktivitäts-Apps mit einer hierarchischen Struktur und einem großen Dataset (z. B. eine Notiz-App mit vielen Notizbüchern und Notizen) kann ein hierarchisches Muster verwendet werden, das den gesamten Inhalt des Benutzers auf oberster Ebene anzeigt. Dieses Modell begeistert Benutzer, da sie all ihre Inhalte direkt vor sich haben.

Hubseite Ihrer App

Ihre Hubseite besteht aus verschiedenen Abschnitten, die den unterschiedlichen Abschnitten in Ihrer App entsprechen. In jedem Abschnitt können Inhalte oder Funktionen verfügbar gemacht werden. Der Hub sollte visuell vielfältig sein, die Benutzer fesseln und ihre Aufmerksamkeit auf die verschiedenen Teile der App lenken. In der unten dargestellten Notiz-App werden z. B. einige der aktuellen Notizen für jedes Notizbuch direkt auf der obersten Ebene angezeigt. Die folgende Abbildung zeigt eine Beispielhubseite.

Beispielhubseite

Durch Tippen auf die einzelnen Notizen gelangt der Benutzer direkt in die jeweilige Notiz. Tippt er auf eine Überschrift (z. B. "Travel - NYC"), wird die Abschnittsseite für das jeweilige Notizbuch angezeigt, falls ihm mehr Inhalt zugeordnet ist als auf der Startseite angezeigt wird.

Lassen Sie die Benutzer ggf. selbst auswählen, wie der Inhalt sortiert wird. Sie können die Inhalte z. B. alphabetisch, nach Datum, nach Inhaltstyp oder nach ihrem Freigabestatus sortieren. Welche Sortiermethoden bereitgestellt werden sollten, hängt von den in der App angezeigten Inhalten und dem typischen Verwendungsmuster der Benutzer ab. Die folgende Abbildung zeigt ein Beispiel für das Sortieren von Notizen.

Beispiel-App mit Notizsortierung

Obere App-Leiste

Mit der obere App-Leiste können Benutzer schnell auf einer Ebene zwischen Abschnitten Ihrer App hin und her zu springen. Ein Benutzer, der eine Notiz in einem Notizbuch liest, kann über die obere App-Leiste z. B. schnell und einfach zu einer Notiz in einem anderen Notizbuch wechseln. Die folgende Abbildung zeigt eine obere App-Leiste, die in einer Notiz-App angezeigt wird, wenn der Benutzer eine Streifbewegung vom oberen oder unteren Rand ausführt.

Notiz-App mit Kopfzeilen-Dropdownmenü¾

Semantischer Zoom

Der semantische Zoom ermöglicht Benutzern durch visuelle Anzeige des "Vergrößerungs-" oder "Verkleinerungsgrads" des Inhalts die schnelle Navigation innerhalb einer Ansicht. In einer Notiz-App können Benutzer z. B. durch Zusammendrücken und Verschieben schnell von einem Notizbuch zu einem anderen gelangen. Wenn Benutzer ihre Notizen nach Datum sortiert anzeigen, können sie auf diese Weise schnell von den neuesten Notizen zu den ältesten Notizen springen.

Die folgende Abbildung zeigt die Inhaltsgruppierung, wenn die Ansicht verkleinert ist.

Nach Titel gruppierte Inhalte im semantischen Zoom

Sie können den semantischen Zoom auch auf einer bestimmten Abschnittsseite verwenden, um die Navigation in diesem Abschnitt bzw. in dieser Kategorie zu ermöglichen. In der Notiz-App können Benutzer z. B. mit dem semantischen Zoom schnell zwischen unterschiedlichen Notizen in demselben Notizbuch hin und her springen.

Weitere Informationen zum semantischen Zoom finden Sie unter Richtlinien für semantischen Zoom.

Flaches Layoutmuster

Wenn sich der Großteil des Inhalts Ihrer App auf derselben Ebene befindet und nicht viel Hierarchie erforderlich ist, kann eine flache Navigation für Sie die richtige Wahl sein. Dieses Muster ermöglicht es Benutzern, schnell und flüssig zwischen Dokumenten, Seiten, Registerkarten oder Modi zu wechseln, die sich alle auf der gleichen Hierarchieebene befinden. Weitere Informationen zum flachen Muster finden Sie unter Navigationsdesign für Windows Store-Apps.

Falls Ihre App Szenarien unterstützt, in denen eine Benutzeroberfläche mit mehreren Dokumenten von Vorteil ist, bietet sich ebenfalls das flache Muster an. Die obere App-Leiste eignet sich perfekt für den Wechsel zwischen verschiedenen Kontexten. In einer Tabellenerstellungs-App ermöglicht die flache Struktur z. B. den schnellen Wechsel zwischen den unterschiedlichen Tabellen, an denen der Benutzer arbeitet.

In manchen Apps können sich andere Funktionen für die obere App-Leiste anbieten, z. B. eine Plus-Schaltfläche zum Erstellen einer neuen Tabelle direkt auf der oberen App-Leiste. Ein Beispiel dafür sehen Sie im unten dargestellten Browser (eine Windows Store-App).

Browser mit zusätzlicher Navigationsfunktion

Listenlayoutmuster

Wenn Ihre Produktivitäts-App Szenarien mit einer Master-/Detailansicht unterstützt, in denen durch Auswahl eines Elements bestimmt wird, was im Detailbereich angezeigt wird, können Sie für den Masterbereich ein Listenlayout verwenden. Eine Projektmanagement-App könnte z. B. Meilensteine und Stichtage in einem Masterbereich und – bei Auswahl eines Elements im Masterbereich – zugehörige Details im Detailbereich anzeigen. Bei einer E-Mail-App könnte der Posteingang wie hier dargestellt auf der linken und der Lesebereich auf der rechten Seite des Bildschirms platziert werden.

E-Mail-App mit Listenlayout

Formularlayoutmuster

Für Szenarien in Produktivitäts-Apps, in denen Benutzer Informationen eingeben müssen, ist oft ein Formularlayout erforderlich. Beim Erstellen einer Besprechungseinladung in einer Kalender-App müssen Benutzer z. B. den Ort, die Anfangs- und Endzeit, das Datum, die Teilnehmer und weitere ähnliche Infos eingeben. Dieser Layouttyp beinhaltet meistens eine Mischung verschiedener Steuerelementtypen und funktioniert bei einem spaltenbasierten Design am besten.

Bedenken Sie bei der Auswahl eines Formularlayouts den Ablauf der Aufgabe, den die Benutzer ausführen sollen, und überlegen Sie, wo in diesem Ablauf ein Bildlauf erforderlich ist. Wenn die Bildschirmtastatur sichtbar ist, ist sehr viel öfter ein Bildlauf erforderlich, da die Tastatur im Querformat ca. 50 % des verfügbaren Bildschirmbereichs belegt. Durch Inlinefehlerbenachrichtigungen nehmen – sofern sie angezeigt werden – sowohl die Länge des Inhalts als auch die Notwendigkeit eines Bildlaufs zu.

Anstatt zu versuchen, alle Steuerelemente in einem langen Formular unterzubringen, sollten Sie die Aufgabe ggf. in mehrere aufeinander folgende Formulare unterteilen.

Ein einspaltiges Layout kann für kurze oder lange Formulare mit vertikalem Bildlauf funktionieren. Im folgenden einspaltigen Layout sind die Leserichtung und Aktivierreihenfolge auf von oben nach unten und von links nach rechts festgelegt.

Beispiel für ein Formularlayout

Bei einem zweispaltigen Formularlayout wird der sichtbare horizontale Bereich im Querformat am besten genutzt. Damit der Benutzer möglichst selten einen Bildlauf durchführen muss, werden die Leserichtung und Aktivierreihenfolge auf von links nach rechts und dann von oben nach unten festgelegt.

Die folgende Abbildung zeigt ein zweispaltiges Layout.

Korrekte Inhaltsanordnung bei einem zweispaltigen Layout

Verwenden Sie für ein langes zweispaltiges Layout mit Bildlauf nicht die Leserichtung und Aktivierreihenfolge von oben nach unten/von links nach rechts. Dies ist sehr umständlich, da der Benutzer erst einen Bildlauf nach unten zum Ende der ersten Spalte, dann einen Bildlauf nach oben zum Anfang der zweiten Spalte und schließlich noch einen Bildlauf nach unten durchführen muss, um das ganze Formular auszufüllen. Außerdem funktioniert ein zweispaltiges Layout nicht gut im Hochformat, da die Spalten bei dieser Ausrichtung zu schmal wären.

Die folgenden Beispiele zeigen, was bei einem langen zweispaltigen Layout mit Bildlauf vermieden werden sollte.

Falsche Inhaltsanordnung bei einem zweispaltigen Layout

Navigation im Inhalt einer Produktivitäts-App

Produktivitäts-Apps werden von Benutzern oft zum Multitasking benutzt, d. h. sie wechseln laufend zwischen unterschiedlichen Inhaltstypen in der App. Ein Benutzer kann z. B. zwischen mehreren Dokumenten (z. B. Studienunterlagen und älteren Hausaufgaben) hin und her springen, wenn er an einer Aufgabe arbeitet. Wenn Sie dem Benutzer den schnellen und flüssigen Zugriff auf all diese Inhalte ermöglichen, kann er produktiver in Ihrer App arbeiten. Verwenden Sie z. B. die in Navigationsdesign für Windows Store-Apps beschriebene obere App-Leiste für zuletzt verwendete Dokumente, momentan geöffnete Dokumente und alle Inhalte der App, die für die aktuelle Arbeit des Benutzers relevant sind. Außerdem empfiehlt sich die Unterstützung mehrerer Fenster, damit die Benutzer Multitasking für verschiedene Teile Ihrer App nutzen können. Weitere Informationen finden Sie unter Richtlinien für die Verwendung mehrerer Fenster.

Steuerung

Produktivitäts-Apps enthalten in der Regel sehr viel mehr Befehle als andere App-Typen. Diese Tatsache wirft einige interessante Fragen zur Präsentation von Befehlen auf – sie sollen zu finden sein, den Inhalt aber nicht in den Hintergrund drängen. Benutzer sollten in der Lage sein, die grundlegenden Szenarien Ihrer App – die Szenarien, auf die sich die Angabe der "besonderen Stärken" Ihrer App bezieht – nur mithilfe der App-Canvas auszuführen. Nach Möglichkeit sollten Benutzer Inhalte direkt auf der Canvas bearbeiten können. Verwenden Sie so selten wie möglich Befehle zum Bearbeiten der Inhalte. Beim Lesen eines Dokuments sollten Benutzer z. B. die Möglichkeit haben, die Anzeigeschriftgröße mittels Fingereingabe direkt auf der Canvas zu vergrößern/verkleinern, anstatt ein Steuerelement dazu verwenden zu müssen. Weitere Informationen zur Steuerung finden Sie unter Befehlsmuster.

Einige Befehle und Schaltflächen sind ein so wichtiger Bestandteil Ihrer App, dass es lächerlich wäre, sie nicht immer auf dem Bildschirm zu haben. Die Schaltfläche Wiedergabe einer angehaltenen Video-App würde z. B. nie ausgeblendet werden. Die meisten Befehle müssen aber nicht immer angezeigt werden. Um Benutzern die Konzentration auf ihre Inhalte und die produktive Arbeit zu erleichtern, können viele ablenkende Befehle vom Bildschirm entfernt und nur bei Bedarf mit einer gebräuchlichen und einfachen Geste wieder eingeblendet werden.

Die untere App-Leiste ist die Symbolleiste, die am unteren Rand Ihrer App angezeigt werden kann. Sie ist normalerweise ausgeblendet, kann aber durch eine Streifbewegung vom oberen oder unteren Bildschirmrand, per Rechtsklick mit der Maus oder durch Drücken von Windows-Logo-Taste+Z auf einer Tastatur eingeblendet werden. Wenn eine Auswahl im Inhalt einer App vorgenommen wird, wird die untere App-Leiste außerdem automatisch angezeigt. Die Tools auf der unteren App-Leiste sind kontextbezogen, sodass immer nur die jeweils relevanten Befehle angezeigt werden. Wird z. B. ein Wort ausgewählt, wird die untere App-Leiste automatisch mit den Textformatierungsbefehlen angezeigt. Wird ein Bild ausgewählt, enthält die untere App-Leiste dagegen Bildbearbeitungsbefehle. Da die App-Leiste kontextbezogen ist, wird der Benutzer nicht durch irrelevante Befehle abgelenkt. Die benötigten Tools sind also immer sofort zugänglich, aber nicht im Weg, solange sie nicht gebraucht werden.

Die obere App-Leiste kann auch angezeigt werden, wenn Sie die App-Leisten manuell aufrufen. Dadurch kann der Benutzer direkt zu verschiedenen Orten innerhalb einer App navigieren. In einem Browser kann diese Leiste z. B. verwendet werden, um Miniaturansichten der geöffneten Registerkarten anzuzeigen. In einer Textverarbeitungs-App kann sie verwendet werden, um zwischen mehreren geöffneten Dokumenten zu wechseln, und in einer Shopping-App, um zu den verschiedenen Abteilungen des Geschäfts zu springen.

Sowohl die obere als auch die untere App-Leiste kann Schaltflächen und Menüs enthalten. Wenn Sie viele verwandte Befehle haben, die alle gleichzeitig relevant sind, empfiehlt es sich, sie in einem über die Leiste zu öffnenden Menü zu platzieren.

Untere App-Leiste

Es ist wichtig, Befehle einheitlich und organisiert zu präsentieren, damit Benutzer nicht von der schieren Anzahl von Befehlen überwältigt werden. In einer Notiz-App möchten Benutzer neue Notizen oder Notizbücher erstellen, Notizbücher alphabetisch oder nach Datum sortieren, Formatierungsoptionen für Notiztext ändern, Audionotizen einfügen, die Position von Notizen angeben sowie Tags und Bilder hinzufügen. Die App-Leiste bietet Ihnen die Möglichkeit, alle Befehle Ihrer App auf einer konsistenten Oberfläche zu platzieren, die für Benutzer vorhersehbar ist und all ihre Befehle unter einem Dach zusammenfasst.

Machen Sie für Ihre App eine Bestandsaufnahme aller Befehle, und durchdenken Sie ihre Verwendungsszenarien. Eine Möglichkeit zum Reduzieren der in der App-Leiste angezeigten Befehle besteht darin, sie in zwei Kategorien zu unterteilen: globale Befehle für die App und Befehle, die nur bei ihrer Auswahl von Nutzen sind. Zeigen Sie für Letztere nicht immer kontextbezogene Befehle in der App-Leiste an. Zeigen Sie sie nur an, wenn der Benutzer etwas ausgewählt hat, oder nur in dem App-Kontext, in dem sie relevant sind.

Platzieren Sie globale Befehle, die überall in Ihrer App auftauchen (z. B. Befehle zum Synchronisieren und Erstellen neuer Inhalte), auf der rechten Seite der App-Leiste. Insbesondere sollte sich der Befehl Neu – der Befehl, mit dem neue Inhalte wie neue Notizen oder Notizbücher erstellt werden – nahe am rechten Rand der Leiste befinden. So wird jeder Befehl Neu unabhängig von der jeweiligen App oder dem spezifischen Kontext einheitlich platziert und ist einfach mittels Toucheingabe mit dem Daumen zugänglich.

Verwenden Sie die Befehle Löschen und Neu, wenn Ihre App zum Verwalten einzelner Elemente dient, die sich außerhalb Ihrer App befinden können (z. B. in einer E-Mail-App). Löschen und Neu sollten immer in der hier gezeigten Reihenfolge erscheinen.

Schaltflächen zum Löschen und Hinzufügen – "Löschen" auf der linken Seite und "Neu" auf der rechten Seite

Verwenden Sie die Befehle Entfernen und Hinzufügen, wenn Ihre App zum Verwalten einer Liste dient (z. B. einer Aufgabenliste). Entfernen und Hinzufügen sollten immer in der hier gezeigten Reihenfolge erscheinen.

Schaltflächen zum Entfernen und Hinzufügen – "Entfernen" auf der linken Seite und "Hinzufügen" auf der rechten Seite

Andere Befehle betreffen die Auswahl von Elementen. Diese Befehle sollten immer ganz links in der App-Leiste angezeigt werden, unabhängig davon, ob sie kontextbezogene Befehle sind, die bei der Auswahl von Elementen erscheinen, oder Befehle, die eine bereits getroffene Auswahl betreffen, wie z. B. Formatierungsoptionen, "Alle auswählen" und "Auswahl löschen".

Überlegen Sie, welche Befehle funktionell zusammenhängen und nebeneinander platziert werden sollten. Verwenden Sie möglichst einheitliche Platzierungen für die Befehle. Erstellen Sie außerdem Befehlssätze, um die Anzahl von Befehlen in der App-Leiste überschaubar zu halten, und erstellen Sie für Befehlssätze nach Möglichkeit Befehlsmenüs. In einer Notiz-App könnte mithilfe eines Befehlsmenüs z. B. nur ein Befehl bereitgestellt werden, mit dem Notizen alphabetisch oder nach Datum sortiert werden. Befehlsmenüs erleichtern die Organisation von Befehlen und können die Anzahl von Befehlen in der App-Leiste wie hier dargestellt deutlich reduzieren. In der ersten Abbildung ist jeder Befehl Neu ein separater Befehl in der App-Leiste. In der zweiten Abbildung werden alle Befehle Neu in einem Menü unter dem einzelnen Befehl Neu gruppiert.

Beispiel für die Anzeige von Befehlen auf der Befehlsleiste

Befehle mit Flyout auf der App-Leiste

Stellen Sie sicher, dass Einstellungen im Vertrag für "Einstellungen" angezeigt werden, und nicht in der App-Leiste. So können Benutzer Ihre App mithilfe gebräuchlicher Mechanismen konfigurieren, mit denen sie bereits vertraut sind.

Erweitern der App-Leisten

Beide App-Leisten können Schaltflächen und Menüs enthalten. Wenn Sie viele verwandte Befehle haben, die alle gleichzeitig relevant sind, empfiehlt es sich, sie in einem über die Leiste zu öffnenden Menü zu platzieren. Die App-Leisten können nicht nur Schaltflächen und Menüs enthalten – Sie können Ihre eigenen ganz speziellen Steuerelemente erstellen. Falls Sie sich entscheiden, neue Steuerelemente zu erstellen, sollten Sie überlegen, wie Benutzer am besten per Fingereingabe, Maus und Tastatur mit diesen Steuerelementen interagieren können.

Bei Apps mit vielen Befehlen kann die App-Leiste auf verschiedene Arten erweitert werden. Um die Konsistenz mit dem restlichen System soweit wie möglich zu wahren, sollten Sie folgende Richtlinien befolgen:

  • Fokus auf den Inhalt gerichtet lassen – Gehen Sie von der Voraussetzung aus, dass die meisten Interaktionen mit einer direkten Bearbeitung der Canvas beginnen. Es wird erwartet, dass die meisten (wenn nicht alle) Befehle normalerweise nicht auf dem Bildschirm angezeigt werden – ohne sichtbaren Hinweis zum Einblenden. Nutzen Sie die systemweiten Gesten zum Anzeigen und Ausblenden der App-Leiste, um Ihre UI ein- und auszublenden. Wenn Sie eigene ausgeblendete UI mit anderen Aufrufmethoden hinzufügen, werden Sie zwangsläufig mehr Schaltflächen, Widgets und Pfeile auf dem Bildschirm platzieren müssen, um dem Benutzer die Funktion Ihrer App verständlich zu machen. Durch die Verwendung der Systemgesten können Sie Ablenkungen auf dem Bildschirm vermeiden, die dem Inhalt des Benutzers die Aufmerksamkeit stehlen.
  • Befehle auf der unteren App-Leiste platzieren – Bei Windows Store-Apps ist der untere Rand der App (direkt über der Bildschirmtastatur) die natürliche und erwartete Position für Befehle. Diese Position erlaubt es Benutzern, die Toucheingabe verwenden, mit den Befehlen zu interagieren, ohne die Sicht auf den Inhalt zu versperren. Diese Position hängt auch mit der Fingerbewegung zusammen, die zum manuellen Anzeigen der Befehle verwendet wird. Die Anzeige der Befehle an einer anderen Stelle macht die App weniger vorhersehbar und kann den Benutzer beim Anzeigen oder Bearbeiten des Inhalts behindern.
  • Navigationssteuerelemente auf der oberen App-Leiste platzieren – Bei Windows Store-Apps ist der obere Bildschirmrand die natürliche und erwartete Position für die Navigationsleiste. Da diese Leiste dazu dient, vom momentan verwendeten Inhalt zu anderen Inhalten zu springen, ist es in Ordnung, dass die Hand des Benutzers seine Sicht auf den Bildschirm versperrt, während er die Leiste verwendet. Auf der oberen App-Leiste werden normalerweise keine Schaltflächen, sondern Miniaturansichten angezeigt, um sie von der unteren App-Leiste zu unterscheiden.
  • Alle ausgeblendeten Befehle in der App-Leiste platzieren – Alle ausgeblendeten Befehle sollten sich an derselben Stelle befinden. Die Systemgeste ist eine einfache und standardisierte Methode zum Anzeigen der ausgeblendeten Befehle. Wenn Befehle an mehreren Stellen ausgeblendet werden, benötigen Sie mehrere Methoden, um diese ausgeblendeten Oberflächen aufzurufen. Dies führt schnell dazu, dass der Benutzer an zu vielen Stellen nach Ihren Befehlen suchen muss. Und was noch schlimmer ist – jede Oberfläche kann mit einer anderen geheimen Geste oder einem anderen UI-Trick ausgeblendet sein, sodass es für Benutzer sehr schwierig wird, sie überhaupt zu finden.

Kontextmenüs

Für Zwischenablagebefehle wie Ausschneiden, Kopieren und Einfügen für markierten Text und für Befehle zum Kopieren und Öffnen von Links für URLs können Kontextmenüs verwendet werden, die standardmäßig im System verfügbar sind. Hier sehen Sie Beispiele für Zwischenablagebefehle in einem Kontextmenü.

Zwischenablagebefehle in einem Kontextmenü

Dateneingabe in Produktivitäts-Apps

Produktivitäts-Apps können zahlreiche Dateneingabeszenarien beinhalten. Das Erstellen einer Aufgabenliste oder eines weiteren neuen Dokuments, das Bearbeiten einer vorhandenen Tabelle oder das Erstellen einer Kalendereinladung sind z. B. alles Szenarien, die Eingaben erfordern. Mit einer möglichst schnellen und flüssigen Dateneingabe helfen Sie Benutzern, ihre Arbeit rasch und effizient zu erledigen.

Durchdenken Sie Ihre Szenarien, und reduzieren Sie nach Möglichkeit die Menge an Text, die Benutzer in das System eingeben müssen. Dazu können Sie folgende Strategien verwenden:

  • Standardsteuerelemente – Verwenden Sie für Eingaben, die stark formatiert sind oder überprüft werden müssen (z. B. Datum, Uhrzeit oder Ort), Standardsteuerelemente wie Auswahlsteuerelemente, Dropdownlistenfelder, Optionsfelder, Kontrollkästchen und Datums- und Uhrzeitauswahlen.
  • AutoVervollständigen – Verwenden Sie nach Möglichkeit das Feature AutoVervollständigen, um Benutzern eine sofortige Arbeitserleichterung zu bieten. Dadurch können Benutzer Daten effizienter eingeben.

Die folgende Abbildung zeigt Vorschläge für eine Kontaktauswahl.

Vorschläge für eine E-Mail-Adressauswahl

Bildschirmtastatur

Befolgen Sie beim Entwerfen Ihrer App die Richtlinien in Reaktion auf Tastatureingaben, damit sie gut mit Tastaturen funktioniert. Stellen Sie mit den folgenden Richtlinien sicher, dass Ihre App gut mit der Bildschirmtastatur funktioniert:

  • Platzieren Sie Texteingabesteuerelemente möglichst in der Nähe des oberen Rands der App-Canvas, damit sich der Kontext oder sichtbare Bereich für den Benutzer nicht ändert, wenn die Bildschirmtastatur eingeblendet wird.
  • Wenn die Texteingabe so umfangreich ist, dass nicht alle Steuerelemente am oberen Rand der Canvas platziert werden können, wird automatisch ein Bildlauf in der App durchgeführt, wenn der Benutzer das Texteingabesteuerelement durch Tippen oder mit der TAB-TASTE aktiviert. Auf diese Weise kann er den eingegebenen Text immer sehen. Beim Bildlauf im Fenster sollte der Abstand des Steuerelements mit dem Fokus zum Bildschirmrand und zum oberen Rand der Bildschirmtastatur jeweils mindestens 30 Pixel betragen, um Platz für Gesten von den Bildschirmrändern, UI-Elemente und das Ziehelement der Textauswahl zu lassen. Weitere Informationen zur Textauswahl finden Sie unter Richtlinien für die Text- und Bildauswahl.
  • Lassen Sie die Tastatur nicht auf dem Bildschirm, nur damit sie da ist. Schließen Sie die Tastatur, wenn keine Texteingabe zu erwarten ist, indem Sie das Eingabefeld auf schreibgeschützt festlegen oder den Fokus verschieben.

Die folgende Abbildung zeigt die Bildschirmtastatur.

Bildschirmtastatur in einer App

Bei formularähnlichen Bildschirmen, die meist eine Mischung von Bearbeitungssteuerelementen (Textfelder) und anderen Steuerelementen (z. B. Optionsfelder un Kontrollkästchen) enthalten, würde die Benutzerfreundlichkeit darunter leiden, wenn die Bildschirmtastatur ständig ein- und ausgeblendet würde. Um dieses Problem zu umgehen, verhindert Windows 8, dass die Bildschirmtastatur geschlossen wird, wenn der Benutzer in einem Formular zwischen bestimmten Standardsteuerelementen wie Optionsfeldern, Textfeldern, Auswahlsteuerelementen und der App-Bar navigiert. Mit Standardsteuerelementen können Sie kostenlos eine nahtlose Benutzeroberfläche für Ihre App schaffen. Die folgende Abbildung zeigt, wie die Tastatur auf dem Bildschirm bleibt, wenn der Benutzer von Steuerelement zu Steuerelement wechselt.

Formular mit Standardsteuerelementen

Rechtschreibprüfung

Stellen Sie eine Rechtschreibprüfung für Ihre App bereit. Sie ermöglicht Benutzern eine schnelle und sichere Texteingabe. (Die Rechtschreibprüfung kann mithilfe des RichEdit-Steuerelements aktiviert werden.) Wenn der Benutzer ein Wort eingibt, das nicht im Wörterbuch enthalten ist, und dann die Leertaste drückt, wird unter dem falsch geschriebenen Wort eine rote Wellenlinie angezeigt. Tippt er auf das falsch geschriebene Wort, wird wie hier gezeigt ein Rechtschreibprüfungsmenü aufgerufen, in dem er den Fehler korrigieren oder ignorieren kann.

Beispiel für eine Rechtschreibprüfung

Freihandeingabe und Handschrifterkennung

Da Benutzer oft mehrere Texteingabemodi für Produktivitäts-Apps verwenden, sollten Sie ggf. alternative Methoden für die Eingabe bereitstellen, z. B. Stifteingabe. Benutzer werden sich freuen, wenn sie Text in Ihrer App per Freihand eingeben und in ihren Notizen und Dokumenten herumkritzeln können – so können sie Text schnell und auf natürliche Weise mit einem Stift eingeben. Weitere Informationen zu den verschiedenen Eingabemethoden finden Sie unter Richtlinien für allgemeine Benutzerinteraktionen.

Textauswahl

In vielen Produktivitätsszenarien – einschließlich Dokumenterstellung und -verwendung – müssen Benutzer Text auswählen. Aktivieren Sie die Auswahl für den von Benutzern eingegebenen Text, damit sie ihn bearbeiten können. Zu Text von anderen Benutzern zählen E-Mail-Textkörper oder andere Texte, die wahrscheinlich kopiert werden. Die folgende Abbildung zeigt die Textauswahl.

Beispiel für die Textauswahl mit einem zwischen zwei Auswahlbereichen ausgewählten Wort

Wenn Sie die Textauswahl aktivieren und für den Text kein Bildlauf möglich ist, sollten Sie einen Rand lassen, der an den Seiten des Texts halb so groß ist wie die Breite des Ziehelements (4 mm) und am unteren Ende des Bereichs so groß wie die Höhe des Ziehelements (8 mm). Dadurch stellen Sie sicher, dass Ziehelemente immer berührt werden können und die Benutzeroberflächenfunktionen am Bildschirmrand nicht behindern. Die folgende Abbildung zeigt die Ränder, die beim Aktivieren der Textauswahl eingehalten werden müssen.

Beispiel für die Randgrößen bei der Textauswahl mittels Finger

Typografie in Produktivitäts-Apps

Mit dem Typografieraster und der Schriftgradhierarchie können Sie in Produktivitäts-Apps eine visuelle Hierarchie schaffen, in der Benutzer große Mengen an Informationen schnell und einfach durchsuchen und verwenden können. Obwohl sich die in der Hierarchie angegebene Schriftart Segoe UI für Inhalte in Produktivitäts-Apps eignet, sollten Sie ggf. Calibri verwenden, die empfohlene Schriftart für "moderne Dokumente", oder Cambria, die empfohlene Schriftart für "herkömmliche Dokumente". Calibri ist die standardmäßige serifenlose Schriftart in Microsoft Office und Cambria die standardmäßige Serifenschriftart. Bei beiden Schriftarten besteht also eine starke Verbindung mit Produktivitäts-Apps. Weitere Informationen zur Typografie finden Sie unter Richtlinien für Schriftarten.

Falls Sie sich für andere Systemschriftarten entscheiden, müssen Sie sicherstellen, dass sie mit Windows 8 installiert werden und ohne die Installation einer separaten App wie Microsoft Office verfügbar sind. Bedenken Sie bei eigenen benutzerdefinierten oder lizenzierten Schriftarten, dass Sie die notwendigen Rechte besitzen müssen, um sie verwenden zu können. Unabhängig davon, für welche Schriftarten Sie sich entscheiden, bietet die Typhierarchie von Windows 8 einen guten Anhaltspunkt dafür, wie viele Schriftarten und -schnitte maximal verwendet werden sollten.

Die Windows 8-UI erfordert für Überschriften eine Großschreibung im Satzstil (erstes Wort groß geschrieben), was wir auch für Produktivitäts-Apps empfehlen. Die Großschreibung von Titeln kann in einigen Fällen aber auch passend sein. Nur in Kleinbuchstaben geschriebener Text kann in einer Produktivitäts-App zu informell wirken, und nur in Großbuchstaben geschriebener Text kann die Benutzer ungewollt an wütende E-Mails erinnern. Bedenken Sie, dass letztere Typografiekonventionen für viele lokalisierte Sprachen nicht gelten. Achten Sie auch darauf, die Großschreibungsregeln einheitlich anzuwenden. Verwenden Sie sie nicht nur, um die Typografie Ihrer App visuell ansprechend zu gestalten, sondern um zwischen verschiedenen Teilen des Inhalts zu unterscheiden.

Wenn Sie wie im Leitfaden für die Typhierarchie empfohlen in der gesamten App nur wenige Schriftgrade verwenden, schaffen Sie dadurch eine Struktur und einen gewissen Rhythmus im Inhalt. Falls Sie für mehrere Elemente in Ihrer App den gleichen Schriftgrad verwenden, aber unterschiedliche Arten von Informationen damit darstellen, können Sie ggf. mit Farben und Schriftbreiten eine Informationshierarchie schaffen.

Verträge

Verträge sind der Leim, durch den Windows Store-Apps miteinander und mit der Benutzeroberfläche des Systems verbunden werden. Zwei Apps, in denen derselbe Vertrag implementiert ist, können interagieren, um ein breites oder komplexes Szenario darzustellen. Eine vollständige Liste der App-Verträge finden Sie unter Verträge und Erweiterungen für Apps.

Teilen

Das Teilen von Inhalten ist heutzutage eine wesentliche Komponente von Produktivitäts-Apps, und es gibt viele attraktive Szenarien für die Verwendung von Produktivitäts-Apps als Freigabequelle oder -ziel. Wenn Sie Ihren Benutzern die Möglichkeit bieten möchten, Inhalte aus der App zu teilen, muss die App eine Freigabequelle sein. Sollen die Benutzer in der Lage sein, Daten aus anderen Apps in Ihrer App zu nutzen, muss die App ein Freigabeziel sein.

Freigeben von Inhalten aus Ihrer App

Da es bei Produktivitäts-Apps oft um das Erstellen von Inhalten geht, teilen Benutzer Inhalte in der Regel mit anderen, und Windows 8.1 ermöglicht eine nahtlose Freigabe zwischen Apps. Wenn der Benutzer mehr Apps nutzt, erhöht diese Interoperabilität die Reichweite Ihrer App-Inhalte, und es bieten sich zahlreiche neue Möglichkeiten.

Für Benutzer kann es z. B. interessant sein, mit einer Kontakt-App Aufgaben- und Einkaufslisten mit ihren Angehörigen zu teilen, Dokumente mit einer Zusammenarbeits-App für Kollegen freizugeben oder ihre Werke mit einer Blog-App in Blogs für andere bereitzustellen – um nur einige Freigabeszenarien zu nennen. Die folgenden Screenshots zeigen Möglichkeiten für die Freigabe in Produktivitäts-Apps.

Freigabe in einer Produktivitäts-App

Freigeben einer Produktivitäts-App per E-Mail

Als Freigabequelle macht die App ihre Inhalte – unabhängig davon, ob sie in Form von URIs, Bitmaps, HTML, Text und Speicherelementen oder als benutzerdefinierte Datentypen vorliegen – für andere Apps verfügbar, die diese Formate unterstützen. Eine Quell-App sollte alle Datentypen unterstützen, die für die Inhalte, die Benutzer teilen sollen, sinnvoll sind. So erhalten Ihre Benutzer die Möglichkeit, die Inhalte Ihrer App mit einer Vielzahl von Freigabeziel-Apps zu teilen.

Wenn Sie den Quellenfreigabe-Vertrag unterstützen, kann Ihre App mit "Koppeln und senden" Inhalte auch direkt für Geräte in der Nahfeldumgebung freigeben.

Freigeben von Inhalten für Ihre App

Da die Inhaltserstellung oft mit der Nutzung von Inhalten beginnt, eignen sich Produktivitäts-Apps in der Regel auch hervorragend als Ziel für die Freigabe von Inhalten aus anderen Apps. Wenn Ihre App ein Freigabeziel ist, können Benutzer Inhalte nahtlos in Ihre App importieren, ohne den Kontext ihrer momentanen Aktivität verlassen zu müssen. Für die Verwendung von Produktivitäts-Apps als Freigabeziel gibt es viele attraktive Szenarien. Bei einer Dokumenterstellungs-App können URLs, Textausschnitte oder Fotos aus dem Browser und Inhalte aus einem Buch z. B. als Referenzquelle für Hausaufgaben dienen. Ein weiteres Beispiel sind Coupons aus einer Coupon-App, die für die Einkaufsliste in einer Aufgabenlisten-App freigegeben werden. Die folgenden Screenshots zeigen Beispiele für eine App als Freigabeziel. Es ist auch eine umfassendere Interoperabilität zwischen einer Suite von Produktivitäts-Apps vorstellbar, die darauf beruhen, Daten mithilfe des Freigabe-Vertrags zwischen einander freizugeben.

Freigeben einer Webseite als Notiz für ein Notiz-App

Freigeben einer Webseite als Notiz für ein Notiz-App

Suche

Die Suche ist ein wichtiges Szenario für Produktivitäts-Apps, und Ihre App muss möglicherweise viele Daten als Suchergebnisse anzeigen. Sie können das Suchfeldsteuerelement von Windows 8.1 verwenden, um auf der Canvas das UI-Element für die Suche bereitzustellen. Das Suchfeld ist auf den Vertrag "Suche" abgestimmt, um für eine bessere Oberfläche und eine eingehende Anpassung zu sorgen, damit das App-Erlebnis nach den Anforderungen der Benutzer ausgerichtet ist.

Beachten Sie beim Entwerfen der Suchoberfläche Ihrer App folgende Punkte:

  • Stellen Sie Abfragevorschläge bereit, damit Suchabfragen automatisch vervollständigt werden und Benutzer ihre Suchen schneller ausführen können, ohne die ganze Suchzeichenfolge eingeben zu müssen.
  • Stellen Sie Suchfilter für die Ergebnisansicht bereit.
  • Zeigen Sie die Suchabfrage in der Ergebnisansicht an.
  • Zeigen Sie die Gesamtanzahl gefundener Ergebnisse an.
  • Behalten Sie den Zustand Ihrer App bei, damit Benutzer zu der Aufgabe zurückkehren können, mit der sie vor der Suche beschäftigt waren.
  • Geben Sie an, weshalb ein Ergebnis den Suchkriterien entspricht.
  • Zeigen Sie ggf. Ergebnisvorschläge an, damit Benutzer das relevanteste Ergebnis schnell finden können. Wenn der Benutzer einen Ergebnisvorschlag auswählt, sollten die Details des Ergebnisses angezeigt werden. Beschränken Sie die Anzahl von Vorschlägen auf fünf. Eine kurzer Liste ist für die Benutzer leichter zu durchsuchen.

Weitere Informationen zum Suchfeldsteuerelement finden Sie unter Aktualisierungen für die Suche.

Der folgende Screenshot zeigt die Verwendung der Suche in einer Notiz-App.

Suche in einer Notiz-App

Auf Seite suchen

Neben der Suche ist "Auf Seite suchen" ein häufiges Szenario in Produktivitäts-Apps. Die Suche nach allen Vorkommen eines Worts in einem bestimmten Dokument ist z. B. ein solches Szenario. Verwenden Sie nicht den Charm "Suche", um die Funktion "Auf Seite suchen" zu implementieren. Implementieren Sie sie stattdessen in der Befehlsleiste der App und nicht im Suchbereich. Mit "Auf Seite suchen" kann der Benutzer nach allen Vorkommen eines Suchbegriffs in der aktuellen Ansicht suchen. Heben Sie die Suchergebnisse im Dokument hervor, und zeigen Sie in der App-Leiste die Schaltflächen "Weiter" und "Zurück" an, damit der Benutzer schnell zwischen den gefundenen Vorkommen des Worts bzw. Begriffs hin und her springen kann. In Produktivitäts-Apps wird "Suchen" hauptsächlich zusammen mit der Funktion "Ersetzen" verwendet. "Suchen" bezieht sich immer wie hier gezeigt auf die aktuelle Ansicht.

Beispiel für "Auf Seite suchen"

Einstellungen

Alle für Produktivitäts-Apps geeigneten Einstellungen (z. B. Datenschutz-, Benachrichtigungs- und Ansichtseinstellungen) sollten sich im Charm "Einstellungen" befinden. Der Charm "Einstellungen" stellt einen zentralen Ort bereit, an dem Benutzer ihre Einstellungen anpassen können, und verhindert, dass die UI der App durch viele unterschiedliche Einstellungen unübersichtlich wird. Weitere Informationen zu Einstellungen finden Sie unter Richtlinien für App-Einstellungen.

Geräte

Das Drucken von Dokumenten und Notizen ist ein gängiges Szenario in Produktivitäts-Apps. Stellen Sie die Druckfunktion über den Charm "Geräte" bereit, um Benutzern nahtloses Drucken zu ermöglichen. Die folgende Abbildung zeigt die Geräteoberfläche für das Drucken.

Geräteoberfläche für das Drucken

Geräteverträge können für Ihre Produktivitäts-App eine interessante Ergänzung sein. Wenn Ihre App viele Medien und Präsentationsszenarien unterstützt, möchten die Benutzer diese Medien möglicherweise auf einem Fernseher anzeigen, um sie mit anderen zu teilen. Durch die Integration des Gerätevertrags können Sie Ihren Benutzern diese Möglichkeit bieten.

Dateiauswahl

Für Produktivitäts-Apps sind viele interessante Szenarien zur Verwendung von Inhalten aus anderen Apps denkbar. Wenn Sie die Dateiauswahl verwenden, kann Ihre App auf die Dateien und Ordner eines Benutzers auf dem lokalen PC, auf angeschlossenen Speichergeräten, in einer Heimnetzgruppe und in anderen Apps, die einen Vertrag für "Dateiauswahl" implementieren, zugreifen. So können Benutzer Inhalte aus anderen Apps in Ihre App einfügen und die App noch umfassender nutzen. In einer Notiz-App wäre es für den Benutzer z. B. hilfreich, Fotos aus einer Foto-App oder Audionotizen aus einer Audiorekorder-App einfügen zu können.

Sie können in Ihrer App auch verschiedene Aspekte der Dateiauswahl anpassen. Zum Beispiel:

  • Dateiauswahlmodus: Sie können den Modus der Dateiauswahl entsprechend den Anforderungen Ihrer Aufgabe festlegen. Die Dateiauswahl unterstützt das Auswählen von Dateien, Speichern von Dateien und Auswählen von Ordnern. Wenn der Benutzer einen Ordner auswählen kann, könnte er z. B. einen ganzen Ordner auswählen, um ihn an einen Cloudspeicherort hochzuladen.
  • Ansichtsmodus: Wenn Sie dem Benutzer die Auswahl eines Fotos oder Videos ermöglichen, können Sie die Dateiauswahl so anpassen, dass Dateien im Miniaturansichtsmodus angezeigt werden. Verwenden Sie für alle anderen Dateitypen den Kachelansichtsmodus.

Außerdem könnten die Inhalte Ihrer Produktivitäts-App auch in anderen Kontexten für Benutzer relevant sein. Wenn in anderen Apps auf diese Inhalte zugegriffen werden kann, ermöglichen Sie Ihren Benutzern dadurch weitere effizienzsteigernde Szenarien. Die Verträge für "Dateiauswahl" bieten die Möglichkeit, die Inhalte in Ihrer App für andere Windows 8-Apps verfügbar zu machen. So können Benutzer ohne Zwischenschritt in Ihrer App auf ihre Inhalte zugreifen, z. B ohne die Dateien zuerst auf dem lokalen PC speichern zu müssen. In Apps, die diese Funktion unterstützen, können Benutzer Ihre App in der Speicherortliste der Dateiauswahl auswählen. Nachdem die App ausgewählt wurde, kann der Benutzer über eine von Ihnen festgelegte und speziell für Ihre App geltende Ansicht der Dateiauswahl auf den Inhalt der App zugreifen.

Die Dateiauswahlfunktion ermöglicht einige sehr attraktive Szenarien. Möchte ein Benutzer z. B. eine in Ihrer Notiz-App erstellte Notiz per E-Mail an Freunde senden, kann er Inhalte aus der Notiz-App direkt anfügen, anstatt sie erst lokal speichern zu müssen.

Mit der Dateiauswahl können Inhalte auch direkt in Ihrer App gespeichert werden. Auch dies ermöglicht sehr interessante Szenarien. Ein Benutzer kann z. B. eine E-Mail oder Stichworte, die er in einer anderen App erstellt hat, direkt als Notiz in Ihrer App speichern. Die folgende Abbildung zeigt, wie die Dateiauswahl angepasst werden kann.

Anpassbare Komponenten

Verbunden und aktuell

Apps unter Windows 8.1 sollten sich durch Leistung und Individualität von der Masse abheben. Durch die Verwendung von Kacheln, Benachrichtigungen, Roaming und Verträgen fügt sich Ihre App nahtlos in das Windows 8.1-Ökosystem ein.

Kacheln und Benachrichtigungen

Durch die Anzeige aktueller und maßgeschneiderter Inhalte auf der App-Kachel können Sie Benutzer auf Ihre App aufmerksam machen. Wenn Benutzer etwas Interessantes auf Ihrer Kachel sehen, werden sie immer wieder auf Ihre App zugreifen. Kachelbenachrichtigungen, die angezeigt werden, wenn jemand ein freigegebenes Dokument aktualisiert, eine Notiz freigegeben oder die Einkaufsliste bearbeitet und Punkte abgehakt oder hinzugefügt hat, sind z. B. attraktive Szenarien. In einer Benachrichtigung kann wie in diesem Beispiel dargestellt auch die Position eines interessanten Orts angezeigt werden.

Kacheln mit Benachrichtigungen

Wenn Sie Benutzern die Möglichkeit geben, sekundäre Kacheln anzuheften, um schnell auf ihre wichtigsten Notizen und Inhalte zugreifen zu können, sehen sie maßgeschneiderte Benachrichtigungen für diese Inhalte – eine weitere Möglichkeit, um sie auf Ihre App aufmerksam zu machen.

Bei Produktivitäts-Apps mit zeitempfindlichen Erinnerungsszenarien (z. B. ein Aufgabenlisteneintrag, der den Benutzer daran erinnert, am Monatsende eine Rechnung zu bezahlen) wäre es für Benutzer hilfreich, wenn sie Aufgaben Erinnerungen und Fertigstellungstermine zuordnen können. In solchen Fällen können Sie Popupbenachrichtigungen anzeigen, die für die Zeit geplant sind, zu der der Benutzer erinnert werden möchte. Für verpasste Popupbenachrichtigungen empfiehlt es sich, die entsprechende Erinnerung wie hier gezeigt auch auf einer Kachel anzuzeigen.

Kacheln mit verpassten Benachrichtigungen

Unter Richtlinien und Prüfliste für Popupbenachrichtigungen finden Sie weitere Informationen zu den bewährten Methoden für Popupbenachrichtigungen. Unter Richtlinien und Prüfliste für Kacheln finden Sie weitere Informationen zu den bewährten Methoden für Kacheln.

Roaming

Die meisten Benutzer haben mehrere Microsoft Windows-PCs, und sie erwarten, auf all ihren Windows-PCs die gleiche App-Benutzeroberfläche zu sehen. Sie können Roaming für App-Einstellungen, für Informationen zu den letzten Aktivitäten des Benutzers in Ihrer App und für andere für den Benutzer nützliche Einstellungen in der App verwenden, sodass auf allen PCs die gleichen Daten verfügbar sind. Unter Richtlinien für das Roaming von App-Daten finden Sie weitere Informationen zu den bewährten Methoden für Roaming.

Ausrichtung und Fenstergröße

Da Windows 8.1 auf verschiedenen Gerätetypen ausgeführt werden kann und ein neues Multitaskingmodell verwendet, müssen Sie sicherstellen, dass Ihre App den Wechsel zwischen Hoch- und Querformat unterstützt und bei verschiedensten Größen bis hin zur Mindestbreite gut funktioniert.

Berücksichtigen Sie beim Entwerfen Ihrer Produktivitäts-App für Windows 8.1 alle Ansichten der App, z. B. unterschiedliche Bildschirmauflösungen und Gerätegrößen. Mit Windows 8.1 können Sie das Design mühelos skalieren, indem Sie für größere Geräte mehr Inhalt in die App einschließen. Nachfolgend wird eine Notiz-App dargestellt, die auf eine hohe, schmale Ansicht eingestellt wurde.

Hochformatansicht in einer Notiz-App

Hohe und schmale Layouts und die Hochformatausrichtung eignen sich hervorragend zum Lesen und für die Arbeit mit großen Inhaltsmengen. Stellen Sie sicher, dass Ihr Inhalt in der App so angeordnet wird, dass er in die Fenstergröße passt.

Wenn der Benutzer die Größe der App anpasst, müssen Kontext und Status beibehalten werden. In Produktivitäts-Apps, bei denen Benutzer möglicherweise viel Zeit und Mühe in die Erstellung des Inhalts investiert haben, ist dies besonders wichtig. Texteingaben, die Bildlaufposition und Einstellungen, die der Benutzer vorgenommen hat, müssen beibehalten werden, wenn der Benutzer die Größe der App ändert.

Wenn die App schmaler ist, entfernt das App-Leistensteuerelement automatisch Beschriftungen und verringert den Abstand zwischen Befehlen. Wenn zahlreiche Befehle vorhanden sind, können Sie bei deren Anzeige kreativ vorgehen. Sie können beispielsweise in der App-Leiste zwei Zeilen mit Befehlen verwenden oder Flyouts bei den Befehlen nutzen. Weitere Informationen finden Sie unter Richtlinien für App-Leisten.

Überlegen Sie sich, wie Sie Ihre App durch attraktive Szenarien dieser Art noch interessanter gestalten können. Zeigen Sie dem Benutzer, warum Ihre App hervorragend mit anderen Apps funktioniert. Bei einer Notizerstellungs- oder Listenerstellungs-App kann man sich z. B. gut vorstellen, dass sie zusammen mit einer anderen App eingesetzt werden kann. Bei Recherchen oder der Dokumenterstellung ist es üblich, eine Informations- oder Analyse-App neben der Hauptarbeit anzuzeigen. Lese- und Dokumenterstellungs-Apps in schmaler Breite sind während der Ausführung anderer Aufgaben äußerst hilfreich. Denken Sie an all die Fälle, in denen Ihre App beim traditionellen Desktop nicht maximiert werden würde. Das sind die Szenarien, die Ihre App bei der Einstellung für eine schmale Breite unterstützen sollte.

Entwerfen Sie Ihre App so, dass sie auch bei schmalen Breiten gut aussieht und funktioniert, denn dies ist eine großartige Möglichkeit, dafür zu sorgen, dass die App länger auf dem Bildschirm angezeigt wird und dass das Interesse der Benutzer länger geweckt bleibt. Im Folgenden wird ein Beispiel einer Notiz-App neben dem Browser dargestellt.

Schmale Notiz-App

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