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Planen Ihrer App

[Dieses Thema finden Sie in Entwickeln großartiger Apps für Windows 8.]

Denken Sie beim Planen Ihrer Windows Store-App weniger an die Features, die Sie einfügen möchten, sondern mehr an das Erlebnis, das Sie den Benutzern bieten möchten. Sofern Sie das Thema Erstellen großartiger Windows Store-Apps noch nicht gelesen haben, sollten Sie dies unbedingt nachholen.

Unsere Empfehlung: Führen Sie bei der Planung Ihrer Windows Store-App die folgenden Schritte aus:

1. Überlegen, was die besonderen Stärken Ihrer App sind

Der wichtigste Aspekt beim Entwerfen einer Windows Store-App ist die Bestimmung der Stärken der App. Nehmen wir beispielsweise an, Sie möchten eine Foto-App erstellen. Sie denken also über die Gründe nach, aus denen Benutzer Fotos nutzen, speichern und teilen, und kommen zu dem Schluss, dass sie Erinnerungen wachrufen, mithilfe von Fotos mit anderen in Verbindung bleiben und Fotos sicher aufbewahren möchten. Ihre App soll für diese Punkte ideal geeignet sein, daher lassen Sie sich für den Rest des Designprozesses von diesen Zielen leiten.

Wozu dient Ihre App?  Beginnen Sie mit einem allgemeinen Konzept, und führen Sie alle Punkte auf, die Benutzern mit Ihrer App ermöglicht werden sollen.

Nehmen wir beispielsweise an, Sie möchten eine App erstellen, mit der Benutzer Reisen planen können. Hier sind einige Ideen für die Konzeptplanung:

  • Karten für alle Orte auf der Reiseroute abrufen und mit auf die Reise nehmen
  • Herausfinden, ob in einer Stadt während des Aufenthalts Veranstaltungen stattfinden
  • Reisende separate, aber freigabefähige Listen mit wichtigen Aktivitäten und Sehenswürdigkeiten erstellen lassen
  • Reisenden ermöglichen, alle Fotos zusammenzustellen und mit Freunden und Familienmitgliedern zu teilen
  • Empfohlene Reiseziele basierend auf Flugpreisen abrufen
  • Eine zusammengefasste Liste mit Angeboten für Restaurants, Geschäfte und Aktivitäten in der Nähe des Reiseziels abrufen

Was sind die Stärken Ihrer App?  Nehmen Sie sich einen Moment Zeit, und überprüfen Sie, ob Ihre Ideenliste ein Szenario enthält, das Sie regelrecht anspringt. Kürzen Sie Ihre Liste auf ein Szenario, auf das Sie sich konzentrieren möchten. Dabei streichen Sie vielleicht viele gute Ideen, doch dadurch machen Sie ein einzelnes Szenario zu einem guten Szenario.

Entscheiden Sie nach der Auswahl eines Szenarios, wie Sie einem durchschnittlichen Benutzer erklären, wodurch sich Ihre App besonders auszeichnet, und schreiben Sie diesen Punkt in einem Satz nieder. Beispiel:

  • Meine Reise-App zeichnet sich besonders dadurch aus, dass sie Freunde beim gemeinsamen Erstellen von Reiserouten für Gruppenreisen unterstützt.
  • Meine Fitness-App zeichnet sich besonders dadurch aus, dass sie Trainingsfortschritte verfolgt und Erfolge mit anderen Personen teilt.
  • Meine Lebensmittel-App zeichnet sich besonders dadurch aus, dass sie den wöchentlichen Einkauf in der Familie koordiniert, sodass nichts vergessen und nichts doppelt eingekauft wird.

Dies sind die besonderen Stärken der App. Sie können hilfreich beim Treffen von Entscheidungen in Bezug auf Design und beim Eingehen von Kompromissen beim Erstellen der App sein. Konzentrieren Sie sich auf die Benutzerszenarien, die Sie ermöglichen möchten, machen Sie daraus aber keine Liste mit Features. Es sollte darum gehen, was die Benutzer machen können, und nicht darum, was Ihre App kann.

Geeignete Methoden hierfür sind beispielsweise Brainstorming, Assoziationsdiagramme oder Mindmapping.

2. Entscheiden, welche Benutzeraktivitäten Sie unterstützen möchten

Ein Fluss ist eine Reihe zusammengehöriger Interaktionen, die Benutzer mit Ihrer App ausführen, um ihre Ziele zu erreichen. Jeder Fluss sollte eng mit den besonderen Stärken der App zusammenhängen und Benutzer bei der Ausübung des jeweiligen Szenarios unterstützen, das Sie ermöglichen möchten. Großartige Apps haben Flüsse, die leicht zu erlernen sind und nur sehr wenige Interaktionen erfordern.

Häufig verwendete Methoden für diesen Schritt:

  • Skizzieren Sie den Fluss: Was kommt zuerst, was kommt danach?
  • Konzept für den Fluss: Wie sollten Benutzer auf der UI navigieren, um den Fluss abzuschließen?
  • Prototyp: Testen Sie den Fluss schnell mit einem Prototyp.

Was möchten Sie Benutzer ermöglichen?  Die Reise-App beispielsweise "zeichnet sich besonders dadurch aus, dass sie Freunde beim gemeinsamen Erstellen von Reiserouten für Gruppenreisen unterstützt". Listen Sie die Flüsse auf, die Sie verbessern möchten:

  • Erstellen einer Reise mit allgemeinen Informationen
  • Einladen von Freunden zur Teilnahme an einer Reise
  • Teilnehmen an der Reise eines Freunds
  • Anzeigen der von anderen Reisenden empfohlenen Reiserouten
  • Hinzufügen von Reisezielen und Aktivitäten zu Reisen
  • Bearbeiten und Kommentieren von Reisezielen und Aktivitäten, die von Freunden hinzugefügt wurden
  • Teilen von Reiserouten mit Freunden und Familie

3. Überlegen, welche Features Sie bereitstellen möchten

Wenn Sie die Bedürfnisse der Benutzer kennen und wissen, wie Sie sie bei ihrer Erfüllung unterstützen, können Sie die speziellen Tools in der Toolbox betrachten. Erkunden Sie die Windows-Plattform, und ordnen Sie Features den Anforderungen Ihrer App zu. Beachten Sie bei jedem Feature die Richtlinien für die Gestaltung der Benutzeroberfläche.

Allgemeine Methoden:

  • Plattformrecherche: Finden Sie heraus, welche Features die Plattform bietet und wie Sie sie verwenden können.
  • Assoziationsdiagramme: Verbinden Sie Ihre Flüsse mit Features.
  • Prototyp: Testen Sie die Features, um sicherzustellen, dass sie wie gewünscht funktionieren.

App-Verträge  Ihre App kann an App-Verträgen teilnehmen, die umfassende Benutzerflüsse in allen Apps und Features ermöglichen.

  • Suchen  Ermöglichen Sie Benutzern das schnelle Durchsuchen von App-Inhalten von überall im System (auch von anderen Apps aus) und umgekehrt.
  • Teilen  Ermöglichen Sie Benutzern das Teilen von App-Inhalten mit Freunden über andere Apps sowie das Empfangen freigabefähiger Inhalte von anderen Benutzern und Apps.
  • Wiedergeben auf  Ermöglichen Sie Benutzern das Streamen von Audio, Video und Bildern von Ihrer App auf andere Geräte im Heimnetzwerk.
  • Dateiauswahl und Dateiauswahlerweiterungen  Ermöglichen Sie Benutzern das Laden und Speichern ihrer Dateien im lokalen Dateisystem, auf angeschlossenen Speichergeräten, in Heimnetzgruppen und sogar aus anderen Apps in Ihrer App. Außerdem können Sie eine Dateiauswahlerweiterung bereitstellen, sodass andere Apps den Inhalt Ihrer App laden können.

Weitere Informationen finden Sie unter App-Verträge und Erweiterungen.

Verschiedene Ansichten und Formfaktoren  Windows 8 überlässt die Kontrolle dem Benutzer und rückt die App in den Vordergrund. Sie möchten, dass Ihre App-UI auf jedem Gerät, mit jeder Eingabemethode, in jeder Ausrichtung und unter allen Umständen überzeugt. Weitere Informationen zum Planen für verschiedene Formularfaktoren

Für Fingereingabe optimierte UI  Windows 8 bietet eine einzigartige und unverwechselbare Fingereingabe, die mehr kann als lediglich die Funktionen einer Maus zu emulieren.

Der semantische Zoom beispielsweise stellt eine für Touchscreens optimierte Methode zum Navigieren in umfangreichen Inhalten dar. Benutzer können Inhaltskategorien schwenken oder einen Bildlauf darin durchführen und dann Kategorien vergrößern, um weitere, ausführlichere Informationen anzuzeigen. Damit können Sie Ihre Inhalte auf fühlbarere, bildlichere und aussagekräftigere Art und Weise darstellen als mit traditionellen Navigations- und Layoutmustern wie Registerkarten.

Selbstverständlich können Sie eine Reihe von Interaktionen für Touchscreens nutzen, z. B. Drehen, Schwenken, Streifen und Ziehen. Weitere Informationen zur Touchinteraktion.

Interessant und aktuell  Mit den folgenden Standardmechanismen stellen Sie sicher, dass Ihre App interessant ist und die Aufmerksamkeit der Benutzer erregt:

  • Animationen  Nutzen Sie Animationen, um Ihre App dynamisch zu gestalten. Helfen Sie Benutzern dabei, Kontextänderungen zu verstehen, und verbinden Sie Interaktionen mit visuellen Übergängen. Weitere Informationen zum Animieren der UI
  • Popupbenachrichtigungen  Erinnern Sie Benutzer mithilfe von Popupbenachrichtigungen an Termine oder persönlich relevante Inhalte, und laden Sie sie erneut zur Verwendung Ihrer App ein, auch wenn diese geschlossen ist. Weitere Informationen zu Kacheln, Infoanzeigen und Popupbenachrichtigungen.
  • Sekundärkacheln    Präsentieren Sie interessante Inhalte und Deep-Links aus der App auf dem Startbildschirm, und ermöglichen Sie Benutzern das direkte Starten der App mit einer bestimmten Seite oder in einer bestimmten Ansicht. Weitere Informationen finden Sie unter Sekundärkacheln.
  • App-Kacheln  Stellen Sie aktuelle und relevante Updates bereit, damit Benutzer Ihre App erneut aufrufen. Weitere Informationen hierzu erhalten Sie im nächsten Abschnitt. Weitere Informationen finden Sie unter App-Kacheln.

Personalisierung

  • Einstellungen  Ermöglichen Sie es den Benutzern, die App durch Speichern von Einstellungen an ihre Anforderungen anzupassen. Führen Sie alle Einstellungen der App zusammen, und ermöglichen Sie Benutzern die Konfiguration der App mithilfe häufiger, bereits bekannter Methoden. Weitere Informationen zum Hinzufügen von App-Einstellungen.
  • Roaming  Sorgen Sie mittels Datenroaming für eine konsistente, geräteübergreifend verfügbare Umgebung, sodass Benutzer Aufgaben in ihrer bevorzugten Benutzerumgebung an der Stelle fortsetzen können, an der sie sie unterbrochen haben – und zwar unabhängig vom jeweils verwendeten Gerät. Erleichtern Sie Benutzern die Nutzung Ihrer App auf allen Geräten, z. B. auf dem Familien-PC im Wohnzimmer, dem Arbeits-PC und auf dem eigenen Tablet, indem Einstellungen und App-Status mittels Roaming beibehalten werden. Weitere Informationen finden Sie unter Verwalten von App-Daten und Richtlinien für das Roaming von Anwendungsdaten.
  • Benutzerkacheln   Gestalten Sie die App für Benutzer persönlicher, indem Sie ihr Benutzerkachelbild laden oder Benutzern das Festlegen von Inhalten aus Ihrer App als persönliche Kachel in Windows ermöglichen.

Gerätefunktionen  Stellen Sie sicher, dass Ihre App in vollem Umfang von den Funktionen moderner Geräte profitiert.

  • Näherungsbewegungen  Ermöglichen Sie Benutzern, mithilfe einer Tippbewegung eine Verbindung zwischen Geräten herzustellen. Dadurch verbessern Sie die Benutzerfreundlichkeit in Situationen, in denen mehrere Benutzer nahe beieinander sitzen, z. B. bei Multiplayer-Spielen. Weitere Informationen zu Näherung und Tippen finden Sie hier.
  • Kameras und externe Speichergeräte  Verbinden Sie Benutzer mit ihren integrierten oder angeschlossenen Kameras, damit sie chatten, Konferenzen halten, Vlogs oder Profilbilder aufnehmen, die Welt um sich herum dokumentieren oder sonstige Aktivitäten ausführen können, für die Ihre App geeignet ist. Weitere Informationen zum Zugreifen auf Inhalte auf Wechselspeichermedien.
  • Beschleunigungssensoren und andere Sensoren     Heutzutage sind Geräte mit einer Reihe von Sensoren ausgestattet. Ihre App kann die Bildschirmhelligkeit basierend auf der Umgebungshelligkeit erhöhen oder verringern, die UI bei Drehung des Bildschirms anpassen oder auf physische Bewegungen reagieren. Weitere Informationen zu Sensoren
  • Geolocation  Nutzen Sie Standortinformationen aus Standardwebdaten oder Standortsensoren, damit Benutzer sich besser zurechtfinden, ihre Position auf einer Karte ermitteln oder Benachrichtigungen über Personen, Aktivitäten und Zielorte in der Nähe erhalten können. Weitere Informationen zum geografischen Standort.

Betrachten Sie noch einmal das Beispiel der Reise-App. Damit sich die App besonders dadurch auszeichnet, dass sie Freunde beim gemeinsamen Erstellen von Reiserouten für Gruppenreisen unterstützt, könnten Sie einige der folgenden Features nutzen:

  • Teilen: Benutzer teilen anstehende Reisen und ihre Reiserouten – und damit ihre Vorfreude auf die Reise – mit Freunden und Familie in zahlreichen sozialen Netzwerken.
  • Angedockte und gefüllte Ansichten: Benutzer zeigen die Reise-App auf der einen und den Browser für Recherche und Reservierungen auf der anderen Seite des Bildschirms an.
  • Suchen: Benutzer suchen und finden Aktivitäten oder Reiseziele in geteilten oder öffentlichen Reiserouten anderer Benutzer, die sie in ihre eigenen Reisen einbeziehen können.
  • Benachrichtigungen: Benutzer werden benachrichtigt, wenn andere Reisende ihre Reiserouten aktualisieren.
  • Einstellungen: Benutzer konfigurieren die App wunschgemäß, z. B. für welche Reise Benachrichtigungen angezeigt werden sollen oder welche sozialen Gruppen die Reiserouten der Benutzer durchsuchen dürfen.
  • Semantischer Zoom: Benutzer navigieren im Zeitplan ihrer Reise und vergrößern Bereiche, um ausführlichere Details der langen Liste mit geplanten Aktivitäten anzuzeigen.
  • Benutzerkacheln: Benutzer wählen das Bild aus, das angezeigt werden soll, wenn sie ihre Reise mit Freunden teilen.

Mit Windows 8 können Sie den Benutzern eine neue und interessante Benutzererfahrung bieten. Weitere Ideen finden Sie unter Entwickeln von Windows Store-Apps.

4. Ermitteln, wie Sie Ihre App gewinnbringend nutzen

Ihnen stehen zahlreiche Möglichkeiten zur Verfügung, Gewinn mit Ihrer App zu erzielen. Wenn Sie Anzeigen oder Angebote in Apps verwenden, sollte die UI das auch unterstützen. Weitere Informationen finden Sie unter Planen der Monetisierung.

5. Entwerfen der UI für Ihre App

Hier geht es darum, die Grundlagen richtig festzulegen. Sie wissen nun, wodurch sich Ihre App besonders auszeichnet, und haben herausgefunden, welche Flüsse Sie unterstützen möchten. Jetzt können Sie über die Grundlagen des UI-Designs nachdenken.

Wie sollte UI-Inhalt organisiert werden?  Die meisten App-Inhalte können in Gruppen oder Hierarchien gegliedert werden. Das Element, das Sie als Gruppierung auf oberster Ebene des Inhalts auswählen, sollte mit den besonderen Stärken übereinstimmen.

Im Beispiel der Reise-App stehen mehrere Methoden zum Gruppieren von Reiserouten zur Verfügung. Liegt der Fokus der App auf dem Entdecken interessanter Reiseziele, gruppieren Sie sie vielleicht basierend auf dem Interesse, z. B. Abenteuer, Spaß in der Sonne oder romantische Ausflüge Da der Fokus der App jedoch auf dem Planen von Reisen mit Freunden liegt, ist es sinnvoller, Reiserouten basierend auf sozialen Kreisen (z. B. Familie, Freunde oder Arbeit) zu gliedern.

Die Auswahl der Gliederung für Inhalte hilft Ihnen bei der Entscheidung, welche Seiten oder Anzeigen Ihre App benötigt. In den Projektvorlagen in Microsoft Visual Studio Express 2012 für Windows 8 stehen Ihnen die gängigen App-Layoutmuster zur Verfügung, die für die meisten Inhalte geeignet sind. Weitere Informationen finden Sie unter Navigationsdesign und Vorlagen für eine schnellere App-Entwicklung.

Welche Benutzeroberflächen und Befehle werden benötigt?  Überprüfen Sie die Flüsse, die Sie zuvor festgelegt haben. Erstellen Sie für jeden Fluss eine grobe Übersicht über die Schritte, die der Benutzer ausführt.

Betrachten Sie den Fluss "Teilen von Reiserouten mit Freunden und Familie". Es wird angenommen, dass der Benutzer bereits eine Reise erstellt hat. Für das Teilen einer Reiseroute könnten folgende Schritte erforderlich sein:

  1. Der Benutzer öffnet die App und sieht eine Liste der erstellten Reisen.
  2. Der Benutzer tippt auf die Reise, die er teilen möchte.
  3. Die Details zur Reise werden auf dem Bildschirm angezeigt.
  4. Der Benutzer greift auf die UI zu, um das Teilen zu initiieren.
  5. Der Benutzer wählt die E-Mail-Adresse oder den Namen des Freunds aus bzw. gibt die E-Mail-Adresse oder den Namen des Freunds ein, mit dem er die Reise teilen möchte.
  6. Der Benutzer greift auf die UI zu, um das Teilen abzuschließen.
  7. Ihre App aktualisiert die Reisedetails mit der Liste der Personen, mit denen die Reise geteilt wurde.

Bei diesem Vorgang wird nach und nach deutlich, welche UI erstellt werden muss und welche Details erforderlich sind (z. B. Entwerfen eines E-Mail-Textbausteins für Freunde, die Ihre App noch nicht verwenden). Darüber hinaus können Sie überflüssige Schritte löschen. Vielleicht muss der Benutzer z. B. die Details der Reise nicht sehen. Je einfacher der Fluss, desto benutzerfreundlicher.

Ausführlichere Informationen zur Verwendung der unterschiedlichen Oberflächen finden Sie unter Befehlsdesign für Windows Store-Apps.

Wie sollten Befehle organisiert werden?  Ermitteln Sie mit der Übersicht über die Schritte im Fluss potenzielle Befehle, die ins Design aufgenommen werden müssen. Überlegen Sie dann, wo sich diese Befehle in der App befinden sollen.

  • Versuchen Sie immer, den Inhalt zu nutzen.  Lassen Sie die Benutzer den Inhalt möglichst direkt auf der App-Canvas bearbeiten, anstatt Befehle für den Inhalt hinzuzufügen. Lassen Sie beispielsweise in der Reise-App zu, dass Benutzer ihre Reiseroute durch Ziehen und Ablegen von Aktivitäten in einer Liste auf der Canvas neu gestalten, statt dass sie die Aktivität auswählen und sie mithilfe der Befehlsschaltflächen zum Verschieben nach oben bzw. nach unten neu anordnen müssen.
  • Falls Sie nicht den Inhalt verwenden können, platzieren Sie Befehle auf einer dieser Benutzeroberflächen:

    • Auf der App-Leiste: Platzieren Sie die Mehrzahl der Befehle auf der App-Leiste. Diese bleibt in der Regel ausgeblendet, bis der Benutzer sie einblendet.
    • Auf der App-Canvas selbst: Befindet sich der Benutzer auf einer Seite oder in einer Ansicht mit nur einem Zweck, können Sie Befehle für diesen Zweck direkt auf der Canvas bereitstellen. Es sollte nur sehr wenige dieser Befehle geben.
    • In einem Kontextmenü: Sie können Kontextmenüs für Zwischenablageaktionen (z. B. Ausschneiden, Kopieren und Einfügen) oder für Befehle verwenden, die auf Inhalte angewendet werden, die nicht ausgewählt werden können (z. B. Hinzufügen einer Stecknadel zu einem Standort auf einer Karte).

Entscheiden Sie, welches Layout Ihre App in den einzelnen Ansichten erhält.  Windows 8 unterstützt Hoch- und Querformatansichten sowie angedockte und gefüllte Ansichten. Benutzer können Ihre App jederzeit in einer dieser Ansichten anzeigen. Sie möchten natürlich, dass Ihre App in allen Ansichten richtig angezeigt wird und funktioniert. Sie müssen also das Layout der UI-Elemente für jede Ansicht planen und die Layoutimplementierung jedem Ansichtstatus zuordnen. In diesem Fall passt sich die App-UI einfach an die Anforderungen und Einstellungen der Benutzer an.

Weitere Informationen finden Sie unter Richtlinien für Layouts, Auswählen eines Layouts und Richtlinien für angedockte und gefüllte Ansichten.

6. Einen guten ersten Eindruck erzielen

Überlegen Sie, was Benutzer denken, fühlen oder tun sollen, wenn sie die Anwendung zum ersten Mal starten. Berücksichtigen Sie dabei ihre besonderen Stärken. Auch wenn Sie keine Gelegenheit dazu haben, den Benutzern persönlich mitzuteilen, wodurch sich Ihre App besonders auszeichnet, können Sie ihnen diese Botschaft vermitteln, wenn Sie einen ersten Eindruck hinterlassen. Nutzen Sie dazu Folgendes:

Kachel & Benachrichtigungen    Die Kachel ist das Gesicht Ihrer App. Was bewegt Benutzer dazu, unter allen anderen Apps auf dem Startbildschirm genau Ihre App zu starten? Stellen Sie sicher, dass die Kachel die Marke der App hervorhebt und zeigt, wodurch sich die App besonders auszeichnet. Nutzen Sie Kachelbenachrichtigungen, sodass Ihre App immer aktuell und relevant wirkt und Benutzer sie immer wieder aufrufen.

Begrüßungsbildschirm  Der Begrüßungsbildschirm sollte so schnell wie möglich geladen werden und nur so lange auf dem Bildschirm verbleiben, wie es dauert, den App-Zustand zu initialisieren. Die optische Gestaltung des Begrüßungsbildschirms sollte dem Charakter Ihrer App entsprechen.

Erster Start  Was sehen Benutzer, bevor Sie sich für Ihren Dienst registrieren, sich an ihrem Konto anmelden oder eigene Inhalte hinzufügen? Demonstrieren Sie den Wert Ihrer App, bevor Sie Benutzer um Informationen bitten. Stellen Sie womöglich Beispielinhalte zum Ausprobieren für Benutzer bereit. So können sie den Zweck Ihrer App verstehen, bevor sie sich festlegen.

Startseite  Die Startseite ist die Seite, die der Benutzer nach dem Start der App zu sehen bekommt. Der Inhalt auf dieser Seite sollte klar definiert sein und sofort deutlich machen, wozu Ihre App dient. Heben Sie einen Bereich der App auf dieser Seite hervor, und Benutzer entdecken die restlichen Funktionen selbst. Gestalten Sie die Startseite übersichtlich, sodass Benutzer nicht abgelenkt werden.

Informationen zum besseren Verständnis des Erfolgs Ihrer Meldungen finden Sie unter Bewerten der Benutzerfreundlichkeit von Windows Store-Apps.

7. Erstellen eines Prototyps und Überprüfen des Designs

Bevor Sie sich der eigentlichen Entwicklung widmen, sollten Sie das Design oder den Prototyp anhand von Richtlinien, Benutzereindrücken und Anforderungen überprüfen, um eine spätere Überarbeitung zu vermeiden. Für jedes Feature ist eine Reihe von Richtlinien für die Benutzerfreundlichkeit verfügbar, die Sie bei der optimalen Gestaltung Ihrer App unterstützen. Außerdem gilt es, eine Reihe von Store-Anforderungen zu erfüllen, um Apps im Windows Store verkaufen zu können. Sie können die App mithilfe des Zertifizierungskits für Windows-Apps auf die Einhaltung technischer Store-Anforderungen überprüfen.

Mit Richtlinien für die Gestaltung der Benutzeroberfläche von Windows Store-Apps behalten Sie die wichtigen Features der App im Blick.

 

 

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