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Server-Netzwerkkonfiguration

Zu den Aufgaben, die im Rahmen der Server-Netzwerkkonfiguration durchgeführt werden müssen, gehören das Aktivieren von Protokollen, das Ändern des Anschlusses oder der Pipe, der bzw. die von einem Protokoll verwendet wird, das Konfigurieren der Verschlüsselung, das Konfigurieren des SQL Server-Browser-Diensts, das Offenlegen oder Verbergen von SQL Server Database Engine (Datenbankmodul) im Netzwerk sowie das Registrieren des Serverprinzipalnamens (SPN). In den meisten Fällen ist es nicht erforderlich, die Server-Netzwerkkonfiguration zu ändern. Konfigurieren Sie die Server-Netzwerkprotokolle nur dann neu, wenn spezielle Netzwerkanforderungen erfüllt werden müssen.

Die Netzwerkkonfiguration für SQL Server erfolgt mithilfe des SQL Server-Konfigurations-Managers. Verwenden Sie für frühere Versionen von SQL Server die SQL Server-Netzwerkkonfiguration, die zum Lieferumfang dieser Produkte gehört.

Mithilfe des SQL Server-Konfigurations-Managers können Sie die von SQL Server verwendeten Protokolle aktivieren oder deaktivieren und die für die Protokolle verfügbaren Optionen konfigurieren. Es können mehrere Protokolle aktiviert werden. Sie müssen alle Protokolle aktivieren, die von den Clients verwendet werden sollen. Alle Protokolle verfügen über den gleichen Zugriff auf den Server. Weitere Informationen zum Konfigurieren von Protokollen finden Sie unter Konfigurieren von Servernetzwerkprotokollen und Netzwerkbibliotheken. Eine Liste der Standardeinstellungen finden Sie unter Standardnetzwerkkonfiguration von SQL Server. Informationen zu den Protokollen, die Sie verwenden sollten, finden Sie unter Auswählen eines Netzwerkprotokolls. Weitere Informationen finden Sie auch unter Vorgehensweise: Aktivieren oder Deaktivieren eines Server-Netzwerkprotokolls (SQL Server-Konfigurations-Manager)

Ändern eines Anschlusses

Sie können TCP/IP- und VIA-Protokolle konfigurieren, um an einem bestimmten Port zu lauschen. Die Standardinstanz von Database Engine (Datenbankmodul) lauscht an TCP-Port 1433. Benannte Instanzen von Database Engine (Datenbankmodul) und SQL Server Compact 3.5 SP2 sind für dynamische Ports konfiguriert. Dies bedeutet, dass sie einen verfügbaren Port auswählen, wenn der SQL Server-Dienst gestartet wird. Mithilfe des SQL Server-Browser-Diensts können Clients den Anschluss identifizieren, wenn sie eine Verbindung herstellen.

Bei der Konfiguration für dynamische Anschlüsse verwendet SQL Server möglicherweise bei jedem Start einen anderen Anschluss. Wenn Sie durch eine Firewall eine Verbindung zu SQL Server herstellen, müssen Sie den von SQL Server verwendeten Anschluss öffnen. Konfigurieren Sie SQL Server für die Verwendung eines bestimmten Anschlusses, damit Sie die Firewall so konfigurieren können, dass die Kommunikation mit dem Server möglich ist. Weitere Informationen finden Sie unter Vorgehensweise: Konfigurieren eines Servers zur Überwachung eines bestimmten TCP-Ports (SQL Server-Konfigurations-Manager).

HinweisHinweis

Das VIA-Protokoll ist veraltet. Diese Funktion wird in zukünftigen Versionen von Microsoft SQL Server nicht mehr bereitgestellt. Verwenden Sie diese Funktion beim Entwickeln neuer Anwendungen nicht, und planen Sie das Ändern von Anwendungen, in denen es zurzeit verwendet wird.

Ändern einer Named Pipe

Sie können das Named Pipe-Protokoll so konfigurieren, dass an einer bestimmte Named Pipe gelauscht wird. Standardmäßig lauscht die Standardinstanz von SQL Server Database Engine (Datenbankmodul) an der Pipe \\.\pipe\sql\query für die Standardinstanz und \\.\pipe\MSSQL$<instancename>\sql\query für eine benannte Instanz. Database Engine (Datenbankmodul) kann nur an einer benannten Pipe lauschen, aber Sie können die Pipe bei Bedarf ändern. Mithilfe des SQL Server-Browser-Diensts können Clients die Pipe identifizieren, wenn sie eine Verbindung herstellen. Weitere Informationen finden Sie unter Vorgehensweise: Konfigurieren eines Servers für die Überwachung einer alternativen Pipe (SQL Server-Konfigurations-Manager).

Database Engine (Datenbankmodul) kann so konfiguriert werden, dass bei der Kommunikation mit Clientanwendungen eine Verschlüsselung erforderlich ist. Weitere Informationen finden Sie unter Verschlüsseln von Verbindungen zu SQL Server und Vorgehensweise: Aktivieren von verschlüsselten Verbindungen zum Datenbankmodul (SQL Server-Konfigurations-Manager)..

Die Unterstützung für den erweiterten Schutz für die Authentifizierung mit Kanalbindung und Dienstbindung ist für Betriebssysteme verfügbar, die den erweiterten Schutz unterstützen. Weitere Informationen finden Sie unter Herstellen einer Verbindung mit dem Datenbankmodul unter Verwendung von "Erweiterter Schutz".

SQL Server unterstützt die Kerberos-Authentifizierung. Weitere Informationen finden Sie unter Verwenden der Kerberos-Authentifizierung mit SQL Server.

Registrieren eines Serverprinzipalnamens (SPN)

Der Kerberos-Authentifizierungsdienst verwendet einen SPN zum Authentifizieren eines Diensts. Weitere Informationen finden Sie unter Registrieren eines Dienstprinzipalnamens.

SPNs können auch verwendet werden, um die Clientauthentifizierung bei der Verbindung mit NTLM sicherer zu gestalten. Weitere Informationen finden Sie unter Herstellen einer Verbindung mit dem Datenbankmodul unter Verwendung von "Erweiterter Schutz".

Der SQL Server Browser-Dienst wird auf dem Server ausgeführt und unterstützt Clientcomputer bei der Suche nach SQL Server-Instanzen. Der SQL Server-Browser-Dienst braucht nicht konfiguriert zu werden, muss in einigen Verbindungsszenarien jedoch ausgeführt werden. Weitere Informationen zum SQL Server-Browser finden Sie unter SQL Server-Browserdienst.

Wenn der SQL Server-Browser ausgeführt wird, antwortet er auf Abfragen mit dem Namen, der Version und den Verbindungsinformationen für jede installierte Instanz. Das Flag HideInstance für SQL Server gibt an, dass der SQL Server-Browser nicht mit Informationen zu dieser Serverinstanz reagieren soll. Clientanwendungen können zwar eine Verbindung herstellen, aber sie müssen über die erforderlichen Verbindungsinformationen verfügen. SQL Server-Browser unterstützt darüber hinaus die SQL Server 2000-Methode zum Ausblenden von Instanzen, in der die Option HideServer über die Server-Netzwerkkonfiguration festgelegt wird. Weitere Informationen finden Sie unter Vorgehensweise: Ausblenden einer Instanz des SQL Server-Datenbankmoduls.

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