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CREATE TYPE (Transact-SQL)

Erstellt einen Aliasdatentyp oder einen benutzerdefinierten Typ in der aktuellen Datenbank in SQL Server oder Azure SQL-Datenbank. Die Implementierung eines Aliasdatentyps basiert auf einem systemeigenen Typ von SQL Server. Ein benutzerdefinierter Typ wird durch eine Klasse einer Assembly in der Common Language Runtime (CLR) von Microsoft .NET Framework implementiert. Um einen benutzerdefinierten Typ an seine Implementierung zu binden, muss die CLR-Assembly, die die Implementierung des Typs enthält, zuerst in SQL Server mit CREATE ASSEMBLY registriert werden.

Die Option zum Ausführen von CLR-Code ist standardmäßig in SQL Server deaktiviert. Sie können Datenbankobjekte, die auf verwaltete Codemodule verweisen, erstellen, ändern und löschen. Diese Verweise werden jedoch nur dann in SQL Server ausgeführt, wenn die Option clr enabled mithilfe von sp_configure aktiviert wird.

Gilt für: SQL Server (SQL Server 2008 bis aktuelle Version), Azure SQL-Datenbank (Ursprüngliche Version bis aktuelle Version).

Themenlink (Symbol) Transact-SQL-Syntaxkonventionen

Disk-Based Type Syntax
CREATE TYPE [ schema_name. ] type_name
{ 
    FROM base_type 
    [ ( precision [ , scale ] ) ]
    [ NULL | NOT NULL ] 
  | EXTERNAL NAME assembly_name [ .class_name ] 
  | AS TABLE ( { <column_definition> | <computed_column_definition> }
        [ <table_constraint> ] [ ,...n ] )  
} [ ; ]

<column_definition> ::= 
column_name <data_type>
    [ COLLATE collation_name ] 
    [ NULL | NOT NULL ]
    [ 
        DEFAULT constant_expression ] 
      | [ IDENTITY [ ( seed ,increment ) ] 
    ]
    [ ROWGUIDCOL ] [ <column_constraint> [ ...n ] ] 

<data type> ::= 
[ type_schema_name . ] type_name 
    [ ( precision [ , scale ] | max | 
                [ { CONTENT | DOCUMENT } ] xml_schema_collection ) ] 

<column_constraint> ::= 
{     { PRIMARY KEY | UNIQUE } 
        [ CLUSTERED | NONCLUSTERED ] 
        [ 
            WITH ( <index_option> [ ,...n ] ) 
        ]
  | CHECK ( logical_expression ) 
} 

<computed_column_definition> ::= 

column_name AS computed_column_expression 
[ PERSISTED [ NOT NULL ] ]
[ 
    { PRIMARY KEY | UNIQUE }
        [ CLUSTERED | NONCLUSTERED ]
        [ 
            WITH ( <index_option> [ ,...n ] )
        ]
    | CHECK ( logical_expression ) 
] 

<table_constraint> ::=
{ 
    { PRIMARY KEY | UNIQUE } 
        [ CLUSTERED | NONCLUSTERED ] 
    ( column [ ASC | DESC ] [ ,...n ] ) 
        [ 
    WITH ( <index_option> [ ,...n ] ) 
        ]
    | CHECK ( logical_expression ) 
} 

<index_option> ::=
{
    IGNORE_DUP_KEY = { ON | OFF }
}
Memory-Optimized Table Type Syntax
CREATE TYPE [schema_name. ] type_name
AS TABLE ( { <column_definition> }
    |  [ <table_constraint> ] [ ,... n ]
    | [ <table_index> ] [ ,... n ]
    } )
    [ WITH ( <table_option> [ ,... n ] ) ]

 [ ; ]

<column_definition> ::=
column_name <data_type>
    [ COLLATE collation_name ]
   [ NULL | NOT NULL ]
    [
      [ IDENTITY [ (1 , 1) ]
    ]
    [ <column_constraint> [ ... n ] ]
    [ <column_index> ]

<data type> ::=
 [type_schema_name . ] type_name [ (precision [ , scale ]) ]

<column_constraint> ::=
{ PRIMARY KEY { NONCLUSTERED HASH WITH (BUCKET_COUNT = bucket_count) | NONCLUSTERED } }

< table_constraint > ::=
{ PRIMARY KEY { NONCLUSTERED HASH (column [ ,... n ] ) WITH (BUCKET_COUNT = bucket_count) |  NONCLUSTERED  (column [ ASC | DESC ] [ ,... n ] )  } }

<column_index> ::=
  INDEX index_name
{ { [ NONCLUSTERED ] HASH WITH (BUCKET_COUNT = bucket_count) | NONCLUSTERED } }

< table_index > ::=
  INDEX constraint_name
{ { [ NONCLUSTERED ] HASH (column [ ,... n ] ) WITH (BUCKET_COUNT = bucket_count) |  [NONCLUSTERED]  (column [ ASC | DESC ] [ ,... n ] )} }

<table_option> ::=
{
    [MEMORY_OPTIMIZED = {ON | OFF}]
}

schema_name

Der Name des Schemas, dem der Aliasdatentyp oder benutzerdefinierte Typ angehört.

type_name

Der Name des Aliasdatentyps oder benutzerdefinierten Datentyps. Typnamen müssen den Regeln für Bezeichner entsprechen.

base_type

Der von SQL Server bereitgestellte Datentyp, auf dem der Aliasdatentyp basiert. base_type ist vom Datentyp sysname, hat keinen Standardwert und kann einen der folgenden Werte annehmen:

bigint

binary( n )

bit

char( n )

date

datetime

datetime2

datetimeoffset

decimal

float

image

int

money

nchar( n )

ntext

numeric

nvarchar( n | max)

real

smalldatetime

smallint

smallmoney

sql_variant

text

time

tinyint

uniqueidentifier

varbinary( n | max)

varchar( n | max)

base_type kann außerdem jedes Synonym für Datentypen sein, das einem dieser Systemdatentypen zugeordnet wird.

precision

Für decimal oder numeric: Eine nicht negative ganze Zahl, die die maximale Anzahl Dezimalstellen angibt, die vor und nach dem Dezimalzeichen gespeichert werden können. Weitere Informationen finden Sie unter decimal und numeric (Transact-SQL).

scale

Für decimal oder numeric: Eine nicht negative ganze Zahl, die die maximale Anzahl Dezimalstellen angibt, die nach dem Dezimalzeichen gespeichert werden können. Diese Zahl muss kleiner oder gleich der Gesamtzahl der Stellen sein. Weitere Informationen finden Sie unter decimal und numeric (Transact-SQL).

NULL | NOT NULL

Gibt an, ob für den Typ NULL-Werte zulässig sind. Wird keine Angabe gemacht, ist NULL der Standardwert.

assembly_name

Gilt für: SQL Server 2008 bis SQL Server 2014.

Gibt die SQL Server-Assembly an, die auf die Implementierung des benutzerdefinierten Typs in der Common Language Runtime (CLR) verweist. assembly_name sollte einer vorhandenen Assembly in SQL Server in der aktuellen Datenbank entsprechen.

Hinweis Hinweis

EXTERNAL_NAME ist in einer eigenständigen Datenbank nicht verfügbar.

[ . class_name ]

Gilt für: SQL Server 2008 bis SQL Server 2014.

Gibt die Klasse innerhalb der Assembly an, die den benutzerdefinierten Typ implementiert. class_name muss ein gültiger Bezeichner sein und muss als Klasse in der Assembly vorhanden und innerhalb der Assembly sichtbar sein. Für den Bezeichner class_name muss, unabhängig von der Datenbanksortierung, die Groß-/Kleinschreibung beachtet werden, und er muss genau dem Klassennamen in der entsprechenden Assembly entsprechen. Der Klassenname kann ein mit einem Namespace qualifizierter Name sein, der in eckigen Klammern ([ ]) steht, wenn die Programmiersprache, die zum Schreiben der Klasse verwendet wird, das Konzept von Namespaces verwendet, wie z. B. C#. Wird class_name nicht angegeben, wird in SQL Server davon ausgegangen, dass es mit type_name identisch ist.

<column_definition>

Definiert die Spalten für einen benutzerdefinierten Tabellentyp.

<Datentyp>

Definiert die Datentypen in einer Spalten für einen benutzerdefinierten Tabellentyp. Weitere Informationen zu Datentypen finden Sie unter Datentypen (Transact-SQL). Weitere Informationen zu Tabellen finden Sie unter CREATE TABLE (SQL Server).

<column_constraint>

Definiert die Spalteneinschränkungen für einen benutzerdefinierten Tabellentyp. Unterstützte Einschränkungen schließen PRIMARY KEY, UNIQUE und CHECK ein. Weitere Informationen zu Tabellen finden Sie unter CREATE TABLE (SQL Server).

<computed_column_definition>

Definiert einen berechneten Spaltenausdruck in einem benutzerdefinierten Tabellentyp als Spalte. Weitere Informationen zu Tabellen finden Sie unter CREATE TABLE (SQL Server).

<table_constraint>

Definiert eine Spalteneinschränkung für einen benutzerdefinierten Tabellentyp. Unterstützte Einschränkungen schließen PRIMARY KEY, UNIQUE und CHECK ein.

<index_option>

Gibt die Fehlerantwort auf doppelte Schlüsselwerte beim Einfügen mehrerer Zeilen für einen eindeutigen gruppierten oder einen eindeutigen nicht gruppierten Index an. Weitere Informationen zu Indexoptionen finden Sie unter CREATE INDEX (Transact-SQL).

INDEX

Sie müssen Spalten- und Tabellenindizes als Teil der CREATE TABLE-Anweisung angeben. CREATE INDEX und DROP INDEX werden für speicheroptimierte Tabellen nicht unterstützt.

MEMORY_OPTIMIZED

Gilt für: SQL Server 2014 bis SQL Server 2014.

Gibt an, ob der Tabellentyp speicheroptimiert ist. Diese Option ist standardmäßig deaktiviert; die Tabelle (der Tabellentyp) ist keine speicheroptimierte Tabelle (kein speicheroptimierter Tabellentyp). Speicheroptimierte Tabellentypen sind speicheroptimierte Benutzertabellen, deren Schema auf dem Datenträger ähnlich anderen Benutzertabellen beibehalten wird. Auf speicheroptimierte Tabellentypen kann nur von systemintern kompilierten gespeicherten Prozeduren zugegriffen werden.

BUCKET_COUNT

Gilt für: SQL Server 2014 bis SQL Server 2014.

Gibt die Anzahl der Buckets an, die im Hashindex erstellt werden sollen. Der maximale Wert für BUCKET_COUNT in Hashindizes beträgt 1.073.741.824. Weitere Informationen zu Bucketanzahlen finden Sie unter Bestimmen der korrekten Bucketanzahl für Hashindizes. bucket_count ist ein erforderliches Argument.

HASH

Gilt für: SQL Server 2014 bis SQL Server 2014.

Gibt an, dass ein HASH-Index erstellt wird. Hashindizes werden nur für speicheroptimierte Tabellen unterstützt.

Die Klasse der Assembly, auf die in assembly_name verwiesen wird, und ihre Methoden sollten alle Anforderungen zum Implementieren eines benutzerdefinierten Typs in SQL Server erfüllen. Weitere Informationen zu diesen Anforderungen finden Sie unter Benutzerdefinierte CLR-Typen.

Noch einige zusätzliche Überlegungen:

  • Die Klasse kann überlastete Methoden umfassen, aber diese Methoden können nur innerhalb von verwaltetem Code aufgerufen werden und nicht aus Transact-SQL.

  • Alle statischen Elemente müssen als const oder readonly deklariert werden, wenn für assembly_name entweder SAFE oder EXTERNAL_ACCESS festgelegt wurde.

Innerhalb einer Datenbank kann nur ein benutzerdefinierter Typ für einen angegebenen Typ registriert werden, der in SQL Server von der CLR hochgeladen wurde. Wenn ein benutzerdefinierter Typ für einen CLR-Typ erstellt wurde, für den in der Datenbank bereits ein benutzerdefinierter Typ vorhanden ist, schlägt CREATE TYPE fehl und gibt einen Fehler aus. Diese Einschränkung ist erforderlich, um eine Mehrdeutigkeit bei der Zuordnung des SQL-Typs zu vermeiden, wenn ein CLR-Typ mehr als einem benutzerdefinierten Typ zugeordnet werden kann.

Gibt eine Mutatormethode im Typ nicht void zurück, wird die CREATE TYPE-Anweisung nicht ausgeführt.

Zum Ändern eines benutzerdefinierten Typs müssen Sie den Typ mit einer DROP TYPE-Anweisung löschen und ihn dann erneut erstellen.

Im Gegensatz zu benutzerdefinierten Typen, die mit sp_addtype erstellt wurden, wird der Datenbankrolle public nicht automatisch die REFERENCES-Berechtigung für Typen erteilt, die mit CREATE TYPE erstellt wurden. Diese Berechtigung muss separat erteilt werden.

Strukturierte benutzerdefinierte Typen, die in column_name <Datentyp> verwendet werden, gehören in benutzerdefinierten Tabellentypen zum Bereich des Datenbankschemas, in dem der Tabellentyp definiert wird. Um auf strukturierte benutzerdefinierte Typen in einem anderen Bereich innerhalb der Datenbank zuzugreifen, verwenden Sie zweiteilige Namen.

In benutzerdefinierten Tabellentypen muss der Primärschlüssel für berechnete Spalten PERSISTED und NOT NULL sein.

Ab SQL Server 2014 kann die Verarbeitung von Daten in einem Tabellentyp im Primärspeicher und nicht auf dem Datenträger erfolgen. Weitere Informationen finden Sie unter In-Memory OLTP (Arbeitsspeicheroptimierung). Codebeispiele, die das Erstellen speicheroptimierter Tabellentypen veranschaulichen, finden Sie unter Erstellen einer speicheroptimierten Tabelle und einer systemintern kompilierten gespeicherten Prozedur. Weitere Informationen zu speicheroptimierten Tabellentypen finden Sie unter Speicheroptimierte Tabellenvariablen.

Erfordert die CREATE TYPE-Berechtigung für die aktuelle Datenbank und die ALTER-Berechtigung für schema_name. Wenn schema_name nicht angegeben wird, gelten die Standardregeln für die Namensauflösung, um das Schema für den aktuellen Benutzer zu bestimmen. Wird assembly_name angegeben, muss ein Benutzer entweder Besitzer der Assembly sein oder die REFERENCES-Berechtigung für die Assembly besitzen.

A.Erstellen eines Aliastyps anhand des varchar-Datentyps

Im folgenden Beispiel wird ein Aliastyp erstellt, der auf dem vom System bereitgestellten Datentyp varchar basiert.

CREATE TYPE SSN
FROM varchar(11) NOT NULL ;

B.Erstellen eines benutzerdefinierten Typs

Im folgenden Beispiel wird der Typ Utf8String erstellt, der auf die Klasse utf8string in der Assembly utf8string verweist. Vor dem Erstellen des Typs wird die Assembly utf8string in der lokalen Datenbank registriert.

Gilt für: SQL Server 2008 bis SQL Server 2014.

CREATE ASSEMBLY utf8string
FROM '\\ComputerName\utf8string\utf8string.dll' ;
GO
CREATE TYPE Utf8String 
EXTERNAL NAME utf8string.[Microsoft.Samples.SqlServer.utf8string] ;
GO

C.Erstellen eines benutzerdefinierten Tabellentyps

Das folgende Beispiel zeigt, wie ein benutzerdefinierter Tabellentyp mit zwei Spalten erstellt wird: Weitere Informationen zum Erstellen und Verwenden von Tabellenwertparametern finden Sie unter Verwenden von Tabellenwertparameter (Datenbankmodul).

/* Create a user-defined table type */
CREATE TYPE LocationTableType AS TABLE 
    ( LocationName VARCHAR(50)
    , CostRate INT );
GO

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