(0) exportieren Drucken
Alle erweitern

rs (Hilfsprogramm)

Verarbeitet von Ihnen in einer Eingabedatei bereitgestellte Skripts. Verwenden Sie dieses Hilfsprogramm, um die Berichtsserverbereitstellung und Verwaltungsaufgaben zu automatisieren.

HinweisHinweis

In SQL Server 2008 R2 und höheren Versionen wird die Verwendung des rs-Hilfsprogramms für Berichtsserver unterstützt, die für den integrierten SharePoint-Modus konfiguriert wurden, sowie für Server, die im systemeigenen Modus konfiguriert wurden. In früheren Versionen wurden nur Konfigurationen im systemeigenen Modus unterstützt.


        rs {-?}
{-i input_file=}
{-s serverURL}
{-u username}
{-p password}
{-e endpoint}
{-l time_out}
{-b batchmode}
{-v globalvars=}
{-t trace}

-?

(Optional) Zeigt die Syntax der rs-Argumente an.

-i input_file

(Erforderlich) Gibt die auszuführende RSS-Datei an. Dieser Wert kann einen relativen oder einen vollqualifizierten Pfad zur RSS-Datei enthalten.

-s serverURL

(Erforderlich) Gibt den Namen des Webservers und den Namen des virtuellen Verzeichnisses auf dem Berichtsserver an, in dem die Datei ausgeführt werden soll. Ein Beispiel für eine Berichtsserver-URL ist http://examplewebserver/reportserver. Das Präfix http:// oder https:// zu Beginn des Servernamens ist optional. Wenn Sie kein Präfix angeben, verwendet der Berichtsserver-Skripthost zunächst https:// und dann http://, falls https:// nicht verfügbar ist.

-u [domain\]username

(Optional) Gibt ein Benutzerkonto an, das für die Herstellung einer Verbindung mit dem Berichtsserver verwendet wird. Wenn -u und -p nicht angegeben werden, wird das aktuelle Windows-Benutzerkonto verwendet.

-p password

(Erforderlich, wenn -u angegeben ist.) Gibt das Kennwort an, das mit dem -u-Argument verwendet wird. Bei diesem Wert wird die Groß-/Kleinschreibung beachtet.

-e

(Optional) Gibt den SOAP-Endpunkt für die Ausführung des Skripts an. Folgende Werte sind gültig:

  • Mgmt2010

  • Mgmt2006

  • Mgmt2005

  • Exec2005

Wird kein Wert angegeben, wird der Endpunkt Mgmt2005 verwendet. Beachten Sie, dass der Wert Mgmt2000 ab dieser Version nicht mehr unterstützt wird und kein gültiger Wert mehr ist. Weitere Informationen zu den SOAP-Endpunkten und den als veraltet markierten Funktionen finden Sie unter Report Server-Webdienst-Endpunkte und Als veraltet markierte Funktionen in SQL Server Reporting Services.

-l time_out

(Optional) Gibt die Anzahl von Sekunden an, bis für den Verbindungsversuch mit dem Server ein Timeout ausgegeben wird. Der Standardwert ist 60 Sekunden. Wenn Sie keinen Timeoutwert angeben, wird der Standardwert verwendet. Ein Wert von 0 gibt an, dass sich für die Verbindung kein Timeout ergibt.

-b

(Optional) Gibt an, dass die Befehle in der Skriptdatei als Batch ausgeführt werden. Falls ein Befehl fehlschlägt, wird ein Rollback für den Batch ausgeführt. Einige Befehle können nicht als Batch ausgeführt werden. Diese Befehle werden wie gewohnt ausgeführt. Nur Ausnahmen, die ausgegeben werden und nicht innerhalb des Skripts behandelt werden, führen zu einem Rollback. Wenn das Skript eine Ausnahme behandelt und normalerweise von Main zurückgegeben wird, wird ein Commit für den Batch ausgeführt. Wenn Sie diesen Parameter nicht angeben, werden die Befehle ausgeführt, ohne dass ein Batch erstellt wird. Weitere Informationen finden Sie unter Methoden der Batchverarbeitung.

-vglobalvar

(Optional) Gibt globale Variablen an, die in dem Skript verwendet werden. Wenn das Skript globale Variablen verwendet, müssen Sie dieses Argument angeben. Der angegebene Wert muss für die in der RSS-Datei definierten globalen Variablen gültig sein. Sie müssen eine globale Variable für jedes -v-Argument angeben.

Das Argument -v wird in der Befehlszeile angegeben und dafür verwendet, zur Laufzeit einen Wert für eine globale Variable festzulegen, die in Ihrem Skript definiert ist. Wenn Ihr Skript beispielsweise eine Variable namens parentFolder, enthält, können Sie in der Befehlszeile einen Namen für diesen Ordner angeben:

rs.exe -i myScriptFile.rss -s http://myServer/reportserver -v parentFolder="Financial Reports"

Globale Variablen werden mit den vorliegenden Namen erstellt und auf die bereitgestellten Werte festgelegt. Durch Angeben von -v a="1" -v b="2" werden beispielsweise eine Variable namens a mit dem Wert"1" und eine Variable b mit dem Wert "2" erstellt.

Globale Variablen stehen für alle Funktionen im Skript zur Verfügung. Eine Kombination von umgekehrtem Schrägstrich und Anführungszeichen (\") wird als Anführungszeichen interpretiert. Anführungszeichen sind nur erforderlich, wenn die Zeichenfolge ein Leerzeichen enthält. Namen von Variablen müssen für Microsoft Visual Basic gültig sein. Sie müssen mit einem Buchstaben oder Unterstrich beginnen und dürfen ausschließlich Buchstaben, Ziffern oder Unterstriche enthalten. Reservierte Wörter können nicht als Variablennamen verwendet werden. Weitere Informationen zu globalen Variablen finden Sie unter Verwenden integrierter Auflistungen in Ausdrücken (Report Builder 3.0 und SSRS).

-t

(Optional) Schreibt Fehlermeldungen in das Ablaufverfolgungsprotokoll. Dieses Argument enthält keinen Wert. Weitere Informationen finden Sie unter Berichtsserverdienst-Ablaufverfolgungsprotokoll.

Um das Tool ausführen zu können, müssen Sie die Berechtigung besitzen, eine Verbindung mit der Berichtsserverinstanz herzustellen, für die das Skript ausgeführt wird. Durch das Ausführen von Skripts können Sie Änderungen am lokalen Computer oder an einem Remotecomputer durchführen. Sollen Änderungen an einem Berichtsserver durchgeführt werden, der auf einem Remotecomputer installiert ist, geben Sie den Remotecomputer im -s-Argument an.

Das folgende Beispiel zeigt, wie die Skriptdatei angegeben wird, die das Visual Basic .NET-Skript und die auszuführenden Webdienstmethoden enthält.

rs –i c:\scriptfiles\script_copycontent.rss -s http://localhost/reportserver

Weitere Beispiele finden Sie unter Ausführen einer Reporting Services-Skriptdatei.

Rs.exe befindet sich unter \Programme\Microsoft SQL Server\100\Tools\Binn. Sie können das Hilfsprogramm von einem beliebigen Ordner im Dateisystem ausführen.

Sie können Skripts so definieren, dass sie Systemeigenschaften festlegen, Berichte veröffentlichen usw. Die Skripts, die Sie erstellen, können jede Methode der Reporting Services-API einschließen. Weitere Informationen zu den verfügbaren Methoden und Eigenschaften finden Sie unter Report Server-Webdienst.

Das Skript muss in Visual Basic .NET-Code geschrieben und in einer Unicode- oder UTF-8-Textdatei mit RSS-Dateinamenerweiterung gespeichert sein. Das Hilfsprogramm rs kann nicht zum Debuggen von Skripts verwendet werden. Führen Sie zum Debuggen eines Skripts den Code in Microsoft Visual Studio aus.

Community-Beiträge

HINZUFÜGEN
Anzeigen:
© 2014 Microsoft