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Virtuelle Computer

Letzte Aktualisierung: April 2014

Virtuelle Computer in Windows Azure stellen bedarfsabhängig skalierbare Serverressourcen bereit. Ein virtueller Computer in Windows Azure ist ein Server in der Cloud, den Sie je nach Ihren Anforderungen konfigurieren und verwalten können. Er bietet Ihnen darüber hinaus flexible Virtualisierungsmöglichkeiten, ohne dass Sie Hardware zum Hosten der Anwendungen kaufen oder warten müssen.

Virtuelle Computer in Windows Azure bieten Ihnen folgende Möglichkeiten:

  • Bereitstellen verfügbarer Windows Server-Versionen oder Verteilen von Linux-Betriebssystemen durch die Auswahl vorkonfigurierter Images. Alternativ können Sie eine virtuelle Festplatte (Virtual Hard Disk, VHD) mit Serverbetriebssystem hochladen und zur Erstellung virtueller Computer verwenden.

  • Erstellen und Verbinden mehrerer virtueller Computer, um einen Lastenausgleich für den Datenverkehr vorzunehmen.

  • Verwenden der automatisierten oder manuellen Methode zum Erstellen, Verwalten und Löschen eines virtuellen Computers. Dazu stehen Ihnen das Webportal (Windows Azure-Verwaltungsportal), die Windows PowerShell-Cmdlets oder die Dienst-Verwaltungs-APIs zur Verfügung.

  • Bedarfsgesteuertes Löschen und Neuerstellen, so wie bei jedem anderen virtuellen Computer.

Dieses Thema enthält eine kurze Übersicht darüber, wie Sie einen virtuellen Computer erstellen und mit ihm in Interaktion treten. Wenn Sie den Umgang mit virtuellen Computern lieber praktisch erlernen möchten, können Sie auch direkt zu den Lernprogrammen und Anleitungen auf WindowsAzure.com wechseln.

Beim Erstellen eines virtuellen Computers müssen Sie u. a. folgende Einstellungen vornehmen:

  • Die Größe des virtuellen Computers. Von der Größe hängen bestimmte Konfigurationseinstellungen wie die Anzahl der CPU-Kerne, die Arbeitsspeichergröße und die Speicherkapazität ab. Ausführliche Informationen finden Sie unter Größen virtueller Computer und Cloud-Dienste für Windows Azure.

  • Das Betriebssystem. Sie können aus vorhandenen Images auswählen, von denen einige SQL Server oder SharePoint enthalten. Wenn Sie Ihre eigene VHD hochgeladen haben, können Sie diese auch als benutzerdefiniertes Image für den virtuellen Computer verwenden.

  • Die Netzwerkkonfiguration. Wenn ein virtueller Computer ein virtuelles Netzwerk verwenden soll, müssen Sie das betreffende virtuelle Netzwerk beim Erstellen des virtuellen Computers angeben. Weitere Informationen finden Sie unter Virtuelles Netzwerk.

  • Die Konfiguration des Cloud-Diensts. Jeder virtuelle Computer gehört einem Cloud-Dienst an, entweder alleine oder im Verbund mit anderen virtuellen Computern. Wenn Sie virtuelle Computer im selben Cloud-Dienst platzieren, können Sie die Arbeitsauslastung der Anwendungen und Dienste gleichmäßig verteilen, indem Sie Endpunkte mit Lastenausgleich konfigurieren. Weitere Anweisungen finden Sie unter Lastenausgleich zwischen virtuellen Computern

Im Folgenden werden die Methoden zur Kommunikation oder Interaktion mit einem virtuellen Computer und die Voraussetzungen für die Interaktion zusammengefasst.

Alle virtuellen Computer, die sich im selben Cloud-Dienst oder demselben virtuellen Netzwerk befinden, können automatisch über einen Private Network-Kanal kommunizieren. Zur Kommunikation mit anderen Internetressourcen oder anderen virtuellen Netzwerken verwendet ein virtueller Computer jedoch Endpunkte. Diese Endpunkte verarbeiten den auf dem virtuellen Computer eingehenden Netzwerkdatenverkehr. Weitere Informationen zum Einrichten von Endpunkten für einen virtuellen Computer finden Sie unter Einrichten der Kommunikation mit einem virtuellen Computer.

Wie Sie sich bei einem virtuellen Computer anmelden, hängt davon ab, ob Sie Windows Server oder Linux verwenden. Eine Übersicht der Anforderungen und Tipps zur Problembehandlung finden Sie unter Herstellen einer Verbindung mit einem virtuellen Computer in Windows Azure über RDP oder SSH.

Für einen virtuellen Computer, auf dem Windows Server ausgeführt wird, können Sie Remote Desktop verwenden. Klicken Sie im Verwaltungsportal auf die Schaltfläche Verbinden, um eine Remotedesktopverbindung zu starten. Weitere Informationen zum Anmelden bei einem Computer, auf dem Windows Server ausgeführt wird, finden Sie unter Anmelden bei einem virtuellen Computer, auf dem Windows Server ausgeführt wird.

Bei einem virtuellen Computer, auf dem das Betriebssystem Linux ausgeführt wird, verwenden Sie zur Anmeldung einen Secure Shell (SSH)-Client. Sie müssen einen SSH-Client auf dem Computer installieren, über den Sie sich beim virtuellen Computer anmelden möchten. Es gibt viele verfügbare SSH-Clientprogramme. Mögliche Optionen:

  • Wenn Sie einen Computer verwenden, auf dem ein Windows-Betriebssystem ausgeführt wird, können Sie Remotedesktop verwenden. Weitere Anleitungen finden Sie auf der PuTTY-Downloadseite.

  • Wenn Sie einen Computer verwenden, auf dem ein Linux-Betriebssystem ausgeführt wird, sollten Sie einen SSH-Client wie OpenSSh verwenden. Weitere Informationen finden Sie unter OpenSSH. Weitere Anleitungen zum Anmelden bei einem Computer, auf dem Linux ausgeführt wird, finden Sie unter Anmelden bei einem virtuellen Computer, auf dem Linux ausgeführt wird.

Mit Windows PowerShell-Remoting können Sie von einer Windows PowerShell-Sitzung aus Remoteverbindungen mit einem oder mehreren Computern herstellen, um Befehle direkt auf den Remotecomputern auszuführen. Sie können den virtuellen Computer so konfigurieren, dass Windows PowerShell-Remoting bei der Erstellung oder aber erst zu einem späteren Zeitpunkt zugelassen wird. Sie konfigurieren den virtuellen Computer, indem Sie einen Endpunkt hinzufügen, der den zu verwendenden Port und das zu verwendende Protokoll angibt. Anleitungen zum Hinzufügen eines Endpunkts finden Sie unter Einrichten von Endpunkten für einen virtuellen Computer. Weitere Informationen zu Remoteverbindungen finden Sie unter about_Remote_FAQ.

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