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Virtuelle Computer

Letzte Aktualisierung: Mai 2014

Der Azure-Dienst für virtuelle Computer stellt bedarfsabhängig skalierbare Serverressourcen bereit. Ein virtueller Computer in Azure ist ein Server in der Cloud, den Sie je nach Ihren Anforderungen konfigurieren und verwalten können. Er bietet Ihnen flexible Virtualisierungsmöglichkeiten, ohne dass Sie Hardware zum Hosten der Anwendungen kaufen oder warten müssen.

Virtuelle Computer in Azure bieten Ihnen folgende Möglichkeiten:

  • Bereitstellen verfügbarer Windows Server-Versionen oder Verteilen von Linux-Betriebssystemen durch die Auswahl vorkonfigurierter Images. Alternativ können Sie eine virtuelle Festplatte (Virtual Hard Disk, VHD) mit Serverbetriebssystem hochladen und zur Erstellung virtueller Computer verwenden.

  • Erstellen und Verbinden mehrerer virtueller Computer, um einen Lastenausgleich für den Datenverkehr vorzunehmen.

  • Verwenden der automatisierten oder manuellen Methode zum Erstellen, Verwalten und Löschen eines virtuellen Computers. Dazu stehen Ihnen das Webportal (Azure-Verwaltungsportal), die Windows PowerShell-Cmdlets oder die Dienst-Verwaltungs-APIs zur Verfügung.

  • Bedarfsgesteuertes Löschen und Neuerstellen, so wie bei jedem anderen virtuellen Computer.

In diesem Artikel wird beschrieben, wie Sie einen virtuellen Computer erstellen und mit ihm in Interaktion treten. Wenn Sie den Umgang mit virtuellen Computern lieber praktisch erlernen möchten, finden Sie Anleitungen im Abschnitt "Dokumentation" auf der Azure-Website. Antworten auf die häufigsten Fragen zum Thema virtuelle Computer finden Sie in den FAQ Virtuelle Computer in Azure.

Informationen zu Serverbetriebssystemen, Rollen und Arbeitslasten, die für die Verwendung mit virtuellen Computern in Azure unterstützt werden, finden Sie in folgenden Themen:

Beim Erstellen eines virtuellen Computers müssen Sie u. a. folgende Einstellungen vornehmen:

  • Die Größe des virtuellen Computers. Von der Größe hängen bestimmte Konfigurationseinstellungen wie die Anzahl der CPU-Kerne, die Arbeitsspeichergröße und die Speicherkapazität ab. Ausführliche Informationen finden Sie unter Größen virtueller Computer und Cloud-Dienste für Azure.

  • Das Betriebssystem. Sie können aus vorhandenen Images auswählen, von denen einige SQL Server oder SharePoint enthalten. Wenn Sie Ihre eigene VHD hochgeladen haben, können Sie diese auch als benutzerdefiniertes Image für den virtuellen Computer verwenden.

  • Die Netzwerkkonfiguration. Wenn ein virtueller Computer ein virtuelles Netzwerk verwenden soll, müssen Sie das betreffende virtuelle Netzwerk beim Erstellen des virtuellen Computers angeben. Weitere Informationen finden Sie unter Virtuelle Netzwerke im Überblick.

  • Die Konfiguration des Cloud-Diensts. Jeder virtuelle Computer gehört einem Cloud-Dienst an, entweder allein oder im Verbund mit anderen virtuellen Computern. Wenn Sie virtuelle Computer im selben Cloud-Dienst platzieren, können Sie die Arbeitsauslastung der Anwendungen und Dienste gleichmäßig verteilen, indem Sie Endpunkte mit Lastenausgleich konfigurieren. Weitere Anweisungen finden Sie unter Lastenausgleich zwischen virtuellen Computern

Im Folgenden werden die Methoden zur Kommunikation oder Interaktion mit einem virtuellen Computer und die Voraussetzungen für die Interaktion zusammengefasst.

Erweiterungen können Sie beim Konfigurieren eines virtuellen Windows-Computers und beim Interagieren mit einem virtuellen Windows-Computer unterstützen. Wenn Sie beispielsweise nicht auf das Gastbetriebssystem zugreifen können, weil Sie ein Kennwort vergessen haben, können Sie das Kennwort mithilfe einer Erweiterung zurücksetzen. Dies ist wichtig, weil Sie keine direkte Verbindung mit der Konsole eines virtuellen Computers herstellen können.

TipTipp
Die Cmdlets für den Zugriff auf virtuelle Computer unterstützen Sie beim Zurücksetzen des Kennworts. Mit ihrer Hilfe kann auch der RDP-Zugriff neu konfiguriert werden. Eine Referenz mit Details finden Sie unter Get-AzureVMAccessExtension und Set-AzureVMAccessExtension.

Diese Erweiterungen werden durch dem VM-Agent installiert und verwaltet. Dies bedeutet, dass Sie zuerst den VM-Agent installieren müssen, damit Sie die Erweiterungen installieren können. Sie können den Agent sowohl auf vorhandenen als auch auf neuen virtuellen Computern installieren. Verwenden Sie auf vorhandenen virtuellen Windows-Computern das Installationspaket für den VM-Agent, das im Download Center verfügbar ist. Wie Sie den Agent auf neuen virtuellen Windows-Computern installieren, hängt davon ab, ob Sie ein von Azure bereitgestelltes Image oder ein eigenes verwenden. Im Folgenden finden Sie die Details:

  • Verwendung eines Portalimages – Installieren Sie den VM-Agent, wenn Sie den virtuellen Computer erstellen. Wenn Sie das Portal verwenden, wird der VM-Agent automatisch durch die Option "Schnellerfassung" installiert. Wenn Sie die Option "Aus Katalog" verwenden, wählen Sie VM-Agent installieren. Wenn Sie das Cmdlet "New-AzureVM" oder "New-AzureQuick VM" verwenden, wird der VM-Agent automatisch installiert.

  • Verwenden eines eigenen Images – Installieren Sie den VM-Agent im Betriebssystem, bevor Sie es auf Azure hochladen und als Image hinzufügen. Sie erhalten das Installationspaket für den VM-Agent im Download Center.

Nachdem Sie den VM-Agent installiert haben, können Sie Erweiterungen mithilfe von Cmdlets suchen und verwalten. Die folgenden Cmdlets unterstützen Sie beim Ausführen dieser Aufgaben:

Weitere Informationen finden Sie unter Verwalten von Erweiterungen. Eine Liste der verfügbaren Erweiterungen finden Sie in diesem Artikel unter "Weitere Informationen zu verfügbaren Erweiterungen".

Alle virtuellen Computer im selben Cloud-Dienst oder demselben virtuellen Netzwerk können automatisch über einen privaten Netzwerkkanal kommunizieren. Zur Kommunikation mit anderen Internetressourcen oder anderen virtuellen Netzwerken verwendet ein virtueller Computer jedoch Endpunkte. Diese Endpunkte verarbeiten den auf dem virtuellen Computer eingehenden Netzwerkdatenverkehr. Anleitungen finden Sie unter Einrichten der Kommunikation mit einem virtuellen Computer.

Wie Sie sich bei einem virtuellen Computer anmelden, hängt davon ab, ob Sie Windows Server oder Linux verwenden. Eine Übersicht der Anforderungen und Tipps zur Problembehandlung finden Sie unter Herstellen einer Verbindung mit einem virtuellen Azure-Computer über RDP oder SSH.

Für einen virtuellen Computer, auf dem Windows Server ausgeführt wird, können Sie den Remotedesktop verwenden. Klicken Sie im Verwaltungsportal auf Verbinden, um eine Remotedesktopverbindung zu starten. Anleitungen finden Sie unter Anmelden bei einem virtuellen Computer, auf dem Windows Server ausgeführt wird.

Bei einem virtuellen Computer, auf dem das Betriebssystem Linux ausgeführt wird, verwenden Sie zur Anmeldung einen Secure Shell (SSH)-Client. Sie müssen einen SSH-Client auf dem Computer installieren, über den Sie sich beim virtuellen Computer anmelden möchten. Es gibt viele verfügbare SSH-Clientprogramme. Mögliche Optionen:

Mit Windows PowerShell-Remoting können Sie von einer Windows PowerShell-Sitzung aus Remoteverbindungen mit einem oder mehreren Computern herstellen, um Befehle direkt auf den Remotecomputern auszuführen. Sie können den virtuellen Computer so konfigurieren, dass Windows PowerShell-Remoting bei der Erstellung oder aber erst zu einem späteren Zeitpunkt zugelassen wird. Sie konfigurieren den virtuellen Computer, indem Sie einen Endpunkt hinzufügen, der den zu verwendenden Port und das zu verwendende Protokoll angibt. Anleitungen zum Hinzufügen eines Endpunkts finden Sie unter Einrichten von Endpunkten für einen virtuellen Computer. Weitere Informationen zu Remoteverbindungen finden Sie unter about_Remote_FAQ.

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