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Azure Media Services – Übersicht

Letzte Aktualisierung: März 2014

Windows Azure Media Services Windows Azure Media Services ermöglichen das Erstellen von skalierbaren, kosteneffektiven End-to-End-Medienverteilungslösungen, die Medien für iOS, Android, Adobe Flash, Windows und andere Geräte und Plattformen hochladen, codieren, verpacken und streamen können.

Wenn Sie weitere Informationen zu Media Services benötigen, lesen Sie dieses Dokument, oder fahren Sie mit dem Thema Erste Schritte mit Azure Media Services fort.

Media Services bieten die Flexibilität, Skalierbarkeit und Zuverlässigkeit einer Cloud-Plattform für die Verarbeitung von qualitativ hochwertigen Medienauftritten für eine globale Zielgruppe. Media Services umfassen cloudbasierte Versionen zahlreicher bestehender Technologien von Microsoft Media Platform und unseren Medienpartnern, z. B. Upload, Codierung, Formatkonvertierung, Inhaltsschutz sowie Funktionen für Streaming on Demand und Livestreaming. Unabhängig davon, ob Sie vorhandene Lösungen optimieren oder neue Workflows erstellen, können Sie Media Services auf einfache Weise kombinieren und verwalten, um benutzerdefinierte Workflows zu erstellen, die allen Ansprüchen gerecht werden.

SLA (Vereinbarung zum Servicelevel)

Wir garantieren 99,9 % Verfügbarkeit der REST API-Transaktionen für Media Services-Codierung. Streaming on Demand bedient erfolgreich Anforderungen mit einer Verfügbarkeitsgarantie von 99,9 % für vorhandene Medieninhalte, wenn mindestens eine reservierte Einheit für Streaming on Demand erworben wird. Die Verfügbarkeit wird über einen monatlichen Abrechnungszyklus berechnet. Laden Sie das SLA-Dokument herunter, um weitere Informationen zu erhalten.

Hochladen von Medien

Damit Sie Ihre Videos codieren, verwalten und streamen können, müssen Sie Ihre Inhalte zuerst in Windows Azure Media Services hochladen. Media Services verwendet den Azure-Speicher zum Speichern Ihrer Medien für die Verarbeitung und das Streamen. Sie können Ihre Inhalte programmgesteuert mithilfe der Media Services REST-API oder mit einem der verfügbaren Client-SDKs hochladen. Weitere Informationen zu den Client-SDKs finden Sie unter Entwicklertools für Windows Azure Media Services . Diese APIs ermöglichen das Hochladen von einzelnen Dateien sowie Massenuploadvorgänge. Windows Azure Media Services stellt außerdem sicheren Upload Ihrer Inhalte zur Verfügung. Durch Speicherverschlüsselung werden Ihre Inhalte lokal verschlüsselt und dann in den Windows Azure-Speicher hochgeladen. Dort werden sie in verschlüsselter Form gespeichert. Sie können auch Drittanbieter für schnellen Upload (z. B. Aspera) nutzen. Weitere Informationen zum Hochladen von Inhalten finden Sie unter Hochladen von Medien.

Codierung und Paketerstellung von Medien

Im folgenden Blog werden die Unterschiede zwischen Codierung und Paketerstellung erläutert: Codierung im Vergleich zu Paketerstellung.

Codieren von Medien

Bei der Codierung wird ein Video in ein Format komprimiert, das von unseren Kunden verwendet werden kann. Ihre Kunden verwenden ggf. mehrere Geräte, um Ihre Videos wiederzugeben: PCs, Mac-Computer, Smartphones, Tablets, XBox-Konsolen, Set-Top-Boxes und Fernseher. Jedes dieser Geräte verfügt über Funktionen, die sich auf die erforderliche Codierung auswirken. Smartphones weisen kleine Bildschirme und wenig Speicherplatz auf, Tablets besitzen größere Bildschirme, im Vergleich zu PCs jedoch weniger Speicherplatz usw. Wenn Sie sich noch nicht für ein Zielgerät entschieden haben, lesen Sie Auswählen der Medienfunktionen. Berücksichtigen Sie beim Auswählen der Codierung für ein Video alle Geräte, die Ihre Kunden verwenden. Unter bestimmten Umständen möchten Sie ggf. mehrere Codierungen verwenden, um die bestmögliche Wiedergabe auf einer breiten Palette von Geräten zu erzielen. Weitere Informationen zur Codierung finden Sie unter Codieren von Medien mit Media Services.

Paketerstellung von Medien (statisch und dynamisch)

Nachdem ein Video codiert wurde, kann es in zahlreichen verschiedenen Dateicontainern gespeichert werden. Der Vorgang des Speicherns von codierten Medien in einem Container wird als Paketerstellung bezeichnet. Sie können beispielsweise eine MP4-Datei in Smooth Streaming- oder HLS-Inhalte konvertieren, indem Sie Windows Azure Media Packager verwenden, um die codierten Inhalte in einem anderen Dateicontainer zu speichern. Media Services unterstützt dynamische und statische Paketerstellung.

Wenn Sie static packaging verwenden, müssen Sie eine Kopie Ihrer Inhalte in jedem Format erstellen, das Ihre Kunden benötigen. Verwenden Sie Windows Azure Media Packager, um die folgenden Aufgaben auszuführen:

  • Konvertieren von MP4-Inhalt in Smooth Streaming-Inhalt,

  • Konvertieren von Smooth Streaming-Inhalt in das Apple HLS-Format,

  • Überprüfen eines Medienobjekts, das Smooth Streaming- oder MP4-Dateien mit mehreren Bitraten enthält.

Bei der dynamic packaging müssen Sie nur ein Medienobjekt erstellen, das eine Sammlung aus MP4-Dateien mit mehreren Bitraten oder Smooth Streaming-Quelldateien mit mehreren Bitraten enthält. Basierend auf dem angegebenen Format im Manifest oder in der Fragmentanforderung stellt der Streamingserver on Demand dann sicher, dass Sie den Datenstrom im ausgewählten Protokoll empfangen. Daher müssen Sie die Dateien nur in einem Speicherformat speichern, und es fallen nur Kosten für ein Speicherformat an. Der Mediendienste-Dienst erstellt und verarbeitet die entsprechende Antwort basierend auf Anforderungen von einem Client. Weitere Informationen finden Sie unter Dynamische Paketerstellung.

Streamingmedien

Streamingmedien werden in kleinen Segmenten an die Clientplayeranwendung übermittelt. Bei der Codierung für ein Streamingformat teilt der Encoder den Inhalt in kleine Segmente auf. Die Größe der Segmente und die Art ihrer Speicherung unterscheiden sich je nach Streamingtechnologie. Wenn ein Client mit der Wiedergabe eines Videos beginnt, kann er das erste Segment herunterladen und schnell anzeigen. Nachdem der Player ein Segment angezeigt hat, fordert er das nächste Segment vom Server an. Media Services unterstützt mehrere unterschiedliche Streamingtechnologien:

  • Progressiver Download – ermöglicht die Wiedergabe von Medien, bevor die gesamte Datei heruntergeladen wurde.

  • MPEG DASH ist ein internationales Standardstreamingprotokoll mit adaptiver Bitrate, das von der Motion Picture Experts Group (MPEG) entwickelt wurde.

  • HTTP Live Streaming (HLS) ist eine Streamingtechnologie mit adaptiver Bitrate, die von Apple entwickelt wurde.

  • Smooth Streaming ist eine Streamingtechnologie mit adaptiver Bitrate, die von Microsoft entwickelt wurde.

Streaming mit adaptiven Bitraten

Das Streaming mit einer adaptiven Bitrate umfasst die Codierung eines Videos in zahlreiche verschiedene Bitraten. Wenn eine Playeranwendung ein Video wiedergibt, kann sie die Netzwerkbandbreite im laufenden Betrieb ermitteln und zu einem Segment mit einer höheren oder geringeren Bandbreite wechseln, wenn sich die Netzwerkbedingungen ändern. Auf diese Weise können Clients Video mit der höchsten Qualität empfangen, wenn die Netzwerkbedingungen dies zulassen. Wenn sich die Netzwerkbedingungen verschlechtern, kann der Player die Wiedergabe trotzdem fortsetzen (wenn auch mit geringerer Qualität). Windows Azure Media Services unterstützt das Streamen von Medien mithilfe von HTTP Live Streaming (HLS), MPEG-DASH und Smooth Streaming.

Sichern von Medien

Media Services ermöglicht das Schützen Ihrer Medien auf vielfältige Weise. Sie können Ihre Medien mithilfe von Speicherverschlüsselung hochladen. Auf diese Weise werden Ihre Inhalte während des Uploads in Media Services sowie während des Verbleibs im Speicher geschützt. Auf diese Weise gespeicherte Medien müssen vor jeder Verarbeitung entschlüsselt werden, z. B. vor der Codierung, der Paketerstellung und dem Streamen. Bei jedem Schritt in der Verarbeitungspipeline können Sie Verschlüsselungsoptionen durch Übergeben von Parametern an den verwendeten Medienprozessor (Encoder, Paketerstellungs- und Verschlüsselungsmodul) angeben. Media Services unterstützt PlayReady DRM sowie 128-Bit-AES-Umschlagverschlüsselung, um Ihre Inhalte während des Streamens zu schützen. Weitere Informationen finden Sie unter Sichern von Medien.

Werbeeinblendungen

Windows Azure Media Services bietet Unterstützung für Werbeeinblendungen über die Windows Media-Plattform: mithilfe von Player Frameworks. Player Frameworks mit Unterstützung für Werbeeinblendungen sind für Windows 8, Silverlight, Windows Phone 8- und iOS-Geräte verfügbar. Jedes Player Framework enthält Beispielcode, der zeigt, wie eine Playeranwendung implementiert wird. Sie können drei verschiedene Arten von Werbeeinblendungen in Ihre Medien einfügen:

  • Linear – Werbeeinblendungen im vollständigen Frame, die das Hauptvideo unterbrechen.

  • Nicht linear – Overlay-Werbeeinblendungen, die während der Wiedergabe des Hauptvideos angezeigt werden, normalerweise ein Logo oder ein anderes statisches Bild, das im Player angezeigt wird.

  • Begleitend – Werbeeinblendungen, die außerhalb des Players angezeigt werden.

Werbeeinblendungen können an jedem beliebigen Punkt auf der Zeitachse des Hauptvideos eingefügt werden. Sie müssen dem Player mitteilen, wann die Werbeeinblendungen wiedergegeben werden soll und welche Werbeeinblendungen verwendet werden sollen. Dies erfolgt mithilfe einer Sammlung von auf XML basierenden Standarddateien. Video Ad Service Template (VAST), Digital Video Multiple Ad Playlist (VMAP), Media Abstract Sequencing Template (MAST) und Digital Video Player Ad Interface Definition (VPAID). VAST-Dateien geben die anzuzeigenden Werbeeinblendungen an. VMAP-Dateien geben an, wann die verschiedenen Werbeeinblendungen wiedergegeben werden sollen. Sie enthalten VAST-XML. MAST-Dateien stellen ein anderes Verfahren zum Sequenzieren von Werbeeinblendungen dar und können ebenfalls VAST-XML enthalten. VPAID-Dateien definieren eine Schnittstelle zwischen dem Videoplayer und der Werbeeinblendung oder dem Ad-Server. Weitere Informationen finden Sie unter Einfügen von Werbeinhalten.

Erstellen von Clientanwendungen

Media Services stellt die Tools zur Verfügung, die zum Erstellen reichhaltiger, dynamischer Clientplayeranwendungen für die meisten Plattformen erforderlich sind, beispielsweise für die folgenden Plattformen: iOS-Geräte, Android-Geräte, Windows, Windows Phone, Xbox und Set-Top-Boxes.

Weitere Informationen finden Sie unter Entwickeln von Videoplayeranwendungen.

Inhaltsverwaltung

Ein Video-CMS (Content Management System, Inhaltsverwaltungssystem) ermöglicht das Hochladen, Speichern, Organisieren, Verarbeiten und Veröffentlichen von Medien. Inhaltsverwaltungssysteme speichern im Allgemeinen Dateien in einer Datenbank und ermöglichen Metadatentagging, Suchvorgänge und Revisionsnachverfolgung.

Media Services stellt zwar kein CMS dar, ermöglicht jedoch die Implementierung eines Videoverarbeitungsworkflows. Sie können Ihre Inhalte in den Windows Azure-Speicher hochladen und dort speichern, Medien in einer Vielzahl gängiger Formate codieren und verpacken und Ihre Videos online streamen.

Siehe auch


Erstellungsdatum:

2014-04-18
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