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Schritt 2: Bereitstellen eines Relayendpunkts zum Aufrufen von Vorgängen für das IDOC ORDERS05

Letzte Aktualisierung: November 2013

Um ein SAP-Artefakt als Vorgang verfügbar zu machen, der durch Senden einer Nachricht über einen Servicebus aufgerufen werden kann, sind zwei Hauptschritte erforderlich: das Erstellen eines LOB-Ziel und eines LOB-Relay.

  • Ein LOB-Ziel definiert, wie eine Azure-Anwendung mit dem Branchensystem kommuniziert. Das LOB-Ziel steuert den Verbindungs-URI des Branchensystems, den auszuführenden Vorgang sowie die Verbindungsanmeldeinformationen.

  • Ein LOB-Relay ist ein WCF-Dienst, der innerhalb der Firewall einer Organisation ausgeführt wird und einen Relayendpunkt im Servicebus überwacht. Wie der Name nahelegt, fungiert das LOB-Relay als Relay zwischen dem Servicebus-Relayendpunkt und dem Branchensystem. Es empfängt die Nachricht am Servicebus-Relayendpunkt und übergibt sie an das entsprechende Branchensystem, wobei die LOB-Ziel-Konfiguration verwendet wird.

Weitere Informationen finden Sie unter BizTalk Adapter Service-Architektur. In diesem Thema erstellen wir ein LOB-Ziel und ein LOB-Relay, um den Send-Vorgang für das IDOC ORDERS05 verfügbar zu machen.

  1. Öffnen Sie Visual Studio (als Administrator), erstellen Sie ein neues BizTalk Service-Projekt, und benennen Sie es mit SAPIntegration.

  2. Fügen Sie zunächst einen BizTalk Adapter Service-Server hinzu. Dies ist der Server, auf dem Sie die Laufzeitkomponente von BizTalk Adapter Service installiert haben. Um einen BizTalk Adapter Service-Server hinzuzufügen, klicken Sie in Visual Studio im Server-Explorer mit der rechten Maustaste auf BizTalk Adapter Services, und wählen Sie BizTalk Adapter Service hinzufügen aus. Geben Sie im Dialogfeld BizTalk Adapter Service hinzufügen die URL des WCF-Diensts ein, der diesen Servicebus-Relaydienst überwacht, und klicken Sie dann auf OK.

    Da sämtliche Komponenten von BizTalk Adapter Service auf demselben Computer installiert sind, lautet die URL für diesen Dienst http://localhost:8080/BAService/ManagementService.svc/.

    noteHinweis
    Wenn die BizTalk Adapter Service-Laufzeitkomponente auf einem separaten Computer installiert ist, muss "localhost" in der obigen URL durch den Namen des betreffenden Computers ersetzt werden.

  3. Da Sie in diesem Lernprogramm eine Anwendung erstellen, die in SAP integriert werden soll, müssen Sie ein SAP-Ziel hinzufügen. Erweitern Sie den neu hinzugefügten Server, erweitern Sie LOB-Typen, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf SAP, und wählen Sie SAP-Ziel hinzufügen aus.

    Der Assistent zum Hinzufügen eines Ziels wird geöffnet. Führen Sie die folgenden Schritte aus, um ein LOB-Ziel zu erstellen.

    1. Lesen Sie die Informationen auf der Seite Vorbereitungen, und klicken Sie dann auf Weiter.

    2. Geben Sie auf der Seite Verbindungsparameter die Details für den SAP Server an, mit dem eine Verbindung hergestellt werden soll, und geben Sie die Anmeldeinformationen für die Verbindung an. Klicken Sie auf Weiter.

    3. Erweitern Sie auf der Seite Vorgänge die IDOC-Kategorie ORDERSO5 (unter \IDOC\ORDERS\). Es sind mehrere Versionen des IDOC verfügbar. Für dieses Lernprogramm wählen Sie ORDERS05.V3(700) aus. Erweitern Sie dieses IDOC, wählen Sie Senden aus, und klicken Sie dann auf den Pfeil nach rechts, um es dem Feld Ausgewählte Vorgänge hinzuzufügen.

      Klicken Sie auf Weiter.

    4. Geben Sie auf der Seite Laufzeitsicherheit den Sicherheitsmechanismus an, mit dem der Branchensystemserver die Zielressource authentifizieren soll, wenn eine Nachricht von einem Client eintrifft. Wählen Sie für dieses Lernprogramm Fester Benutzername aus, und geben Sie die Anmeldeinformationen zum Herstellen einer Verbindung mit dem SAP-Server an.

    5. Erstellen Sie auf der Seite Bereitstellung ein LOB-Relay und ein LOB-Ziel, um die Verbindung der Cloud mit den lokalen Branchenanwendungen bereitzustellen.

      Wählen Sie die Option Neu erstellen aus, um ein neues Relay zu erstellen, und geben Sie die folgenden Werte an:

       

      Name Beschreibung

      Namespace

      Geben Sie den Servicebus-Namespace an, in dem der LOB-Relayendpunkt erstellt wird.

      Ausstellername

      Geben Sie den Ausstellernamen für den Servicebus-Namespace an.

      Ausstellergeheimnis

      Geben Sie den geheimen Ausstellerschlüssel für den Servicebus-Namespace an.

      Relaypfad

      Geben Sie einen Namen für das Relay an. Geben Sie für die Zwecke dieses Lernprogramms den Namen sapintegration01 ein.

      Zielunterpfad

      Geben Sie einen Unterpfad ein, damit das Ziel eindeutig ist. Geben Sie für die Zwecke dieses Lernprogramms den Namen orders ein.

      Die schreibgeschützte Eigenschaft Laufzeitziel-URL zeigt die URL an, unter der das Relay im Servicebus bereitgestellt wird. Dies ist der Pfad zum Senden einer Nachricht, die auf dem lokalen SAP-Server eingefügt werden soll. In diesem Szenario ist dies der Pfad des Ziels, an das die Brücke die Nachricht sendet.

      Klicken Sie auf Weiter.

    6. Überprüfen Sie auf der Seite Zusammenfassung die Werte, die Sie in den vorherigen Schritten angegeben haben, und klicken Sie dann auf Erstellen.

    7. Wenn die Schritte des Assistenten abgeschlossen sind, klicken Sie auf Fertig stellen.

      Im Visual Studio-Server-Explorer ist jetzt unter dem Knoten SAP ein Eintrag vorhanden. Dieser stellt den im Servicebus erstellten Relayendpunkt dar, der zum Weiterleiten von Bestellnachrichten von der Cloud zum lokalen SAP-System verwendet wird.

  1. Nachdem Sie einem SAP-System den Relayendpunkt hinzugefügt haben, müssen Sie Schemas hinzufügen, um ORDERS05-Bestellnachrichten an den SAP-Server zu senden. Klicken Sie zum Hinzufügen der Schemas mit der rechten Maustaste auf den Relayendpunkt, und wählen Sie Schemas zu SAPIntegration hinzufügen aus. Gehen Sie im Dialogfeld wie folgt vor:

    • Geben Sie ein Präfix für Dateinamen ein, das in den Namen jeder generierten Schemadatei eingeschlossen wird. Geben Sie für die Zwecke dieses Lernprogramms das Präfix SAPIntegration_ an.

    • Geben Sie einen Ordnernamen ein, der der Projektmappe hinzugefügt wird, unter der alle Schemas hinzugefügt werden. Geben Sie für die Zwecke dieses Lernprogramms den Ordnernamen Branchenschemas an.

    • Geben Sie die Anmeldeinformationen zum Herstellen einer Verbindung mit einem SAP-System ein.

    Klicken Sie auf OK. Die Schemas werden dem Projekt unter dem Ordner Branchenschemas hinzugefügt.

  1. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf eine beliebige Stelle der BizTalk Service-Projekt-Entwurfsoberfläche, wählen Sie Eigenschaften aus, und aktualisieren Sie die Eigenschaft BizTalk-Dienst-URL mit dem BizTalk Services-Namen. Dies ist der Name, den Sie im Azure-Verwaltungsportal beim Bereitstellen von BizTalk Services angegeben haben.

  2. Legen Sie die Sicherheitseigenschaft für den Relayendpunkt fest.

    1. Klicken Sie im Server-Explorer mit der rechten Maustaste auf das LOB-Ziel, und wählen Sie Eigenschaften aus.

    2. Klicken Sie im Eigenschaftenraster auf die Auslassungspunkte (…) für die Eigenschaft Laufzeitsicherheit.

    3. Wählen Sie im Dialogfeld Sicherheit bearbeiten die Option Fester Benutzername aus, und geben Sie den Benutzernamen und das Kennwort zum Herstellen einer Verbindung mit dem SAP-Server an.

    4. Klicken Sie auf OK.

  3. Ziehen Sie das LOB-Ziel auf die Entwurfsoberfläche, und legen Sie es dort ab. Beachten Sie die Eigenschaft Entitätsname des LOB-Ziel. Der Standardwert lautet Relaypfad_Zielunterpfad. Bei Verwendung der obigen Beispiele lautet er sapintegration01_orders.

  4. Öffnen Sie die CONFIG-Datei für das LOB-Ziel, deren Name in der Regel der Benennungskonvention Relaypfad_Zielunterpfad.config entspricht. Geben Sie den Ausstellernamen und den geheimen Ausstellerschlüssel für den Servicebus wie folgt an:

    <tokenProvider>
      <sharedSecret issuerName="owner" issuerSecret="issuer_secret" />
    </tokenProvider>
    

    Speichern Sie die an der CONFIG-Datei vorgenommenen Änderungen.

Siehe auch

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