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Schritt 5: Erstellen und Bereitstellen der EDI-Empfangspipeline

Letzte Aktualisierung: November 2014

In diesem Thema konfigurieren Sie die EDI-Empfangsbridge, die eine X12 850-Bestellnachricht von einem FTP-Server empfängt, verarbeitet, in ein ORDERS05 IDOC transformiert und anschließend an die unidirektionale XML-Bridge-Brücke weiterleitet, die im vorherigen Schritt bereitgestellt wurde.

  1. Melden Sie sich beim BizTalk Services-Portal an. Sie können die URL für das BizTalk Services-Portal aus dem BizTalk Services-Abonnement abrufen. Weitere Informationen zum Anmelden am Portal finden Sie unter http://go.microsoft.com/fwlink/p/?LinkId=317714.

  2. Erstellen Sie einen Partner für Fabrikam und Contoso. Wählen Sie im linken Bereich Partner aus, und wählen Sie dann auf der Seite Partner die Option Partner hinzufügen aus.

  3. Erstellen Sie einen Vertrag zwischen den beiden Partnern. Klicken Sie auf der Seite Verträge auf die Registerkarte EDI, falls diese noch nicht angezeigt wird. Klicken Sie anschließend auf Hinzufügen.

  4. Legen Sie für die Registerkarte Allgemeine Einstellungen die folgenden Werte fest.

     

    Feld

    Beschreibung

    Name

    Geben Sie einen Namen für den Vertrag ein. Geben Sie für dieses Lernprogramm den Namen SAPIntegration ein.

    noteHinweis
    Dieses Feld ist erforderlich. Der Name für die Vereinbarung muss eindeutig sein.

    Protokoll

    Wählen Sie X 12 aus.

    Beschreibung

    Geben Sie Hinweise oder eine Beschreibung für die Vereinbarung ein.

    Gehosteter Partner

    Wählen Sie den gehosteten Partner für den Vertrag aus. Ein gehosteter Partner ist ein Partner, der vom Dienstanbieter verwaltet wird. Während der Vertragsbereitstellung werden die Pipelines für diesen Partner bereitgestellt. In der Regel werden die vom Dienstanbieter verwalteten Partner als gehosteter Partner konfiguriert. Die Unternehmenspartner hingegen sind Gastpartner.

    Für dieses Lernprogramm ist der gehostete Partner Fabrikam. Das Standardprofil für Fabrikam wird im Feld Profil angezeigt.

    Gastpartner

    Wählen Sie den Partner (der kein gehosteter Partner ist) für den Vertrag aus. Wählen Sie für dieses Lernprogramm Contoso aus. Das Standardprofil für Contoso wird im Feld Profil angezeigt.

    Identitäten

    ID-Qualifizierer für gehosteten Partner

    Wählen Sie einen Qualifizierer für die Authentifizierung aus, der eindeutige Geschäftsidentitäten für die Handelspartner bereitstellt. Wählen Sie für dieses Lernprogramm ZZ-Gegenseitig definiert aus.

    Wert

    Geben Sie FABRIKAM ein.

    ID-Qualifizierer für Gastpartner

    Wählen Sie einen Qualifizierer für die Authentifizierung aus, der eindeutige Geschäftsidentitäten für die Handelspartner bereitstellt. Wählen Sie für dieses Lernprogramm ZZ-Gegenseitig definiert aus.

    Wert

    Geben Sie CONTOSO ein.

    Nachverfolgung

    Eigenschaften von Sendeseitennachrichten nachverfolgen

    Aktivieren Sie diese Option, um Nachrichteneigenschaften zu speichern, wenn die EDI-Nachricht an den Partner gesendet wird. Sie können die gespeicherten Daten abfragen, indem Sie auf der Startseite des BizTalk Services-Portals auf Nachverfolgung klicken.

    Wenn die betreffende Option aktiviert ist, können Sie auch den Nachrichtentext speichern, indem Sie die Option Sendeseitennachrichten archivieren aktivieren.

    Eigenschaften von Empfangsseitennachrichten nachverfolgen

    Aktivieren Sie diese Option, um die Nachrichteneigenschaften zu speichern, wenn die EDI-Nachricht von einem Partner empfangen wird. Sie können die gespeicherten Daten abfragen, indem Sie auf der Startseite des BizTalk Services-Portals auf Nachverfolgung klicken.

    Wenn die betreffende Option aktiviert ist, können Sie auch den Nachrichtentext speichern, indem Sie die Option Empfangsseitennachrichten archivieren aktivieren.

  5. Klicken Sie auf Weiter.

    Durch das Klicken auf Weiter werden zwei neue Registerkarten hinzugefügt: eine Registerkarte für Empfangseinstellungen und eine weitere Registerkarte für Sendeeinstellungen. Jede Registerkarte ist für einen unidirektionalen Vertrag zwischen den beiden Partnern bestimmt, eine bzgl. des Empfangens von Nachrichten und die andere bzgl. des Sendens von Nachrichten. Mit den Eigenschaften auf der Registerkarte Empfangseinstellungen wird festgelegt, wie die EDI-Empfangsbrücke konfiguriert wird. Diese Brücke empfängt eingehende EDI-Nachrichten, die an Fabrikam gesendet werden. Mit den Eigenschaften auf der Registerkarte Sendeeinstellungen wird definiert, wie die EDI-Sendebrücke konfiguriert wird. Diese Brücke sendet EDI-Nachrichten von Fabrikam an seine Handelspartner (z. B. an Contoso).

  1. Klicken Sie auf der Seite Vereinbarungen auf die Registerkarte Empfangseinstellungen.

  2. Geben Sie für den Abschnitt Transport die folgenden Werte an:

    • Wählen Sie für Transporttyp den Eintrag FTP aus. In dem Szenario im vorliegenden Lernprogramm sendet Contoso die 850 X12-Nachricht über einen FTP-Speicherort.

    • Geben Sie den Namen des FTP-Servers an, von dem die Nachrichten ausgewählt werden.

    • Geben Sie den Benutzernamen und das Kennwort zum Herstellen einer Verbindung mit dem FTP-Server ein.

    • Geben Sie den relativen Pfad auf dem Server ein, unter dem die 850 X12-Nachricht ausgewählt wird.

    Angeben der FTP Server-Details
  3. Geben Sie für den Abschnitt Protokoll die folgenden Werte ein:

    • Geben Sie ein, ob Sie technische (TA1) und funktionsbezogene Bestätigungen (997) empfangen möchten.

    • Klicken Sie unter Schemas auf das Pluszeichen, und geben Sie dann die folgenden Werte an:

       

      Option Anzugebender Wert

      Für Version

      Geben Sie 00401 an.

      Für Transaktionstyp (ST1)

      Geben Sie 850 – Bestellung an.

      Für Absenderanwendung (GS02)

      Geben Sie CONTOSO an.

      Für Schema

      Wählen Sie in der Dropdownliste das Schema (X12_00401_850.xsd) aus. Dieses Schema wurde auf den BizTalk Services hochgeladen, als das BizTalk Service-Projekt in letzten Schritt bereitgestellt wurde.

      Angeben der Protokolleinstellungen der Empfangsseite
  4. Klicken Sie im Abschnitt Transformation auf das Pluszeichen, um der Verteinbarung eine Transformation hinzuzufügen. Wählen Sie in der Dropdownliste das Schema X12_00401_850.xsd und die zuvor erstellte Transformation (AzureTransformations.trfm) aus. Das Schema sowie die Transformation wurden im BizTalk Services-Abonnement bereitgestellt, als Sie das BizTalk Service-Projekt im vorherigen Schritt bereitgestellt haben:

    Angeben der Transformation der Empfangsseite
  5. Klicken Sie auf der Seite Route unter Weiterleitungseinstellungen auf Hinzufügen, um ein Routenziel hinzuzufügen.

    1. Legen Sie Regelname auf SendToBridge fest.

    2. Wählen Sie unter Weiterleitungsregel die Option Erweiterte Definitionen verwenden aus, und geben Sie dann im Textfeld den folgenden Ausdruck ein:

      1=1
      

      Dieser Ausdruck wird immer mit True aufgelöst; d. h., alle Nachrichten werden an die Bridge weitergeleitet.

      noteHinweis
      Selbst wenn Sie die Option Erweiterte Definitionen verwenden nicht auswählen und keine Weiterleitungsregel angeben, ist diese Option standardmäßig ausgewählt, und ihr Wert ist auf 1=1 festgelegt. Dies bedeutet, dass alle Nachrichten standardmäßig an das Routenziel weitergeleitet werden.

    3. Klicken Sie unter Weiterleitungsaktion auf das Pluszeichen, um eine neue Zeile hinzuzufügen, und legen Sie dann die folgenden Werte fest:

      • Legen Sie Zieltyp auf HTTP-Header fest

      • Legen Sie Headername auf Content-Type fest

      • Legen Sie Werttyp auf Konstante fest

      • Legen Sie Konstanter Wert auf application/xml fest

      noteHinweis
      Dadurch wird sichergestellt, dass alle an die Bridge weitergeleiteten Nachrichten einen Content-Type-Header enthalten, dessen Wert auf application/xml festgelegt ist. Ohne diesen Header behandelt die Brücke, die die Nachricht empfängt, diese u. U. als Flatfilenachricht, sodass Validierungsfehler zurückgegeben werden können.

    4. Legen Sie unter Weiterleitungsziel den Transporttyp auf Azure BizTalk-Bridge fest, und geben Sie im Textfeld den Entitätsnamen der Bridge auf der Nachrichtenflussoberfläche ein. In diesem Lernprogramm haben Sie den Bridgenamen als B2BConnector angegeben. Mit diesem Namen wird der Endpunkt für die Brückenbereitstellung erstellt; hierbei handelt es sich um http://<mybiztalkservicename>.biztalk.windows.net/default/B2BConnector. Mit dieser Konfiguration werden alle vom Vertrag verarbeiteten Nachrichten an die zuvor bereitgestellte unidirektionale XML-Bridge Brücke weitergeleitet.

      Angeben der Weiterleitungsaktion in EDI-Vereinbarung

      Wählen Sie Speichern aus.

    5. Geben Sie auf der Seite Route unter Nachrichtenunterbrechungseinstellungen als TransporttypAzure Service Bus ein, und geben Sie dann die folgenden Werte ein:

      • Legen Sie den Routenzieltyp auf BasicHttpRelay fest.

      • Geben Sie den Servicebus-Namespace, den Ausstellernamen und den Ausstellerschlüssel ein.

      • Geben Sie die Endpunkt-URL ein, unter der der Relayempfängerdienst bereits ausgeführt wird. Geben Sie für die Zwecke dieses Lernprogramms den Wert Suspend an. Somit lautet die vollständige URL, an die eine fehlgeschlagene Nachricht gesendet wird, http://<servicebus_namespace>.servicebus.windows.net/Suspend.

  1. Klicken Sie auf der Seite Vereinbarungen auf die Registerkarte Sendeeinstellungen.

    noteHinweis
    Obwohl in diesem Lernprogramm nicht die Sendeseite des Vertrags behandelt wird, müssen Sie die standardmäßigen Mindestwerte angeben, damit der Vertrag erfolgreich bereitgestellt werden kann.

  2. Übernehmen Sie die Standardwerte der Registerkarten Eingehende URL, Transformation und Batchverarbeitung.

  3. Geben Sie auf der Registerkarte Protokoll unter Schemas die folgenden Werte ein:

     

    Eigenschaft Beschreibung

    Für Version

    Legen Sie diesen Wert auf 00401 fest.

    Für Transaktionstyp (ST01)

    Legen Sie diesen Wert auf 850 – Bestellung fest.

    Für Schema

    Legen Sie diesen Wert auf X12_00401_850 fest.

  4. Geben Sie im Abschnitt Transport unter Transporteinstellungen die folgenden Werte ein:

    • Legen Sie den Transporttyp auf FTP/S fest.

    • Geben Sie die erforderlichen Werte für den FTP-Transport ein.

  5. Klicken Sie im Abschnitt Transport unter Nachrichtenunterbrechungseinstellungen die folgenden Werte ein:

    • Legen Sie den Transporttyp auf Azure-Servicebus fest.

    • Legen Sie den Routenzieltyp auf BasicHttpRelay fest.

    • Geben Sie den Namespace, den Ausstellernamen und Ausstellerschlüssel für Servicebus an.

    • Geben Sie die Endpunkt-URL an, unter der der Relay-Empfängerdienst bereits ausgeführt wird. Geben Sie für die Zwecke dieses Lernprogramms den Wert Suspend an. Somit lautet die vollständige URL, an die eine fehlgeschlagene Nachricht gesendet wird, http://<servicebus_namespace>.servicebus.windows.net/Send_Failure.

  6. Klicken Sie auf Vereinbarung bereitstellen, um die Vereinbarung bereitzustellen.

    Nach der Bereitstellung des Vertrags können Sie zum Testen der Projektmappe eine 850-Testbestellnachricht in dem Ordner auf dem FTP-Server ablegen, den Sie als Teil des Vertrags angegeben haben. Weitere Einzelheiten zum Testen der Projektmappe erhalten Sie im nächsten Thema Schritt 6: Testen der Projektmappe.

Siehe auch

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