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Verwalten der Windows Azure-Sicherung

Veröffentlicht: Februar 2012

Letzte Aktualisierung: April 2014

Betrifft: Windows Server 2008 R2 with SP1, Windows Server 2012

Bei der Verwaltung der Microsoft Azure-Sicherung überprüfen Sie Warnungen und Benachrichtigungen und ergreifen geeignete Maßnahmen, konfigurieren Servereigenschaften und ändern Sicherungszeitpläne. Unter Umständen muss auch ein Volume oder Server umbenannt werden.

Inhalt des Dokuments

noteHinweis
Dieses Thema enthält Windows PowerShell-Beispiel-Cmdlets, mit deren Hilfe einige beschriebene Verfahren automatisiert werden können. Weitere Informationen finden Sie unter Verwenden von Cmdlets.

Das Azure-Sicherungs-Agent-Snap-In verfügt über die Registerkarte Warnungen, auf der Sie benachrichtigt werden, ob für den Azure-Sicherungs-Agent ein Update verfügbar ist oder ob während eines Sicherungsvorgangs Ereignismeldungen generiert wurden. Außerdem enthält das Snap-In die Registerkarte Aufträge, auf der der Status von Sicherungsaufträgen anzeigt wird, die auf dem Server ausgeführt werden.

noteHinweis
Benachrichtigungen zu Clientupdates werden ausgelöst, wenn eine neue Version des Clients verfügbar ist, und enthalten einen Link zum Downloadspeicherort, damit Sie das Update installieren können.

Diesen Schritt mit Windows PowerShell ausführen

  1. Drücken Sie die Windows-Logo-Taste+Q, um das Menü Apps zu öffnen, und klicken Sie dann auf Windows Azure-Sicherungs-Agent. Das Azure-Sicherungs-Agent-Snap-In sollte geöffnet werden.

  2. Überprüfen Sie im Inhaltsbereich die Registerkarten Warnungen und Aufträge.

PowerShell-Logo Befehle, die mit Windows PowerShell gleichwertig sind

Die folgenden Windows PowerShell-Cmdlets führen dieselbe Funktion wie das vorherige Verfahren aus. Jedes Cmdlet sollte in einer eigenen Zeile eingegeben werden, obwohl sie hier aufgrund von Formateinschränkungen auf mehrere Zeilen umbrochen sein können.

Mit dem Get-OBNotification-Cmdlet wird das Array von OBNotification-Objekten für den Server abgerufen. Das OBNotification-Objekt enthält die Kategorie und den Typ der Benachrichtigung, den Zeitstempel, der angibt, wann die Benachrichtigung generiert wurde, die lange und kurze Beschreibung der aufgetretenen Fehlercodes sowie die Fehlermeldungsparameter.

Get-OBNotfication

Jeder registrierte Server verfügt über individuelle, konfigurierbare Eigenschaften. Durch die Eigenschaften wird Folgendes definiert: die zum Verschlüsseln der vom Server gesicherten Daten verwendete Passphrase, der vom Server zum Übertragen von Sicherungen zwischen Server und Cloud-Dienst verwendete Proxyserver sowie die Einstellungen zum Drosseln der Netzwerkbandbreite, mit denen die zum Übertragen von Sicherungen genutzte Netzwerkbandbreite gesteuert werden kann.

Diesen Schritt mit Windows PowerShell ausführen

  1. Drücken Sie die Windows-Logo-Taste+Q, um das Menü Apps zu öffnen, und klicken Sie dann auf Windows Azure-Sicherungs-Agent. Das Azure-Sicherungs-Agent-Snap-In sollte geöffnet werden.

  2. Klicken Sie im Bereich Aktion auf Eigenschaften ändern. Das Dialogfeld Eigenschaften ändern wird geöffnet.

  3. Klicken Sie auf die Registerkarte Verschlüsselung, um die Passphrase zu ändern, die zum Verschlüsseln und Entschlüsseln der vom Server erstellten Sicherungen verwendet wird.

    noteHinweis
    Zum Ändern der Passphrase ist es nicht erforderlich, die vorherige Passphrase zu kennen, um frühere Sicherungen zu entschlüsseln. Die Passphrase ermöglicht Ihnen den Zugriff auf den Verschlüsselungsschlüssel, der für diesen Server gespeichert und unveränderlich ist.

  4. Klicken Sie auf die Registerkarte Proxykonfiguration, um einen Proxyserver zu konfigurieren, der für den Azure-Sicherungs-Agent verwendet werden soll. Aktivieren Sie das Kontrollkästchen Proxyserver für Windows Azure-Sicherung verwenden, und konfigurieren Sie dann die Adresse und den Port des Proxyservers. Wenn der Proxyserver zum Herstellen von Verbindungen Anmeldeinformationen erfordert, aktivieren Sie das Kontrollkästchen Bei diesem Proxyserver ist eine Authentifizierung erforderlich und geben die entsprechenden Anmeldeinformationen ein. Diese Einstellung gilt für keine andere Anwendung auf dem Server.

  5. Klicken Sie auf die Registerkarte Einschränkung, um die während bestimmter Tages- und Zeitintervalle verwendete Netzwerkbandbreite zu steuern. Wählen Sie Internet-Bandbreiteneinschränkung für Sicherungsvorgänge aktivieren, um zu konfigurieren, auf welche Weise der Azure-Sicherungs-Agent die Netzwerkbandbreite beim Sichern oder Wiederherstellen von Informationen nutzt.

    Bei der Einschränkung werden zwei Einstellungen (Zeiten innerhalb und außerhalb der Geschäftsstunden) verwendet, um die Netzwerknutzung während Sicherungsvorgängen zu drosseln. Sie definieren den spezifischen Arbeitszeitrahmen auf der Registerkarte Einschränkung. Zulässige Bandbreiten für Zeiten innerhalb und außerhalb der Geschäftsstunden reichen von 256 KBit/s bis 1 GBit/s.

PowerShell-Logo Befehle, die mit Windows PowerShell gleichwertig sind

Die folgenden Windows PowerShell-Cmdlets führen dieselbe Funktion wie das vorherige Verfahren aus. Jedes Cmdlet sollte in einer eigenen Zeile eingegeben werden, obwohl sie hier aufgrund von Formateinschränkungen auf mehrere Zeilen umbrochen sein können.

Das Set-OBMachineSetting-Cmdlet legt ein OBMachineSetting-Objekt für den Server fest. Das Objekt enthält Proxyservereinstellungen für den Internetzugriff sowie Drosselungseinstellungen für die Netzwerkbandbreite. Die folgenden Beispiele veranschaulichen die Verwendung des Set-OBMachineSetting-Cmdlets in Windows PowerShell:

So konfigurieren Sie den Proxyserver

Set-OBMachineSetting [-ProxyServer] <String> [-ProxyPort] <Int32> [[-ProxyUsername] <String> ] [[-ProxyPassword] <SecureString> ] 

So legen Sie die Drosselungseinstellungen für die Netzwerkbandbreite fest

Set-OBMachineSetting [-WorkDay] <DayOfWeek> [-StartWorkHour] <TimeSpan> [-EndWorkHour] <TimeSpan> [-WorkHourBandwidth] <UInt32> [-NonWorkHourBandwidth] <UInt32> 

Jeder Server verfügt über einen einzelnen Sicherungszeitplan, der für Sicherungen verwendet wird. Um die Sicherungszeiten oder zu sichernden Elemente zu ändern, verwenden Sie diesen Zeitplan.

Diesen Schritt mit Windows PowerShell ausführen

  1. Drücken Sie die Windows-Logo-Taste+Q, um das Menü Apps zu öffnen, und klicken Sie dann auf Windows Azure-Sicherungs-Agent. Das Azure-Sicherungs-Agent-Snap-In sollte geöffnet werden.

  2. Klicken Sie im Bereich Aktion auf Sicherung planen. Die Seite Geplante Sicherung ändern oder beenden des Assistenten zum Planen von Sicherungen wird geöffnet.

  3. Wählen Sie Sicherungselemente oder -zeiten ändern, und klicken Sie dann auf Weiter.

  4. Die Seite Elemente für Sicherung auswählen wird angezeigt. Ändern Sie die Elemente in der Liste nach Bedarf, und klicken Sie dann auf Weiter.

  5. Die Seite Sicherungszeit angeben wird angezeigt. Ändern Sie ggf. den Wochentag und die Tageszeit für Sicherungen, und klicken Sie dann auf Weiter.

  6. Die Seite Aufbewahrungseinstellungen angeben wird angezeigt. Sie können die Aufbewahrungseinstellungen ändern, wenn Sie die Sicherungen kürzere Zeit aufbewahren und Speicherplatz freigeben möchten. Klicken Sie auf Weiter, um den Vorgang fortzusetzen.

  7. Die Seite Bestätigung wird angezeigt. Auf der Seite wird der mit dem Assistenten angegebene Sicherungszeitplan angezeigt. Klicken Sie auf Fertig stellen, um den Zeitplan zu erstellen.

  8. Auf der Seite Zusammenfassung wird eine Meldung mit dem Hinweis angezeigt, dass der Sicherungszeitplan erfolgreich erstellt wurde. Sie können den Assistenten nun schließen.

PowerShell-Logo Befehle, die mit Windows PowerShell gleichwertig sind

Die folgenden Windows PowerShell-Cmdlets führen dieselbe Funktion wie das vorherige Verfahren aus. Jedes Cmdlet sollte in einer eigenen Zeile eingegeben werden, obwohl sie hier aufgrund von Formateinschränkungen auf mehrere Zeilen umbrochen sein können.

Um einen Sicherungszeitplan unter Verwendung von Windows PowerShell zu ändern, muss der Zeitplan bearbeitet und dann als aktiver Zeitplan festgelegt werden. Das Set-OBSchedule-Cmdlet legt ein OBSchedule-Objekt für den Server fest. Im folgenden Beispiel wird veranschaulicht, wie Sie den aktuellen Sicherungszeitplan mit dem Set-OBSchedule-Cmdlet in Windows PowerShell durch einen neuen Zeitplan ersetzen:

$sch = New-OBSchedule -DaysOfWeek sunday,monday,tuesday,wednesday,thursday,friday,saturday -TimesOfDay 12:00,16:00,20:00
Get-OBPolicy –Editable | Set-OBSchedule -Schedule $sch | Set-OBPolicy

Wenn Sie die bei der Sicherung berücksichtigten Elemente ändern möchten, erstellen Sie ein neues OBFileSpec-Objekt und fügen es dann der Sicherungsrichtlinie hinzu. Dies wird im folgenden Beispiel veranschaulicht:

$policy = Get-OBPolicy -Editable 
New-OBFileSpec -FileSpec <"C:\testdata"> –NonRecursive | Add-OBFileSpec -Policy $policy | Set-OBPolicy

Wenn Sie die Aufbewahrungsrichtlinie ändern möchten, erstellen Sie ein neues OBRetentionPolicy-Objekt und fügen es dann der Sicherungsrichtlinie hinzu. Dies wird im folgenden Beispiel veranschaulicht:

$policy = Get-OBPolicy -Editable
New-OBRetentionPolicy -RetentionDays 30 | Set-OBRetitionPolicy –Policy $policy | Set-OBPolicy

Es kann vorkommen, dass auf einem bestimmten Server keine Sicherungen mehr ausgeführt werden sollen, weil er beispielsweise außer Betrieb genommen oder unter Quarantäne gestellt wurde. In diesem Fall sollen die vorhandenen Sicherungen möglicherweise aufbewahrt oder aber alle Sicherungen gelöscht werden, da sie nicht mehr relevant sind oder beschädigt wurden und als unzuverlässig angesehen werden.

Diesen Schritt mit Windows PowerShell ausführen

  1. Drücken Sie die Windows-Logo-Taste+Q, um das Menü Apps zu öffnen, und klicken Sie dann auf Windows Azure-Sicherungs-Agent. Das Azure-Sicherungs-Agent-Snap-In sollte geöffnet werden.

  2. Klicken Sie im Bereich Aktion auf Sicherung planen. Die Seite Geplante Sicherung ändern oder beenden des Assistenten zum Planen von Sicherungen wird geöffnet.

  3. Wählen Sie Sicherungszeitplan nicht mehr verwenden, aber gespeicherte Sicherungen beibehalten oder Sicherungszeitplan nicht mehr verwenden und alle gespeicherten Sicherungen löschen, und klicken Sie dann auf Weiter.

  4. Die Seite Bestätigung wird angezeigt. Auf der Seite wird die mit dem Assistenten angegebene Lösch- und Aufbewahrungsrichtlinie angezeigt. Klicken Sie auf Fertig stellen, um den Vorgang abzuschließen.

  5. Der Zeitplan wird beendet und die Abschlussmeldung angezeigt. Sie können den Assistenten nun schließen. Wenn Sie erneut Sicherungen von diesem Server erstellen möchten, müssen Sie eine neue Richtlinie erstellen.

PowerShell-Logo Befehle, die mit Windows PowerShell gleichwertig sind

Die folgenden Windows PowerShell-Cmdlets führen dieselbe Funktion wie das vorherige Verfahren aus. Jedes Cmdlet sollte in einer eigenen Zeile eingegeben werden, obwohl sie hier aufgrund von Formateinschränkungen auf mehrere Zeilen umbrochen sein können.

Im folgenden Beispiel-Cmdlet wird der aktuelle Sicherungszeitplan (in Windows PowerShell auch als Sicherungsrichtlinie bezeichnet) entfernt. Außerdem werden alle mit diesem Zeitplan ausgeführten Sicherungen vom Cloudserver entfernt.

Remove-OBPolicy -Policy $policy -DeleteBackup -Force
TipTipp
Wenn der –DeleteBackup-Parameter weggelassen wird, entspricht dies der Option Sicherungszeitplan nicht mehr verwenden, aber gespeicherte Sicherungen beibehalten im Assistenten zum Planen von Sicherungen.

Es kann vorkommen, dass ein Volume umbenannt werden muss, beispielsweise nach der Neuinstallation eines Betriebssystems und nach der Änderung der Volume-GUID eines gesicherten Volumes. Sie können das Volume mit dem Rename-OBVolume-Cmdlet von Windows PowerShell umbenennen.

PowerShell-Logo Befehle, die mit Windows PowerShell gleichwertig sind

Die folgenden Windows PowerShell-Cmdlets führen dieselbe Funktion wie das vorherige Verfahren aus. Jedes Cmdlet sollte in einer eigenen Zeile eingegeben werden, obwohl sie hier aufgrund von Formateinschränkungen auf mehrere Zeilen umbrochen sein können.

Das Rename-OBVolume-Cmdlet verfügt über zwei Parameter:

  • OldVolumeName

  • NewVolumeName

Das folgende Beispiel kann verwendet werden, um das Volume und die zugehörigen Sicherungen umzubenennen.

Rename–OBVolume Volume{176dd60b-36e2-12e1-8dba-b8ac6f922387} Volume{5668e44e-f8db-11df-8c1a-806e7f6e6964}

Manchmal müssen Server aus Verwaltungsgründen, wegen organisatorischen Umstrukturierungen oder zur Konfliktvermeidung umbenannt werden. Die Microsoft Azure-Sicherung verwendet den Servernamen als Teil des eindeutigen Bezeichners für die Sicherung.

Wenn Ihr Server nach der Sicherung umbenannt wurde, sollten Sie Folgendes beachten:

  • Sie müssen die Schritte unter Registrieren von Servern bei der Windows Azure-Sicherung ausführen. Auf diese Weise wird der neue Servername mit Sicherungen verknüpft, die nach der Umbenennung ausgeführt wurden. Der zuvor konfigurierte Sicherungszeitplan wird nicht mehr auf dem Server ausgeführt.

  • Die nächste ausgeführte Sicherung ist eine vollständige Sicherung anstatt einer inkrementellen Sicherung. Sie sollten u. U. Sicherung jetzt ausführen verwenden.

  • Wenn Sie vor der nächsten Sicherung gesicherten Daten wiederherstellen müssen oder wenn Sie Daten aus der Zeit wiederherstellen müssen, bevor der Server umbenannt wurde, müssen Sie die Methode zum Wiederherstellen auf einem alternativen Server verwenden.

Wenn Sie den Azure-Sicherungs-Agent auf einem Server nicht länger verwenden möchten, können Sie ihn entfernen. Zuvor müssen Sie jedoch sicherstellen, dass das Azure-Sicherungs-Agent-Snap-In geschlossen ist und dass derzeit keine Sicherungs- oder Wiederherstellungsvorgänge ausgeführt werden. Erforderliche Komponenten, die Bestandteil der Installation waren, werden nicht zusammen mit dem Azure-Sicherungs-Agent entfernt. Anwendungen, die eine Installationsvoraussetzung waren, müssen getrennt entfernt werden.

ImportantWichtig
Durch die Deinstallation des Azure-Sicherungs-Agents wird die Funktion vom lokalen Server entfernt, im Windows Azure-Sicherungstresor gespeicherte Datei- und Ordnersicherungen werden jedoch nicht gelöscht. Um alle Sicherungen zu entfernen, beenden Sie den Sicherungszeitplan und löschen den Server aus dem Sicherungstresor, bevor Sie den Azure-Sicherungs-Agent entfernen.

So entfernen Sie den Windows Azure-Sicherungs-Agent über die Befehlszeile

  1. Drücken Sie die Windows-Logo-Taste+Q, um das Menü Apps zu öffnen, und klicken Sie dann auf Systemsteuerung.

  2. Klicken Sie unter Programme auf Programm deinstallieren.

  3. Klicken Sie unter Programm deinstallieren oder ändern auf den Azure-Sicherungs-Agent.

  1. Öffnen Sie eine Eingabeaufforderung mit Administratorberechtigungen.

  2. Navigieren Sie zu dem Verzeichnis, in das Sie die Installationsdatei heruntergeladen haben.

  3. Geben Sie obsinstaller.exe /d ein.

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