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Datenmigration zur Azure SQL-Datenbank: Tools und Methoden

Letzte Aktualisierung: Mai 2014

Dieses Dokument enthält Hinweise zum Migrieren von Datendefinition (Schema) und Daten zu Microsoft Azure SQL-Datenbank. Der Schwerpunkt liegt auf der einmaligen Migration von SQL Server zu Azure SQL-Datenbank.

Migrationsüberlegungen

Microsoft Azure bietet mehrere Optionen zur Datenspeicherung. Sie können in Ihren Projekten eine oder mehrere dieser Optionen verwenden.

Microsoft Azure SQL-Datenbank ist eine SQL Server-Technologie, die als Dienst auf der Azure Platform bereitgestellt wird. Die cloudbasierten Azure SQL-Datenbanklösungen können viele Vorteile haben, darunter schnelle Bereitstellung, kostengünstige Skalierbarkeit, hohe Verfügbarkeit und geringerer Verwaltungsaufwand. Azure SQL-Datenbank unterstützt die gleichen Tooling- und Entwicklungsverfahren, die für lokale SQL Server-Anwendungen verwendet werden. Deshalb sollten die meisten Entwickler auf Anhieb mit der Nutzung vertraut sein.

Das langfristige Ziel für SQL Server und Azure SQL-Datenbank besteht darin, die Symmetrie und Parität sowohl der Leistungsmerkmale als auch der Funktionen zu erreichen. Derzeit gibt es jedoch noch Unterschiede in der Architektur und Implementierung, die bei der Migration von Datenbanken zu Azure SQL-Datenbank und bei der Entwicklung von Azure SQL-Datenbank-Lösungen berücksichtigt werden müssen.

Vor dem Migrieren einer Datenbank zu Azure SQL-Datenbank sollten Sie sich vergegenwärtigen, wann eine Migration stattfinden soll und welche Unterschiede zwischen Azure SQL-Datenbank und SQL Server bestehen.

Zeitpunkt der Migration

Drei wesentliche Speicherangebote sind für die Azure Platform verfügbar. Azure-Speicher umfasst den Tabellen-, BLOB- und Warteschlangenspeicher. Beim Entwerfen einer Azure-Lösung sollten Sie unterschiedliche Optionen evaluieren und sich jeweils für den Speichermechanismus entscheiden, der für einen Teil der Lösung die beste Leistung bringt. Weitere Informationen zu den neuen Azure-Dienstebenen und -Angeboten finden Sie unter "Dienstebenen (Editionen) der Azure SQL-Datenbank".

 

Speicherangebot

Zweck

Maximale Größe

Microsoft Azure SQL-Datenbank

Managementsystem für relationale Datenbanken

150 GB

Azure-Speicher

Blob

Permanenter Speicher für BLOBs (Binary Large Objects) wie Video- oder Audiodateien

200 GB oder 1 TB

Tabelle

Permanenter Speicher für strukturierte Daten

100 TB

Warteschlange

Permanenter Speicher für prozessübergreifende Nachrichten

100 TB

Lokaler Speicher

Temporäre Speicherung pro Instanz

250 GB bis 2 TB

Der lokale Speicher dient als temporärer Speicher für eine lokal ausgeführte Anwendungsinstanz. Auf einen lokalen Speicher kann nur von der lokalen Instanz zugegriffen werden. Wenn die Instanz auf anderer Hardware neu gestartet wird, z. B. bei einem Hardwarefehler oder einer Wartung, folgen die Daten im lokalen Speicher der Instanz nicht. Wenn Ihre Anwendung die zuverlässige dauerhafte Speicherung der Daten erfordert, Daten zwischen Instanzen freigegeben werden sollen oder außerhalb von Azure auf die Daten zugegriffen werden soll, sollten Sie stattdessen ein Azure-Speicherkonto oder die Microsoft Azure SQL-Datenbank in Betracht ziehen.

Azure SQL-Datenbank bietet Datenverarbeitungsfunktionen in Form von Abfragen, Transaktionen und gespeicherten Prozeduren, die auf Serverseite ausgeführt werden. Dabei werden nur die Ergebnisse an die Anwendung zurückgegeben. Wenn Sie über eine Anwendung verfügen, die Datenverarbeitung sowie JOIN-Vorgänge und relationale Vorgänge für einen beschränkten Datenumfang erfordert, ist die Azure SQL-Datenbank eine gute Wahl. Wenn Sie über eine Anwendung verfügen, in der umfangreiche Datasets gespeichert und abgefragt werden, aber keine Datenverarbeitung erforderlich ist, empfiehlt sich hingegen der Azure-Tabellenspeicher.

Die Größeneinschränkung für Azure SQL-Datenbank ist zurzeit auf 500 GB für die Premium-Ebene festgelegt. Azure SQL-Datenbank ist wesentlich teurer als Azure-Speicher. Daher sollten Sie erwägen, BLOB-Daten in den Azure-BLOB-Speicher zu verschieben. Dies kann dazu beitragen, die Grenzen für die Datenbankgröße einzuhalten und die Betriebskosten zu senken. Weitere Informationen zu den neuen Azure-Dienstebenen und -Angeboten finden Sie unter "Dienstebenen (Editionen) der Azure SQL-Datenbank".

Vergleich zwischen Azure SQL-Datenbank und SQL Server

Ähnlich wie SQL Server macht Azure SQL-Datenbank eine TDS (Tabular Data Stream)-Schnittstelle für Transact-SQL-basierten Datenbankzugriff verfügbar. Das ermöglicht es den Datenbankanwendungen, Azure SQL-Datenbank auf die gleiche Weise zu verwenden wie SQL Server.

Im Unterschied zur SQL Server-Administration wird die logische Verwaltung bei Azure SQL-Datenbank von der physischen Verwaltung getrennt. Sie verwalten weiterhin Datenbanken, Anmeldenamen, Benutzer und Rollen, während physische Hardware wie Festplatten, Server und Speicher von Microsoft verwaltet und konfiguriert wird. Da die physische Verwaltung vollständig von Microsoft übernommen wird, bestehen im Hinblick auf Administration, Bereitstellung, Transact-SQL-Unterstützung, Programmiermodell und Funktionen eine Reihe von Unterschieden zwischen Azure SQL-Datenbank und SQL Server.

Die folgende Liste enthält eine allgemeine Übersicht der wichtigsten Unterschiede:

  • Datenbankgröße

    Die Azure SQL-Datenbank gibt es derzeit in den folgenden Editionen:

    • Web Editionen in der Größe von 1 GB und 5 GB.

    • Business Editionen in der Größe von 10, 20, 30, 40, 50, 100, 150 GB.

    • Die Premium Edition unterstützt eine Datenbank bis zu 500 GB.

    Es ist in jedem Fall zu überprüfen, wie groß die Datenbank ist und wie sie sich in die von Azure SQL-Datenbank verwendeten Datenbank-Toleranzwerte einfügt. Wenn die Datenbank über der Azure SQL-Datenbank-Größenbeschränkung liegt, müssen Sie die Datenbank daraufhin überprüfen, ob sie (mithilfe von Sharding) in kleinere Datenbanken aufgeteilt werden kann oder ob ein umfangreicher Datenblock in den Windows Azure-BLOB-Speicher verschoben werden kann. Weitere Informationen zum Datenbanksharding finden Sie unter Horizontales Skalieren von Azure SQL-Datenbanken.

  • Authentifizierung

    Azure SQL-Datenbank unterstützt nur die SQL-Authentifizierung. Sie müssen abwägen, ob Änderungen an dem von der Anwendung verwendeten Authentifizierungsschema nötig sind. Weitere Informationen zu Sicherheitseinschränkungen finden Sie unter Sicherheitsrichtlinien und Einschränkungen.

  • SQL Server-Datenbankversion

    Die Azure SQL-Datenbank basiert auf SQL Server 2014. Wenn Sie Ihre SQL Server 2000- oder SQL Server 2005-Datenbank auf die Azure SQL-Datenbank migrieren möchten, müssen Sie sicherstellen, dass die Datenbanken mit SQL Server 2014 kompatibel sind. Sie werden feststellen, dass die Migration von SQL Server 2014 zur Azure SQL-Datenbank die beste Lösung ist. Bevor Sie zu Azure SQL-Datenbank migrieren, können Sie ein lokales Upgrade auf SQL Server 2014 ausführen. Im Folgenden finden Sie einige sehr hilfreiche Ressourcen für die Migration von älteren SQL Server-Versionen: Aktualisieren auf SQL Server 2014 und Microsoft SQL Server 2014 Upgrade Advisor.

  • Schema

    Azure SQL-Datenbank unterstützt keine Heaps. ALL-Tabellen müssen über einen gruppierten Index verfügen, bevor Daten eingefügt werden können. Weitere Informationen zur Anforderung gruppierter Indizes finden Sie unter Einblick in die Azure SQL-Datenbank.

  • Transact-SQL-Unterstützbarkeit

    Microsoft Azure SQL-Datenbank unterstützt einen Teilbereich der Transact-SQL-Programmiersprache. Sie müssen das generierte Skript so ändern, dass nur unterstützte Transact-SQL-Anweisungen enthalten sind, bevor Sie die Datenbank in Azure SQL-Datenbank bereitstellen. Weitere Informationen finden Sie unter Transact-SQL-Referenz (Datenbankmodul).

  • Die USE-Anweisung

    In Azure SQL-Datenbank kann mit der USE-Anweisung nicht zwischen Datenbanken gewechselt werden. Um zwischen Datenbanken zu wechseln, müssen Sie direkt eine Verbindung mit der Datenbank herstellen.

  • Preisgestaltung

    Die Preisfestsetzung für das Azure SQL-Datenbank-Abonnement erfolgt pro Datenbank und basiert auf der Edition. Es werden zusätzliche Gebühren für das Datenübertragungsvolumen erhoben, die bei jedem Einlesen oder Auslesen im Rechenzentrum anfallen. Sie können den Anwendungscode entweder lokal ausführen und eine Verbindung mit Azure SQL-Datenbank im Rechenzentrum herstellen oder Anwendungscode in Azure ausführen, der dann im selben Rechenzentrum gehostet ist wie Azure SQL-Datenbank. Durch das Ausführen des Anwendungscodes in Azure vermeiden Sie zusätzliche Datenübertragungsgebühren. In beiden Fällen sollten Sie auf die Latenz von Internetverbindungen achten, die in keinem der Modelle gemindert werden kann. Weitere Informationen finden Sie unter Preisübersicht.

  • Einschränkungen des Leistungsumfangs

    Einige der SQL Server-Funktionen werden derzeit von Azure SQL-Datenbank nicht unterstützt. Dazu gehören: SQL Agent, Volltextsuche, Service Broker, Sicherung und Wiederherstellung, Common Language Runtime und SQL Server Integration Services. Eine ausführliche Liste finden Sie unter Einschränkungen für SQL Server-Funktionen. Weitere Informationen zu Sicherungs- und Wiederherstellungsoptionen finden Sie unter "Sichern und Wiederherstellen der Azure SQL-Datenbank".

Behandlung von Verbindungen

Bei Verwendung einer cloudbasierten Datenbank wie Azure SQL-Datenbank sind Verbindungen über das Internet oder andere komplexe Netzwerke erforderlich. Aus diesem Grund sollten Sie darauf vorbereitet sein, den unerwarteten Ausfall von Verbindungen zu kompensieren.

Azure SQL-Datenbank stellt auf freigegebenen Ressourcen einen umfangreichen Datenbankdienst für mehrere Mandanten bereit. Damit Kunden, die die Azure SQL-Datenbank nutzen, gleichermaßen von den Vorteilen profitieren, kann die Verbindung mit dem Dienst unter verschiedenen Bedingungen getrennt werden.

Die folgende Liste enthält Ursachen für die Unterbrechung einer Verbindung:

  • Netzwerklatenz

    Latenz führt dazu, dass die Dauer für die Übertragung von Daten an Azure SQL-Datenbank zunimmt. Die beste Möglichkeit, diesen Effekt abzumildern, besteht darin, Daten mithilfe mehrerer gleichzeitiger Datenströme zu übertragen. Die Effizienz der parallelen Übertragung wird jedoch durch die Netzwerkbandbreite begrenzt.

    Mit Azure SQL-Datenbank können Sie Datenbanken in verschiedenen Datencentern erstellen. Abhängig vom Standort und der Netzwerkkonnektivität treten unterschiedliche Netzwerklatenzzeiten zwischen dem Standort und den einzelnen Rechenzentren auf. Um die Netzwerklatenz zu reduzieren, wählen Sie ein Rechenzentrum aus, das in größtmöglichster Nähe zur Mehrheit der Benutzer liegt. Weitere Informationen zum Messen der Netzwerklatenz finden Sie unter Testen der Clientlatenz für die Azure SQL-Datenbank.

    Das Hosten des Anwendungscodes in Azure trägt zur Verbesserung der Anwendungsleistung bei, da sich dadurch die Netzwerklatenz bei an Azure SQL-Datenbank gerichteten Datenanforderungen der Anwendung verringert.

    Das Minimieren von Netzwerkroundtrips kann ebenfalls helfen, Netzwerkprobleme zu verringern.

  • Datenbankfailover

    Zur Gewährleistung von Datenverfügbarkeit und Geschäftskontinuität werden von Azure SQL-Datenbank mehrere redundante Kopien der Daten auf mehrere physische Server repliziert. Im Fall eines Hardwarefehlers oder -upgrades stellt Azure SQL-Datenbank ein automatisches Failover bereit, um die Verfügbarkeit für die Anwendung zu optimieren. Derzeit führen einige Failoveraktionen zu einer abrupten Beendigung einer Sitzung.

  • Lastenausgleich

    Der Lastenausgleich in Azure SQL-Datenbank sorgt dafür, dass die physischen Server und Dienste in den Rechenzentren optimal genutzt werden. Wenn CPU-Auslastung, Eingabe-/Ausgabelatenz (E/A) oder die Anzahl der ausgelasteten Workerprozesse für einen Computer einen Schwellenwert überschreiten, kann Azure SQL-Datenbank die Transaktionen beenden und die Sitzungen trennen.

  • Einschränkung

    Um sicherzustellen, dass alle Abonnenten einen angemessenen Anteil der Ressourcen nutzen können und kein Abonnent auf Kosten anderer Abonnenten ein Monopol auf Ressourcen besitzt, kann Azure SQL-Datenbank Abonnentenverbindungen unter bestimmten Bedingungen schließen oder "einschränken". Der Einschränkungsdienst des Azure SQL-Datenbank-Moduls überwacht laufend bestimmte Leistungsschwellenwerte, um den Zustand des Systems auszuwerten, und kann unterschiedliche Einschränkungsebenen für bestimmte Abonnenten initiieren – und dies in dem Maße, in dem diese Abonnenten die Systemintegrität beeinflussen.

    Die folgenden Leistungsschwellenwerte werden durch den Einschränkungsdienst des Azure SQL-Datenbank-Moduls überwacht:

    • Prozentualer Speicherplatz, der von der verwendeten physischen Azure SQL-Datenbank belegt wird. Prozentualer weicher und harter Grenzwert sind identisch.

    • Prozentualer Speicherplatz, der von verwendeten Azure SQL-Datenbank-Protokolldateien belegt wird. Protokolldateien werden von Abonnenten gemeinsam verwendet. Prozentualer weicher und harter Grenzwert sind unterschiedlich.

    • Verzögerung in Millisekunden beim Schreiben auf ein Protokolllaufwerk. Prozentualer weicher und harter Grenzwert sind unterschiedlich.

    • Verzögerung in Millisekunden beim Lesen von Datendateien. Prozentualer weicher und harter Grenzwert sind identisch.

    • Prozessorauslastung, prozentualer weicher und harter Grenzwert sind identisch.

    • Die Größe einzelner Datenbanken relativ zur maximalen Größe, die für das Datenbankabonnement zulässig ist. Prozentualer weicher und harter Grenzwert sind identisch.

    • Die Gesamtanzahl von Workerprozessen, die aktive Datenbank-Anforderungen verarbeiten. Prozentualer weicher und harter Grenzwert sind unterschiedlich. Wenn dieser Schwellenwert überschritten wird, unterscheiden sich die Auswahlkriterien für die zu blockierenden Datenbanken von denen anderer Schwellenwerte. Datenbanken, die die höchste Anzahl von Workerprozessen verwenden, werden wahrscheinlich eher eingeschränkt als Datenbanken, die den höchsten Datenverkehr aufweisen.

Weitere Informationen finden Sie unter Verwaltung von Azure SQL-Datenbankverbindungen und Handbuch zur Leistung und Flexibilität von Azure SQL-Datenbanken.

Die beste Möglichkeit, mit Verbindungsabbrüchen umzugehen, besteht darin, die Verbindung neu herzustellen und die fehlgeschlagenen Befehle oder Abfragen neu auszuführen. Weitere Informationen finden Sie unter Framework zur Behandlung vorübergehender Fehler.

Optimieren von Datenbanken für den Datenimport

Es gibt einige Maßnahmen, die Sie für Datenbanken ausführen können, um die Migrationsleistung zu verbessern:

  • Verzögern Sie die Erstellung nicht gruppierter Indizes, oder deaktivieren Sie nicht gruppierte Indizes. Zusätzliche Indizes, die vor dem Laden der Daten erstellt werden, können zu einer erheblich längeren Ladedauer für dieselbe Datenmenge führen.

  • Deaktivieren Sie Trigger, und schränken Sie die Überprüfung ein. Die Trigger werden möglicherweise ausgelöst, wenn eine Zeile in eine Tabelle eingefügt wird, was dazu führt, dass die Zeile erneut in eine andere Tabelle eingefügt wird. Der Trigger kann Verzögerungen verursachen; möglicherweise möchten Sie deshalb verhindern, dass diese Art von Einfügungen erneut eingefügt werden.

  • Die Leistung von Massenimporten wird verbessert, wenn die zu importierenden Daten entsprechend dem gruppierten Index der Tabelle sortiert sind. Weitere Informationen finden Sie unter Steuern der Sortierreihenfolge beim Massenimport von Daten.

Übertragen umfangreicher Daten zur SQL-Datenbank

SQL Server Integration Services (SSIS) und das bcp-Hilfsprogramm zeigen bei der Migration großer Datenmengen eine gute Leistung.

Beim Laden großer Datenmengen in Azure SQL-Datenbank empfiehlt es sich, die Daten in mehrere parallele Datenströme zu unterteilen, um optimale Leistung zu erreichen.

Standardmäßig werden alle Zeilen in der Datendatei als jeweils ein Batch importiert. Um die Zeilen auf mehrere Batches zu verteilen, geben Sie (wann immer verfügbar) eine Batchgröße an. Wenn die Transaktion für einen Batch einen Fehler erzeugt, wird nur für die Einfügungen aus dem aktuellen Batch ein Rollback ausgeführt. Auf Batches, die bereits durch Transaktionen mit ausgeführtem Commit importiert wurden, wirken sich spätere Fehler nicht aus. Es empfiehlt sich, verschiedene Einstellungen für die Batchgröße für ein bestimmtes Szenario und eine bestimmte Umgebung zu testen, um die optimale Batchgröße zu ermitteln.

Auswählen von Migrationstools

Verschiedene Tools stehen für die Migration von Datenbanken zu Azure SQL-Datenbank zur Verfügung. Im Allgemeinen schließt die Datenbankmigration die Migration des Schemas und der Daten ein. Es gibt Tools, die beides oder nur eines von beiden unterstützen. Sie können sogar die API für das Massenkopieren verwenden, um eine eigene angepasste Anwendung zum Hochladen von Daten zu erstellen.

Migrieren von SQL Server

 

Tools

Schema

Azure SQL-Datenbank-Kompatibilitätsüberprüfung

Daten

Datenübertragungseffizienz

Hinweis

DAC-Paket

Ja

Ja

Nein

Nicht zutreffend

  • Entität, die alle Datenbankobjekte, aber keine Daten enthält

  • Vollständige Azure SQL-Datenbank-Unterstützung

DAC BACPAC-Import/-Export

Ja

Ja

Ja

Gut

  • Exportieren/Importieren der DAC plus Daten mit DAC-Framework

  • Dienst für ausschließliche Cloudunterstützung

  • SQL DAC-Beispiele auf CodePlex

SSMS: Assistent zum Generieren von Skripts

Ja

Einige

Ja

Schlecht

  • Explizite Option zum Generieren von Azure SQL-Datenbank-Skripts

  • Geeignet für kleinere Datenbanken

bcp

Nein

Nicht zutreffend

Ja

Gut

  • Effiziente Übertragung der Daten in eine bestehende Tabelle

  • Mit jedem bcp-Befehl wird eine Tabelle übertragen

Azure SQL-Datenbank-Migrations-Assistent

Ja

Ja

Ja

Gut

  • Ausgezeichnete Funktionen, z. B. Auswerten von Ablaufverfolgungsdateien

  • Open Source auf CodePlex

  • Von Microsoft nicht unterstützt

SQL Server Integration Services

Nein

Nicht zutreffend

Ja

Gut

  • Höchste Flexibilität

  • Direkte Übertragung zwischen Datenquellen ohne Laden einer Datei

SQL Server-Import/Export-Assistent

Nein

Nicht zutreffend

Ja

Gut

  • Einfache, auf SSIS aufsetzende Benutzeroberfläche; auch verfügbar in SSMS

Migrieren von anderen Managementsystemen für relationale Datenbanken

Der Azure SQL-Datenbank-Migrations-Assistent kann zum Migrieren von Datenbanken von Access, MySQL, Oracle, Sybase zu Azure SQL-Datenbank verwendet werden.

Microsoft Codename "Data Transfer" kann Daten in einer CSV- oder Excel-Datei nach Azure SQL-Datenbank übertragen.

Migrieren zwischen SQL-Datenbanken

Um Daten von einer Azure SQL-Datenbank zu einer anderen Azure SQL-Datenbank zu migrieren, können Sie den copy-Befehl der Azure SQL-Datenbank verwenden.

Azure SQL-Datenbank unterstützt eine Funktion zum Kopieren von Datenbanken. Dadurch wird eine neue Datenbank in Azure SQL-Datenbank erstellt, die aus Transaktionssicht eine konsistente Kopie einer bestehenden Datenbank darstellt. Zum Kopieren der Datenbank müssen Sie mit der master-Datenbank des Azure SQL-Datenbank-Servers verbunden sein, auf dem die neue Datenbank erstellt wird, und den CREATE DATABASE-Befehl ausführen:

CREATE DATABASE destination_database_name AS COPY OF 
[source_server_name.]source_database_name

Die neue Datenbank kann sich auf demselben oder einem anderen Server befinden. Der Benutzer, der diese Anweisung ausführt, muss Mitglied der dbmanager-Rolle auf dem Zielserver sein (um eine neue Datenbank zu erstellen) und dbowner in der Quelldatenbank. Weitere Informationen finden Sie unter Kopieren von Datenbanken in die Azure SQL-Datenbank.

Verwenden von Migrationstools

DAC-Paket zum Bereitstellen von Datenebenenanwendungen

Datenebenenanwendungen (DACs) wurden mit SQL Server 2008 R2 und die Entwicklertool-Unterstützung mit Visual Studio 2010 eingeführt. Sie sind hilfreich, um das Schema, den Code und die Konfiguration einer Datenbank zu packen und auf einem anderen Server bereitzustellen. Wenn eine DAC bereit für die Bereitstellung ist, wird sie in ein DAC-Paket (.bacpac) integriert. Dies ist eine komprimierte Datei, in der die DAC-Definitionen im XML-Format enthalten sind. Aus SQL Server Management Studio können Sie ein Datenbankschema in ein DAC-Paket exportieren und das Paket dann in Azure SQL-Datenbank bereitstellen.

noteHinweis
Das DACPAC-Format unterscheidet sich vom BACPAC-Format. Das BACPAC-Format ist eine Erweiterung des DACPAC-Formats, um eine Metadatendatei und JSON (JavaScript Object Notation)-codierte Tabellendaten zusätzlich zum Standardinhalt der DACPAC-Datei einzuschließen. Das BACPAC-Format wird im Abschnitt zum DAC-Import/-Export erläutert.

Sie haben die Möglichkeit, das DAC-Paket vor der Bereitstellung mit Visual Studio 2010 zu ändern. Im DAC-Projekt können Sie Skripts vor und nach der Bereitstellung angeben. Das sind Transact-SQL-Skripts, durch die beliebige Aktionen ausgeführt werden können, z. B. das Einfügen von Daten in Skripts nach der Bereitstellung. Es wird jedoch davon abgeraten, große Datenmengen mithilfe eines DAC-Pakets einzufügen.

Installation und Verwendung

DAC ist im Lieferumfang von SQL Server 20008 R2 enthalten. Die Migration eines SQL Server-Datenbankschemas zu Azure SQL-Datenbank umfasst zwei wesentliche Schritte:

  1. Extrahieren eines DAC-Pakets aus einer SQL Server-Datenbank:

    Der Assistent zum Extrahieren von Datenebenenanwendungen kann verwendet werden, um auf Grundlage einer vorhandenen Datenbank ein DAC-Paket zu erstellen. Das DAC-Paket enthält die ausgewählten Objekte aus der Datenbank und zugehörige Objekte auf Instanzebene, z. B. die den Datenbankbenutzern zugeordneten Anmeldungen.

    Der folgende Screenshot zeigt das Öffnen des Assistenten:

    Assistent zum Extrahieren von Datenebenenanwendungen

    Der Assistent schließt die folgenden Hauptschritte ein:

    1. Legen Sie die DAC-Eigenschaften, einschließlich des DAC-Anwendungsnamens, der Version, der Beschreibung und des Speicherorts der Paketdatei, fest.

    2. Überprüfen Sie, ob alle Datenbankobjekte von einer DAC unterstützt werden.

    3. Erstellen Sie das Paket.

    Eine DAC kann nur aus einer Datenbank in Azure SQL-Datenbank oder SQL Server 2005 Service Pack 4 (SP4) oder höher extrahiert werden. Eine DAC kann nicht registriert werden, wenn die Datenbank in einer DAC nicht unterstützte Objekte oder enthaltene Benutzer enthält. Weitere Informationen zu den Typen von Objekten, die in einer DAC unterstützt wurden, finden Sie unter DAC-Unterstützung für SQL Server-Objekte und -Versionen.

  2. Bereitstellen des DAC-Pakets in Azure SQL-Datenbank:

    Ein DAC-Paket kann mit dem Assistenten zum Bereitstellen von Datenebenenanwendungen bereitgestellt werden. Sie müssen zuerst von SQL Server Management Studio eine Verbindung mit dem Azure SQL-Datenbank-Server herstellen. Der Assistent erstellt die Datenbank, wenn sie noch nicht vorhanden ist. Der Assistent stellt das DAC-Paket auf der Datenbankmodul-Instanz bereit, die dem Knoten zugeordnet ist, den Sie in der Objekt-Explorer-Hierarchie ausgewählt haben. Im folgenden Screenshot ist das Paket beispielsweise auf dem SQL Server unter dem Namen maqqarly23.database.windows.net bereitgestellt:

    Assistent zum Bereitstellen von Datenebenenanwendungen
    ImportantWichtig
    Es empfiehlt sich, den Inhalt eines DAC-Pakets zu überprüfen, bevor Sie es auf einem produktiven System bereitstellen. Dies gilt insbesondere, wenn das bereitgestellte Paket nicht im Unternehmen entwickelt wurde. Weitere Informationen finden Sie unter Überprüfen eines DAC-Pakets.

    Der Assistent schließt die folgenden Hauptschritte ein:

    1. Wählen Sie das DAC-Paket aus.

    2. Überprüfen Sie den Inhalt des Pakets.

    3. Konfigurieren Sie die Eigenschaften für die Datenbankbereitstellung, in denen Sie die Azure SQL-Datenbank angeben.

    4. Stellen Sie das Paket bereit.

Anstatt den Assistenten zu verwenden, können Sie auch PowerShell mit der dacstore.install()-Methode verwenden, um das Schema zu Azure SQL-Datenbank zu migrieren.

Ressourcen

BACPAC-Paket zur Bereitstellung von Datenebenenanwendungen

Eine Datenebenenanwendung (DAC) ist eine in sich abgeschlossene Einheit zum Entwickeln, Bereitstellen und Verwalten von Datenebenenobjekten. Mithilfe einer DAC können Datenebenenentwickler und Datenbankadministratoren Microsoft SQL Server-Objekte, einschließlich Datenbankobjekten und Instanzobjekten, in eine einzelne Entität packen, die als DAC-Paket (DACPAC-Datei) bezeichnet wird. Das BACPAC-Format ist eine Erweiterung des DACPAC-Formats, um eine Metadatendatei und JSON (JavaScript Object Notation)-codierte Tabellendaten zusätzlich zum Standardinhalt der DACPAC-Datei einzuschließen. Sie können die SQL Server-Datenbank in eine BACPAC-Datei packen, die Sie zum Migrieren der Datenbank zu Azure SQL-Datenbank verwenden.

noteHinweis
DACPAC und BACPAC sind ähnlich, zielen jedoch auf sehr unterschiedliche Szenarien ab. DACPAC ist auf die Erfassung und Bereitstellung des Schemas ausgerichtet. Der Hauptzweck ist die Bereitstellung in einer Entwicklungs-, Test- und schließlich Produktionsumgebung.

Eine BACPAC-Datei wird hauptsächlich zum Erfassen des Schemas und der Daten verwendet. Sie stellt das logische Äquivalent einer Datenbanksicherung dar und kann nicht zum Aktualisieren vorhandener Datenbanken verwendet werden. Der Hauptzweck der BACPAC-Datei ist das Umlagern einer Datenbank von einem Server auf einen anderen (bzw. auf Azure SQL-Datenbank) und das Archivieren einer bestehenden Datenbank in einem offenen Format.

Der Import- und Exportdienst für die Azure SQL-Datenbank ist allgemein verfügbar. Durch den Dienst können BACPAC-Dateien direkt zwischen einer Azure SQL-Datenbank und dem Azure-BLOB-Speicher importiert oder exportiert werden. Der Import- und Exportdienst für Azure SQL-Datenbank stellt einige öffentliche REST-Endpunkte zum Senden von Anforderungen bereit.

Das Azure Platform-Verwaltungsportal verfügt über eine Oberfläche zum Aufrufen des Import- und Exportdiensts für Azure SQL-Datenbank.

Import- und Exportdienst für die SQL-Datenbank

Das Exportieren von Datenbanken in eine BACPAC-Datei wird von SQL Server Management Studio derzeit nicht unterstützt. Sie können die DAC-API nutzen, um Daten zu importieren und zu exportieren.

Die SQL DAC-Beispiele zeigen, wie die Datenebenenanwendungs-Framework-API verwendet wird, um Datenbanken von SQL Server zu Azure SQL-Datenbank zu migrieren. Das Paket stellt zwei Befehlszeilen-Hilfsprogramme mit ihrem Quellcode bereit:

  • Die clientseitigen DAC-Import- und Exporttools können verwendet werden, um BACPAC-Dateien zu exportieren und zu importieren.

  • Der DAC-Import-/Exportdienst-Client kann verwendet werden, um den Import- und Exportdienst für Azure SQL-Datenbank aufzurufen und BACPAC-Dateien zwischen dem Windows Azure-BLOB-Speicher und einer Azure SQL-Datenbank zu importieren und zu exportieren.

    Eine Möglichkeit zum Kopieren einer BACPAC-Datei in den Azure-BLOB-Speicher besteht darin, Microsoft Codename "Data Transfer" zu verwenden. Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt "Microsoft Codename 'Data Transfer'".

noteHinweis
Die Fähigkeit, Daten mithilfe des Datenebenenanwendungs-Framework zu importieren und in Azure SQL-Datenbank zu exportieren, ist derzeit nur als CodePlex-Beispiel verfügbar. Die Tools werden nur von der Community unterstützt.

Installation und Verwendung

In diesem Abschnitt wird veranschaulicht, wie die Clienttools aus den SQL DAC-Beispielen verwendet werden, um Datenbanken von SQL Server zu Azure SQL-Datenbank zu migrieren.

Die SQL DAC-Beispiele können von CodePlex heruntergeladen werden. Zum Ausführen des Beispiels müssen Sie auch das Datenebenenanwendungs-Framework auf dem Computer installieren.

Bevor Sie mit den Tools Datenbanken migrieren, müssen Sie zuerst die Ziel-Azure SQL-Datenbank erstellen. Das Migrationstool schließt zwei Schritte ein:

  1. Exportieren einer SQL Server-Datenbank

    Nehmen wir als Beispiel eine Datenbank, die unter SQL Server 2014 ausgeführt wird und auf die ein Benutzer integrierten Sicherheitszugriff hat. Die Datenbank kann in eine BACPAC-Datei exportiert werden, indem die EXE-Beispieldatei mit den folgenden Argumenten aufgerufen wird:

    DacCli.exe -s serverName -d databaseName -f C:\filePath\exportFileName.bacpac -x -e
    
  2. Importieren des Pakets in Azure SQL-Datenbank

    Nach dem Export kann die Exportdatei mit folgenden Argumenten in eine Azure SQL-Datenbank importiert werden:

    DacCli.exe -s serverName.database.windows.net -d databaseName -f C:\filePath\exportFileName.bacpac -i -u userName -p password
    

Ressourcen

Assistent zum Generieren von Skripts

Mit dem Assistenten zum Generieren von Skripts können Transact-SQL-Skripts für SQL Server-Datenbankobjekte und/oder verknüpfte Objekte innerhalb der ausgewählten Datenbank erstellt werden. Sie können die Skripts verwenden, um das Schema und/oder die Daten in Azure SQL-Datenbank zu übertragen.

Installation und Verwendung

Der Assistent zum Generieren von Skripts wird mit SQL Server 2008 R2 installiert. Der Assistent kann von SQL Server Management Studio 2008 R2 geöffnet werden. Der folgende Screenshot zeigt, wie der Assistent geöffnet wird:

Assistent zum Generieren von Skripts

Der Assistent schließt die folgenden Hauptschritte ein:

  1. Wählen Sie die zu exportierenden Objekte aus.

  2. Legen Sie Skripterstellungsoptionen fest. Sie haben die Möglichkeit, das Skript in einer Datei, der Zwischenablage oder einem Fenster für eine neue Abfrage zu speichern; darüber hinaus können Sie es in einem Webdienst veröffentlichen.

  3. Legen Sie erweiterte Skripterstellungsoptionen fest.

    Standardmäßig wird das Skript für eigenständige SQL Server-Instanzen generiert. Zum Ändern der Konfiguration müssen Sie im Dialogfeld Skripterstellungsoptionen festlegen auf die Schaltfläche Erweitert klicken und dann die Eigenschaft Skript für den Datenbankmodultyp auf SQL-Datenbank festlegen.

    Erweiterte Skriptoptionen

    Je nach Ihren Anforderungen können Sie auch Datentypen, für die ein Skript erstellt wird auf eine der folgenden Optionen festlegen: Nur Schema, Nur Daten, Schema und Daten.

Nach der Erstellung können Sie das Skript ändern, bevor Sie es für eine Azure SQL-Datenbank ausführen, um die Datenbank zu übertragen.

Ressourcen

bcp

Das bcp-Hilfsprogramm ist ein Befehlszeilen-Hilfsprogramm, das für Massenuploads auf SQL Server oder Azure SQL-Datenbank entwickelt wurde. Es handelt sich um kein Migrationstool. Darüber hinaus extrahiert oder erstellt es keine Schemas. Zuerst müssen Sie das Schema mit einem der Schemamigrationstools auf Azure SQL-Datenbank übertragen.

noteHinweis
Sie können "bcp" verwenden, um die Daten auf Azure SQL-Datenbank zu sichern und wiederherzustellen.

noteHinweis
Der Azure SQL-Datenbank-Migrations-Assistent verwendet "bcp".

Installation und Verwendung

Das bcp-Hilfsprogramm wird mit SQL Server ausgeliefert. Die im Lieferumfang von SQL Server 2014 enthaltene Version wird von der Azure SQL-Datenbank vollständig unterstützt.

Das bcp-Hilfsprogramm umfasst zwei Schritte:

  1. Exportieren Sie die Daten in eine Datendatei.

    Zum Exportieren von Daten aus einer SQL Server-Datenbank können Sie die folgende Anweisung an der Eingabeaufforderung ausführen:

    bcp tableName out C:\filePath\exportFileName.dat –S serverName –T –n -q
    
    Der out-Parameter gibt an, dass Daten aus SQL Server kopiert werden. Der -n-Parameter führt den Massenkopiervorgang mithilfe systemeigener Datenbank-Datentypen aus. Der -q-Parameter führt die SET QUOTED_IDENTIFIERS ON-Anweisung für die Verbindung zwischen dem bcp-Hilfsprogramm und der SQL Server-Instanz aus.

  2. Importieren der Datendatei in Azure SQL-Datenbank

    Um Daten in Azure SQL-Datenbank zu importieren, müssen Sie zuerst das Schema auf der Zieldatenbank erstellen und dann das bcp-Hilfsprogramm von einer Eingabeaufforderung ausführen:

    Bcp tableName in c:\filePath\exportFileName.dat –n –U userName@serverName –S tcp:serverName.database.windows.net –P password –b batchSize
    
    Der -b-Parameter gibt die Anzahl der Zeilen pro Batch importierter Daten an. Jeder Batch wird als separate Transaktion importiert und protokolliert, für die erst dann ein Commit ausgeführt wird, nachdem der gesamte Batch importiert wurde. Bestimmen Sie die optimale Batchgröße. Das ist eine gute Methode, um während der Datenmigration Verbindungsabbrüche mit Azure SQL-Datenbank zu reduzieren.

Im Folgenden finden Sie einige Best Practices, die Sie beim Übertragen großer Datenmengen mit "bcp" unterstützen.

  1. Verwenden Sie die –N-Option, um Daten im einheitlichen Modus zu übertragen, damit keine Datentypkonvertierung erforderlich ist.

  2. Verwenden Sie die –b-Option, um die Batchgröße anzugeben. Standardmäßig werden alle Zeilen in der Datendatei jeweils als ein Batch importiert. Bei einem Transaktionsfehler wird ein Rollback nur für die Einfügungen aus dem aktuellen Batch ausgeführt.

  3. Verwenden Sie die Option –h "TABLOCK, ORDER(…)". –h "TABLOCK" gibt an, dass eine Massenupdatesperre auf Tabellenebene für die Dauer des Massenladevorgangs benötigt wird. Andernfalls wird eine Sperre auf Zeilenebene aktiviert. So können Sperrenkonflikte für die Tabelle reduziert werden. Die Option –h "ORDER (…)" gibt die Sortierreihenfolge der Daten in der Datendatei an. Die Leistung von Massenimporten wird verbessert, wenn die zu importierenden Daten entsprechend dem gruppierten Index der Tabelle sortiert sind.

Sie können die Optionen –F und –L verwenden, um die erste und letzte Zeile einer Flatdatei für den Upload anzugeben. Das ist hilfreich, um zu vermeiden, dass die Datendatei aufgeteilt werden muss, um einen aus mehreren Datenströmen bestehenden Upload auszuführen.

Ressourcen

SQL-Datenbankmigrations-Assistent

Der Migrations-Assistent für Azure SQL-Datenbank ist ein Open Source-Benutzeroberflächen-Tool, das die Migration von Datenbanken der Version SQL Server 2005/2008 oder höher zur Azure SQL-Datenbank erleichtert. Außer zum Migrieren von Daten kann er verwendet werden, um Kompatibilitätsprobleme zu identifizieren, diese nach Möglichkeit zu korrigieren und Sie über alle bekannten Probleme in Kenntnis zu setzen.

Der Azure SQL-Datenbank-Migrations-Assistent verfügt über eine integrierte Logik zum Behandeln von Verbindungsabbrüchen. Er unterteilt die Transaktionen in kleinere Ausführungseinheiten, bis die Verbindung von Azure SQL-Datenbank beendet wird. Wenn der Assistent einen Verbindungsfehler feststellt, stellt er erneut eine Verbindung mit Azure SQL-Datenbank her und nimmt die Verarbeitung nach dem letzten erfolgreichen Befehl wieder auf. Auf die gleiche Weise unterteilt der Assistent die Daten, wenn sie mit "bcp" in Azure SQL-Datenbank hochgeladen werden, in kleinere Abschnitte und ermittelt anhand einer Wiederholungslogik den letzten erfolgreichen Datensatz, der vor Beendigung der Verbindung hochgeladen wurde. Anschließend wird der Datenupload von "bcp" mit dem nächsten Datensatz neu gestartet.

noteHinweis
Der Azure SQL-Datenbank-Migrations-Assistent ist ein Open Source-Tool, das von der Community erstellt und unterstützt wird.

Installation und Verwendung

Der Azure SQL-Datenbank-Migrations-Assistent kann von http://sqlazuremw.codeplex.com heruntergeladen werden. Entzippen Sie das Paket auf den lokalen Computer, und führen Sie SQLAzureMW.exe aus. Im Folgenden sehen Sie einen Screenshot der Anwendung:

SQL-Datenbankmigrations-Assistent

Der Assistent führt die folgenden Schritte aus:

  1. Wählen Sie den Prozess aus, den Sie mit dem Assistenten durchlaufen möchten.

  2. Wählen Sie die Quelle aus, für die Sie ein Skript erstellen möchten.

  3. Wählen Sie die Datenbankobjekte aus, für die Sie ein Skript erstellen möchten.

  4. Generieren Sie das Skript. Das Skript kann auch nachträglich noch geändert werden.

  5. Geben Sie Informationen zum Herstellen einer Verbindung mit dem Zielserver ein. Sie haben die Möglichkeit, die Ziel-Azure SQL-Datenbank zu erstellen.

  6. Führen Sie das Skript für den Zielserver aus.

Ressourcen

SQL Server Integration Services

SQL Server Integration Services (SSIS) können verwendet werden, um eine breite Palette von Datenmigrationsaufgaben auszuführen. Es handelt sich um ein leistungsstarkes Tool zur Verarbeitung mehrerer heterogener Datenquellen und Ziele. Dieses Tool bietet Unterstützung für komplexe Workflow- und Datentransformation zwischen Quelle und Ziel. SSIS steht nicht ähnlich wie Azure SQL-Datenbank als Azure-Dienst zur Verfügung. Sie können SSIS-Pakete auf einer lokalen SQL Server-Instanz ausführen, um Daten in die Azure SQL-Datenbank zu übertragen. Zusätzlich können Sie SSIS-Pakete in SQL Server auf einem virtuellen Azure-Computer ausführen, um Daten in die Microsoft Azure SQL-Datenbank zu übertragen. SQL IaaS ist jedoch ebenfalls eine Option für das Hosten von SSIS.

Mit dem SSIS-Import/Export-Assistenten können Sie Pakete erstellen, durch die Daten von einer einzelnen Datenquelle ohne Transformationen auf ein Ziel verschoben werden. Der Assistent kann Daten schnell von einer Vielzahl von Quelltypen in eine Vielzahl von Zieltypen verschieben. Dies schließt auch Textdateien und andere SQL Server-Instanzen ein. Weitere Informationen finden Sie unter "Vorgehensweise: Migrieren einer Datenbank mithilfe von Integration Services in eine Azure SQL-Datenbank".

Installation und Verwendung

Sie müssen mindestens die SQL Server 2008 R2-Version von SSIS verwenden, um eine Verbindung mit der Azure SQL-Datenbank herzustellen.

Die ADO.NET-Adapter bieten die erforderliche Unterstützung für Azure SQL-Datenbank. Das Produkt stellt eine Option bereit, um einen Massenladevorgang speziell für Azure SQL-Datenbank auszuführen. Verwenden Sie den ADO.NET-Zieladapter, um Daten nach Azure SQL-Datenbank zu übertragen. Die Verbindung mit Microsoft Azure SQL-Datenbank über OLE DB wird nicht unterstützt.

Konfigurieren des ADO.NET-Verbindungs-Managers

Da eine Einschränkung oder ein Netzwerkfehler zu einem Paketfehler führen kann, können Sie die Pakete so entwerfen, dass die Ausführung an der Stelle wiederaufgenommen wird, an der der Fehler aufgetreten ist, anstatt das Paket erneut zu starten. Weitere Informationen finden Sie unter "SSIS zum Verschieben von Azure- und Hybriddaten".

Wenn Sie das ADO.NET-Ziel konfigurieren, sollten Sie die Option Sofern möglich, Masseneinfügung verwenden auswählen. So können Sie die Übertragungsleistung bei Massenladevorgängen verbessern. . Weitere Informationen finden Sie unter "Praktischer Leitfaden und Optimierungshandbuch zu SSIS".

Ressourcen

SQL Server-Import/Export-Assistent

Das SQL Server-Import/Export-Assistent bietet die einfachste Möglichkeit, ein SQL Server Integration Services-Paket für einen einfachen Import oder Export zu erstellen. Weitere Informationen finden Sie unter "Vorgehensweise: Migrieren einer Datenbank mithilfe des Import/Export-Assistenten in eine Azure SQL-Datenbank".

Der Assistent unterstützt die folgenden Datenquellen:

  • .NET Framework-Datenanbieter für ODBC

  • .NET Framework-Datenanbieter für Oracle

  • .NET Framework-Datenanbieter für SQL Server

  • Flatfilequelle

  • Microsoft OLE DB-Anbieter für Analysis Services 10.0

  • Microsoft OLE DB-Anbieter für Search

  • Microsoft OLE DB-Anbieter für SQL Server

  • SQL Native Client

  • SQL Server Native Client 10.0

Der SQL Server-Import/Export-Assistent kann nur Daten übertragen. Vor dem Ausführen des Assistenten müssen Sie das Schema mit einem der Schemamigrationstools, dem Assistenten zum Generieren von Skripts oder einem DAC-Paket übertragen.

noteHinweis
Auf einem 64-Bit-Computer wird mit Integration Services die 64-Bit-Version des SQL Server-Import/Export-Assistenten (DTSWizard.exe) installiert. Einige Datenquellen verfügen jedoch nur über einen 32-Bit-Anbieter. Damit Sie diese Datenquellen verwenden können, müssen Sie möglicherweise die 32-Bit-Version des Assistenten installieren und ausführen. Um die 32-Bit-Version des Assistenten zu installieren, wählen Sie beim Ausführen von Setup entweder Clienttools oder Business Intelligence Development Studio aus.

Ressourcen

Microsoft Codename "Database Transfer"

Microsoft Codename "Data Transfer" ist ein Clouddienst, mit dem Sie Daten vom Computer in eine Azure SQL-Datenbank oder einen Azure-BLOB-Speicher übertragen können. Sie haben die Möglichkeit, ein beliebiges Datenformat in den Azure-BLOB-Speicher hochzuladen. Die Daten werden im CSV-Format (Comma-Separated Value) oder Microsoft Excel-Format (XLSX-Format) in einer Azure SQL-Datenbank gespeichert. Beim Upload in eine Azure SQL-Datenbank werden Daten in Datenbanktabellen umgewandelt.

Verwendung

Auf den Datenübertragungsdienst kann unter https://web.datatransfer.azure.com/ zugegriffen werden. Auf der Homepage stehen Optionen zum Importieren von Daten sowie Verwalten von Datasets und Speichern zur Verfügung.

Der Datenimport in Azure SQL-Datenbank umfasst die folgenden Schritte:

  • Geben Sie Ihre Azure SQL-Datenbank-Anmeldeinformationen ein.

  • Wählen Sie eine Datei zur Übertragung aus.

  • Analysieren Sie die Datendatei, und übertragen Sie die Daten.

Ressourcen

SQL Server Migration Assistant

Bei SQL Server Migration Assistant (SSMA) handelt es sich um eine Produktfamilie zur Reduzierung der Kosten und Risiken bei der Migration von Oracle-, Sybase-, MySQL- und Microsoft Access-Datenbanken zu Azure SQL-Datenbank oder SQL Server. SSMA automatisiert sämtliche Aspekte der Migration einschließlich Migrationsbewertungsanalyse, Schema- und SQL-Anweisungskonvertierung, Datenmigration sowie Migrationstests.

Installation und Verwendung

SSMA ist ein Webdownload. Um die neueste Version herunterzuladen, besuchen Sie die Produktseite für SQL Server-Migrationstools. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Dokuments lauteten die aktuellen Versionen:

SSMS wird mit einem Windows Installer-basierten Assistenten installiert. SSMA ist kostenfrei, setzt jedoch den Download eines Registrierungsschlüssels voraus. Nachdem Sie die Anwendung installiert und ausgeführt haben, werden Sie von der Anwendung aufgefordert, sich zu registrieren und den Registrierungsschlüssel herunterzuladen.

Der Migrationsprozess von SSMA für Access umfasst die folgenden Schritte:

  1. Erstellen Sie einen neuen Migrations-Assistenten. Stellen Sie sicher, dass Azure SQL-Datenbank im Feld Migrieren zu ausgewählt ist.

  2. Fügen Sie Access-Datenbanken hinzu.

  3. Wählen Sie die zu migrierenden Access-Objekte aus.

  4. Stellen Sie eine Verbindung mit Azure SQL-Datenbank her.

  5. Verknüpfen Sie Tabellen. Wenn Sie die vorhandenen Access-Anwendungen mit Azure SQL-Datenbank verwenden möchten, können Sie die ursprünglichen Access-Tabellen mit den migrierten Azure SQL-Datenbank-Tabellen verknüpfen. Durch die Verknüpfung wird die Access-Datenbank geändert, sodass Abfragen, Formulare, Berichte und Datenzugriffsseiten die Daten in Azure SQL-Datenbank und nicht die Daten in der Access-Datenbank verwenden.

  6. Konvertieren Sie ausgewählte Objekte.

  7. Laden Sie konvertierte Objekte in Azure SQL-Datenbank.

  8. Migrieren Sie Daten für ausgewählte Access-Objekte.

Ressourcen

Siehe auch

Community-Beiträge

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