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Updates für das Azure-Hostbetriebssystem

Letzte Aktualisierung: März 2014

Von Azure wird das Betriebssystem in der Stammpartition, das mitunter auch als Hostbetriebssystem bezeichnet wird, mindestens einmal pro Quartal aktualisiert, um für alle auf der Plattform ausgeführten Kundenanwendungen eine sichere Umgebung bereitzustellen. Die von Azure verwendete Virtualisierungsarchitektur ähnelt der von Windows Hyper-V. Sie enthält eine Stammpartition zum Hosten des Azure-Stammpartition-Betriebssystems und den Azure-Agent, der für das Erstellen von untergeordneten Partitionen zuständig ist, um Azure-Dienste unter dem Azure-Gastbetriebssystem auszuführen.

Das Aktualisieren des Azure-Stammpartition-Betriebssystems und des Azure-Hypervisors erfordert das Herunterfahren und spätere Neustarten der virtuellen Computer auf dem Server, der aktualisiert wird. Zur Implementierung der Azure-SLA dürfen die virtuellen Computer, auf denen verschiedene Aktualisierungsdomänen derselben Azure-Dienstrolle gehostet werden, von Azure nicht gleichzeitig heruntergefahren werden. Dies wird von Azure sichergestellt, indem die optimale Reihenfolge zur Aktualisierung der Server ermittelt und gleichzeitig Beschränkungen der Aktualisierungsdomäne berücksichtigt werden. Weitere Informationen zur Azure-SLA finden Sie im Thema zu den Vereinbarungen zum Servicelevel.

Sobald das Update eines Servers von Azure initiiert wird, werden folgende Schritte ausgeführt:

  1. Die auf dem Server ausgeführten virtuellen Computer, die im Dienstmodell ihrer Rolle einen Eingabeendpunkt aufweisen, werden aus der Lastenausgleichsrotation entfernt, sodass keine neuen Anforderungen an die virtuellen Computer gestellt werden. Stattdessen werden neue Anforderungen gemäß den Azure-Lastenausgleichsrichtlinien an andere Instanzen dieser Rolle geleitet.

  2. Jeder virtuelle Computer, auf dem eine Web- oder eine Workerrolle gehostet wird, empfängt ein Stopping-Ereignis, während VM-Rollen ein standardmäßiges Windows-Herunterfahrenereignis empfangen.

  3. Den Worker-, Web- und VM-Rollen wird erlaubt, innerhalb von fünf Minuten auf das Beenden- und Herunterfahrereignis zu reagieren, bevor sie gezwungenermaßen angehalten werden.

  4. Nach dem Anhalten aller virtuellen Gastcomputer wird das Stammpartition-Betriebssystem heruntergefahren und der Server neu gestartet.

  5. Das aktualisierte Betriebssystem der Stammpartition wird gestartet.

  6. Die auf dem Server gehosteten virtuellen Computer werden gestartet, und ihr Anwendungscode wird aufgerufen.

  7. Die virtuellen Computer, auf denen Dienstrollen mit Eingabeendpunkten gehostet werden, stellen eine erneute Verbindung mit dem Lastenausgleich her, um Clientanforderungen empfangen zu können.

In Azure wird gewartet, bis der Rollencode auf jedem virtuellen Computer auf einem aktualisierten Server in den Status "Bereit" wechselt, bevor verschiedene Server aktualisiert werden, auf denen die gleichen Rollen gehostet werden, die sich aber in verschiedenen Aktualisierungsdomänen befinden. Um jedoch ein rechtzeitiges Update für eine sichere Plattform sicherzustellen, hat jede Rolleninstanz nur 15 Minuten Zeit, um den fehlerfreien Status "Bereit" zu erreichen, bis in Azure mit der Aktualisierung anderer Server beginnt, auf denen möglicherweise Rollen von verschiedenen Aktualisierungsdomänen gehostet werden. Die 15 Minuten beginnen, wenn eine Rolleninstanz mit der Durchführung der Startup-Aufgaben beginnt.

noteHinweis
Falls die OnStart-Methode Startaufgaben oder Codezeilen enthält, die länger als 15 Minuten in Anspruch nehmen, sind aufgrund dieses Verhaltens möglicherweise Rolleninstanzen von mehreren Aktualisierungsdomänen gleichzeitig offline, was sich auf die Dienstverfügbarkeit auswirken kann.

Siehe auch

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