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Unterschiede zwischen dem Speicheremulator und den Azure-Speicherdiensten

Letzte Aktualisierung: Mai 2014

Der Microsoft Azure-Speicheremulator ist ein lokaler Emulator für Azure-Speicherdienste, mit dem Sie Ihre Anwendung erstellen und testen können, ohne dass dafür Kosten anfallen. In Bezug auf die Verwendung bestehen einige Unterschiede zwischen dem Speicheremulator und Azure-Speicherdiensten in der Cloud.

noteHinweis
Der Speicheremulator ist als Teil des Microsoft Azure SDK verfügbar. Sie können den Speicheremulator auch als eigenständiges Paket herunterladen.

Zum Konfigurieren des Speicheremulator benötigen Sie Administratorrechte auf dem Computer.

Die folgenden generellen Unterschiede gelten für Speicherdienste:

  • Der Speicheremulator unterstützt nur ein einziges festgelegtes Konto und einen bekannten Authentifizierungsschlüssel. Dieses Konto und der Schlüssel sind die einzigen Anmeldeinformationen, die für die Verwendung mit den emulierten Speicherdiensten zulässig sind. Sie lauten wie folgt:

    
    Account name: devstoreaccount1
    Account key: Eby8vdM02xNOcqFlqUwJPLlmEtlCDXJ1OUzFT50uSRZ6IFsuFq2UVErCz4I6tq/K1SZFPTOtr/KBHBeksoGMGw==
    
    ImportantWichtig
    Der vom Speicheremulator unterstützte Authentifizierungsschlüssel ist lediglich für das Testen der Funktionalität des Clientauthentifizierungscodes vorgesehen. Er erfüllt keinerlei Sicherheitszwecke. Sie können Speicherkonto und Schlüssel für die Produktion mit dem Speicheremulator verwenden. Es wird nicht empfohlen, das emulierte Speicherkonto mit Produktionsdaten zu verwenden.

  • Der Speicheremulator ist kein skalierbarer Speicherdienst und kann keine große Anzahl von Clients gleichzeitig unterstützen.

  • Das vom Speicheremulator unterstützte URI-Schema unterscheidet sich von dem URI-Schema, das von den Cloud-Speicherdiensten unterstützt wird. Das URI-Entwicklungsschema gibt den Kontonamen als Teil des hierarchischen Pfads des URI und nicht als Teil des Domänennamens an. Dieser Unterschied ist auf den Umstand zurückzuführen, dass die Domänennamensauflösung in der Cloud, jedoch nicht auf dem lokalen Computer verfügbar ist. Weitere Informationen zu URI-Unterschieden in Bezug auf die Entwicklungsumgebung und die Produktionsumgebung finden Sie unter Verwenden von Speicherdienst-URIs in Einsatz des Azure-Speicheremulators für Entwicklung und Tests.

  • Ab Version 3.1 unterstützt das Speicheremulator-Konto georedundante Replikation mit Lesezugriff (RA-GRS). Im Emulator ist für alle Konten RA-GRS aktiviert, und es besteht niemals ein Rückstand zwischen den primären und sekundären Replikaten. Die Statistiken zum Blob-Dienst abrufen-, Statistiken zum Warteschlangendienst abrufen- und Statistiken zum Tabellendienst abrufen-Vorgänge werden für das sekundäre Konto unterstützt und geben immer den Wert des Antwortelements LastSyncTime als die aktuelle Uhrzeit gemäß der zugrunde liegenden SQL-Datenbank zurück.

    Für programmgesteuerten Zugriff auf den sekundären Speicherort mit dem Speicheremulator verwenden Sie die Storage Client Library für .NET, Version 3.2 oder höher. Ausführliche Informationen finden Sie unter Referenz zur Speicherclientbibliothek.

  • Die Dateidienst- und SMB-Protokolldienstendpunkte werden im Speicheremulator zurzeit nicht unterstützt.

Die folgenden Unterschiede gelten für den Blob-Dienst:

  • Der Blob-Dienstemulator unterstützt lediglich BLOB-Größen von bis zu 2 GB.

  • Ein Put Blob-Vorgang kann erfolgreich für einen BLOB ausgeführt werden, der im Speicheremulator vorhanden ist und über eine aktive Lease verfügt, selbst wenn die Lease-ID nicht als Teil der Anforderung angegeben wurde.

Die folgenden Unterschiede gelten für den Tabellendienst:

  • Datumseigenschaften im Tabellendienst im Speicheremulator unterstützen nur den von SQL Server 2005 unterstützten Bereich (z. B. müssen Datumseigenschaften nach dem 1. Januar 1753 liegen). Alle Datumsangaben vor dem 1. Januar 1753 werden in diesen Wert geändert. Die Genauigkeit von Datumsangaben ist auf die Genauigkeit von SQL Server 2005 beschränkt, d. h., Datumsangaben sind bis auf 1/300 Sekunde genau.

  • Der Speicheremulatorunterstützt Eigenschaftenwerte für Partitionsschlüssel und Zeilenschlüssel, die kleiner als 900 Bytes sind. Die kombinierte Gesamtgröße des Kontonamens, des Tabellennamens und der Schlüsseleigenschaftennamen darf 900 Bytes nicht überschreiten.

  • Der Gesamtgröße einer Zeile in einer Tabelle im Speicheremulator ist auf weniger als 1 MB beschränkt.

  • Im Speicheremulator werden für Eigenschaften vom Datentyp Edm.Guid oder Edm.Binary in Abfragefilter-Zeichenfolgen nur die Vergleichsoperatoren Equal (eq) und NotEqual (ne) unterstützt.

Für den Warteschlangendienst existieren keine speziellen Unterschiede.

Die folgenden Unterschiede gelten für die Windows Azure-Laufwerke:

  • Beim Einbinden eines Windows Azure-Laufwerks von Microsoft Azure-Serveremulator muss das Laufwerk durch ein Seiten-BLOB unterstützt werden, das in Speicheremulator erstellt wurde. Das Einbinden eines Laufwerks von Serveremulator, das durch ein Seiten-BLOB in Windows Azure unterstützt wird, ist nicht möglich. Dieses Verhalten unterscheidet sich von dem der anderen Windows Azure-Speicherdienste, auf die in der Cloud aus Code zugegriffen werden kann, der in Serveremulator ausgeführt wird.

  • Beim Erstellen eines neuen Windows Azure-Laufwerks aus Serveremulator müssen Sie die Anmeldeinformationen für das emulierte Speicherkonto angeben.

Siehe auch

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