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Verpacken einer Anwendung mit dem CSPack-Befehlszeilentool

Letzte Aktualisierung: November 2013

Um eine Anwendung als Cloud-Dienst in Windows Azure bereitzustellen, müssen Sie zunächst die Anwendung im entsprechenden Format verpacken. Sie können die Paketdatei mit dem CSPack-Befehlszeilentool erstellen. Das Erstellen von Anwendungspaketen mit CSPack ist in Buildszenarien hilfreich, in denen Sie nicht die Visual Studio-Tools verwenden oder in denen Sie nicht MSBuild als Teil der Buildumgebung verwenden. CSPack definiert den Inhalt des Pakets anhand des Inhalts der Dienstdefinitionsdatei und der Dienstkonfigurationsdatei. Sie können die Dienstdefinitionsdatei und die Dienstkonfigurationsdatei mit einem Text-Editor oder mit Visual Studio ändern.

CSPack generiert eine Anwendungspaketdatei (.cspkg), die Sie mithilfe des Windows Azure-Verwaltungsportals in Windows Azure hochladen können. Der Standardname des Pakets lautet <ServiceDefinitionFileName>.cspkg, Sie können jedoch mit der /out-Option von CSPack einen anderen Namen angeben.

In Windows Azure SDK, Version 1.7 und höher, lautet das Installationsverzeichnis von CSPack
C:\Programme\Microsoft SDKs\Windows Azure\.NET SDK\<SDK-Version>\bin

In Windows Azure SDK, Version 1.6 und früher, lautet das Installationsverzeichnis
C:\Programme\Windows Azure SDK\<SDK-Version>\bin\

Um die Anwendung lokal im Windows Azure-Serveremulator auszuführen, verwenden Sie die /copyonly-Option des CSPack-Befehlszeilentools. Mit der /copyonly-Option werden die Binärdateien für die Anwendung in eine Verzeichnisstruktur kopiert, aus der sie im Serveremulator ausgeführt werden können.

So verpacken Sie eine Anwendung

  1. Klicken Sie auf Start, zeigen Sie auf Alle Programme, und klicken Sie dann auf Windows Azure SDK.

  2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Windows Azure SDK-Eingabeaufforderung, und klicken Sie dann auf Als Administrator ausführen.

  3. Wechseln Sie im Windows Azure SDK-Eingabeaufforderungsfenster in das Verzeichnis, in dem sich die Anwendungsdateien befinden.

  4. Führen Sie den CSPack-Befehl mit den entsprechenden Parametern für die Anwendung aus. Im folgenden Beispiel wird ein Anwendungspaket erstellt, das die Informationen für eine Webrolle enthält. Der Befehl gibt die zu verwendende Dienstdefinitionsdatei, das Verzeichnis für die Binärdateien und den Namen der Paketdatei an.

    cspack <DirectoryName>\<ServiceDefinition>
       /role:<RoleName>;<RoleBinariesDirectory>
       /sites:<RoleName>;<VirtualPath>;<PhysicalPath>
       /out:<OutputFileName>
    
    

    Wenn die Anwendung eine Webrolle und eine Workerrolle enthält, wird der folgende Befehl verwendet:

    cspack <DirectoryName>\<ServiceDefinition>
          /out:<OutputFileName> 
          /role:<RoleName>;<RoleBinariesDirectory>
          /sites:<RoleName>;<VirtualPath>;<PhysicalPath> 
          /role:<RoleName>;<RoleBinariesDirectory>;<RoleAssemblyName>
    

    Dabei sind die Variablen wie folgt definiert:

     

    Variable Wert

    <DirectoryName>

    Das Unterverzeichnis unter dem Stammprojektverzeichnis, das die CSDEF-Datei des Windows Azure-Projekts enthält.

    <ServiceDefinition>

    Der Name der Dienstdefinitionsdatei. Standardmäßig lautet der Name dieser Datei ServiceDefinition.csdef.

    <OutputFileName>

    Der Name für die generierte Paketdatei. In der Regel ist dieser auf den Namen der Anwendung festgelegt. Wenn kein Dateiname angegeben ist, wird das Anwendungspaket mit dem Namen <ApplicationName>.cspkg erstellt.

    <RoleName>

    Der in der Dienstkonfigurationsdatei definierte Name der Rolle.

    <RoleBinariesDirectory>

    Der Speicherort der Binärdateien für die Rolle.

    <VirtualPath>

    Die physischen Verzeichnisse für jeden virtuellen Pfad, der im Sites-Abschnitt der Dienstdefinition festgelegt ist.

    <PhysicalPath>

    Die physischen Verzeichnisse des Inhalts für jeden virtuellen Pfad, der im Websiteknoten der Dienstdefinition definiert ist.

    <RoleAssemblyName>

    Der Name der Binärdatei für die Rolle.

Siehe auch

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