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SQL Reporting

Letzte Aktualisierung: Mai 2014

Bei handelt es sich um einen cloudbasierten Berichterstellungsdienst für die -Plattform auf der Grundlage von -Technologien.

ImportantWichtig
Der SQL Reporting-Dienst ist für derzeitige Abonnenten verfügbar, von der Verwendung für neue Softwareentwicklungsprojekte wird jedoch abgeraten. Der Dienst wird am 31. Oktober 2014 eingestellt. Details finden Sie in diesem FAQ.

Anstelle von SQL Reporting können eine oder mehrere Instanzen von SQL Server Reporting Services (SSRS) verwendet werden, die auf virtuellen Azure-Computern (VMs) ausgeführt werden. Mit einem virtuellen Computer können Sie eine funktionsfähige Berichterstellungslösung in der Cloud bereitstellen, die entweder die Funktionen des einheitlichen Modus oder des SharePoint-Modus unterstützt. Ein virtueller Computer mit SQL Server 2008 R2 oder 2012 unterstützt sämtliche Reporting Services-Funktionen, einschließlich aller unterstützten Datenquellen, Anpassung und Erweiterbarkeit sowie der geplanten Berichtsausführung und -übermittlung.

In diesem Thema:

Kunden haben u. a. aus folgenden Gründen von SQL Reporting auf virtuelle Computer mit SSRS umgestellt:

Erweiterbarer Berichtsserver für benutzerdefinierte Berichterstellung

SSRS auf einem virtuellen Computer unterstützt benutzerdefinierten Code und Assemblyverweise in einem Bericht. Wenn zu den Geschäftsanforderungen für einen Bericht eindeutige Auswertungen komplexer Funktionen oder proprietäre visuelle Steuerelemente zählen, können Sie diese Funktionen in Code angeben, der in eine Berichtsdatei oder eine dem Berichtsserver hinzugefügte Assembly eingebettet wird. Ebenso können Entwickler Berichtsserver-Vorgänge ersetzen oder ergänzen, indem sie benutzerdefinierte Erweiterungen hinzufügen. Weitere Einzelheiten finden Sie unter Benutzerdefinierter Code und Assemblyverweise in Ausdrücken in Berichts-Designer (SSRS) und Erweiterungen für Reporting Services.

Geplante Berichtsausführung und -übermittlung

Neben der bedarfsgesteuerten Berichterstellung unterstützt SSRS auf einem virtuellen Computer die geplante Berichtsverarbeitung, sodass Sie Daten nach einem Zeitplan abrufen können. Damit können Sie die Abfrageausführung für eine Remotedatenbank sowie den Zeitpunkt der Datenübertragung im Netzwerk steuern. Geplante Berichte können in verschiedenen Ausgabeformaten an andere Ziele als den Berichtsserver übermittelt werden, z. B. als E-Mail oder über eine Dateifreigabe, in der der Bericht im PDF-, Excel- oder MHTML-Format gespeichert ist. Weitere Informationen finden Sie unter Zeitpläne und Abonnements und Übermittlung [Reporting Services].

Integration mit Hybridlösungen

Sie können einen virtuellen Azure-Computer mit dem Unternehmensnetzwerk verknüpfen und somit die Kapazität rasch erweitern, ohne dass dabei Hardware beschafft und bereitgestellt werden muss. Für das Verknüpfen eines virtuellen Azure-Computers mit der Domäne sind ein virtuelles Netzwerk und ein dediziertes VPN-Routinggerät erforderlich. Weitere Informationen erhalten Sie unter Überblick über virtuelle Azure-Netzwerke.

Unabhängig davon, ob Sie ein ganzes Netzwerk in der Cloud erstellen oder virtuelle Computer mit einem lokalen Netzwerk verknüpfen, ein virtueller Azure-Computer kann die Windows-Authentifizierung verwenden, sodass das einmalige Anmelden unterstützt wird. In Abhängigkeit von der Berichtskonfiguration kann es sich empfehlen, die Authentifizierung bei einem Berichtsserver oder einer Back-End-Datenbank mit Windows-Identitäten auszuführen. Die Identitätsdelegierung ist weiterhin aktiviert, wenn alle virtuellen Computer mit einem virtuellen Netzwerk verknüpft sind, das einen Domänencontroller und eine Active Directory-Domäne einschließt, und Dienste müssen für die eingeschränkte Kerberos-Delegierung konfiguriert sein. Dadurch kann dieselbe Windows-Identität aus einer Clientanwendung an den Berichtsserver und schließlich an die Back-End-Datenbank gesendet werden, um die für den ursprünglichen Anforderer relevanten zulässigen Daten abzurufen.

Schnellere Leistung

Kunden, die parallele Tests ausgeführt haben, verzeichneten mit SSRS auf einem virtuellen Computer eine bessere Leistung. Die Leistungszuwächse werden darauf zurückgeführt, dass der Berichtsserverkatalog auf dem lokalen Datenträger des virtuellen Computers vorhanden ist. Der Zuwachs war deutlicher erkennbar auf Berichtsservern, die eine größere Arbeitsauslastung bewältigen müssen.

noteHinweis
Ein bekanntes Problem für SQL Reporting besteht darin, dass die Berichtsausführung langsamer als bei der lokalen SSRS-Ausführung ist. Im Gegensatz dazu ähnelt die Leistung von SSRS auf einem virtuellen Computer der Leistung, die Sie von einer lokalen SSRS-Instanz erwarten können.

Wenn Ihr neues Software-Entwicklungsprojekt die operative Berichtserstellung erfordert, empfiehlt es sich, einen virtuellen Azure-Computer zu bewerten, auf dem SSRS ausgeführt wird. Der Katalog für virtuelle Azure-Computer bietet Images, die vorinstallierte SQL Server-Editionen enthalten, die das Datenbankmodul und SSRS einschließen. Die SQL Server-Editionen im Katalog weisen dieselben Funktionen auf, die auch in einer lokalen Berichtsserverinstallation enthalten sind. Sie können auch ein Windows PowerShell-Skript und -Installationsmedien für SQL Server-Editionen verwenden, die separat erworben werden.

Die folgende Tabelle liefert einen Ansatz, anhand dessen Sie eine cloudbasierte Berichtslösung mit virtuellen Computern für neue Softwareentwicklungsprojekte bewerten können:

 

Schritt Beschreibung Link

1

Machen Sie sich zunächst mit den grundlegenden Funktionen von virtuellen Azure-Computern vertraut, indem Sie auf der Seite Virtuelle Computer der Website WindowsAzure.com die Videos ansehen und auf die Links zum Erkunden klicken.

Virtuelle Computer in Azure

2

Vergleichen Sie die Lizenzierungskosten für ein vordefiniertes Image und für eine Windows Server-VM, auf der eine lizenzierte Kopie von SQL Server ausgeführt wird, die Sie gesondert erwerben und auf dem virtuellen Computer installieren. Je nach den benötigten SQL Server-Funktionen ist es u. U. kostengünstiger, eine Windows-VM und SQL Server (Enterprise, Standard oder Web Edition) separat zu erwerben. In diesem Fall können Sie eine VHD intern unter Verwendung der Installationsmedien der lizenzierten Kopie von SQL Server erstellen und den Datenträger an die Windows-VM anfügen.

Als Alternative zu SQL Reporting können Sie die Standard Edition von SQL Server verwenden. Je nach benötigtem Funktionsumfang und erwarteter Arbeitsauslastung können Sie sich jedoch auch für andere Editionen entscheiden.

Vergleichen von Lizenzgebühren mithilfe des Preisrechners

3

Wählen Sie Berichtsservermodus und -funktionen aus, die Ihren Geschäftsanforderungen am besten gerecht werden. Der Berichtsservermodus bestimmt, welche Authentifizierungssubsysteme und Autorisierungsmodelle verfügbar sind. Während der einheitliche Modus am ehesten SQL Reporting ähnelt, bietet der SharePoint-Modus sofortige Unterstützung von Forderungsauthentifizierung, Mehrinstanzenfähigkeit und Lastenausgleich.

Beachten Sie, dass ein Fluss der Anspruchsidentität in die meisten Back-End-Datenquellen außerhalb der SharePoint-Umgebung nicht möglich ist. Sollten Sie also Ansprüche verwenden, ist zu beachten, dass für den Zugriff auf Back-End-Daten sehr wahrscheinlich gespeicherte Anmeldeinformationen einer einzelnen Benutzeridentität erforderlich sind.

Vergleich der Funktionen zwischen Berichtsservermodi

Authentifizierung mit dem Berichtsserver (siehe auch Microsoft BI-Authentifizierung und Identitätsdelegierung)

4

Bestätigen Sie Ihre Entscheidungen zu Bereitstellung, Berichtsservermodus und Funktionen durch Tests im Rahmen einer Machbarkeitsstudie. Tests im Rahmen einer Machbarkeitsstudie umfassen das Erstellen und Veröffentlichen einfacher Berichte, anhand derer Verbindungen von Clientanwendungen validiert werden, sodass das Konfigurations-, Authentifizierungs- und Autorisierungsverhalten überprüft werden kann. Rufen Sie während der vorläufigen Tests eine ausreichende Menge von Daten in jedem Bericht ab, um die erwartete Latenzzeit für das Abrufen und Rendern von Daten zu verstehen. Dies gilt insbesondere beim Testen einer Hybridlösung, in der Cloud-Dienste und lokale Dienste miteinander kombiniert sind.

Erstellen einer VM

Herstellen einer Verbindung mit einem virtuellen Computer

Veröffentlichen von Datenquellen und Berichten

Autorisieren von Benutzern

5

Abschließend sollte im Rahmen der Bewertung eine Überprüfung der hohen Verfügbarkeit und der skalierbaren Architekturen erfolgen, die ggf. erforderlich sind, um ein hohes Aufkommen von Benutzern oder zahlreiche Berichtsausführungen zu unterstützen.

Bereitstellen von SQL Server Business Intelligence auf virtuellen Azure-Computern

Wenn Sie derzeit SQL Reporting in einer vorhandenen Softwarelösung verwenden, müssen Sie bis Oktober 2014 eine Umstellung auf eine alternative Technologie vornehmen. Wir empfehlen einen virtuellen Azure-Computer, auf dem SSRS im einheitlichen Modus ausgeführt wird. SSRS im einheitlichen Modus bietet gleichwertige Berichtsausführungs- und Renderingfunktionen. Zudem werden jedoch auch geplante Berichtsausführung, Anpassungen und Abonnementübermittlung unterstützt, die von SQL Reporting nicht geboten werden. Wenn Sie SQL Reporting ersetzen möchten, bietet die Standard Edition einen vergleichbaren Funktionsumfang.

Bei der Entscheidung für eine SSRS-VM geht Ihre vorhandene Investition in den Berichtsentwurf nicht verloren. Da das Berichtsmodul der beiden Plattformen identisch ist, werden in SQL Reporting ausgeführte Berichte auch auf einer SSRS-VM ausgeführt. Bei einem VM-Ansatz gilt jedoch ein anderes Abrechnungsmodell. Ihnen werden keine Gebühren für abgeschaltete virtuelle Computer in Rechnung gestellt. Wenn Sie also die Berichtsausführung nur zu bestimmten Zeitpunkten benötigen, können Sie einen Bericht in ein statisches Format (z. B. PDF) exportieren und den virtuellen Computer nach Generierung der Berichte anhalten.

Zum Migrieren von Berichten auf einen virtuellen Computer können Sie ein Berichtsserverprojekt in SSRS auf einem virtuellen Computer bereitstellen, wobei Sie den Zielserver auf den VM-Endpunkt festlegen. Anleitungen zum Konfigurieren von SSRS, zum Festlegen von Endpunkten, zum Konfigurieren der Firewall sowie zum Veröffentlichen und Testen von Berichten finden Sie unter SQL Server-Business Intelligence auf virtuellen Azure-Computern.

noteHinweis
Beim Verwenden eines Images aus dem Katalog wird SSRS installiert, jedoch nicht konfiguriert. Sie müssen den Server konfigurieren und eine neue Berichtsserver-Datenbank für SSRS auf einem virtuellen Computer erstellen. Eine vorhandene Berichtsserver-Datenbank, die in einem Azure-Datencenter ausgeführt wird, kann weder getrennt noch kopiert werden.

Obwohl die Berichte wie früher ausgeführt werden, erfordern andere Aspekte einer Umstellung die Ersetzung von Funktionen oder manuell vorzunehmende Änderungen. So muss beispielsweise die Berichtsserverauthentifizierung ersetzt werden. Zudem treten bei der Umstellung von einem Onlinedienst auf einen virtuellen Computer Änderungen bei der Herstellung von Verbindungen der Clientanwendungen mit einem Berichtsserver auf. Sie müssen zumindest den für die Verbindung genutzten Endpunkt aktualisieren.

Authentifizierung mit dem Berichtsserver

SQL Reporting nutzt zum Authentifizieren der Benutzeridentität ein proprietäres cookiebasiertes Authentifizierungsmodul. Die Authentifizierung ist integriert, sodass kein separater Dienst konfiguriert und verwaltet werden muss. Ein virtueller Computer, auf dem SSRS ausgeführt wird, verfügt nicht über das von SQL Reporting verwendete Authentifizierungsmodul. Demzufolge müssen Sie bei der Umstellung auf die VM-Plattform eines der von SSRS unterstützten Authentifizierungssubsysteme auswählen: Windows-Authentifizierung oder die formularbasierte Authentifizierung.

Das Ersetzen des integrierten Authentifizierungsmodul stellt eine wichtige Entwurfsentscheidung dar. Das formularbasierte Authentifizierungsmodul kommt der SQL Reporting-Authentifizierung am nächsten. Das Implementieren der Windows-Authentifizierung bietet jedoch größere Möglichkeiten in Bezug auf einmaliges Anmelden und Identitätsdelegierung, wenn Sie Berichte mit Datenplattformen entwickeln, die die eingeschränkte Kerberos-Delegierung unterstützen.

Eine beim Bewerten eines VM-Ansatzes zu erwägende Strategie besteht im Bereitstellen zusätzlicher virtueller Computer, die als Domänencontroller fungieren, wodurch Windows-Authentifizierungs und Identitätsdelegierung für andere virtuelle Computer und Server im selben virtuellen Netzwerk verfügbar werden. Eine Übersicht über das Erstellen eines BI-Netzwerks in der Cloud, in dem virtuelle Computer als Domänencontroller eingesetzt werden, finden Sie im Abschnitt "Gesamtumgebung" unter Bereitstellen von SQL Server Business Intelligence auf virtuellen Azure-Computern. Eine Übersicht über die unterstützten Authentifizierungstypen finden Sie unter Authentifizierung mit dem Berichtsserver.

Verbindungen mit dem Berichtsserver

Das Herstellen von Verbindungen zwischen den Entwicklungstools, den Verwaltungstools und anderen Anwendungskomponenten in der benutzerdefinierten Lösung ist ein unverzichtbarer Schritt, wenn ein virtueller Computer als Alternative zu SQL Reporting überprüft werden sollen. Befolgen Sie die Anweisungen in diesem Thema, um SSRS auf einem virtuellen Computer zu konfigurieren und zu verwenden: SQL Server-Business Intelligence auf virtuellen Azure-Computern.

Datenbankkonnektivität

In SQL Reporting wird als einzige Datenplattform Azure SQL-Datenbank unterstützt. Berichte, die unter einer Standard Edition oder Enterprise Edition von SSRS auf einem virtuellen Computer ausgeführt werden, können weiterhin Daten aus der SQL-Datenbank abrufen. In den Berichten können bei Datenquellenverbindungen weiterhin die Anmeldeinformationen eines Datenbankbenutzers für die SQL-Datenbank angegeben werden. Ebenso müssen Verbindungszeichenfolgen nicht infolge der Inhaltsmigration geändert werden.

Kennwörter sind jedoch zu aktualisieren, sobald Berichte auf einem neuen Berichtsserver veröffentlicht werden. Da Kennwörter von SQL Reporting nicht extrahiert werden können, müssen Sie das Datenbankbenutzer-Kennwort für die eingebetteten und gemeinsam genutzten Datenquellen erneut eingeben, über die Daten aus der SQL-Datenbank abgerufen werden.

Schließlich müssen der SQL-Datenbank-Firewall Regeln hinzugefügt werden, damit Verbindungen vom Berichtsserver zugelassen sind. In diesem Artikel werden die auszuführenden Schritte beschrieben: SQL Server-Business Intelligence auf virtuellen Azure-Computern.

Testen von Verbindungen

Als Administrator des virtuellen Computers und des Berichtsservers müssen Sie in der Lage sein, ein Berichtsprojekt bereitzustellen und Verbindungen mit der SQL-Datenbank zu überprüfen, sobald der virtuelle Computer konfiguriert ist und die SQL-Datenbank-Firewall so konfiguriert ist, dass Verbindungen vom virtuellen Computer akzeptiert werden.

Es wird empfohlen, die Schritte im Abschnitt "Überprüfung" unter Verwenden von PowerShell zum Erstellen eines virtuellen Azure-Computers mit einem Berichtsserver im einheitlichen Modus zu befolgen.

SQL Reporting-Kunden, die mit SSRS nicht vertraut sind, können die beiden Plattformen anhand der folgenden Tabelle vergleichen.

 

Vergleichen Einheitlicher Modus von SSRS auf einem virtuellen Azure-Computer SQL Reporting

Features

Es gibt keine funktionalen Einschränkungen für Reporting Services-Instanzen auf einem virtuellen Computer; Ausnahmen stellen Funktionen dar, die je nach Berichtsservermodus oder SQL Server-Edition variieren. Auf einem virtuellen Computer können Berichte Daten aus beliebigen unterstützten Datenquellen abrufen. Weitere Informationen finden Sie unter Von Reporting Services unterstützte Datenquellen (SSRS). Einen Vergleich der Funktionen nach Modus bzw. Edition finden Sie unter Reporting Services-Berichtsserver (SSRS) und Von den SQL Server 2012-Editionen unterstützte Funktionen.

SQL Reporting ist auf Azure SQL-Nicht-Verbund-Datenbanken beschränkt, die Teil desselben Azure-Abonnements sind. Bedarfsgesteuerte Berichtsausführung und bedarfsgesteuertes Berichtsrendering werden unterstützt, Planung und Abonnementübermittlung hingegen sind nicht verfügbar.

Abrechnungsmodell

Der Abrechnung liegen die Serverressourcen zugrunde, die für die Unterstützung eines virtuellen Computers im Rechenzentrum erforderlich sind.

Microsoft empfiehlt mittlere oder große virtuelle Computer für SQL Server BI-Serveranwendungen, je nach Berichtsumfang und Anzahl der SQL Server-Funktionen, die verwendet werden sollen. Für die operative Berichterstellung benötigen Sie sowohl Reporting Services als auch eine Instanz des Datenbankmoduls für die Berichtsserver-Datenbank.

Die jeweils geltenden unterschiedlichen Raten hängen von Größe des virtuellen Computers ab, da die Größe eines virtuellen Computers bestimmt, welche Werte für CPU, Arbeitsspeicher und Festplattenspeicher zugeordnet werden. Weitere Informationen finden Sie unter Virtuelle Computer – Preisdetails.

Beachten Sie, dass Ihnen keine Kosten für abgeschaltete virtuelle Computer in Rechnung gestellt werden. Wenn Sie also Berichte nur zu bestimmten Zeitpunkten nutzen, können Sie einen Bericht in ein statisches Format (z. B. PDF) exportieren und den virtuellen Computer anschließend anhalten, wenn der Berichtsserver inaktiv ist.

Der Abrechnung liegen nicht die Serverressourcen, sondern die Anzahl der Berichtsausführungen zugrunde. Sollte zusätzliche Kapazität erforderlich sein, wird im Hintergrund eine zusätzliche Instanz dynamisch hinzugefügt. Ihre Rechnung erhöht sich mit ansteigender Anzahl von Berichtsausführungen inkrementell.

Authentifizierung und Autorisierung

Benutzer können sich mit der Windows-Authentifizierung oder der Formularauthentifizierung bei SSRS auf virtuellen Computern authentifizieren. Die Unterstützung gängiger Authentifizierungssubsysteme bietet größere Möglichkeiten für die Softwareintegration; zudem wird die anwendungsübergreifende Identitätsdelegierung unterstützt.

Für Datenbankplattformen, die die Windows-Authentifizierung unterstützen, können Sie die Identitätsdelegierung nutzen, um eine Benutzeridentität aus der aufrufenden Anwendung auf den Berichtsserver an die Back-End-Datenbank zu senden. Weitere Informationen erhalten Sie unter Authentifizierung mit dem Berichtsserver und Microsoft BI-Authentifizierung und Identitätsdelegierung.

Ein Berichtsserver auf einem virtuellen Computer verwendet ein rollenbasiertes Autorisierungsmodell. Weitere Informationen finden Sie unter Erteilen von Berechtigungen für einen Berichtsserver im einheitlichen Modus.

SQL Reporting verfügt über ein proprietäres Berichtsserver-Authentifizierungssubsystem. Dieses ist auf das Definieren von Berichtsbenutzeridentitäten für die Anmeldung und Rollenzuweisungen beschränkt. Die Benutzeridentität kann nicht an andere Serveranwendungen delegiert werden.

Reporting Services verwendet Rollen von Reporting Services im einheitlichen Modus.

Softwareintegration und -architektur

Reporting Services ist ein Dienst der mittleren Ebene, der sich zwischen Back-End-Datenquellen und Front-End-Clients befindet, z. B. einem Browser oder einer benutzerdefinierten Webseite, die einen Bericht hostet. Beim Beurteilen von Reporting Services auf einem virtuellen Computer als operative Berichtslösung muss Reporting Services im Entwurf demzufolge als Dienst der mittleren Ebene platziert werden.

Vom architektonischen und programmbezogenen Standpunkt aus betrachtet entspricht ein virtueller Berichtsserver-Computer einem lokalen Server. Die Parität zwischen der Cloud-Architektur und der lokalen Architektur wird am besten sichergestellt, wenn andere Anwendungen (wie Back-End-Datenquellen oder Front-End-Anwendungen, die eingebettete Berichte bereitstellen), auch im selben Cloud-Dienst wie die Berichtsserver-VM ausgeführt werden. In den meisten Fällen kann eine End-to-End-Lösung, die für die lokale Ausführung entwickelt wurde, mithilfe einer Auflistung von virtuellen Computern in einem Cloud-Dienst dupliziert werden. Weitere Informationen zur SSRS-Programmierbarkeit finden Sie im Entwicklerhandbuch (Reporting Services).

In SQL Reporting erfolgt der Zugriff auf Berichte hauptsächlich über den HTTP-Endpunkt für den URL-Zugriff oder über den SOAP-Verwaltungsendpunkt, häufig mit dem ReportViewer-Steuerelement, das in einem Formular oder auf einer Webseite eingebettet ist.

Beachten Sie, dass für SQL Reporting das ReportViewer-Steuerelement von den Vorlagen für ASP.NET MVC-Webanwendungen nicht unterstützt wird.

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