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Dokument-IDs und der DocID-Dienst

SharePoint 2010

Das Features Dokument-ID erstellt IDs, die verwendet werden können, um Elemente unabhängig von ihrem aktuellen Speicherort abzurufen. Der dieses Feature unterstützende Dienst "Dokument-ID" generiert Dokument-IDs und weist diese zu. In diesem Thema wird erläutert, wie Dokument-IDs funktionieren sowie wie der Dienst funktioniert, der ihre Generierung und Zuweisung unterstützt

Normalerweise öffnen Benutzer Elemente, indem sie eine im Webbrowser initiierte Aktion ausführen wie das Navigieren zu einer URL, wodurch die Microsoft Office-Clientanwendung zum Öffnen der Datei veranlasst wird.

Das Feature Statische URL kann im Webbrowser dazu verwendet werden, Benutzer mithilfe einer HTTP-Umleitung oder eines Serverübertragungsaufrufs zur tatsächlichen URL eines Elements umzuleiten. In beiden Fällen ist die statische URL nicht in allen Fällen verwendbar, in denen die tatsächliche URL eines Elements verwendbar ist. Durch die Auswahl von Öffnen im Menü Datei in Clientanwendungen werden beispielsweise keine Fälle verarbeitet, in denen URLs beim Aufruf der Open-Methode umgeleitet werden.

Der Dienst Dokument-ID kann auf Websitesammlungsebene aktiviert, verwaltet und deaktiviert werden. Statische URLs funktionieren auf Websitesammlungsebene ordnungsgemäß, da der Webbrowser die Weiterleitung vor dem Aufruf der Office-Clientanwendung verwaltet. Dies bedeutet, dass die Clientanwendung nur die tatsächliche URL "sieht". Wenn das Feature Dokument-ID aktiviert ist, fügt Microsoft SharePoint Server 2010 auf der Benutzeroberfläche der Zentraladministration Links zu der Einstellungsseite Websitesammlung hinzu und aktiviert den Dienst Dokument-ID, der mit der Zuordnung von Dokument-IDs in der Websitesammlung beginnt. Der Dienst Dokument-ID generiert Dokument-IDs für alle Dokumente in der Websitesammlung, generiert jedoch keine Dokument-IDs für andere Listenelementtypen. Dokument-IDs werden jedes Mal generiert, wenn ein Element hinzugefügt wird, und vorhandene IDs werden standardmäßig überschrieben, wenn das erstellte Element SharePoint Server 2010 nicht ausdrücklich anweist, die vorhandene ID nicht zu löschen. Während Verschiebeoperationen erhält SharePoint Server 2010 die Dokument-ID. Während Kopieroperationen weist SharePoint Server 2010 eine neue ID zu. Dieses Verhalten kann durch die Festlegung eines booleschen Operators in der Spalte PersistID gesteuert werden.

Wenn eine Dokument-ID zugewiesen wird, wird diese als Metadaten verfügbar gemacht, und der Server macht eine statische URL verfügbar, sodass das Element, dem die Dokument-ID zugewiesen wurde, anhand seiner Dokument-ID erkannt werden kann. Die statische URL versucht, das Element abzurufen, indem sie danach sucht oder es nachschlägt.

Administratoren der Suchfunktion können den Suchdienst für das Nachschlagen von Dokument-IDs konfigurieren, indem die Spalte ID als verwaltete Suchspalte hinzugefügt wird und durch die optionale Erstellung eines neuen Suchbereichs, der für das Nachschlagen von Dokument-IDs verwendet wird. SharePoint Server 2010 beinhaltet einen Windows PowerShell 1.0-Befehl der dies automatisch ausführt.

Durch die Deaktivierung des Features werden die Links auf die Einstellungsseite Websitesammlung entfernt, die zum Nachschlagen von Dokument-IDs verwendete Seite ist nicht mehr verfügbar, der Dienst Dokument-ID wird deaktiviert, und die Zuweisung von Dokument-IDs wird beendet. Der Server entfernt nicht die auf Websiteebene bei der ersten Aktivierung des Features hinzugefügten Spalten, sodass die vorhandenen Dokument-IDs auch nach der Deaktivierung des Diensts erhalten bleiben. Nach der Deaktivierung des Features wird Benutzern, die versuchen, eine statische URL zum Nachschlagen eines Elements anhand seiner Dokument-ID zu verwenden, die folgende Fehlermeldung angezeigt: "Diese Websitesammlung ist nicht für die Verwendung von Dokument-IDs konfiguriert".

Wenn der Dienst Dokument-ID aktiviert ist, fügt SharePoint Server 2010 den Inhaltstypen Dokument und Dokumentenmappe neue Spalten hinzu, in denen die Dokument-ID gespeichert und die statische URL und die die Dokument-IDs zuweisenden Ereignisempfänger verfügbar gemacht werden. Der Dienst verfügt auch über einen Arbeitselementauftrag, der IDs zu allen vorhandenen Elementen in der Websitesammlung zuweist. Der Server fügt der Websitesammlung die folgenden Websitespalten in einer Gruppe mit dem Namen "Dokument-ID" hinzu. Darüber hinaus werden die Websitespalten den Inhaltstypen Dokument und Dokumentenmappe auf Websitesammlungsebene hinzugefügt.

In der Spalte DocID wird die dem Element zugewiesen Dokument-ID gespeichert. Diese besitzt die folgenden Attribute:

  • Name: Dokument-ID

  • Beschreibung: Wird verwendet, um dieses Element unabhängig von seinem aktuellen Speicherort zu finden.

  • Type: Text

  • Indexed: False

  • Sealed: True

  • ReadOnly: True

  • CanBeDeleted: False

  • ShowInNewForm: False

  • ShowInEditForm: False

  • Spalte "Statische URL"

Die Spalte Static URL enthält die URL für das Element, das zum Nachschlagen der Dokument-ID verwendet wird. Diese besitzt die folgenden Attribute:

  • Name: Static URL

  • Beschreibung: Wird verwendet, um dieses Element unabhängig von seinem aktuellen Speicherort zu finden.

  • Type: URL

  • Indexed: False

  • Sealed: True

  • ReadOnly: True

  • CanBeDeleted: False

  • ShowInNewForm: False

  • ShowInEditForm: False

Die Spalte PersistID wird von der Zuweisungslogik für die Dokument-ID verwendet, um festzulegen, ob eine vorhandene Dokument-ID erhalten oder neu zugewiesen werden soll. Diese Spalte ist ausgeblendet, sie rendert keine Benutzeroberfläche und kann in keine Ansicht eingefügt werden:

  • Name: PersistID

  • Beschreibung: Wird verwendet, um festzulegen, ob die aktuelle ID eines Elements nach dessen Kopieren zu einem neuen Speicherort erhalten bleiben soll.

  • Type: Boolean

  • Standardwert: False

  • Indexed: False

  • Sealed: True

  • ReadOnly: True

  • CanBeDeleted: False

  • ShowInNewForm: False

  • ShowInEditForm: False

  • ShowInViewForms: False

  • Ereignisempfänger

Zusätzlich zum Hinzufügen der oben genannten Spalten zu den Inhaltstypen Dokument und Dokumentenmappe fügt SharePoint Server 2010 den entsprechenden SharePoint Foundation 2010-Elementen einen Ereignisempfänger hinzu, damit diese immer ausgeführt werden, wenn ein Dokument oder eine Dokumentenmappe zu SharePoint Foundation 2010 hochgeladen wird. Der Server verwendet synchrone Ereignisempfänger wie ItemAdded(SPItemEventProperties) (nicht [M:Microsoft.SharePoint.SPItemEventReceiver.ItemAdding(Microsoft.SharePoint.SPItemEventProperties])), um sicherzustellen, dass Anbieter von Dokument-IDs die Elementmetadaten verwenden können, wenn Dokument-IDs zugewiesen werden.

Wenn einer Websitesammlung Elemente hinzugefügt werden, weist SharePoint Server 2010 diesen Dokument-IDs zu oder erneut zu.

Wenn ein neues Element hinzugefügt wird, überprüft SharePoint Server 2010 zunächst, ob das Element eine Dokument-ID besitzt. Wenn das Element eine Dokument-ID besitzt, überprüft der Server, ob das PreserveID-Attribut auf True oder False festgelegt ist und legt es auf False fest, wenn es zurzeit auf True festgelegt ist. Wenn das Element noch nicht über eine Dokument-ID verfügt, ruft der Server eine Dokument-ID für das Element von dem angegebenen Anbieter ab, schreibt diese in die Metadaten und legt das PreserveID-Attribut auf False fest.

HinweisHinweis

Der Wert Statische URL wird nicht generiert, da dieser von SharePoint Server 2010 dynamisch erzeugt wird, wenn das Feld gerendert und angezeigt wird.

Das Standardverhalten für das Zuweisen von Dokument-IDs geht davon aus, dass, wenn ein Element vorhanden ist und bereits eine ID besitzt, diese ID von SharePoint Server 2010 mit einer Dokument-ID überschrieben werden soll. Dies passiert, wenn ein vorhandenes Element in SharePoint Foundation 2010 kopiert wird: Die Kopie behält die gleichen Metadaten wie das Original, einschließlich der Dokument-ID, es wird jedoch noch immer das ItemAdding(SPItemEventProperties)-Ereignis ausgegeben.

HinweisHinweis

Wenn ein SPFile-Objekt seine MoveTo(String)-Methode aufruft, wird kein ItemAdding(SPItemEventProperties)-Ereignis ausgegeben.

SharePoint Server 2010 geht nicht davon aus, dass es sich bei dem Element um eine Kopie handelt, wenn ein Element hinzugefügt wird. Stattdessen wird eine Methode bereitgestellt, die benutzerdefinierten Lösungen anzeigt, dass sie eine "semantische Verschiebung" implementieren, bei der es sich (aus der Perspektive eines Objektmodells) um eine Kopieren-und-Löschen-Operation handelt, die verwendet wird, um die Standardkopierlogik zu überschreiben und Elemente und ihre zugehörigen Dokument-IDs so zu behandeln, als hätte das Objektmodell eine Verschiebeoperation mit diesen ausgeführt.

HinweisHinweis

Sie können benutzerdefinierten Code verwenden, um das Überschreiben von Dokument-IDs oder IDs zu verhindern, die Elementen zugewiesen wurden, die erstmals zu SharePoint Server 2010 kopiert wurden. Beispielsweise können Sie alle Ereignisse anhalten, indem Sie im Code vor dem Kopieren die DisableEventFiring()-Methode aufrufen. Dieses Konzept ist jedoch nicht empfehlenswert in Fällen, in denen andere Ereignisempfänger ausgeführt werden müssen, und der Code nur für die Erhaltung von IDs verwendet wird.

SharePoint Server 2010 verwendet ein zweiteiliges Konzept, wenn der Dienst Dokument-ID Dokument-IDs nachschlägt. Auf diese Weise wird der beste Ausgleich zwischen Dokument-IDs erzielt, die sofort verwendet werden und solchen, die in größeren Bereichen verwendet werden:

  • Suchen. Es wird an allen Speicherorten, die zum aktuellen Suchbereich gehören, nach dem Element gesucht. Eine Suche ist im Allgemeinen als listenübergreifende Abfrage leistungsfähiger. Eine Suche ist jedoch nur so zuverlässig wie ihr letzter Index. Wenn daher ein Element hinzugefügt, jedoch von der Suche noch nicht indiziert wurde, wird dieses in den Suchergebnissen nicht angezeigt. Wenn ein Element darüber hinaus seit der letzten Indizierung durch die Suche verschoben wurde, wird in den Suchergebnissen die alte (und jetzt ungültige) URL angezeigt.

  • Nachschlagen spezifisch für den ID-Anbieter. Wenn ein Element nicht unter Verwendung der Suche abgerufen werden kann (wenn es beispielsweise noch nicht indiziert wurde) greift SharePoint Server 2010 auf den Anbieter der Dokument-ID zurück, und gestattet diesem die Verwendung seiner eigenen Nachschlagelogik. Auf diese Weise können Anbieter, die IDs verwenden möchten, die wirksam werden, bevor die Suchindizierung auf die letzten Elemente ausgeführt wurde, Elemente nachschlagen. Der Anbieter legt fest, ob das Nachschlagen auf diese Weise erfolgen soll, und welches die effektivste Logik dafür ist.

Das Webpart "Nachschlagefeld für Dokument-IDs" ermöglicht die Eingabe einer Dokument-ID, diese konstruiert eine statische URL und schlägt das Element nach.

Sie können benutzerdefinierte Anbieter verwenden, um Elementen Dokument-IDs zuzuweisen. In einigen Unternehmen steuern spezifische Elementmetadaten, wie IDs zugewiesen werden. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass die ID Informationen zu dem Element bereitstellt.

SharePoint Server 2010 unterstützt die Verwendung von benutzerdefinierten Code-Plug-Ins, um Dokument-IDs bereitzustellen. Sie können Ihre eigenen benutzerdefinierten Anbieter erstellen, indem Sie eine Klasse implementieren, die von der IIDProvider-Schnittstelle abgeleitet wird und diesen Anbieter anschließend in jeder Websitesammlung bereitstellt und registriert. Nach der Registrierung eines benutzerdefinierten Anbieters, verwendet der Dienst Dokument-ID den benutzerdefinierten Anbieter anstatt des Standardanbieters.

Datum

Beschreibung

Grund

Mai 2010

Erstveröffentlichung

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