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Neuigkeiten: Service Application Framework

SharePoint 2010

Letzte Änderung: Montag, 19. April 2010

Gilt für: SharePoint Foundation 2010

Inhalt dieses Artikels
Verbesserte Entwicklungsumgebung
Verbesserte Integration in SharePoint
Integration in Windows Communication Foundation
Lastenausgleich nach der Roundrobin-Methode
Anspruchsbasierte Identität
Sicherung und Wiederherstellung

Vom Service Application Framework wird eine Plattform bereitgestellt, mit der Entwickler skalierbare Middle-Tier-Anwendungen erstellen können, die in Microsoft SharePoint Foundation 2010 gehostet werden. Diese Dienste können Daten zur Verfügung stellen oder für andere SharePoint-Features Ressourcen verarbeiten. Mit dem Service Application Framework können Dienste von Computern in einer Serverfarm gemeinsam verwendet werden. Zudem unterstützt es den Lastenausgleich und die Verwaltung von Diensten in SharePoint.

Das Service Application Framework bietet über 20 in das Kernprodukt von SharePoint Foundation integrierte Dienste. So wird zum Beispiel die SharePoint-Suche vom Service Application Framework implementiert. Das Dienstanwendungs-Framework ist eine API zum Erstellen von Diensten, die von Back-End-Anwendungsservern gehostet und von Front-End-Webservern benötigt werden.

Das Service Application Framework ersetzt den Anbieter für gemeinsame Dienste in Microsoft Office SharePoint Server 2007. Das Service Application Framework-Modell ist flexibler als das Modell des Anbieters für gemeinsame Dienste. Dienstanwendungen können von einer Farm mit einem Server oder von mehreren Farmen gemeinsam verwendet werden und ermöglichen so zentrale, gemeinsam genutzte Computerinvestitionen. Service Application Framework-Anwendungen können leicht für den Lastenausgleich von Dienstanwendungen mit hohen Anforderungen skaliert werden.

Zu den wichtigen Features im Service Application Framework zählen:

Mit dem Service Application Framework können sich Entwickler von Diensten auf die Geschäftslogik ihrer Anwendungen konzentrieren. Das Service Application Framework erleichtert die Implementierung von Details. Dazu gehören zum Beispiel das Schreiben von Code zur Konfiguration eines Servers, der Internetinformationsdienste ausführt, das Installieren eines Secure Sockets Layer (SSL)-Zertifikats, das Erstellen eines virtuellen Verzeichnisses, das Verwalten von Anmeldeinformationen für einen Pool von Anwendungsbenutzern, das Verwalten und Zwischenspeichern verteilter Einstellungen, das Nachverfolgen und Ausgleichen von Lasten von Endgeräten sowie das Ausführen vieler Sicherungs- und Wiederherstellungsaufgaben.

Das Service Application Framework bietet Benutzern eine Integration in die SharePoint Foundation-Verwaltung. Dienste verbinden ihre Verwaltungsbenutzeroberfläche mit der Seite SharePoint-Dienstverwaltung und bieten Administratoren somit eine gemeinsame Verwaltung. Die Dienste profitieren von gemeinsamen SharePoint-Verwaltungstools wie Upgrade, Sicherung/Wiederherstellung und Kontenverwaltung. Administratoren können mit dieser gemeinsamen Benutzeroberfläche SharePoint Foundation-Dienste verwalten, starten, anhalten, gruppieren, zuordnen, verbinden und sichern.

Entwickler von Diensten können ihre eigenen Verwaltungsseiten erstellen, um Dienste mit der SharePoint-Zentraladministration zu verwalten und zu hosten. Dienste können so konfiguriert werden, dass sie ihre eigenen zusätzlichen und spezialisierten Administratorrollen besitzen. Zudem kann die Dienstverwaltung auch an Benutzer delegiert werden, die keine Serverfarmadministratoren sind. In diesem Fall wird die Benutzeroberfläche der Zentraladministration so geändert, dass sie den Sicherheitsbedingungen entspricht und nur die Seiten umfasst, auf die der Dienstadministrator zugreifen darf.

Die Verwaltung der Service Application Framework-Anwendungen kann über die Benutzeroberfläche der Zentraladministration oder über Windows PowerShell erfolgen.

Das Windows Communication Foundation (WCF)-Dienstmodell zielt auf die Kommunikation zwischen Client und Dienst ab. Das SharePoint-Dienstmodell behandelt die Bereitstellung, Verwaltung und Ermittlung von Diensten in einer Serverfarm. Beide Modelle ergänzen sich, und das Service Application Framework eignet sich ideal für die Bereitstellung, Verwaltung und Ermittlung von WCF-Dienstclients und -endgeräten.

Das Service Application Framework bietet einen nacheinander erfolgenden Lastenausgleich (Roundrobin-Methode).

SharePoint-Dienstanwendungen werden in der Regel auf mehreren Computern gehostet und von einer Dienstclientanwendung aufgerufen, die auf einem Front-End-Webserver ausgeführt wird. Aufrufe von Serviceanwendungs-Proxymethoden müssen mit einem Tool zum Lastenausgleich vom Front-End-Webserver zu einem geeigneten Anwendungsserver weitergeleitet werden.

Während SharePoint Foundation-Administratoren Lösungen für einen externen Lastenausgleich für Front-End-Webserver konfigurieren, erwarten sie nicht, dass Aufrufe zwischen Front-End-Webservern und Anwendungsservern ein weiteres externes Lastenausgleichsmodul benötigen. SharePoint bietet in der SPRoundRobinServiceLoadBalancer-Klasse eine Implementierung eines einfachen Roundrobin-Lastenausgleichsmoduls, das bei Bedarf durch Entwickler von Drittanbietern erweitert oder ersetzt werden kann. Dienstanwendungsproxys verwenden möglicherweise das integrierte Roundrobin-Lastenausgleichsmodul, um Anfragen an die entsprechende Back-End-Dienstanwendung weiterzuleiten.

Weitere Informationen finden Sie unter Implementieren des Lastenausgleichs.

Das anspruchsbasierte Identitätsmodell für SharePoint Foundation und SharePoint Server baut auf Windows Identity Foundation (WIF) auf. Dieses neue Identitätsmodell umfasst Features wie die Authentifizierung von Benutzern von Systemen, die auf Windows basieren oder nicht auf Windows basieren, auch mehrere Authentifizierungstypen, stärkere Authentifizierung in Echtzeit, eine größere Palette an Prinzipaltypen und die Delegierung von Benutzeridentitäten zwischen Anwendungen.

Wenn Sie Ansprüche unterstützende Anwendungen erstellen, legt der Benutzer der Anwendung eine Identität als eine Gruppe von Ansprüchen vor. Ein Anspruch könnte zum Beispiel ein Benutzername sein, ein anderer Anspruch eine E-Mail-Adresse. Der Grundgedanke ist die Konfiguration eines externen Identitätssystems, damit die Anwendung alle benötigten Informationen erhält, um bei jeder Anfrage alles über den Benutzer zu wissen, sowie eine kryptografische Garantie dahingehend zu geben, dass die erhaltenen Identitätsdaten von einer vertrauenswürdigen Quelle stammen. Bei diesem Modell ist eine einmalige Anmeldung viel leichter durchzusetzen. Die Autorisierung von Dienstanwendung erfolgt mithilfe von Ansprüchen. Die Aufrufe von Webanwendungen an Dienstanwendungen werden mit Ansprüchen gesichert.

Das Service Application Framework ermöglicht eine einfache Integration in das SharePoint-Sicherungs- und Wiederherstellungstool. Weitere Informationen finden Sie unter Sichern und Wiederherstellen

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