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Allgemeine Richtlinien für und Einschränkungen von Azure SQL-Datenbanken

Letzte Aktualisierung: April 2014

In diesem Thema werden allgemeine Richtlinien und Einschränkungen für Microsoft Microsoft Azure SQL-Datenbank beschrieben. Die Details zu den allgemeinen Richtlinien und Einschränkungen werden unter den folgenden Überschriften behandelt:

Informationen zu sicherheitsbezogenen Richtlinien und Einschränkungen finden Sie unter Sicherheitsrichtlinien für und Einschränkungen von Azure SQL-Datenbanken.

Beim Erstellen von Anwendungen für Microsoft Azure SQL-Datenbank können die folgenden Treiber und Bibliotheken verwendet werden:

  • .NET Framework-Datenanbieter für SQL Server (System.Data.SqlClient) aus .NET Framework 3.5 Service Pack 1 oder höher.

  • Entity Framework aus .NET Framework 3.5 Service Pack 1 oder höher.

  • SQL Server 2008 R2 (und höher) Native Client-ODBC-Treiber. Der SQL Server 2008 Native Client-ODBC-Treiber wird zwar auch unterstützt, bietet aber weniger Funktionen.

  • SQL Server 2008-Treiber für PHP ab Version 1.1.

  • Eine aktualisierte Version von SQL Server JDBC Driver 3.0, die SQL-Datenbank unterstützt.

Microsoft Azure SQL-Datenbank unterstützt TDS-Protokollclients (Tabular Data Stream) ab Version 7.3. Ältere Versionen des TDS-Protokolls werden nicht unterstützt.

Das Herstellen einer Verbindung mit Microsoft Azure SQL-Datenbank mit OLE DB oder ADO wird nicht unterstützt.

Beim Erstellen von Anwendungen für Microsoft Azure SQL-Datenbank können Sie eine der .NET Framework-Programmiersprachen verwenden, die Teil von Visual Studio 2008 sind – also Microsoft Visual Basic, Microsoft Visual C# oder Microsoft Visual C++. Von Visual Studio wird die Serververwaltungskonsole Server-Explorer zum Öffnen von Datenverbindungen sowie zum Anmelden bei Servern und zum Durchsuchen von Datenbanken bereitgestellt. Ab Visual Studio 2010 können Sie mithilfe des Server-Explorerseine Verbindung mit Datenbanken in Azure SQL-Datenbank herstellen und die Datenbanken durchsuchen. Ältere Versionen des Server-Explorerswerden nicht unterstützt. Weitere Informationen finden Sie auf MSDN in der Dokumentation zu Visual Studio.

Berücksichtigen Sie die folgenden Punkte, wenn Sie mithilfe von Tools eine Verbindung mit Microsoft Azure SQL-Datenbank herstellen:

  • Nur TCP/IP-Verbindungen sind zulässig.

  • MARS (Multiple Active Result Sets) wird unterstützt.

  • Da Tabular Data Stream (TDS) in einigen Tools auf andere Weise implementiert wird, muss der Anmeldung in der Verbindungszeichenfolge unter Verwendung der <login>@<server>-Schreibweise ggf. der Azure SQL-Datenbank-Servername angefügt werden. Weitere Informationen finden Sie unter Verwalten von Datenbanken und Anmeldungen in der Azure SQL-Datenbank.

  • Der SQL Server 2008 SQL Server-Browser wird nicht unterstützt, da Microsoft Azure SQL-Datenbank keine dynamischen Ports, sondern lediglich den Port 1433 besitzt.

Weitere Informationen zur Unterstützung von Tools finden Sie unter Tools und Hilfsprogramme für Azure SQL-Datenbanken.

Benutzer- und Systemdatenquellen für Microsoft Azure SQL-Datenbank können mithilfe von Konfigurieren von ODBC-Datenquellen definiert werden. Die Liste mit den Benutzer- und Systemdatenquellen finden Sie im Dialogfeld "ODBC-Datenquellen-Administrator" auf der Registerkarte User DSN oder System DSN.

Wenn Sie eine Datenquelle für Microsoft Azure SQL-Datenbank mithilfe des Assistenten für Datenquellennamen (Data Source Name, DSN) definieren, klicken Sie auf die Option Mit SQL Server-Authentifizierung anhand der vom Benutzer eingegebenen Anmelde-ID und des Kennworts, und wählen Sie die Option Zum SQL Server verbinden, um Standardeinstellungen für die zusätzlichen Konfigurationsoptionen zu erhalten aus. Geben Sie den Benutzernamen und das Kennwort zum Herstellen einer Verbindung mit dem Azure SQL-Datenbank-Server als Login ID und Password ein. Deaktivieren Sie bei Verwendung von SQL Server 2008 Native Client das Kontrollkästchen Zum SQL Server verbinden, um Standardeinstellungen zu erhalten. Ab dem SQL Server 2008 R2 Native Client-ODBC-Treiber muss das Kontrollkästchen Zum SQL Server verbinden, um Standardeinstellungen zu erhalten nicht mehr deaktiviert werden. Klicken Sie auf Die Standarddatenbank ändern auf, und geben Sie den Namen der Azure SQL-Datenbank ein, auch wenn diese nicht in der Liste angezeigt wird. Beachten Sie, dass der Assistent in der Liste Sprache der SQL Server-Systemmeldungen ändern auf mehrere Sprachen enthält.

Da Microsoft Azure SQL-Datenbank in dieser Version nur Englisch unterstützt, muss Englisch als Sprache ausgewählt werden. Außerdem unterstützt Microsoft Azure SQL-Datenbank die Optionen Spiegelserver und Datenbank anfügen nicht, weshalb diese Elemente leer bleiben müssen. Klicken Sie auf Verbindung testen.

  • Bei Verwendung des SQL Server 2008 Native Client-ODBC-Treibers wird nach dem Klicken auf die Schaltfläche Verbindung testen unter Umständen ein Fehler mit dem Hinweis angezeigt, dass master.dbo.syscharsets nicht unterstützt wird. Ignorieren Sie diesen Fehler, speichern Sie den DSN, und verwenden Sie ihn. Zudem gilt: Wenn Sie beim Konfigurieren des DSN eine Verbindung mit einer Datenbank herstellen, bei der es sich nicht um die master-Datenbank handelt, wird die Meldung TESTS ERFOLGREICH ABGESCHLOSSEN unter Umständen nicht angezeigt, obwohl keine Fehler aufgetreten sind.

  • Bei Verwendung des SQL Server 2008 R2 Native Client-ODBC-Treibers wird der Fehler mit dem Hinweis, dass master.dbo.syscharsets nicht unterstützt wird, auch dann nicht ausgegeben, wenn eine Verbindung mit einer anderen Datenbank besteht.

Daten können unter Verwendung der folgenden Elemente an Microsoft Azure SQL-Datenbank übertragen werden:

  • SQL Server 2008 Integration Services (SSIS)

  • Hilfsprogramm zum Massenkopieren (BCP.exe)

  • System.Data.SqlClient.SqlBulkCopy-Klasse

  • Skripts mit INSERT-Anweisungen zum Laden von Daten in die Datenbank

Microsoft Azure SQL-Datenbank unterstützt Folgendes nicht:

  • RESTORE-Anweisung

  • Anfügen einer Datenbank an den Azure SQL-Datenbank-Server

Weitere Informationen zu SSIS finden Sie unter SQL Server Integration Services.

Microsoft Azure SQL-Datenbank-Agent oder -Aufträge werden von SQL Server nicht unterstützt. Sie können jedoch den SQL Server-Agent für die lokale Instanz von SQL Server ausführen und eine Verbindung mit Microsoft Azure SQL-Datenbank herstellen.

Die Microsoft Azure SQL-Datenbank unterstützt keine verteilten Transaktionen (also Transaktionen, die sich auf mehrere Ressourcen auswirken). Weitere Informationen finden Sie unter Verteilte Transaktionen (ADO.NET).

Ab  2.0 können Anwendungstransaktionen automatisch zu verteilten Transaktionen hochgestuft werden. Dies gilt für Anwendungen, bei denen Datenbankvorgänge im Kontext einer System.Transactions-Transaktion mithilfe der System.Data.SqlClient-Klasse ausgeführt werden.

Die Höherstufung einer Transaktion erfolgt, wenn Sie mehrere Verbindungen mit unterschiedlichen Servern oder Datenbanken innerhalb eines Transaktionsbereichs (TransactionScope) öffnen oder mithilfe der EnlistTransaction-Methode mehrere Verbindungen in ein System.Transactions-Objekt eintragen. Die Höherstufung einer Transaktion erfolgt auch, wenn Sie gleichzeitig mehrere Verbindungen mit dem gleichen Server und mit der gleichen Datenbank öffnen – entweder innerhalb des gleichen Transaktionsbereichs (TransactionScope) oder unter Verwendung der EnlistTransaction-Methode.

Ab  3.5 wird die Transaktion nicht höher gestuft, wenn die Verbindungszeichenfolgen für die gleichzeitigen Verbindungen exakt gleich sind. Weitere Informationen zu Transaktionen sowie zum Vermeiden der Höherstufung von Transaktionen finden Sie unter Integration von 'System.Transactions' in SQL Server (ADO.NET).

noteHinweis
Nicht per Commit bestätigte Zeitstempelwerte der aktuellen Datenbank (DBTS) werden von Microsoft Azure SQL-Datenbank möglicherweise nicht failoverübergreifend beibehalten.

Sowohl die Datenbankoption READ_COMMITTED_SNAPSHOT als auch die Datenbankoption ALLOW_SNAPSHOT_ISOLATION sind in Microsoft Azure SQL-Datenbank auf ON festgelegt. Da "SET <snapshot_option>" in der Transact-SQL-Anweisung "ALTER DATABASE" nicht unterstützt wird, können diese Datenbankoptionen nicht geändert werden. Weitere Informationen zu auf Zeilenversionsverwaltung basierenden Isolationsstufen finden Sie unter Grundlegendes zu auf Zeilenversionsverwaltung basierenden Isolationsstufen.

Die von Microsoft Azure SQL-Datenbank verwendete Standarddatenbanksortierung ist SQL_LATIN1_GENERAL_CP1_CI_AS. Hierbei gilt: LATIN1_GENERAL steht für Englisch (USA), CP1 steht für Codepage 1252, CI steht für die Nichtbeachtung der Groß-/Kleinschreibung, und AS steht für die Beachtung von Akzenten.

Bei Verwendung einer lokalen Instanz von SQL Server können Sie Sortierungen auf Server-, Datenbank-, Spalten- und Ausdrucksebene festlegen. Das Festlegen der Sortierung auf Serverebene ist mit Microsoft Azure SQL-Datenbank nicht zulässig. Wenn Sie mit Microsoft Azure SQL-Datenbank eine nicht standardmäßige Sortierung verwenden möchten, legen Sie die Sortierung mit der Option CREATE DATABASE COLLATE oder auf Spalten- oder Ausdrucksebene fest. Die Option COLLATE mit dem Befehl ALTER DATABASE wird von einer SQL-Datenbank nicht unterstützt. In einer SQL-Datenbank weisen temporäre Daten standardmäßig dieselbe Sortierung wie die Datenbank auf. Weitere Informationen zum Festlegen der Sortierung finden Sie in der SQL Server-Onlinedokumentation unter COLLATE (Transact-SQL).

Microsoft Azure SQL-Datenbank unterstützt keine Tabellen ohne gruppierte Indizes. Eine Tabelle muss einen gruppierten Index besitzen. Wenn eine Tabelle ohne Gruppierungseinschränkung erstellt wird, muss ein gruppierter Index erstellt werden, um Einfügevorgänge für die Tabelle zu ermöglichen.

Im folgenden Transact-SQL-Beispiel werden eine neue Tabelle und ein gruppierter Index für die Tabelle erstellt, bevor Daten in die Tabelle eingefügt werden. Beim Versuch, Daten ohne vorherige Erstellung des gruppierten Index einzufügen, tritt ein Fehler auf.

CREATE TABLE Table1 (Col1 int, Col2 char(20))
CREATE CLUSTERED INDEX Table1_Index ON Table1 (Col1)
INSERT INTO Table1 VALUES (1, 'string1')

Standardmäßig werden von Microsoft Azure SQL-Datenbank auf jedem Azure SQL-Datenbank-Server bis zu 150 Datenbanken (einschließlich der master-Datenbank) unterstützt. Auf jedem Azure SQL-Datenbank-Server können also bis zu 149 Datenbanken erstellt werden. Für den Azure SQL-Datenbank-Server ist unter Umständen eine Erweiterung dieser Grenze verfügbar. Weitere Informationen erhalten Sie von einem Kundendienstmitarbeiter im Microsoft Online Services-Kundenportal.

Microsoft Azure SQL-Datenbank bietet zwei Datenbankeditionen: Web Edition und Business Edition. Web Edition-Datenbanken können eine maximale Größe von 5 GB erreichen, bei Business Edition-Datenbanken liegt die maximale Größe bei 150 GB. Die maximale Größe wird bei der erstmaligen Erstellung der Datenbank mithilfe von MAXSIZE angegeben und kann später mithilfe von ALTER DATABASE geändert werden. Mithilfe von MAXSIZE lässt sich die Größe der Datenbank einschränken. Wenn die Größe der Datenbank den Wert für MAXSIZE erreicht, wird der Fehlercode 40544 ausgegeben. In diesem Fall können keine Daten mehr hinzugefügt oder aktualisiert werden, und es können keine neuen Objekte (wie Tabellen, gespeicherte Prozeduren, Sichten oder Funktionen) erstellt werden. Sie können jedoch weiterhin Daten lesen und löschen, Tabellen abschneiden, Tabellen und Indizes löschen sowie Indizes neu erstellen. Wenn Sie Daten entfernen, um Speicherplatz freizugeben, können bis zu 15 Minuten vergehen, bis wieder neue Daten hinzugefügt werden können.

Informationen zum Angeben der Größe der Datenbank finden Sie unter CREATE DATABASE (Azure SQL-Datenbank).

Aus Sicherheitsgründen sind bestimmte Benutzernamen nicht zulässig. Die folgenden Namen können nicht verwendet werden:

  • admin

  • administrator

  • guest

  • root

  • sa

Namen für neue Objekte müssen den SQL Server-Regeln für Bezeichner entsprechen. Weitere Informationen finden Sie unter Bezeichner.

Darüber hinaus dürfen Anmelde- und Benutzernamen das Zeichen \ nicht enthalten. (Die Windows-Authentifizierung wird nicht unterstützt.)

Microsoft Azure SQL-Datenbank stellt auf freigegebenen Ressourcen einen umfangreichen Datenbankdienst für mehrere Mandanten bereit. Damit alle Microsoft Azure SQL-Datenbank-Kunden in gleichem Maße von den Vorteilen profitieren können, kann Ihre Verbindung mit dem Dienst in folgenden Fällen ggf. getrennt werden:

  • Übermäßige Ressourcenauslastung

  • Verbindungen mit einer Leerlaufzeit von mindestens 30 Minuten (weitere Informationen finden Sie unter Resilienz bei Verbindungen im Leerlauf)

  • Failover aufgrund eines Serverfehlers

noteHinweis
Die maximal zulässige Dauer variiert abhängig von der Ressourcenverwendung. Eine angemeldete Sitzung, die 30 Minuten lang im Leerlauf war, wird automatisch beendet. Wir empfehlen dringend die Verwendung des Verbindungspoolings. Trennen Sie nach Abschluss der gewünschten Aktionen stets Ihre Verbindung, damit die nicht verwendete Verbindung wieder im Pool zur Verfügung steht. Weitere Informationen zum Verbindungspooling finden Sie unter Verbindungspooling.

Wenn die Verbindung mit dem Dienst getrennt wird, wird ein Fehler ausgegeben. Weitere Informationen zu diesem Fehler finden Sie unter Connection-Loss Errors.

Eine Azure SQL-Datenbank-Anwendung sollte ermitteln, ob eine getrennte Verbindung auf einen vorübergehenden Fehler zurückzuführen ist. Wenn eine getrennte Verbindung durch einen vorübergehenden Fehler verursacht wird, sollte eine Anwendung in der Lage sein, die Verbindung erneut herzustellen und den Befehl oder die Abfrage, bei dem bzw. bei der der Fehler aufgetreten ist, erneut auszuführen. Weitere Informationen zum erneuten Herstellen einer getrennten Verbindung finden Sie unter:

Siehe auch

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