Sie können die Ergebnisse einer Abfrage eingrenzen, indem Sie eine oder mehrere Filterbedingungen hinzufügen. Eine Filterbedingung beschreibt eine Regel, die von jeder Datenzeile erfüllt werden muss. Zeilen, die dieser Regel entsprechen, sind in den Abfrageergebnissen enthalten. Eine Filterbedingung enthält die folgenden drei grundlegenden Bestandteile:
Auswahleigenschaft
Vergleichswert
Operator
Eine Auswahleigenschaft ist die Eigenschaft, die als Basis der Filterbedingung verwendet werden soll. Um Aufträge zurückzugeben, die ein bestimmtes Bestelldatum haben, könnten Sie z. B. OrderDate als Auswahleigenschaft verwenden. Eine Auswahleigenschaft kann eine Eigenschaft in den Quelldaten oder eine Eigenschaft in einer verwandten Entität oder Tabelle sein. Im Abfrage-Designer werden nur Eigenschaften für verwandte Entitäten oder Tabellen angezeigt, die eine Multiplizität von null (0) oder eins aufweisen. Beispielsweise weist ein Auftrag nur einen Kunden auf. Daher können Sie in einer Abfrage, die Aufträge zurückgibt, die Eigenschaften des jeweiligen Kunden als Teil einer Filterbedingung auswählen. Wenn Sie eine Eigenschaft in einer verwandten Entität oder Tabelle verwenden möchten, die eine n-Multiplizität aufweist, müssen Sie die Abfrage mit Code erweitern.
Der Vergleichswert wird mit der Auswahleigenschaft verglichen. Ein Vergleichswert kann ein Literalwert wie "22.9.2009 12:00 Uhr", eine Auswahleigenschaft, ein Parameter oder ein relativer Wert wie Jetzt, Heute oder Wochenanfang sein.
Ein Operator ist ein Symbol, das den Typ des Vergleichs angibt, der durchgeführt werden soll. Um Aufträge mit einem Bestelldatum kleiner als "22.9.2009 12:00 Uhr" zurückzugeben, wählen Sie beispielsweise den Operator "<" aus.
Die vollständige in diesem Beispiel beschriebene Filterbedingung lautet Where OrderDate < 9/22/2009 12:00:00 AM.
Sie können eine Filterbedingung mit einem der folgenden logischen Operatoren mit anderen Filterbedingungen verknüpfen: And, Or, And Not, Or Not.
Sie können die Reihenfolge von Bedingungen ändern, indem Sie diese an die gewünschten Positionen im Designer ziehen.
Die folgende Abbildung zeigt die Bestandteile einer Filterbedingung.

Sie können Filterbedingungen gruppieren, damit sie als Einheit und unabhängig vom Rest der Filterbedingungen ausgewertet werden. Erstellen Sie dazu im Abfrage-Designer eine Filtergruppe.
Das Gruppieren von Filterbedingungen ähnelt dem Einschließen eines Ausdrucks in Klammern in einer mathematischen Formel oder Logikanweisung. Wenn Sie Bedingungen gruppieren, gilt der logische Operator vor der ersten Bedingung in einer Gruppe für die ganze Gruppe.
Analog zu einzelnen Filterbedingungen können Sie die Reihenfolge von Filtergruppen ändern, indem Sie diese an die gewünschte Position im Designer ziehen.
Die folgende Abbildung zeigt zwei Filtergruppen.

Sie können die Standardreihenfolge angeben, in der Datensätze in den Ergebnissen einer Abfrage angezeigt werden, indem sie einen oder mehrere Sortierbegriffe hinzufügen. Ein Sortierbegriff enthält eine Eigenschaft und eine Richtung (z. B. OrderDate und Ascending). Sortierbegriffe definieren die Standardsortierreihenfolge von Datensätzen, die in einem Bildschirm angezeigt werden. Benutzer können Datensätze in einer anderen Reihenfolge anzeigen, indem sie auf der Benutzeroberfläche des Bildschirms eine Auswahl treffen. Im Abfrage-Designer können Sie die Reihenfolge von Sortierbegriffen ändern, indem Sie die einzelnen Elemente an die gewünschte Position ziehen.
Sie können es Benutzern ermöglichen, Abfrageergebnisse dynamisch zu filtern. Beispielsweise können Sie einem Benutzer ermöglichen, regionale Aufträge anzuzeigen, indem bestimmte Vertriebsgebiete auf dem Bildschirm ausgewählt werden können. Um dieses Szenario zu unterstützen, fügen Sie einer Abfrage einen Parameter hinzu und weisen der Abfrage einen aussagekräftigen Namen zu (z. B. SalesTerritory). Legen Sie dann den Vergleichswert eines Filters für den Parameter fest. Der Abfrageausdruck kann beispielsweise wie folgt lauten: Where TerritoryID = SalesTerritory.
Sie können Bildschirme entwerfen, die es Benutzern ermöglichen, zur Laufzeit den Parameterwert bereitzustellen. Weitere Informationen finden Sie unter Gewusst wie: Bereitstellen eines Werts für einen Abfrageparameter.